Montag, 18. April 2011

PESSACH SAMEACH


Die Soldaten, die zu Pessach nicht nach Hause duerfen, sitzen vor dem Sederabend traurig und enttaescht da. Der Rebbe sieht, wie sehr sie es bedauern, nicht bei ihren Familien zu Hause sein zu koennen und sagt: "Ja, was glaubt ihr denn? Dass der Ewige, gelobt sei er, diejenigen besuchen kommt, die zuhause sind, oder in der Jeshiwa? Nein! Er kommt die besuchen, die draussen sind, in der Armee. Er kommt zu denen, die sich am meisten anstrengen muessen, um den Sederabend wirklich zu fuehlen!"

Sonntag, 17. April 2011

Pessach sameach! - Von der Sklaverei in die Freiheit?

Es gibt Phasen im Leben, da meint man, man sei nicht etwa - wie die Kinder Israel am Sederabend - von der Sklaverei in die Freiheit entlassen worden, sondern eher das Gegenteil. Man fuehlt sich, als sei man neu versklavt, folgt einem Schema, das nicht viel Spielraum laesst fuer das, was einem teuer und wertvoll ist. Eventuell muss man sogar dafuer kaempfen, ein Stueckchen Freiheit zu bekommen.

Was aber in Wahrheit zaehlt und wichtig ist, ist wohl die Freiheit des Geistes, die innere Freiheit. Wer wahrhaft im Geiste frei ist, dem wird es weniger schwer fallen, die auesseren Zwaenge hinzunehmen. In diesem Punkte waren unsere Vorfahren vor mehreren tausend Jahren anscheinend nicht ganz so weit. Wir hoeren von der ploetzlichen Freiheit, die sie erhielten, und davon, wie schnell sie im Geiste aufgaben, und sich nach der Versklavung zurueck sehnten. Sie konnten mit der ploetzlichen Freiheit nichts anfangen, waren geistig und seelisch laengst nicht so weit. Daher musste auch erst eine neue Generation in Freiheit heranwachsen, um die geistigen Voraussetzungen zu erfuellen, ins Land Israel einzuziehen.

Wir hoeren auch, dass bei Pogromen, in der Zeit der Shoa und Verfolgungen, immer Menschen versteckt in Kleiderschraenken, ihre Kerzen anzuendeten, sei es fuer Chanukka oder Pessach. Sie hielten selbst unter Zwang an ihrer geistigen Freiheit fest, ja, sie war manchmal das letzte, was sie besassen und sie konnten sich hoch erhobenen Hauptes sagen: "Ihr koennt mir alles nehmen, auch mein letztes Hemd und die Nahrung, aber meine geistige Freiheit - an die kommt ihr nicht heran. Es gibt keine Waffe, die aus mir den juedischen Geist herauspruegeln kann, keine Folter wird meinen Geist versklaven."

Ich weiss nicht, ob ich die geistig seelische Staerke gehabt haette, in solchen Extremsituationen mit dieser grossartigen Einstellung weiter zu machen und nicht zu verzweifeln. Aber ich stelle mir vor, dass es auch ein Art Triumph gewesen sein kann, der dann dazu fuehrte, dass man nicht zerbrach an den aeusseren Foltern. Und was es ganz besonders macht, Pessach - egal in welcher Ecke der Welt - zu feiern, ist die Tatsache, dass man einer Gemeinschaft, einem Volk angehoert, die alle zur selben Zeit diesen Zug in die Freiheit feiern. Es gibt in Israel keinen noch so saekularen Haushalt, der nicht Pessach feiert. Und zwar mit seiner vollen Bedeutung und meist auch mit der Pessach-Haggada, der Geschichte, die zum Pessach-Fest gehoert. (Man kann es nicht mit nicht religioesen Christen vergleichen, die Weihnachten ja auch feiern, denn dort wird es nicht um die Weihnachtsgeschichte und deren Bedeutung gehen... wohin gegen auch nicht religioese Juden sich der Pessach-geschichte erinnern, mit Vorlesen, dem Pessach-teller, aller Symbole, die zum Fest gehoeren und sogar - wenigstens am ersten Abend - dem Essen der Matzot, dem sogen. Wuestenbrot, ungesaeuert, da die Kinder Israel keine Zeit mehr hatten, ihren Teig saeuern zu lassen, und ihn so wie er war mitnahmen.)

