Mittwoch, 30. Januar 2013

Beratungsstellen fuer die seelische Gesundheit

Es gibt in Israel - wie in Deutschland auch - Beratungsstellen, die man umsonst in Anpruch nehmen kann. Dort arbeiten Psychotherapeuten, Sozialarbeiter mit Zusatzausbildungen und Psychiater. 
Ich hatte in einer dieser Beratungsstellen vom Gesundheitsamt heute mein Erstgespraech. 
Genau wie in Deutschland ist es aber so, dass man nach dem Erstgespraech eine Wartezeit in Kauf nehmen muss. Diese kann 1,2 Monate oder sogar laenger dauern, je nachdem wie schnell ein Mitarbeiter frei wird. Die Frau, mit der ich mein Erstgespraech hatte, war angenehm und ich konnte sehr schnell Kontakt zu ihr aufbauen, weshalb ich es sehr begruessen wuerde, wenn ich bei ihr weitermachen koennte. 
Das jedoch ist nicht garantiert. 

Montag, 28. Januar 2013

Gute Entspannung!


Station fuer seelische Gesundheit - Tachana lebriut haNefesh

Zwei Freundinnen, die ich um Rat gebeten hatte (beide Sozialarbeiterinnen in Krankenhaeusern) haben sich sehr kurzfristig Gedanken gemacht und mir schon heute einen Kontakt hergestellt, zu einer der Tachanot Briut haNefesh, der ambulanten Stationen fuer seelische (psychische) Gesundheit. 
Ich habe bereits fuer Mittwoch einen ersten Termin bei einer der Psychotherapeutinnen. Dort ist auch ein Psychiater, der im Falle eines Falles auch Medikamente verschreiben koennte, was ich mal nicht annehme, dass es noetig ist. 
Ich habe hin und her ueberlegt, ob es wirklich "schon" noetig ist, mich in eine Behandlung zu begeben, oder ob ich noch warten soll. 
Aber worauf? Dass es vorbeigeht, dass ich da schon allein mit umgehen kann, oder aber, im schlimmsten Fall, dass ich in eine Lage hineingerate, wo es schwer ist, wieder herauszukommen. 
Nein, es ist schon besser, recht frueh eine Notbremse zu ziehen. 
Und wenn ich mir im Rueckblick die letzten Jahre anschaue, war mein Leben wirklich kein Entspannungsbad. Nachdem ich 12 Jahre in einer Drogenberatungsstelle gearbeitet hatte, kam wieder grosse Unruhe in mein Leben. 
Giur
In jedem "Urlaub" in Israel als Volontaerin gearbeitet (also quasi KEIN Urlaub, die letzten 6 Jahre)
Wohnungsaufloesung in Dtland
Alyia
Wohnungssuche
Arbeitssuche
Herz-OP
Rueckkehr nach Deutschland 
Wohnungsaufloesung in Israel
Wohnungssuche in Dtland
Koerperliches arbeiten in Dtland 
neue Arbeitssuche
Wieder koerperlich bis an die Grenzen
neue Arbeit in einer Drogenberatungsstelle
Besinnung und Neuorientierung
Wohnungsaufloesung, Arbeitssuche in Israel
Rueckkehr nach Israel
5mal Arbeitswechsel Raanana und Jerusalem
Wohnungssuche

Das kann doch eigentlich nur eine logische Konsequenz sein, dass es so etwas wie Burnout gibt zurzeit, oder?
Muss ich mich wundern?
Ich versuche gerade, an jedem Tag so gut es geht "runterzuschalten", meine Schultern zu entspannen, die staendig hochgezogen und angespannt sind und mir abends und am Shabbat einfach nur Ruhe zu goennen. 

 

Samstag, 26. Januar 2013

Auf sich selbst achten

Nun ist es mir zum zweiten Mal passiert, dass ich vor lauter Erschoepfung nicht zu einer Einladung zum Shabbes-essen gehe, sondern absage und mich in meine vier Waende zurueckziehe. 
Abgesehen von einer dicken Erkaeltung mache ich mir in der letzten Zeit Gedanken, warum ich puenktlich zum Shabbat so in mir zusammensacke, dass ich zu nichts mehr faehig bin, ausser zuhause auf der Couch zu entspannen, zu lesen, zu schlafen. 
Beim letzten Mal bin ich vom Tisch der Freunde regelrecht "gefluechtet", nach der Vorspeise. 
Es waren 3 Paare eingeladen - wir waren insgesamt mit meinen Freunden, den Gastgebern 9. Man kommt nach Kabbalat Shabbat aus verschiedenen Synagogen der Umgebung zusammen, und bevor es zum Singen des Shalom Aleichem geht, vergeht eine Menge Zeit, die man mit gemeinsamen Gespraechen verbringt. X hat Y lange nicht gesehen und wird nach dem Stand der Dinge gefragt, E. erzaehlt von ihrem Vater, der umgezogen ist und B. berichtet vom neuen Enkelkind. 
Die Atmosphaere ist immer froehlich und interessant - aber fuer mich in der letzten Zeit einfach nur eines: unglaublich anstrengend. 
Wenn es dann endlich zum Tisch geht, bin ich fast schon zu muede, um ueberhaupt zu essen. 
Beim letzten Mal fuehlte ich die langsam herankriechende Schlappheit und es war sonnenklar, dass ich nie und nimmer bis zum Ende durchhalten wuerde. 
Ich entschuldigte mich bei meiner Freundin und g-tt sei dank kann ich mir das bei ihr erlauben, ohne dass sie beleidigt ist. 
Gestern abend hatte ich erwartet, dass es anders waere. Ich hatte mich nachmittags vor Shabbat eingang hingelegt und ein wenig geschlafen. 
Und doch passierte dasselbe. Schon in der Synagoge schlief ich fast ein und habe nach dem Gebet die Einladung abgesagt, bin nach Hause gegangen. 
Dort habe ich nur ein wenig gegessen, und bin dann ins Bett gestolpert. 
Was ist nur mit mir los? Ich habe heute morgen lange darueber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich, wenn ich nicht furchtbar auf mich aufpasse, eine Art "Burnout-syndrom" entwickeln kann. Und irgendwie ist das auch eigentlich nicht verwunderlich, bei all den Veraenderungen des letzten Jahres. 
Ich bin von einer Arbeit zur anderen, und habe die letzten Monate keinen Tag ohne hohen Arbeitsdruck gearbeitet, zuletzt sogar wieder ohne eine geregelte Woche, mit Freitagen, Spaetdiensten usw. 
Der Druck ist so hoch, dass ich ihn physisch spuere am Ende eines Arbeitstages und fuer andere Aktivitaeten zu "erledigt" bin. Ich bin fast den ganzen Tag ueber von den Schultern an bis zu den Beinen verspannt.
Eine immer wiederkehrende Sehnsucht - einfach einmal 4 Wochen am Stueck inmitten der Natur zu entspannen (mein inneres Bild fuehrt dazu jedesmal ans Tote Meer und ich sehe mich dort, wie ich nichts tue ausser spazieren, mich treiben lassen und lesen) bestaetigt wohl meine Erschoepfung. 
Leider ist solch eine Art "Kur" nicht moeglich. Ich muss arbeiten, Geld verdienen, um meine Miete zahlen zu koennen. 
Aber ich muss auch einen Weg finden, aus dieser tiefen Erschoepfung heraus zu kommen. Ich braeuchte einen Psychotherapeuten aber ich fuerchte, dass es nicht so ist wie in Deutschland, denn ich habe mal gehoert, dass keine Krankenkasse Psychotherapie bezahlt. 
Inzwischen muss ich sehr gut auf mich aufpassen und vor allem den "gesellschaftlichen Stress" meiden, denn den kann ich wenigstens steuern.

