Freitag, 29. März 2013

Shabbat shalom und Chag Sameach!

In diesen freien Tagen geht es mir gerade richtig gut. Ich lebe auf und komme ein wenig herum. Gestern war ich mit Freunden in den Bergen Yerushalaiyms und wir stellten wieder einmal fest: "Man muss nicht weit fahren, um wunderschoene Landschaften zu geniessen!" Der Fruehling ist eingekehrt mit 20 Grad und einer positiven hellen Stimmung, die er verbreitet. Und mein Herz ist ganz weit offen, um diese Sonnenstrahlen hineinzulassen. Ich weiss, dass nichts von dem, was ich geniesse und lebe zurzeit, selbstverstaendlich ist! Jeder Tag und jeder Sonnenstrahl ist ein grosses Geschenk. Moda ani!

Donnerstag, 28. März 2013

Montag, 25. März 2013

Ein Kapitel geht zuende - und ich bin dankbar fuer alles

Trotz weniger als 3 Monate im Heim "Ramat Tamir", war der Abschied doch sehr sehr beruehrend. Viele von den alten Menschen mochten mich und waren traurig, freuten sich aber gleichzeitig mit mir ueber meine neue Stelle. Viele Tassen Cafe musste ich heute trinken, als ich von Wohnung zu Wohnung ging, um mich persoenlich zu verabschieden. Zu fast allen hatte ich ein inniges Verhaeltnis, selbst wenn nicht so viel Zeit war, an der Rezeption, mit denen zu sprechen, die danach duersteten. Gern haette ich mehr Zeit fuer Gespraeche investiert, doch das war ein Minuspunkt an der Rezeption, es waren lediglich kurze Kontakte moeglich. 
Und doch scheint es bei vielen ausgereicht zu haben, um mich ins Herz zu schliessen. Wie schoen! Ich bin dankbar fuer diese Menschen mit den offenen Herzen, und fuehle mich geehrt. 
Gestern abend kam die Dame, die mir gegenueber nicht sehr nette Worte hatte (erinnert ihr euch? Sie sagte aus einem Streitgespraech heraus, dass ich fuer sie doch immer die "Deutsche" bleibe, nein, sie schloss sogar gleich ihr ganzes Volk mit ein, und sagte "fuer UNS"). 
Ich hatte die Gelegenheit, ihr zu sagen, wie sehr mich das getroffen hat, als sie ihr grosses Bedauern ueber mein Weggehen aeusserte. 
Sie sagte, dass diese Worte aus dem Aerger heraus kamen und reichte mir die Hand, entschuldigte sich. Das hat mir sehr viel bedeutet und es hat einen Kreis geschlossen, der noch offen war. 
Danke, sage ich auch dafuer!
Eine starke Hand leitet mich die ganze Zeit ueber und ich habe nie das Gefuehl, von IHM verlassen zu sein. Fast ein Jahr bin ich nun schon wieder hier zuhause, und auch wenn ich arbeitsmaessig etwas unorientiert herumlief, so hatte ich immer Parnassa und ein Dach ueber dem Kopf. Vor einem Jahr ging es in die Freiheit von Deutschland ins Land Israel zurueck und nun wird die kommende Zeit zeigen, ob das naechste Kapitel im Bereich Arbeit ein wenig besser verlaeuft fuer mich und ich endlich einmal "ankomme". 
Trotz der Schwierigkeiten habe ich bei jeder Arbeitsstelle viel lernen duerfen, vor allem freue ich mich darueber, dass ich meinem grossen Beduerfnis - nur da zu arbeiten, wo man hebraeisch spricht - treu bleiben durfte. 
So hatte ich das grosse Geschenk, auf vielen Ebenen neue Worte und Ausdruecke zu lernen, mich zu ueben im Zuhoeren schnell sprechender junger Menschen und im Ganzen an meinem Ivrit zu feilen. 
Dafuer kann ich gar nicht genug danken. 
Bis auf wenige Ausnahmen durfte ich friedliche neue Kontakte knuepfen, die mir wohlgesonnen waren und mich auf meinem holperigen Weg unterstuetzten und begleiteten. 
Wie wird das neue Kapitel sich anfuehlen und wie gut werde ich den neuen Stoff, den es zu lernen gibt aufnehmen? 
Ich hoffe und bete, dass G-tt mir weiter die Gnade gibt, mich in fremde Arbeitsablaeufe einzuarbeiten und zu mir heute noch fremden Menschen herzliche Beziehungen zu pflegen, etwas geben zu duerfen von mir und meinem Innersten und oft ein Laecheln zurueck zu bekommen. 
Chag Cherut Sameach - ein gutes friedliches FEST DER FREIHEIT. 