Alle Juden auf der Welt, in Afrika, oder New York, in Israel oder Nepal, einsam oder mit der Familie oder mit Freunden, werden morgen abend den Leila Seder, den Sederabend begehen, und sich der Nacht erinnern, als Pharao das Volk ziehen liess, nach der letzten Plage, die G-tt ueber die Aegypter kommen liess, dem Tod aller Erstgeborenen.

Die Kinder Israel sollten ein Lamm schlachten, und das Blut an die Tuerpfosten schmieren, um das Haus als ein juedisches zu kennzeichnen, damit der Todesengel daran vorueberging, die Erstgeborenen dort verschonte. (Ueberspringen heisst dann auch das Wort Passach, woher der Name des Festes stammt)

Heute erinnert die Mesusa vor der Tuer eines juedischen Hauses an die Stelle, wo einst das Zeichen gemacht werden sollte. "Er ist mit uns, schuetzt dieses Haus, laesst uns nicht im Stich" soll es heissen.

Das Gefuehl, dass alle Juden auf der Welt morgen abend den Auszug aus der Sklaverei nachvollziehen und feiern, ist ein starkes Band, eine Gemeinschaft, die sich manchmal auch ueber Laender hinweg fuereinander verantwortlich fuehlt, sich gegenseitig hilft. (So wie ich zurzeit erlebe, wie ein Intervenieren eines israelischen Freundes dazu gefuehrt hat, dass ich hier in Deutschland eine Arbeit im juedischen Altenheim angeboten bekomme, ein anderer Freund und eine Freundin mir finanziell ueber die erste schwere Zeit hilft. Nicht zu unterschlagen auch so manche Geldspende, die ich von Nicht-juden bekam!!)

Der Satz "Kol Israel Arevim ze laze" (Ganz Israel Buergen, einer fuer den anderen..) wird sehr haeufig sehr ernst und sehr woertlich genommen. So hat ein Freund, der mich nicht gut kannte, tatsaechlich die von der Vermieterin in Israel geforderte Buergschaft uebernommen, obwohl er nicht wusste, wie es mit mir weitergeht, ob ich Arbeit finde, oder in absehbarer Zeit meine Ersparnisse dahin sind, und er zur Rechenschaft gezogen wird. Wer weiss, was eine Buergschaft bedeutet, dem wird klar sein, was er da auf sich genommen hat. Ich bin mir fast sicher, dass ich das nicht getan haette, aus Angst, in grosse Schwierigkeiten kommen zu koennen.

Wir denken aneinander, alle Juden in allen Ecken der Welt. Und selbst, wenn wir allein sein sollten, am Leila Seder, sind wir doch im Geiste nicht einsam, so wie wir nicht unfrei sein koennen in unserem tiefsten Inneren. Wir muessen staendig daran arbeiten, die innere Freiheit nicht zu verlieren, sie bewusst zu spueren und zu erleben, wie sie uns stark macht. Und wie gross das Geschenk des Zusammenhaltes fuer uns ist, besonders fuer die, die sich - wie ich - ganz bewusst und aus freien Stuecken diesem Volk angeschlossen haben. Es ist wohl - in meinen Augen - das groesste Geschenk, was man bekommen kann.

Ich wuensche jedem Juden auf der ganzen Welt, in jedem Winkel, er moege Pessach ganz bewusst, und mit freiem Geist und freier Seele begehen koennen und sich klarmachen, zu welcher grossen Gemeinschaft er gehoert.

Pessach sameach vekasher!

Donnerstag, 14. April 2011

TV-Programme aus Israel - per Computer

Mein bester Freund empfahl mir die folgende Seite, um israelische Programme zu empfangen, per Internet. (HIER kommt ihr auf die Seite mytvil, allerdings nur, wenn ihr euch NICHT in Israel befindet)

Ihr koennt euch auf dieser Seite registrieren, mit einem Passwort und anschliessend Kanaele aus Israel "buchen". Zu buchende Pakete sind 1. das Basispaket fuer 24,50 EUR monatlich, das Probepaket umsonst fuer drei Tage, oder das Paket mit allen Kanaelen, fuer 82 EUR.

Das Basispaket ist voellig ausreichend. Es bietet den Empfang von Arutz 1, Arutz 2 und Arutz 10, einige Sportprogramme und einen Kindersender.

Man zahlt per paypal mit seiner Kreditkarte und kann 30 Tage lang israelische Programme empfangen. Das Abo laeuft einfach nach dieser Zeit ab, und man bucht erneut (oder auch nicht).