Esst frische Fruechte zum Tu beShwat

Ausgerechnet in Israel pflegt man in vielen Familien zum Tu beShwat Trockenfruechte zu essen. Nun wird dazu aufgerufen, doch bitte keine Trockenfruechte in Israel zu essen, da dies ein Brauch aus der Galut ist. In der Galut war es nicht moeglich, zu dieser Jahreszeit frische Fruechte zu essen, daher ass man Trockenfruechte. Der Sinn des Festes Tu BeShwat ist es jedoch, Baeume zu pflanzen und von den Fruechten der Baeume zu essen. 
Esst mehr frische Fruechte in Israel - denn wir haben genug davon!

Freitag, 25. Januar 2013

Tu BeShwat Sameach - Neujahr der Baeume

An diesem Shabbat feiern wir auch TU beShwat (den 15. Shwat nach dem juedischen Kalender), der uns das Neujahr der Baeume ist. Unsere starke Beziehung zur Natur, die uns ernaehrt, feiern wir symbolisch, indem wir Fruechte essen, und ueber Fruechte, die wir in diesem Jahr noch nicht gegessen haben, Shehechejanu sprechen. Vor allem Trockenfruechte und die "sieben Arten", die das Land Israel charakterisieren werden gegessen. 
  1. "Denn der Ewige, dein G-tt bringt dich....in ein Land, welches Weizen und Gerste, Wein, Feigen Granataepfel, Oliven und Dattelhonig hervorbringt" (5. Buch Mose, 8.8.). 
Es ist auch Brauch, in die Natur zu gehen und Baeume zu pflanzen. 
Man kann durch den Juedischen Nationalfond Baeume in Israel selbst pflanzen oder auch pflanzen lassen und diesen Baum einem anderen Menschen schenken. Eine Urkunde wird dazu auf Wunsch vom KKL ausgestellt. (ein nettes Geschenk). Wer mehr vom KKL und seinen Projekten  wissen moechte, HIER.http://www.jnf-kkl.de/d/tu_bischwat.htm
Allen einen froehlichen Tu beShwat!
TU beShwat Sameach!

Shabbat Shalom!

Das Volk Israel flieht aus Aegypten und findet sich am Yam Suf, am Schilfmeer wieder. Hinter ihnen die Aegypter mit Pharaos Armee, vor ihnen das Meer. Was tun? 
Nachschon, ben Avinadav tat dann den ersten beherzten Schritt ins Meer hinein, in vollem Vertrauen auf G-ttes Hilfe. Das Meer spaltete sich und die Kinder Israel konnten hindurchgehen, ohne zu ertrinken. Das Wunder vollzog sich, aber erst als es einen gab, der handelte, der auf das Wunder vertraute. 
Es geht uns oft im Leben so, dass wir uns nicht trauen, einen Schritt in eine neue Richtung zu tun. Das Alte ist so vertraut, auch wenn es uns nicht mehr gefaellt und wir uns befreien wollen, das Neue ist ungewiss und macht grosse Angst. Also stehen wir lieber still, bewegen uns nicht und beklagen uns weiter ueber den gegenwaertigen Zustand, der uns bald wieder einholen wird. 
Wagen wir hingegen mit klopfendem Herzen - aber be"herzt" - den ersten Schritt, so wird uns meistens auch weitergeholfen. Der erste Schritt ist es, der so furchtbar schwer faellt. Er fuehrt ins Ungewisse, aber wenn uns unsere derzeitige Situation nicht gefaellt, haben wir eigentlich, wenn wir recht ueberlegen, nichts zu verlieren, den alten Zustand koennen wir schnell wieder herstellen, wenn der Weg ins Neuland nicht von Erfolg gekroent ist. 
Wer wagt den ersten Schritt? Wer riskiert etwas, um den alten Mustern zu entfliehen, um unseren inneren Sklaven zu befreien?
Shabbat shalom an alle.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Bewegung - aber auf die individuell passende Weise

Die ganze Zeit war ich auf dem Holzweg bei meiner Suche nach einer Art, mich wieder sportlich zu betaetigen. Dass ich das bitter noetig habe, spuere ich nun schon seit zwei Jahren. Seit ich operiert wurde, ist die Spannung nie aus meinem Oberkoerper gewichen und es braucht nicht viel, um meinen gesamten Koerper in eine derartige Spannung zu versetzen, dass mir jeder Muskel am Koerper so weh tut, als ob ich einen Marathon gelaufen waere - nur mit dem Unterschied, dass ich absolut nichts getan habe, ausser eben mich zu verspannen. 
Meine Lebensweise in den letzten Monaten mit den haeufigen Wechseln meines Jobs, nur um immer wieder unter neuen Druck zu kommen tat ihren Teil dazu und ich wusste zwar, dass ich mich endlich sportlich betaetigen muss, aber ich schaffte es vor lauter Kraftlosigkeit nicht einmal regelmaessig zu laufen. 
Der ganz normale Berufsalltag raubte mir jede Energie fuer andere Dinge. 
Vor ein paar Tagen dann suchte ich Entspannungsmusik, da mein Beduerfnis nach einem "zur Ruhe kommen" doch schon lange in mir gaert. 
Und ploetzlich kam mir die Zeit in den Sinn, als ich regelmaessig meditiert habe. Das hatte mir gut getan und mir Ausgeglichenheit verschafft. Warum suche ich nicht nach einem Meditationsangebot in Jerusalem? Fragte ich mich und machte mich daran im Internet auf die Suche zu gehen. 
Damals hatte ich auch mit dem Yoga angefangen, was mir ebenfalls auf eine sehr besondere Weise zu mehr Energie verhalf. 
Beides fand ich nun - und sogar zu einem ueberraschend erfreulichen Preis - in einem Zentrum fuer Meditation und Yoga ganz in meiner Naehe, nur 7 Min. zu Fuss von meiner Wohnung in Baka. 
Heute habe ich angerufen und zufaellig fand am Abend eine Schnupperstunde fuer den Anfaengerkurs Yoga statt. 
Die Atmosphaere war angenehm, die Gruppe klein und die Uebungen taten gut und erinnerten mich an frueher. Ich denke, dass es genau das Richtige ist fuer meinen "geschundenen" Koerper und meine durch die Umstaende des Alltags doch haeufig unter Druck gesetzte Seele. Die Einheit von Koerper und Seele, die beim Yoga beachtet und besonders betont wird, ist zurzeit wesentlich passender als Muckibude oder sonst eine andere Sportart. 
Ich freue mich, etwas gefunden zu haben was ich mir leisten kann und hoffe, es mit der Arbeit vereinbaren zu koennen, regelmaessig am Kurs teilzunehmen.

Danke fuer den Hinweis an Anonym

Ich habe den letzten Beitrag geloescht. Vielen Dank an Anonym fuer den Hinweis. Das hatte ich gar nicht mitbekommen!

