Auf den Seiten von Chabad fand ich einen Artikel, der sich mit den "bescheidenen Dingen der Welt" beschaeftigt. Er bezieht sich darauf, dass G-tt sich der Bestrafung der Aegypter annahm, und sogar Laeuse und Froesche ueber sie kommen liess, als er die Plagen schickte, um auf Pharao Druck auszuueben.
Hier heisst es weiter, dass auch wir uns manchmal zu "schade" sind, uns um die kleinen bescheidenen Belange zu kuemmern. Wir streben nach grossen Veraenderungen, wollen die Welt veraendern und verbessern, aber die sehr kleinen Dinge des taeglichen Lebens erscheinen uns zu profan, uns damit auseinander zu setzen.
Gibt es wirklich etwas, was "zu klein" ist, zu unbedeutend?
Wenn G-tt sich auch den allerkleinsten Belangen annimmt, sollten wir es ihm gleichtun, und mit offenen Augen und Ohren, und vor allem - einem offenen Herzen durch die Welt laufen. Wir koennen als Einzelne sicher nicht gleich die ganze Welt aendern, aber es gibt Dinge, die wir tun koennen, und die eine positive Energie in die Welt abgibt.
Da sitzt der Bettler in unserer Einkaufsstrasse, dem wir einen Euro geben. Was ist schon ein Euro? Werden wir uns fragen. Die grossen Armuts-probleme in der Welt koennen wir damit nicht bekaempfen. Aber wir koennen versuchen, weniger in den Kuehlschrank zu packen, und nicht der grossen Panik zu erliegen, die uns manchmal erfasst, vor dem Shabbat, vor den Wochenenden. Der Panik, nicht mit dem Essen hinzukommen. So packen wir unseren Kuehlschrank voll, und werfen spaeter die Haelfte weg. "Falls die Kinder vorbeikommen" oder "falls sich Gaeste einstellen", diese sind oft Gruende unseres unverhaeltnismaessigen Kaufens.
Dies ist nur ein kleiner Teil. Es gibt mehr, was wir tun koennen. Ein Anruf, bei einem Kranken, der laengst faellig ist, ein liebes Wort, ein Trost.
Sogar ein Laecheln oder ein Dank an die Kassiererin des Supermarktes ist ein positives Zeichen, ein minimales Geschenk, in der Hektik und Anonymitaet des Alltags. Der alten Dame aus der Bahn helfen, und registrieren, wie schwer sie es hat, mit ihrem Gehwaegelchen die Stufen zu nehmen. Wenn wir blind durch die Gegend laufen, werden wir diese Dinge nicht wahrnehmen, wir sind in unserem Film, haben Kopfhoerer auf und sind in Gedanken beim naechsten Arbeitstag.
Schade - so entgehen uns viele Gelegenheiten, eine Mizwa zu tun, anderen einen kurzen Augenblick zur Seite zu stehen.
Was koennen wir schon bewirken? Auch ich denke das oft, und alles was ich tun kann, erscheint mir zu unbedeutend, zu klein.
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Anfrage von einem Leser, der sich um die deutschen Uebersetzungen der Internetseiten von Chabad kuemmert. Er bat mich um Hilfe bei den Uebersetzungen aus dem Englischen. Erst dachte ich, da mein Englisch wahrlich nicht so gut ist wie mein Hebraeisch, und ich auch viel mehr Lust auf die hebraeische Sprache habe, dass ich wohl nicht dafuer geeignet bin. Aber nach zwei Probeartikeln, die sich mit der Parashat haShavua beschaeftigen, stellte sich heraus, dass es doch viel besser klappt als ich dachte, und darueber hinaus es noch Freude macht, sich mit den Themen der Parasha zu befassen.
Spaeter bekam ich von dem Verantwortlichen noch einen wichtigen Hinweis. Er bemerkte, dass jede seiner Stammuebersetzerinnen ihre Arbeit als heilige ansehe, gleichzusetzen mit der Mizwa von Zedaka. Man gibt seine Kraft und Zeit, das ist mit dieser Mizwa gleichzusetzen. Auf diese Weise wird anderen Juden die Chance gegeben, wieder mehr ueber ihr Judentum zu erfahren, und es kann sein, dass bei einigen Juden durch die Uebersetzungsarbeit ein Funke ueberspringt, so dass sie inspiriert werden, mehr ueber ihr Erbe zu lernen.
So hatte ich das noch gar nicht betrachtet, und der Gedanke gefiel mir.
Ich dachte darueber nach, wie oft ich schon geplant hatte, irgendwann einmal etwas zurueckzugeben, fuer all das, was ich in den letzten Jahren vom juedischen Volk bekam. Bisher war mir nicht klar, wann das sein wuerde und vor allem - wie es aussehen wuerde. Viel Geld ist bei mir nicht in Aussicht, und meine Arbeitssuche muss ich meist unter dem Gesichtspunkt: wie kann ich mich selbst ernaehren? angehen und nicht etwa: Wo kann ich am meisten helfen? (Beides vereinen zu koennen, waere ein Traum...)
Auf diese Weise jedoch, ist es auch mir moeglich, einen kleinen Beitrag zu leisten fuer das spirituelle Wohl von anderen Juden. Ich kann meinem Volk ein wenig helfen, mit einem unbedeutend kleinen Beitrag, aber immerhin gibt es ein wenig das Gefuehl, etwas zu tun.
Wir sind also doch gar nicht so klein, schwach, und unfaehig, uns um die grosse Welt zu kuemmern. Die ganze Welt faengt ja vor unserer Haustuer an, und in unserem kleinen Umkreis wird es bestimmt etwas geben, was wir leisten koennen.