Viel Spass beim Buchen und fernsehen!

Mittwoch, 13. April 2011

יום לא מוצלח

שוב יום ללא הצלחה. הדירה, שראיתי היום, לא היתה מתאימה לי. איך שהו לא הרגשתי טוב שם, לא בפנים, ולא בחוץ ברחובות בסביבה. העבודה כמעט לקחה לי את השמחה. הייתי היום כל כך מבולבלת, שלא יכולתי לחשוב. איפה התקווה והשמחת חיים שלי? הלוואי ואני אמצא אותה שוב

עבודת פיזית

העבודה, שקבלתי בבית אבות, היא מאד קשה. כל העובדים רצים כל היום, וזה גם לא מספיק, להספיק את העבודה. אנחנו נאלצים, להרים את הקשישים כמעט תמיד לבד. הגוף שלי אומר כבר "די!" אבל אני לא אוכל להגיד "שלום, זהו בשבילי" משום שאני גם גרה פה, לפי שעה. נתנו לי אחת מהדירות פה, כדי שיהיה לי מקום לגור להתחלה. אבל - המחיר הוא גבוע. עכשיו אני מחפשת דירה אחרת, על מנת להיות יותר חופשית. בעת ובעונה אחת אני מחפשת עבודה אחרת, אבל צריך כוח לזה. וכוח אין לי הרבה כעת. הקב"ה יעזור לי.

Dienstag, 12. April 2011

שיעור

לקראת פסח להיות בחו"ל, זו ירידה אמיתית, לא מעבדות לחרות, אלא ההפך. זה מרגיש, כמו ללכת שוב לקראת העבדות. שוב להיות יוצאת דופן, שוב קשיים לקבל ימים חופשיים בשבתות ובחגים, שוב להסביר, למה לא אוכלים הכל וכו". עצובה ובודדה אני, לגבי החיים יהודיים.

העבודה היא מאד קשה ואי אפשר לאהוב אותה. ושוב צריך לחפש משהו אחר. קודם כל עומד על הפרק למצוא דירה קרובה לבי"כ. - אך, היום היה שיעור אצל חב"ד עם אנשים נחמדים, אפילו משהו מישראל, עם רב מאד חיובי. היה מדובר על שבת הגדול ועל הניסים, שקרו לעם ישראל. ומשהו מאד דבר אלי ונתן לי לקח למצבי העכשיוי. בניסים גדולים, החושך עוזר לאור וזה אומר, שאנחנו חייבים למצוא את הטוב גם בתוך מצבים עצובים וחשוכים. אולי רק בדי עבד יהיה אפשר לראות את הטוב שבהם, אולי בכלל לא. אך בטוח, שיש משהו חשוב במצבים האלה, שהקב"ה מוביל אותנו בדרך זו, על מנת להראות לנו דברים משמעותים לחיינו. אני כבר הייתי על סף היאוש והבטתי כמעט אך ורק בשלילי במצבי, אבל גם חבר מירושלים הזכיר לי, שתמיד צריך לחשוב על הטוב בתוך מצבים חשוכים. גם אם זה קשה. צריך לנסות שוב ושוב
פסח כשר ושמח לכולנו

Shiur

Shiur in Deutschland, in einer grossen Stadt, bei Chabad. Chabad gibt es irgendwie fast ueberall, G-tt sei dank. Und in dieser Stadt sogar zusaetzlich zur "normalen" juedischen Gemeinde.

Der Chabad-Rabbiner ist nett und engagiert, er haelt jede Woche einmal fuer Interessierte Shiur. Drei Frauen und 6 Maenner kommen heute. Davon zwei Israelis, in Tel Aviv geboren.

Heute geht es um den "Shabbat haGadol", den sogenannten "grossen Shabbat", das ist der Shabbat vor Pessach.

Wir sprechen darueber, warum dieser Shabbat so genannt wird? Es gibt einige Gruende, und die haben vorwiegend mit den grossen Wundern zu tun, die dem juedischen Volk widerfahren sind. Grosse Wunder gibt es, wie die, die in Aegypten in der Sklaverei passiert sind beim Auszug in die Freiheit, und kleinere Wunder.

Ein kleines Wunder schiebt mit seinem Licht die Finsternis beiseite, bei einem grossen Wunder hilft die Finsternis dem Licht, zu leuchten.