Mittwoch, 23. Januar 2013

Nachal David


Ueberraschung

Damit haette nun wirklich kaum einer gerechnet. Nentanyahu hat zwar mit Likud/Beiteinu die Wahl gewonnen und ist staerkste Partei, hat aber arge Einbussen einstecken muessen. Nur 31 Mandate. 
Der grosse Gewinner, obwohl nicht staerkste Partei ist Yair Lapid, den viele nicht so richtig ernst genommen haben. 19 Mandate. "Jesh Atid" heisst seine Partei, d.h. "Es gibt eine Zukunft". 
Yair Lapid ist mit einem Programm an den Start gegangen, das vor allem die unzufriedene Mittelschicht anspricht. Aus den Protesten vor zwei Jahren "Zedek Chevrati" (gesellschaftliche Gerechtigkeit) entstand der grosse Wunsch nach Veraenderung, nach Beachtung des Volkes und seiner innenpolitischen Probleme. 
Dann die Arbeiterpartei "haAvoda", mit Shelly Jechimovitch und 15 Mandaten. 
Shass und Beit Hajehudi jeweils mit 11 Mandaten.
Nun wird wohl Netanyahu aus diesen Ergebnissen eine Regierung bilden muessen. Keine leichte Aufgabe fuer ihn. Es wird weiter spannend bleiben.

Dienstag, 22. Januar 2013

Der Wahlvorgang

Wer sich hinter den Sichtschutz begibt, im Wahllokal findet einen Kasten mit Buchstabenkombinationen vor. In jedem Fach liegt ein Stapel dieser Zettel. Wer nicht weiss worum es geht, koennte meinen, dies ist ein Buchstabenspiel wie "Scrabble". 
Jede Buchstabenkombination steht fuer eine andere Partei. Man nimmt sich die Kombination fuer seine favorisierte Partei heraus und steckt den Zettel in den Briefumschlag, den man vorher ausgehaendigt bekommt, beim Vorzeigen der I.D. Ansonsten ist so gut wie alles aehnlich wie in Deutschland.

Wahltag mit Feiertagsgefuehl

Waehrend wir vor dem Fernseher auf die ersten Hochrechnungen warten, und die Wahllokale noch bis 22h geoeffnet sind, lasse ich den schoenen Tag Revue passieren. Ich war mit meinen Freunden im Nachal David, Nahe Ein Gedi. Diese Idee hatten noch viele andere Israelis, man hatte das Gefuehl, das ganze Land war auf den Beinen und auf den Strassen zum Spazieren und Spass haben in der Natur. Nach unserem Spaziergang waren wir im Mineral Beach am Toten Meer baden und haben im warmen Schwefelbad entspannt. 
Die Luft, die Freizeit und die pralle Sonne haben unglaublich gut getan und ich sitze nun dankbar und muede im Fernsehsessel.

Wahltag


WAHLTAG

Noch eine halbe Stunde, dann oeffnen die Wahllokale ihre Tore und auch ich werde von meinem Wahlrecht Gebrauch machen - zum ersten Mal in Israel!
Ansonsten hat fast das ganze Land einen freien Tag und wird unterwegs sein in allen Winkeln des Landes. Ein wunderschoener Tag ist uns vorausgesagt, wettermaessig. Um die 21 Grad sogar in Jerusalem und Sonne satt. Ich werde ans Tote Meer oder nach Tel Aviv fahren. Und heute abend werden wir wohl alle ein wenig schlauer sein, was die naechste Regierung angeht. Grosse Ueberraschungen erwartet hier aber niemand.

Sonntag, 20. Januar 2013

Wahlen in Israel - Dienstag ist Wahltag und frei!

Die meisten haben am Dienstag frei, da Wahltag ist. 
In den Fernsehprogrammen laeuft staendig Wahlpropaganda von den unterschiedlichsten Parteien. Oft hat man was zu lachen, wenn man die Slogan hoert und unsere Comedy-Sendungen nehmen es dankbar in ihr Programm hinein. 
Wir sind irgendwie von keiner Partei so RICHTIG begeistert, niemand ist Feuer und Flamme, und eine Freundin hat sogar vor, nach 25 Jahren in Israel zum ersten Mal einen Stimmzettel abzugeben, auf dem nichts angekreuzt ist. 
Das ist sicher das Falscheste, was wir tun koennen, denn so geben wir nur denen die Gelegenheit, die wir absolut nicht an der Macht sehen wollen. 
Eines der Dinge, die man Vater (s.l) mir schon sehr frueh beibrachte, ist: "Egal wem du deine Stimme gibst, aber geh waehlen!"
Und so heisst es auch in den Werbesendungen: "Ki mi shematzbia, mashpia!" (denn nur der abstimmt, kann auch Einfluss nehmen)
Ansonsten ist es fuer mich das erste Mal, dass ich hier in Israel waehlen darf und schon irgendwie ein wenig aufregend.
Unsere Wahlbenachrichtigungen sehen in etwa so aus wie die in Deutschland, Name, Anschrift und der Wahlbezirk sind darauf vermerkt und der Ort ( in meinem Fall eine Schule in der Naehe) wo man im Waehlerverzeichnis registriert ist. 
Also gebt euch einen Schubs und geht in jedem Fall zur Wahlurne!



Samstag, 19. Januar 2013

Freiheit - das Groesste, was es gibt! Ein paar Worte ueber Natan Sharanskys verspaeteter Bar Mizwa am heutigen Shabbat

Heute war ich mal wieder zu Gast in der Gemeinde "Yehuda haLevi", die ganz in meiner Naehe und der Naehe der Synagoge Yakar liegt. Dort habe ich eigentlich die meisten Freunde, noch aus der Zeit vor zwei Jahren, als ich dort regelmaessig gebetet habe.
In dieser Gemeinde ist auch Nathan Sharansky Mitglied, der heute im Alter von 64 Jahren seine Bar Mizwa feierte. Ja, ihr habt richtig gehoert. Eine Bar Mizwa!
Natan Sharansky ist in der ehemaligen Sowjetunion geboren, Menschenrechtsaktivist, Schachspieler, der den beruehmten Kasparov 1996 schlug und Gefangener im Zwangsarbeitslager in Sibirien war fuer ganze 12 Jahre.
Er erzaehlte heute in seiner kleinen Ansprache sehr bewegt von der Zeit, in der er seine Frau heiratete und nur wenige Stunden spaeter verhaftet wurde. Die beiden wollten nach Israel auswandern, Avital hatte bereits das Visum fuer den naechsten Tag in der Tasche, Natan sollte wenige Monate spaeter nachkommen. 
Sharansky wurde wegen Spionage fuer die USA inhaftiert und zu Zwangsarbeit verurteilt. Er sah seine Frau dann erst 12 Jahre spaeter wieder.