Ein Beitrag an die Welt, ein Zurueckgeben, Weitergeben.
Hier heisst es weiter, dass auch wir uns manchmal zu "schade" sind, uns um die kleinen bescheidenen Belange zu kuemmern. Wir streben nach grossen Veraenderungen, wollen die Welt veraendern und verbessern, aber die sehr kleinen Dinge des taeglichen Lebens erscheinen uns zu profan, uns damit auseinander zu setzen.
Gibt es wirklich etwas, was "zu klein" ist, zu unbedeutend?
Wenn G-tt sich auch den allerkleinsten Belangen annimmt, sollten wir es ihm gleichtun, und mit offenen Augen und Ohren, und vor allem - einem offenen Herzen durch die Welt laufen. Wir koennen als Einzelne sicher nicht gleich die ganze Welt aendern, aber es gibt Dinge, die wir tun koennen, und die eine positive Energie in die Welt abgibt.
Da sitzt der Bettler in unserer Einkaufsstrasse, dem wir einen Euro geben. Was ist schon ein Euro? Werden wir uns fragen. Die grossen Armuts-probleme in der Welt koennen wir damit nicht bekaempfen. Aber wir koennen versuchen, weniger in den Kuehlschrank zu packen, und nicht der grossen Panik zu erliegen, die uns manchmal erfasst, vor dem Shabbat, vor den Wochenenden. Der Panik, nicht mit dem Essen hinzukommen. So packen wir unseren Kuehlschrank voll, und werfen spaeter die Haelfte weg. "Falls die Kinder vorbeikommen" oder "falls sich Gaeste einstellen", diese sind oft Gruende unseres unverhaeltnismaessigen Kaufens.
Dies ist nur ein kleiner Teil. Es gibt mehr, was wir tun koennen. Ein Anruf, bei einem Kranken, der laengst faellig ist, ein liebes Wort, ein Trost.
Sogar ein Laecheln oder ein Dank an die Kassiererin des Supermarktes ist ein positives Zeichen, ein minimales Geschenk, in der Hektik und Anonymitaet des Alltags. Der alten Dame aus der Bahn helfen, und registrieren, wie schwer sie es hat, mit ihrem Gehwaegelchen die Stufen zu nehmen. Wenn wir blind durch die Gegend laufen, werden wir diese Dinge nicht wahrnehmen, wir sind in unserem Film, haben Kopfhoerer auf und sind in Gedanken beim naechsten Arbeitstag.
Schade - so entgehen uns viele Gelegenheiten, eine Mizwa zu tun, anderen einen kurzen Augenblick zur Seite zu stehen.
Was koennen wir schon bewirken? Auch ich denke das oft, und alles was ich tun kann, erscheint mir zu unbedeutend, zu klein.
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Anfrage von einem Leser, der sich um die deutschen Uebersetzungen der Internetseiten von Chabad kuemmert. Er bat mich um Hilfe bei den Uebersetzungen aus dem Englischen. Erst dachte ich, da mein Englisch wahrlich nicht so gut ist wie mein Hebraeisch, und ich auch viel mehr Lust auf die hebraeische Sprache habe, dass ich wohl nicht dafuer geeignet bin. Aber nach zwei Probeartikeln, die sich mit der Parashat haShavua beschaeftigen, stellte sich heraus, dass es doch viel besser klappt als ich dachte, und darueber hinaus es noch Freude macht, sich mit den Themen der Parasha zu befassen.
Spaeter bekam ich von dem Verantwortlichen noch einen wichtigen Hinweis. Er bemerkte, dass jede seiner Stammuebersetzerinnen ihre Arbeit als heilige ansehe, gleichzusetzen mit der Mizwa von Zedaka. Man gibt seine Kraft und Zeit, das ist mit dieser Mizwa gleichzusetzen. Auf diese Weise wird anderen Juden die Chance gegeben, wieder mehr ueber ihr Judentum zu erfahren, und es kann sein, dass bei einigen Juden durch die Uebersetzungsarbeit ein Funke ueberspringt, so dass sie inspiriert werden, mehr ueber ihr Erbe zu lernen.
So hatte ich das noch gar nicht betrachtet, und der Gedanke gefiel mir.
Ich dachte darueber nach, wie oft ich schon geplant hatte, irgendwann einmal etwas zurueckzugeben, fuer all das, was ich in den letzten Jahren vom juedischen Volk bekam. Bisher war mir nicht klar, wann das sein wuerde und vor allem - wie es aussehen wuerde. Viel Geld ist bei mir nicht in Aussicht, und meine Arbeitssuche muss ich meist unter dem Gesichtspunkt: wie kann ich mich selbst ernaehren? angehen und nicht etwa: Wo kann ich am meisten helfen? (Beides vereinen zu koennen, waere ein Traum...)
Auf diese Weise jedoch, ist es auch mir moeglich, einen kleinen Beitrag zu leisten fuer das spirituelle Wohl von anderen Juden. Ich kann meinem Volk ein wenig helfen, mit einem unbedeutend kleinen Beitrag, aber immerhin gibt es ein wenig das Gefuehl, etwas zu tun.
Wir sind also doch gar nicht so klein, schwach, und unfaehig, uns um die grosse Welt zu kuemmern. Die ganze Welt faengt ja vor unserer Haustuer an, und in unserem kleinen Umkreis wird es bestimmt etwas geben, was wir leisten koennen.
Ein Beitrag an die Welt, ein Zurueckgeben, Weitergeben.

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