Freitag, 30. Januar 2015

SHABBAT SHALOM!

unblocker

929 eine psychologische Sicht

Von Moshe Ofir, Schriftsteller und Dozent fuer Judentum und Psychologie, erfahren wir seine Sicht auf das Kapitel 30. 
Eine kleine Zusammenfassung frei uebersetzt:
Warum wollen wir Kinder? 
Eine ehrliche Antwort hoeren wir in diesem und im letzten Kapitel anhand der Namen, die den Kindern gegeben werden. 
Dass Kinder nicht aus Guete Liebe und Altruismus geboren werden, ist ein Geheimnis und verboten darueber zu reden.
Ausgerechnet von den heiligen Schriften koennten wir dies erwarten. 
Der Mensch bringt Kinder zur Welt - in dem er an SIE denkt, sich um sie kuemmert. 
Es scheint so, als wuerden die Muetter dieses und des letzten Kapitels sich mehr um sich selbst kuemmert und sorgen. 
Im letzten Kapitel hofft Lea, die "Gehasste", dass mit der Geburt eines Kindes 
... nun wird mich mein Mann lieben...(29.32)
....der Herr hat gehoert, dass ich unwert bin...(29.33)
... nun wird mein Mann mir doch zugetan sein..(29.34)
entsprechend Reuven, Shim´on Levi.

Auch Rachel gibt ihren Kindern und denen ihrer Magd Bilha Namen, die von ihrem Leid und ihrer Not erzaehlen, oder eine Art Macht, die durch die Geburt der Kinder einhergeht. 
...G-tt hat es gewandt (Naftul-Kruemmung, Naftulim-Konflikte) mit mir und meiner Schwester und ich werde es ihr zuvortun..(30.8)
... G-tt hat meine Schmach (Schande) von mir genommen
... der Herr wolle mir noch einen Sohn dazugeben...(30.23-24) (Lehosif = hinzufuegen)
entsprechend Naftali und Josef.

Der Tanach gibt selbst unseren grossen Figuren keinen Kredit!

Wenn wir Eltern erzaehlen wuerden, dass ihr Wunsch nach Kindern nicht etwa aus dem Gebot "Seid fruchtbar und mehret euch.." entsteht, sondern aus egoistischen Gruenden, - sicher waere die Antwort Entruestung. 
Auf der anderen Seite legt aber die Tora hier die menschlichsten archaischsten und tiefsten Beduerfnisse offen.
Die Tora sagt, dass durch Kinder auch - und vielleicht sogar hauptsaechlich - eine Art Tikkun (Zurechtrueckung, Verbesserung) des seelischen und gesellschaftlichen Standes der Eltern entsteht.
Und das verkleinert nicht die Bedeutung des neugeborenen Wesens. 
... G-tt segnete sie...
G-tt hat niemals vom Menschen verlangt, dass er das Gebot "seid fruchtbar und mehret euch" um seiner selbst willen befolgt..



Donnerstag, 29. Januar 2015

929 פרק ל Genesis Kapitel 30

Ich werde erst morgen etwas aus 929 heraussuchen, um es euch zu uebersetzen. 
Was mir persoenlich auffaellt beim Lesen des Kapitels, ist die Passivitaet von Jakob. Eine einzige Frau liebt er, das ist Rachel. Aber in der Tat hat er ohne es zu wollen 4 Frauen. Lea, Rachel und die zwei Maegde. 
Und seine Frauen sagen ihm was er tun soll, bei wem er schlafen soll. Es ist geradezu zum Kopf schuetteln, wie er all das mitmacht, was man ihm sagt, ohne Aufzumurren und scheinbar ohne eigenen Willen. 