 Am Abend des 15. März 1977, kurz nach sechs Uhr, kam ich aus einer Wohnung und wurde in der Gorky Strasse, in der Moskauer Innenstadt, vom KBG entführt und in das Lefortovo Gefängnis gebracht. Dort beschuldigte mich der KGB der Spionage und des Verrates gegen die Sowjetunion, zwei Verbrechen auf die die Todesstrafe steht. Ich verbrachte die nächsten neun Jahre im Gefängnis und im Arbeitslager, hauptsächlich mit speziellen Disziplinierungsmassnahmen, darunter mehr als vierhundert Tage in Strafzellen und mehr als zweihundert Tage in Hungerstreiks. Während der langen Monate der Vernehmungen und der Isolation vor meinem Prozess und in allen folgenden Jahren, waren jene, die mich gefangen hielten, entschlossen, mich zu brechen, mich dazu zu bringen, Verbrechen, die ich niemals begangen hatte, zu gestehen. Dann wollten sie mich der Welt vorführen. Sie wollten mich benutzen, um die beiden Gruppen, für die ich gearbeitet hatte, zu zerstören - Juden, die hofften, nach Israel auswandern zu können und Dissidenten, die für die Menschenrechte sprachen.(Sharansky in seinem Buch "Fürchte nichts Böses") 


Bei seiner Geschichte frage ich mich immer wieder neu, wie man solch eine Zeit aushalten kann, psychisch und physisch. Ich jammere ja schon bei "normaler Ueberforderung" und denke dann "ich kann nicht mehr!"
Was der Mensch alles wirklich aushalten kann, zeigen solche Beispiele. Den Mut nicht verlieren, weiter kaempfen, beten und auf G-tt vertrauen, fuer die Freiheit einstehen, egal was um einen herum passiert.
Er berichtete uns von einem Tehillim-buechlein (Psalme), welches er immer bei sich trug und wofuer er in seiner Gefangenschaft mehrfach kaempfen musste. Aus diesem Tehillimbuechlein betete er regelmaessig und staerkte so seinen Geist. Um diesen Geist beweglich zu erhalten spielte er in Gefangenschaft gegen sich selbst Schach.
Seine Frau wanderte in Israel ein und bewegte Welten, um die Freilassung ihres Mannes zu erreichen.
1986 war er der erste politische Gefangene der unter Mikhael Gorbachov unter dem Druck von Ronald Reagan freigelassen wurde, im Austausch gegen einen politischen Gefangenen der USA. Auf der Glienicker Bruecke in Berlin fand der Austausch statt.

Da wir uns in der heutigen Parasha von der aegyptischen Gefangenschaft in die Freiheit, die geistige und physische begeben wollen, moechte ich euch an ein paar seiner Gedanken zum Thema teilhaben lassen, die ich im Internet fand. Es ist ein Auszug aus einem Brief an seine Mutter waehrend der Gefangenschaft.

Es ist so schwer, durchzubrechen, die Barrieren zu entfernen, die unsere Gedanken, Worte und Taten von einander trennen. Das ist die Bedeutung von: wirklich frei werden.
... Ich beziehe mich auf das Thema, das mich die letzten Jahre beschäftigt hat: was genau hält einen Menschen davon ab, wirklich er selbst zu sein? Zuallererst ist es Angst: Angst vor dem Unbekannten, Angst vor Verlust, sogar wenn die Grösse des Verlustes in vielen Fällen unbedeutend ist. Das Leben oder die Gesundheit zu verlieren; Gehaltskürzung; die Erfahrung, dass jemandes Zuneigung schwindet: all das funktioniert gleich. Es ist klar: wenn man einmal erfolgreich Angst bewältigt hat, hat man ein bisschen Erfahrung gewonnen und wurde in gewisser Weise immunisiert, wenn auch, wie ich gelernt habe, nicht gänzlich.
Wenn man dann wieder einmal etwas zu verlieren hat, wird die Angst wegen des möglichen Verlustes erneuert. Und man muss sie erneut überwinden. Nach und nach muss man man sich von dem Sklaven, der tief drinnen versteckt ist, befreien; das ist eine Aufgabe für unser ganzes Leben.
(Aus einem Brief Sharanskys an seine Mutter, geschrieben im Gefängnis am 6. Mai 1984)
 

Freitag, 18. Januar 2013

Ein Paket, das nicht ankam und die "logischen Schlussfolgerungen"

Ich habe mich nun schon zum 3. Mal ueber die Post in Israel hinsichtlich der Paketzustellung (besonders aus dem Ausland, aber auch im Inland moeglich!) geaergert. 
Das erste Paket, das ich nicht bekam war ein Jahr lang unterwegs, bis es wieder nach Deutschland zurueck kam. Wie gesagt - EIN JAHR spaeter. Die, die das Paket losschickte, musste es dann nochmal mit 25 EUR bezahlen, um es zurueck zu erhalten. Das war 2008. 
Da mir Menschen nicht so haeufig Pakete schicken, war der naechste Fall erst ca. 2009, als mir meine Tochter ein Paeckchen schickte, was ebenfalls wieder zu ihr zurueck kam, nach einigen Monaten "schon". Als ich nachforschte in der Poststelle, behauptete man damals, ich haette zwei Benachrichtigungen erhalten, auf die ich nicht reagiert haette, daher sei das Paket wieder an den Absender zurueck geschickt worden. In Wirklichkeit hatte ich keine einzige Benachrichtigung im Briefkasten. 
Nun also Fall Nr. 3. Meine Tante schickte ein Paket, am 21.11. mit Wolldecke, Tischwaesche und Besteck. Haette ich wirklich gut brauchen koennen. Nun, nach zwei Monaten habe ich mal nachgefragt, und in Deutschland wurde uns gesagt, das Paket sei laengst in Israel. 
Nach einer Beschwerde per Internet meldete man sich bei mir (wirklich PROMPT am naechsten Tag schon) und erklaerte mir, das Paket sei gerade wieder auf dem Weg nach Deutschland, da die Adresse falsch gewesen sei. 
Naja, ich weiss sehr genau, dass wir meine Adresse mehrere Male ueberprueft haben, und meine Tante ist nicht geistig eingeschraenkt. Daher glaube ich das Ganze nicht. 
So muss also sie auch demnaechst zu ihren 48 EUR Paketgebuehr noch einmal draufzahlen, um es zurueck zu bekommen. 

Das, was mich aber dan der Sache zurzeit viel mehr auf die Palme bringt, ist die Reaktion meiner Tante: "Ich hab schon gedacht, ob das eventuell ein "Affront" gegen dich ist, weil du Deutsche bist?"
Was soll ich dazu sagen, ausser den Kopf schuetteln. Na klar, Israel (die Juden) mag die Deutschen nicht, haben wir ja im 2. Weltkrieg gesehen, nicht wahr? Und da die Israelis ja sogar hinter Haiangriffen in Aegypten steckt und alles was in der Welt passiert sucht man sicher gezielt nach einem Paket das aus Deutschland an eine Israelin geschickt wurde, die auch Deutsche ist.
Verdreht man einfach nur die Tatsachen, oder fuerchten viele Deutsche sich einfach nur vor der "Rache" der Juden an den Deutschen? 
So viel Dummheit hatte ich meiner Tante gar nicht zugetraut und sie war (ausser meinen Kindern) die letzte, zu der ich noch in meiner Familie Konakt habe. Die anderen haben mich bereits in dieser Hinsicht mehr als enttaeuscht und ich verzichte auf den Umgang. 
Ich erinnere mich auch an die Worte meiner Tante als ich am Herzen operiert werden sollte. Fast haette ich vergessen, dass sie damals auch sagte: "Na, ob das denn auch stimmt, dass du was am Herzen hast??"
Aehnlich aeusserte sich eine andere nahe Verwandte, die meinen Kindern Angst machte: "Die Israelis freuen sich sicher, dass sie eine Deutsche unter dem Messer haben und machen "Versuche" an ihr."
Versuche. Klingt nach Mengele oder?
Dass sie das zu einer meiner Toechter sagte und ihr damit furchtbar Angst machte, war fuer mich unfassbar. Wie kann man zu solchen Menschen noch auf normale Weise Kontakt pflegen?
Nun also auch meine Tante, die letzte, zu der ich Kontakt hatte und die ich immer als tolerant und offen erlebt habe, allen Kulturen und Religionen gegenueber. 
Aber bei Juden hoert die Offenheit offensichtlich auf. 
Schade. Und irgendwie auch unfassbar!
Man kann sich nur schaemen fuer solche Verwandte. 