Sonntag, 24. März 2013

Pessach kasher veSameach!!!

Ich wuensche allen Lesern, die Pessach feiern, Pessach Kasher veSameach! Heute nachmittag und morgen frueh werden ich noch arbeiten muessen, dann ist fuer mich auch dieses Kapitel zuende und ich werde mir einige Tage Ruhe und Erholung goennen, und auch ein paar kleine Ausfluege machen, bevor ich hoffentlich mit neuer Kraft eine neue Arbeitsstelle antrete.
Am Sederabend bin ich bei Freunden, die auch nicht bis in die Nacht feiern werden, was mir sehr entgegen kommt, da ich doch immer sehr schnell abbaue.
Nun heisst es noch letzte Putzaktionen starten, damit auch der allerletzte Kruemel Chametz aus dem Haus verbannt ist. 7 Tage lang werden wir dann Mazze statt Brot essen und keinerlei Getreideprodukte geniessen, oder auch nur im Haus haben. 
Ich wuensche allen, dass sie nicht allein sein muessen am Sederabend, und erinnere mich an einen recht traurigen Sederabend in Deutschland, an dem mein einziger Trost war, dass G-tt immer da zu Gast ist, wo man ihn am noetigsten braucht. 
PESSACH SAMEACH!

Mittwoch, 20. März 2013

Obama - auf dem Weg zu uns

Die Hauptstadt wird wieder mal sehr gebeutelt, was Staus und Sperrungen angeht. Und das in extremster Form seit heute Nacht, im Hinblick auf den Besuch Obamas, der in einer Stunde am Flughafen Ben Gurion mit der Airforce One landet und dann den Weg nach Jerusalem nimmt. Bis Freitag wird er bleiben und dann wird - hoffentlich - wieder normale Vorpessach-Stimmung einkehren koennen. 
Seit heute nacht sind schon einige Strassen komplett gesperrt. Obama wird im King David Hotel naechtigen, das von anderen Gaesten voelllig geraeumt wurde. 
Die gesamte King David Street wird bis einschliesslich Freitag fuer den Verkehr gesperrt. Das wird bedeuten, dass die Parallelstrasse - Keren Hayesod - (ueber die ich z.B. mit dem Bus zur Arbeit muss) voellig verstopft sein wird. 
Die Polizei hat eine ziemlich gute verlaessliche Hotline eingerichtet, die ich schon angerufen habe. Sehr nette Menschen arbeiten dort, die einem in Sekundenschnelle Auskunft darueber geben, wann die angefragte Strasse gesperrt sein wird. Die schlimmste Sperrung wird ein gewisses Dreieck betreffen, zwischen Beit HaNassi (dem Sitz von Shimon Peres), der Rambanstr,/ Gazastr. wo sich unser Premierminister befindet und hinueber zum King-David-Hotel 
In den Nachrichten wird berichtet, dass die Strassen schon recht leer sind, die Menschen, die es vermeiden koennen rauszugehen, gehen einfach nicht vor die Tuer. Den Luxus habe ich leider nicht, ich muss gleich zum Spaetdienst und werde den Weg zu Fuss antreten, aus der German Colony heraus in Richtung Stadt. Von dort aus scheint es einfacher zu werden, in Richtung Sanhedria zu gelangen, wo sich mein (Noch-)Arbeitsplatz  befindet.
Alles ist vorbereitet, aufgeregt und ein wenig neugierig, ueber was gesprochen werden wird. Eines ist jedoch klar. Obama kommt NICHT mit einem fertigen Programm oder Plan, sondern will "zuhoeren". Die etwas angekratzten Beziehungen sollen wieder verbessert werden, man will sprechen und sich annaehern, aber Syrien wird sicher genau so ein Thema werden wie Iran und sein Atomprogramm, sowie der sogenannte Friedensprozess mit den Palaestinensern. 