 
Der Text

1. Da Rahel sah, daß sie dem Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich.
2. Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will.
3. Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr, daß sie auf meinen Schoß gebäre und ich doch durch sie aufgebaut werde.
4. Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe, und Jakob ging zu ihr.
5. Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
6. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhört und mir einen Sohn gegeben. Darum hieß sie ihn Dan.
7. Abermals ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn.
8. Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hieß ihn Naphthali.
9. Da nun Lea sah, daß sie aufgehört hatte zu gebären, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
10. Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn.
11. Da sprach Lea: Rüstig! Und hieß ihn Gad.
12. Darnach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn.
13. Da sprach Lea: Wohl mir! denn mich werden selig preisen die Töchter. Und hieß ihn Asser.
14. Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesäpfel auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebesäpfeln deines Sohnes einen Teil.
15. Sie antwortete: Hast du nicht genug, daß du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesäpfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, laß ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Liebesäpfel deines Sohnes.
16. Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen; denn ich habe dich erkauft um die Liebesäpfel meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.
17. Und Gott erhörte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den fünften Sohn
18. und sprach Gott hat mir gelohnt, daß ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hieß ihn Isaschar.
19. Abermals ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn,
20. und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann doch bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren. Und hieß ihn Sebulon.
21. Darnach gebar sie eine Tochter, die hieß sie Dina.
22. Gott gedachte aber an Rahel und erhörte sie und machte sie fruchtbar.
23. Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen.
24. Und hieß ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazugeben!
25. Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Laß mich ziehen und reisen an meinen Ort in mein Land.
26. Gib mir meine Weiber und meine Kinder um die ich dir gedient habe, daß ich ziehe; denn du weißt, wie ich dir gedient habe.
27. Laban sprach zu ihm: Laß mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spüre, daß mich der HERR segnet um deinetwillen;
28. bestimme den Lohn, den ich dir geben soll.
29. Er aber sprach zu ihm: Du weißt, wie ich dir gedient habe und was du für Vieh hast unter mir.
30. Du hattest wenig, ehe ich her kam, nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuß. Und nun, wann soll ich auch mein Haus versorgen?
31. Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts geben; sondern so du mir tun willst, was ich sage, so will ich wiederum weiden und hüten deine Schafe.
32. Ich will heute durch alle deine Herden gehen und aussondern alle gefleckten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe und die bunten und gefleckten Ziegen. Was nun bunt und gefleckt fallen wird, das soll mein Lohn sein.
33. So wird meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es kommt, daß ich meinen Lohn von dir nehmen soll; also daß, was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Lämmern, das sei ein Diebstahl bei mir.
34. Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast.
35. Und sonderte des Tages die sprenkligen und bunten Böcke und alle gefleckten und bunten Ziegen, wo nur was Weißes daran war, und alles, was schwarz war unter den Lämmern, und tat's unter die Hand seiner Kinder
36. und machte Raum drei Tagereisen weit zwischen sich und Jakob. Also weidete Jakob die übrigen Herden Labans.
37. Jakob aber nahm Stäbe von grünen Pappelbäumen, Haseln und Kastanien und schälte weiße Streifen daran, daß an den Stäben das Weiß bloß ward,
38. und legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen vor die Herden, die kommen mußten, zu trinken, daß sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kämen.
39. Also empfingen die Herden über den Stäben und brachten Sprenklinge, Gefleckte und Bunte.
40. Da schied Jakob die Lämmer und richtete die Herde mit dem Angesicht gegen die Gefleckten und Schwarzen in der Herde Labans und machte sich eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans.
41. Wenn aber der Lauf der Frühling-Herde war, legte er die Stäbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie über den Stäben empfingen;
42. aber in der Spätlinge Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spätlinge des Laban, aber die Frühlinge des Jakob.
43. Daher ward der Mann über die Maßen reich, daß er viele Schafe, Mägde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
(Genesis 30:1-43)

Im Sueden tut sich auch was...

Vor ein paar Minuten sollen zwei Palaestinenser aus dem Gazastreifen mit Handgranaten auf israelisches Gebiet eingedrungen sein. Die Suchen nach ihnen ist in vollem Gang. 
Was sie vorhatten, ist noch nicht klar.

Im Norden ging heute die Suche nach eventuellen Tunneln weiter.

Ruhige Nacht im Norden

Die Nacht war ruhig, und es wurde beschlossen, nicht noch heftiger auf das gestrige "Ereignis" zu reagieren, bei dem zwei Soldaten umkamen, die heute beerdigt werden. 
Ein spanischer Unifil-soldaten kam bei diesem Vorfall ebenfalls ums Leben. Er soll durch die Reaktion Israels getoetet worden sein, als zurueck geschossen wurde. Ich weiss nicht sicher, ob dies bestaetigt wurde. 
In jedem Falle macht Spanien Israel dafuer verantwortlich.
Wir hoffen auf einen ruhigen Tag.