Shabbat Shalom

Bei tagsueber 18 Grad und Sonne satt, nachts zwischen 5 und 6 Grad, laesst es sich wieder sehr angenehm in Jerusalem leben. Die Alpenveilchen fangen langsam an zu spriessen nach dem Regen-Segen und ein klein wenig mutet es schon nach Fruehling an. Ich bin dankbar fuer alles und freue mich, hier zu sein. 
Shabbat shalom an alle da draussen!

Yad Kennedy - John F. Kenndy Memorial in den Bergen Jerusalems

Heute habe ich mit meinen Freunden einen Ausflug in die Berge Jerusalems gemacht, zum Kennedy Memorial.
Das Kennedy Memorial ist 18 m hoch und hat die Form eines Baumstumpfes, der gefaellt wurde, was symbolisch dafuer stehen soll, dass John F. in jungen Jahren ermordet wurde. Umringt ist das Memorial von 51 Saeulen, eine Saeule fuer jeden der 50. Staaten der USA plus eine Saeule fuer die Hauptstadt Washington.
Es wurde 1966 erbaut mit der Unterstuetzung amerikanisch juedischer Gemeinden. Die Umgebung ist Teil des John F. Kennedy Friedenswaldes. (Peace Forest).
Die Gegend ist wunderschoen und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Berge Jerusalems.


Donnerstag, 17. Januar 2013

Masha Yaron s"l

Masha ist tot. Ich habe die Mutter einer Freundin sehr lieb gewonnen, auch wenn ich sie nur wenige Monate kennen durfte. In den letzten Monaten verschlechterte sich ihr Zustand im hohen und wuerdigen Alter von 94 Jahren so rapide, dass sie das soeben erst entdeckte Talent - das Malen - nicht mehr ausueben konnte, schwaecher und schwaecher wurde, zum Schluss auf der Pflegebeduerftigen-station lag und dann leider doch noch mit Schmerzen gestorben ist.
Ich hatte schon ueber Masha berichtet und erzaehlt, dass sie meiner Meinung nach all das an guten Eigenschaften einer Mutter hatte, was mir fehlt. Masha ist eine von drei Schwestern, die in einem Shtetl in Polen aufgewachsen war und der Shoa entkommen ist. Andere Verwandte, so ihre Eltern, hatten das Glueck nicht und sind ermordet worden. 
Masha hat ihre Wuensche nach Selbstverwirklichung und Karriere zugunsten eines sicheren ruhigen Familienlebens fuer ihre zwei Toechter zurueckgestellt. "Familie geht doch ueber alles und ist das Wichtigste" sagte sie und hat in den letzten Wochen mit Stolz und Freude auf die Entwicklung ihrer Toechter, Enkel und Urenkel geschaut.
Im Alter von 90 Jahren entdeckt Masha Yaron ihre Begeisterung und Begabung fuer das Zeichnen, Malen und das Gestalten von Skulpturen. 
Ihre Lehrerin berichtet, dass sie Masha nie etwas beibringen musste, alles was sie brauchte, war ein wenig Anleitung und Kanalisation ihrer Begabung. "Sie hatte alles schon in sich, als sie zu mir kam." sagt die Kunstlehrerin Bitya aus Jerusalem. "Ich habe mich oft ueber ihre sichere Entscheidung fuer gewisse Farben und Gestaltungen gewundert."
Ich selbst war fasziniert von Mashas Sinn fuer Mode, denn sie war nie wie eine alte Frau gekleidet, sondern modisch und mit viel Geschmack. Vor ihrem Tod hat Masha mir noch einige Blazer von sich geschenkt, die ich sehr in Ehren halte. 
Es war seltsam, heute ins Haus der Trauernden, in ihre ehemalige Wohnung zu kommen, um die Angehoerigen zu troesten, ohne sie selbst zu treffen und sie in den Arm nehmen zu koennen. 
Ihre Seele aber war sicher heute ueber uns und mit uns. 
Seit ihr Mann vor 7 Jahren starb, hat Masha ihm jeden Abend alles erzaehlt, was in ihrem Leben passierte. Er war immer informiert und oft hat sie sich mit ihm - nach eigenen Angaben - "beraten" ueber dieses und jenes.
Jetzt kann sie ihn endlich wiedertreffen, denn sie war immer davon ueberzeugt, dass er auf sie wartet. 
Danke, Masha, dass ich dich noch kennen lernen durfte und ein wenig von deiner besonderen feinen und zarten Art mitbekam. 
Baruch Dayan Emet!
(Mit Erlaubnis ihrer Toechter darf ich ihre Bilder und ihr Foto veroeffentlichen)

Masha Yaron - eine kleine Ausstellung ihrer Werke









































































































































Sonntag, 13. Januar 2013

Neue Winterhoehle

Ich habe mir heute eine Matratze gekauft, fuer meine "Galerie" oben. Dort werde ich den Rest des Winters schlafen, denn ich merke, dass es dort oben waermer ist am Abend. 
In der Rechov Haneviim hatte ich in einem Matratzengeschaeft nachgefragt und fand Federkernmatratzen ab 300 Shekel, der Transport sollte 70 Shekel kosten. (mit Transport waeren das umgerechnet ca 75 EUR).
In Talpiot im Betten-Matratzengeschaeft dann fand ich eine Schaumstoffmatratze, die ich 1. selbst leicht nach Hause transportieren konnte und die 2. billiger war. 240 Shekel (keine 50 EUR).
Ein kleines gemuetliches Laempchen habe ich mir noch fuer weniger als 20 EUR geleistet, damit es oben gemuetlicher ist und ich noch im Bett lesen kann. 
Ich bin gespannt auf die erste Nacht in meiner Winterhoehle. 
Der Masgan (Klimaanlage) waermt wirklich nicht gut, ich nehme an, dass etwas nicht mit ihm in Ordnung ist, denn die Kraft mit der die Luft herausstroemt ist nicht hoch und kommt erst gar nicht bei mir unten an. Der Masgan meiner Freunde pustet wesentlich staerker Luftheraus, so dass man noch 3 m weiter den warmen Luftstrom geniessen kann. (Ein wirklicher Genuss ist die Klimaanlage aber nicht, denn sie trocknet die Luft stark aus, so dass man manchmal Atemprobleme hat und trockene Augen)
Vielleicht muss ich mir doch noch fuer den Rest des Winters einen kleinen Heizstrahler kaufen, den ich mir an die Fuesse stellen kann. Dieser hat jedoch den Nachteil, dass er insgesamt im Verbrauch teurer ist. 
Nach wie vor wickele ich mich in eine Fliesdecke und stopfe die Waermflasche in den Ruecken. Nachts kann ich auf gar keinen Fall auf diese koerpernahe Waermequelle verzichten. 
Die Naechte bleiben kalt (ca. 3-4 Grad) waehrend es die komplette Woche ueber tagsueber sonnig und 15 Grad warm werden soll. 
Ich habe mehrere Fruehdienste einvernehmlich mit einem Kollegen tauschen koennen, der nicht gern Spaetdienst macht. So werde ich oefter ausschlafen koennen und dafuer bis 22h arbeiten. 
Meine biologische Uhr ist einfach so was von gar nicht auf ein Aufstehen um die 5 Uhr 15 eingestellt. 
Zweimal in der Woche bin ich jedoch gezwungen, Fruehdienst zu machen, da ich dann nachmittags zu meiner Sharon gehe und so etwas dazu verdiene. 
Diese Woche habe ich sogar am Freitag u Shabbat frei! Welch ein Luxus!

Winterlager





Samstag, 12. Januar 2013

Kalt ist´s in Jerusalem auf dem Berg

So, jetzt reicht´s! Ich kapituliere und habe den Masgan (Klimaanlage) angeschmissen. Er scheint mir nicht sehr stark zu pusten, aber es kommt zumindest warme Luft heraus. 
Nach einem eiskalten Shabbat wo mir auch noch das heisse Wasser vom Micham ausging, weil ich so oft meine Waermflasche nachgefuellt habe, sehe ich ein, dass ich heizen muss. 
Es war so kalt, dass ich selbst im Bett unter den Decken kaum zum lesen kam, da ich meine Finger zum Lesen aus der Decke strecken musste, und nach 5 min. waren sie eiskalt, so wie meine Nase und meine Fuesse. 
Meine Freundin will mich ueberzeugen, rauszugehen, auf einen Cafe oder eine Suppe aber ich bin wie eine alte Frau, bleibe bei diesem Winterwetter (obwohl der Schnee laengst der Vergangenheit angehoert und es angeblich waermer wird) lieber zuhause. 
Trotzdem gab es fast den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein - aber eben kalt. 
M. fragte mich, ob ich denn nicht die Kaelte von Deutschland gewohnt bin, naja... sicher, aber in Deutschland gibt es full-power-Heizungen und dichte Fenster. 
Den Rest des Januar noch und sicher noch den ganzen Februar muessen wir mit Kaelte rechnen. 
Winter in Jerusalem ist eben einfach nicht so lustig. Aber Sommer in Tel Aviv ist mir noch unangenehmer ehrlich gesagt, zumindest zum Wohnen!
Eine gute Woch´ euch!

Freitag, 11. Januar 2013

SHABBAT SHALOM

Freitags arbeiten, faellt  mir schwer. Es ist nicht das gleiche, als wenn man zuhause in Ruhe den Shabbat vorbereiten kann. Ich habe bis 14h arbeiten muessen, bin in den Bus gesprungen, und noch am Shuk vorbeigefahren, um ein paar Dinge zu kaufen fuer Shabbat. 
Aber jetzt kehrt Ruhe ein, ich habe die Fenster weit geoeffnet und freue mich nach dem Schneetag, dass wieder die Sonne scheint und der Himmel so unverschaemt blau ist.
Und es gibt zurzeit wieder etwas, was ich mir sehr wuensche und wofuer ich bete. Was es ist, verrate ich vielleicht demnaechst, wenn es gelingen sollte.
 
Ich denke daran, dass Juden auf der ganzen Welt nun zur Synagoge gehen koennen, und ueberall in derselben Sprache beten. Das ist einzigartig und verbindet uns auf ganz besondere Weise. Ein Grund, warum ich nicht in die liberale Richtung des Judentums gehen wollte, war die Sprache. Liberale Juden verzichten oft darauf, auf hebr. zu beten und beten in der Landessprache. 
Meiner Meinung nach fehlt dann ein Stueck Seele. Diese Seele - die gemeinsame - spuert man in besonderem Masse beim Gebet auf hebraeisch. Jeder Jude kann auf der ganzen Welt in jeder Synagoge mitbeten - das ist unter anderem das Verbindende, worauf wir nicht verzichten sollten. 
Wir haben eine gemeinsame Sprache, egal ob in Israel, Deutschland oder auf Hawai. (Leben auf Hawai ueberhaupt Juden?)

Shabbat shalom an alle dort draussen! Moege seine schuetzende Hand ueber Jerusalem, dem heiligen Land und ueber der ganzen Welt weilen.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Ein Schneeerlebnis fuer alle

Am gestrigen Mittag machte ich mich sehr frueh auf den Weg zur Arbeit, da nicht klar war, wie lange die Busse fahren. 
Bereits  beim Umsteigen in der King George hing ich fest - und das fuer fast 2 Stunden. 
Bei der Arbeit wollte man nicht so recht glauben, dass es schon Busse gibt, die nicht fahren. Leider traf es ausgerechnet meine Buslinie 71 oder 72, beide kommen aus Gilo, beide fuhren nicht. 
In Gilo sei es bereits verschneit, wurde uns gesagt, obwohl im Stadtzentrum noch nichts davon zu sehen war. Nachdem ich mit meinen Gummistiefeln schon halb erfroren war, rief ich noch einmal im Heim an und man genehmigte mir ein Taxi zur Arbeit, worin ich mich erstmal aufwaermen konnte. 
Die Nachmittagsschicht ging schnell herum, und am spaeten Abend, kurz vor 21h ging es dann richtig los, als schon keiner mehr so richtig dran glauben wollte, dass es noch weisse Pracht geben wird. 
In der Nacht blieb ich im Heim, man hatte mir ein Zimmer hergerichtet. Ich hoerte bis spaet in die Nacht die Bulldozer fahren und den Schnee von der Strasse schaufeln. Am fruehen Morgen dann wurde es ruhig - sehr ruhig. Als ich nach draussen schaute, sah ich eine dicke weisse Schneedecke. 
Alle Bewohner, die gut auf den Beinen sind und deren philippinische Pflegerinnen stuermten hinaus, wie die Kinder wurden Schneeballschlachten veranstaltet und jeder wollte seiner Familie ein Bild im Schnee zukommen lassen - ganz schnell per What´s up oder per mail ueber das Iphone. 
Natuerlich habe auch ich es mal wieder uebertrieben und viele Bilder an meine Toechter verschickt. 
Die Zeitung kam nicht, auch die Post nicht, die Sozialarbeiterin steckte fest und die Aerztin sagte ab. Ein Bewohner regte sich ein wenig auf und meinte: "Schnee! Na und?? In Europa ist das Tagesordnung. Da steht dann auch nicht alles still!"
Ja, das ist wahr, aber in Europa ist auch alles bestens ausgeruestet fuer diesen Fall, Busse und Autos haben Schneeketten oder Winterreifen, der Schneeraeumdienst sieht mir auch in Deutschland etwas professioneller aus und ueberhaupt. 
Als mein Chef mich gerade netterweise nach Hause brachte, da immer noch kein Bus faehrt, meinte er, als wir an der Altstadtmauer vorbeitfuhren: "Schau mal, ist es nicht verrueckt? Egal welche Religion, ob Christen, Juden oder Moslems - alle spielen gern mit dem Schnee herum und haben Spass!"
Ja, wir Menschen teilen schon so manchen Spass. Das sollten wir uns eigentlich viel oefter sagen. 