Mittwoch, 28. Januar 2015

929 פרק כט Genesis Kapitel 29

Aus den "2 Minuten ueber das Kapitel" (mit Rav Benni und Liat Regev)
Die wunderbare Liebesgeschichte. Jakob liebt Rachel so sehr, dass er bereit ist, 7 Jahre zu arbeiten, um sie zur Frau zu bekommen und spaeter noch weitere 7 Jahre. Doch hinter dieser romantischen Geschichte verbirgt sich ein grosses Problem. Die Symbolik. Ein Mann kann 2 Frauen haben, eine davon ist Lea, die Kinder bekommt, ein Familie aufbaut, die andere ist Rachel, die keine Kinder gebaeren kann, und sie ist die Angebetete von Jakob. Geniesst Jakob - wie viele Maenner - diese Phantasie zwei Frauen zu haben? 
Lea und Rachel jedenfalls leiden sehr darunter. 
Rav Benni: "Aber eines der wunderbarsten Dinge in der Tora ist, dass obwohl Jakob Lea nicht liebt, nur Rachel, wird sie doch Mutter sein. Mutter von allen, und vor allem Mutter eines Koenigreiches Es gibt kein Israel ohne Lea. Rachel bleibt "auf dem Weg" (wo sie dann auch stirbt und begraben wird) aber das Haus, die Familie gebaut, hat Lea. "
Liat Regev: "Ich denke, von dieser Idee waere Lea sicher fasziniert gewesen, und doch haette sie sich wie jede Frau wohl gewuenscht, geliebt zu werden, wenigstens so wie Rachel geliebt wurde. Ich habe ein paar interessante und spannende psychologische Erklaerungen fuer das Kapitel gelesen.
Ein Kind macht irgendwann einen Prozess der Abloesung von den Eltern durch. Und dies ist in der Hauptsache die Trennung von der Mutter, denn die Verbindung sowohl zur Tochter als auch zum Sohn, die in ihrem Bauch gewachsen sind, ist sehr viel tiefer und staerker als zum Vater. Nun kommt es zu einer Art emotionaler Trennung. Eine Tochter muss dabei, um sich von der Mutter zu loesen, eine absolute Trennung vollziehen, um eine eigenstaendige Frau zu werden. Sie kann nicht weiter ein Teil ihrer Mutter sein.
Der Sohn loest sich nicht. Das ist ein bekanntes Phaenomen. Der Mann bleibt in irgendeiner Weise immer an Mutter Schuerzenzipfel haengen. Also hat er zwei Frauen. 
Er hat seine Mutter - und er hat eine Rachel. "
Rav Benni: "Und wer hat den Ausdruck "das schwache Geschlecht" erfunden? (Eine Art Witz soll das sein)
Liat Regev: " Aber das ist gar nicht mal so witzig. Es ist eine Art Situation "Mutter gegenueber Frau" entstanden. 
Es gibt Kulturen, in denen es dem Mann erlaubt ist, zwei oder mehr Frauen zu haben. Wie sehr leiden diese Frauen? Wie sehr leidet eine Frau, die ihren Mann mit weiteren Frauen teilen muss? 
HaRav Benni: "In unserem Kapitel hoert man das heraus. Als Lea Kinder bekommt, nennt sie den ersten Sohn Reuven "nun wird mich mein Mann liebhaben". Shimon "der Herr hat gehoert, dass ich unwert bin..(vielleicht liebt er mich jetzt) Levi "nun wird mein Mann mir doch zugetan sein" .
Die ganze Zeit ueber denkt sie nur an ihn. Bis das 4. Kind geboren wird. Yehuda. Und sie sagt: Nun will ich dem Herrn danken. Und sie hoert auf zu gebaeren. 
Sie zaehlt nicht mehr auf Jakob sondern ist sich selbst sicher geworden. Sie hat eine Familie, ein Haus gebaut.


In einer weiteren Beschreibung werden wir auf die Parallelen des "Betruges" aufmerksam gemacht und es ist wirklich nicht zu uebersehen, dass "Bruder gegen Bruder" ausgetauscht wurde (Jakob sich fuer Esau ausgegeben hat) und hier im Kapitel "die eine Schwester mit der anderen vertauscht wird". Beides passiert im Schutz der "Dunkelheit" (bei Jakob und Esau durch den blinden Vater, bei Lavan in der Nacht)
Jakob zahlt hier den Preis fuer seinen Betrug.
"Mida keneged Mida" - Mass fuer Mass, mit gleicher Muenze wird sein Betrug heimgezahlt..... Wie tragisch.



Der Text

Da hob Jakob seine Füße auf und ging in das Land, das gegen Morgen liegt, 2 und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tränken, und ein großer Stein lag vor dem Loch des Brunnens. 3 Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wälzen und die Schafe zu tränken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Stätte.
   4 Und Jakob sprach zu ihnen: Liebe Brüder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran. 5 Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl. 6 Er sprach: Geht es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. 7 Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit das Vieh einzutreiben; tränkt doch die Schafe und geht hin und weidet sie. 8 Sie antworteten: Wir können nicht, bis daß alle Herden zusammengebracht werden und wir den Stein von des Brunnens Loch wälzen und also die Schafe tränken.
   9 Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters; denn sie hütete die Schafe. 10 Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter. 11 Und er küßte Rahel und weinte laut 12 und sagte ihr an, daß er ihres Vaters Bruder wäre und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater an.
   13 Da aber Laban hörte von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und küßte ihn und führte ihn in sein Haus. Da erzählte er dem Laban alle diese Sachen. 14 Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und da er einen Monat lang bei ihm gewesen war, 15 sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein? 16 Laban aber hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea und die jüngere Rahel. 17 Aber Lea hatte ein blödes Gesicht, Rahel war hübsch und schön. 18 Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngere Tochter, dienen. 19 Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir.
   20 Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als wären's einzelne Tage, so lieb hatte er sie.
   21 Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, daß ich zu ihr gehe. 22 Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl. 23 Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr. 24 Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd. 25 Des Morgens aber, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen? 26 Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm lande, daß man die jüngere ausgebe vor der älteren. 27 Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst. 28 Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe 29 und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. 30 Also ging er auch zu Rahel ein, und hatte Rahel lieber als Lea; und diente bei ihm fürder die andern sieben Jahre. (3. Mose 18.18)

31 Da aber der HERR sah, daß Lea unwert war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar. 32 Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den hieß sie Ruben, und sprach: Der HERR hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann liebhaben. 33 Und ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der HERR hat gehört, daß ich unwert bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und sie hieß ihn Simeon. 34 Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Söhne geboren. Darum hieß sie ihn Levi. 35 Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich dem HERRN danken. Darum hieß sie ihn Juda. Und hörte auf, Kinder zu gebären.

Die Fakten der Eskalation



(Quelle: Ynet)