Schnee auf der heiligen Stadt - Eindruecke





















































































































Mittwoch, 9. Januar 2013

Schnee bereits im Golan und in Zfat

Der Schnee ist auf dem Golan und in Zfat schon eingetroffen, die Schueler in Yerushalaiym haben nur bis 12h Unterricht, denn auch hier wird der Schnee heute nachmittag erwartet. Erste Flocken sollen bereits im Gan Saccer gesichtet worden sein. 
Ich werde heute nachmittag um 15h zur Arbeit muessen, und da ich morgen Fruehdienst habe, werde ich im Heim schlafen. 
In Deutschland muss man dazu wissen, dass Yerushalaiym so GAR nicht auf Schnee und Winter vorbereitet ist, denn es schneit sehr selten, vor allem nicht in grossen Mengen. Daher liegt alles lahm, wenn es mal schneit, Busse fahren nicht, denn es gibt keine Winterreifen (all diese Vorkehrungen, wie Schneeketten und Winterreifen waeren viel teurer als ein Tag Urlaub oder frei). 
Wenn es schneit ist einfach "schneefrei", man kann nicht zur Arbeit kommen oder zur Schule und die Kinder bauen "Bubot Sheleg" (Schneemaenner, genau uebersetzt "Schneepuppen")
Heute nacht sind viele Wohnungen im Norden in der Naehe von Hadera geflutet worden und das Wasser stand den meisten Leuten sprichwoertlich bis zum Hals (oder bis ueber die Knie). 
Einige Familien wurden mit Schlauchbooten aus den Wohnungen evakuiert, viel Schaden ist entstanden. Autos standen bis zur Haelfte in den Fluten. 
Es tropft in Wohnungen, denn die Isolierungen sind nicht das Wahre hier, vor allem nicht in den alten Haeusern. 
Auch bei uns im Heim haben viele Bewohner ihre Wohnung mit Aufnehmern und Schuesseln gepflastert, denn vom Dach dringt das Wasser ein und tropft von der Decke. 
Ich kann mich gut erinnern, dass ich mich vor 3 Jahren noch aufgeregt habe, da in meiner damaligen Wohnung an der Wasserleitung Wasser entlanglief und an zwei Stellen heruntertropfte. 
Tja, inzwischen habe ich gelernt, dass das kein Einzelfall ist und dass es vielen so geht. 
Israel ist nicht Deutschland und die Isolierungen lassen sehr zu wuenschen uebrig. 
Man muss einfach in diesen Tagen vieles Unangenehme in Kauf nehmen und sich warm anziehen, Heizung oder Klimaanlage auf warm stellen oder einen Radiator neben die Fuesse stellen. 
Niemand aber wuerde hier auf die Idee kommen, gleichmaessig durchzuheizen, damit die Waende nicht so sehr auskuehlen.
Zentralheizungen werden vom Vermieter oder Hausbesitzer nur fuer ein paar Stunden am Tag angestellt, meist morgens frueh und abends von 17 - 22h. 
That´s it!
Ich habe drei Fenster, zwei davon sind "Doppelfenster", aber nicht wie im deutschen Sinn des Wortes, es sind zwar zwei Fenster vorhanden hintereinander, diese sind aber morsch, da es alte Holzfenster sind. 
Bisher ist noch kein Wasser - Baruch haShem - eingedrungen, auch nicht in den Zwischenraum. Mal sehen, wie lange das gut geht.

Der Kinneret fuellt sich zu unserer grossen Freude mit grosser Geschwindigkeit und vielleicht werden wir es noch in diesem Winter erleben, dass der Damm geoeffnet wird, falls der See voll ist. Dies ist, wenn ich mich nicht irre zum letzten Mal vor 15-20 Jahren geschehen. 

Montag, 7. Januar 2013

Regentage

Umgestuerzte Baeume, Windstaerken bis zu 120 km/std, Regen in Stroemen und grosser Schaden - das ist die Bilanz des heutigen stuermischen Tages.
In Modiin ist ein Einkaufszentrum mal eben voellig geflutet, als die Wassermassen eindrangen und das Zentrum in ein Schwimmbad verwandelten.
Menschen wurden verletzt durch herabstuerzende Masten oder Aeste.
Und das ist nicht das Ende, es stehen uns noch 2 solcher Tage bevor und uebermorgen ist sogar Schnee fuer Jerusalem vorhergesagt.
Das Gute daran - der Kinneret (See Genezareth) wird immer voller und gleicht bald die letzten Duerrejahre aus. Die Fluesse im Norden rauschen wieder und man sollte sich beim "Spazierengehen" vorsehen vor den Wassermassen.
Jetzt, nach der Arbeit - zu Hause in die warme Decke eingewickelt - ist das Wetter egal und sogar herrlich gemuetlich!

Tipps zum Energie sparen (ausserhalb von Israel nicht nachmachen!)

In diesen regnerischen Tagen wird es kaelter, aber ich habe immer noch keine Klimaanlage (auf Heizen gestellt) eingesetzt. (aus Geiz)
Fuer alle, die Geld sparen muessen ein Tipp, wie man es sich warm machen kann, ohne Heizkosten zu verschwenden. 
Jogginghose und Socken, ein Fliespulli, sich in eine Fliesdecke einwickeln und in den Ruecken eine Waermflasche zwischen Decke und Pulli stopfen. Wer sehr friert, stopft sich gleich vorn auf dem Bauch noch eine 2. Waermflasche in die Decke. 
Ich garantiere euch wirklich wohltuende Waerme am ganzen Koerper. 

Sonntag, 6. Januar 2013

Regen - Regen - Segen

Wow! Ein wahrer Regensegen wird uns dieses Jahr beschert. Wassermengen stuerzen vom Himmel und es wird nicht so schnell aufhoeren. Zwischen Tel Aviv und Haifa lag heute in den Mittagsstunden der Zugverkehr komplett lahm, Autos blieben in den Fluten stecken und die Fahrer mussten teilweise aus ihren Autos "gerettet" werden. Nichts ging mehr. 
Die Baeche im Norden rauschen nur so daher und es ist eine wahre Wonne. 
Ich als in Deutschland Aufgewachsene finde es immer noch recht seltsam, sich ueber diese Regenmassen zu freuen, aber wenn ich mir die Duerre der letzten Jahre anschaue, lasse auch ich mich zu Freudentaumel hinreissen. Am liebsten habe ich den Regen immer noch, wenn ich zuhause mit einer Waermflasche und in eine Fliesdecke eingewickelt auf der Couch sitzen kann. Und gegen naechtliche Regenschauer habe ich auch nichts. 
Zweimal hat mich der Regen in diesem Jahr am Shabbat erwischt, so dass ich meine Einladungen nicht wahrnehmen, oder sogar nicht zur Synagoge gehen konnte. 
Die Benutzung eines Regenschirmes ist gleichzusetzen mit "Zelt bauen" und halachisch am Shabbat nicht erlaubt. Was ich mir allerdings mal ueberlegen koennte, ist die Anschaffung eines Regenmantels mit Kapuze.

Samstag, 5. Januar 2013

Lebensziele - und Phasen

Am Shabbat haben wir von Moshe gehoert, zu dem G-tt aus dem Dornbusch heraus sprach. Unser Rabbiner erklaerte uns, dass dieses Gespraech stellvertretend ist fuer unsere ganz eigene persoenliche Beziehung zu G-tt. Die Frage ist: "Was ist unsere Identitaet? Wer sind wir?" 
Warum spricht G-tt zu uns, auf die eine oder andere Art, meistens indirekt? Um uns zu ueberzeugen, zu glauben, an IHN zu glauben und auch an uns selbst. 
Moshes Identitaet war sicher die des grossen grossartigen Fuehrers, der Fuehrer des oft nervigen Volkes Israel. Keine einfache Aufgabe, aber sie war ein Lebensziel. 
Was ist es, dass G-tt von uns will, von jedem Einzelnen von uns ganz persoenlich? Fuer welche Aufgabe hat er uns ausgesucht? Und - hoeren wir seinen Ruf, seine Aufforderung? 

Ich denke manchmal ich bin die Einzige, die noch in "hohem" Alter zu trudeln anfaengt, nicht so recht weiss, wo der Weg im Arbeitsleben weitergeht, wo der "richtige" Platz ist, an dem ich das geben kann, was ich zu geben habe, meine Begabungen ausleben und richtig einsetzen kann, und auf der anderen Seite auf mich achten kann, ein regelmaessiges Leben mit geregelten Arbeitszeiten fuehren kann. 
Aber gerade eben habe ich mit einer Leserin gesprochen, die mich hier in Israel auf ihrer Reise besucht hat und sie ist in meinem Alter und hat scheinbar auch zurzeit nicht den Platz gefunden, den sie gern finden wuerde. 
Wir "trudeln", wie eine meiner Toechter, die Mitte 20 ist. Mit Mitte zwanzig darf man noch trudeln, hin und herschwimmen, seinen Weg suchen, nicht wissen, wie und wo der Weg weitergeht. Mit Mitte zwanzig ist man noch nicht "geerdet" und reif, aber mit Mitte 50? 
Muss man da nicht wissen, wo es lang geht? Muss man nicht erwachsen handeln und seinen "Stand" in der Gesellschaft laengst gefunden haben? 
Viele sind in diesem Alter schon 20-30 Jahre in derselben Firma, haben einen sicheren Stand und eine feste Lebensroutine. 
Aber ist es nicht auch so, dass das Leben in Phasen verlaeuft? Phasen die sich abwechseln, von "ich weiss was ich nicht will", ueber "ich weiss ungefaehr, was ich will", bis zu "jetzt bin ich auf dem Weg" (ja, wohin eigentlich? Zur Rente?)
Mitte 50-jaehrige duerfen nicht mehr orientierungslos sein, hat es den Eindruck. Aber immer mehr Menschen suchen gerade in diesem Alter das, was "wirklich" im Leben zaehlt, eine Aufgabe, die mehr als Geld verdienen bedeutet, die "erfuellt". Wie viele aber erreichen dieses Ziel dann auch?
Manchmal denke ich, ich habe zumindest die Richtung gefunden. Die alten Menschen sind mir naeher, als noch vor 5 Jahren und ich gebe ihnen gern die "Ehre", die sie meines Erachtens nach auch verdienen. Die meisten haben hart gearbeitet und viel geleistet in ihrem Leben. Hier in Israel haben sie das Land mit aufgebaut, mit vielen Entbehrungen, die wir Neueinwanderer nicht erleben muessen, da es viele Unterstuetzungen vom Staat gibt. Sie haben damals laengere Zeit in Zelten leben muessen, Familie neben Familie. Meine Freundin erzaehlt mir von ihrer Zeit in Tel Aviv, wo sie in einer Wohnung mit 2 Familien gelebt haben. 
Die Menschen haben hart auf dem Feld gearbeitet von morgens bis abends, und waren doch zufriedener, weil sie gemeinsam fuer eine grosse Aufgabe gekaempft haben. 
Ja, die alten Menschen, besonders hier in Israel, sind mir naeher als frueher. Und ich habe ihnen etwas zu geben. Ich bekomme auch etwas zurueck, denn viele druecken es aus, dass sie sich ueber ein Laecheln freuen. 
Manchmal aber koennte ich mir ebenso vorstellen, in der Natur zu arbeiten, auf einer Vogelschutzstation z.B. Ich habe ein grosses Verlangen nach Natur, und ein noch groesseres danach, das Land zu erkunden, das Land, in dem ich lebe, kennen zu lernen. 
Kann man im Leben Arbeit nicht mit Hobby verbinden, oder mit etwas, was einem Freude bereitet? 
Ein geregeltes Leben hatte ich zwei Monate lang, im Heim. Ich hatte 8 Stunden zu arbeiten, 5 Tage in der Woche. Ich hatte Freitags immer frei und diese Routine und Gleichmaessigkeit tat gut, gab eine gewisse Ruhe in den Alltag. 
Das ist nun vorbei, das fruehe Aufstehen laesst mich am Tag nicht richtig "wach" werden und nimmt mir Energie. Das Arbeiten an den Freitagen (nicht an allen, aber an einigen) bedeutet zu wenig Ruhe und keine Moeglichkeit, etwas ausserhalb der Stadt zu unternehmen. 
Ja, ich weiss, ich bin verwoehnt!

Freitag, 4. Januar 2013

Shabbat shalom!

Ich habe bis 14h arbeiten muessen und das faellt mir am Freitag immer besonders schwer. 
Aber jetzt ist es soweit, der geliebte Shabbat steht schon in der Tuer. Ich muss mich noch umziehen. 
Auf der Strasse ist schon kaum noch Verkehr, die ganz besondere Shabbat - Atmosphaere stellt sich ein, waehrend die Sonne langsam sinkt und alles nach Shabbat riecht. 
Was fuer ein grosses Geschenk habe ich doch bekommen, dass ER mich diesen ganzen Weg bis hierher gefuehrt hat. Jeden Shabbat denke ich daran und bin innerlich zutiefst dankbar. Katonti micol haChassadim (ich bin der ganzen Zuwendung und Liebe gar nicht wuerdig....und doch hat ER an mich gedacht)
Seit ich hier bin, hatte ich immer Essen, nie Hunger leiden muessen, stets irgendeine Arbeit und immer ein Dach ueber dem Kopf. Mehr als das - ich bin gesegnet mit den besten Toechtern der Welt, mit den besten Freunden, die ein Mensch sich vorstellen kann und mit dem Shabbat, der mir Ruhe, Auszeit und Zeit zum Nachdenken und Lernen gibt, eine kleine Insel in der Hektik der Zeit, ohne Technik, ohne Radio, ohne Fernsehen und ohne staendig telefonisch erreichbar zu sein.
Shabbat shalom, an alle die ihn wie ich begehen, feiern, beten, singen, essen, beisammen sitzen, oder/und lernen. Ruhe kehrt ein in Yerushalaiym, SEINER ewigen Stadt!