Montag, 18. März 2013

Mein Auszug aus Aegypten

Nachdem ich nun fast 3 Monate wieder an einer Rezeption eines Altenheimes verbracht habe - dieses Mal in einem charedischen Heim als Sanitaeterin, Buerokraft, Telefonistin, Security usw - ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Ich habe einen neuen Job, den 6. innerhalb eines Jahres.
Dieses Mal jedoch hoeren sich die Bedigungen anders an und obwohl ich um einiges gemaessigter geworden bin, was meine Begeisterung angeht, habe ich die grosse Hoffnung, es koennte sich um einen laengerfristigen Job handeln.
Ich werde dieses Mal endlich wieder in meinem Beruf arbeiten, als Sozialarbeiterin. Die Anerkennung in Israel habe ich und ich bin registriert in der Liste der israelischen Sozialarbeiterinnen, was mir offiziell erlaubt, im ganzen Land als solche taetig zu sein.
Nachdem ich in den letzten Monaten mehr als 45 Wochenstunden - dazu in Schichten - ableisten musste fuer ein Hungergehalt, wenig mehr als der Mindestlohn, werde ich nun auf andere Randbedingungen treffen. 40 Stunden-Woche, 8 Stunden taeglich, ohne Freitage und Shabbatot, sowie ohne Feiertage, Rentenversicherungsbeitraegen nach 2 Monaten und der Aussicht auf Gehaltserhoehung in einem Jahr, falls man mit mir zufrieden sein sollte.
Die Firma ist eine Art ambulanter Sozialdienst, die sich um aeltere und pflegebeduerftige Menschen kuemmert. Es gibt hier unendlich viele dieser Firmen, sowie es auch immer mehr alte Menschen gibt, die auf Hilfe angewiesen sind. Eine dieser Firmen hat mir nun eine volle Stelle angeboten und das Beste - man hat mich gefragt, ob ich Lust habe, fuer die charedische Bevoelkerung zustaendig zu sein.
Und ob ich Lust habe!
Meine Arbeitszeiten werde ich mir selbst einteilen koennen, ich muss mich lediglich mit den Klienten abstimmen, brauche nicht im Buero die Karte stempeln, sondern fahre direkt zu den Haushalten.
Das meiste an Arbeit werden Hausbesuche sein, in denen zu klaeren ist, was der Hilfebeduerftige fuer Rechte geltend machen kann und welcher Pfleger/Pflegerin ihm zugeteilt wird. Auch mit den PflegerInnen wird man zu tun haben, falls es Probleme gibt oder aber anfangs, um den Kontakt herzustellen. Im "Pool" der Firma gibt es auch Fremdarbeiter, sowie israelische Pflegekraefte. Arbeit mit den Familien der alten Menschen gehoert ebenso dazu wie einige Stunden Aktenbearbeitung, was dann im Buero und am Computer stattfinden wird.
Ich bin sehr froh, dass ich innerhalb des letzten halben Jahres verstaerkt mit einer Software fuer Altenheime arbeiten musste, so ist die Eingabe nicht mehr ganz fremd und neu.
Auch konnte ich im letzten Jahr mein schriftliches Hebraeisch wirklich sehr verbessern, so dass ich keine Angst mehr vor Formularen habe.
Mein Gehalt wird trotz weniger Stunden um einiges besser sein als die letzten Hungerloehne, und das freut mich wirklich, denn es ist doch sehr erleichternd, wenn man nicht um jeden Shekel kaempfen muss.
Der Sohn meiner besten Freundin arbeitet auch fuer diese Firma und alle anderen Sozialarbeiter sind schon viele Jahre dort, was den Eindruck macht, dass man dort zufrieden sein kann.
(Natuerlich bin ich ein gebranntes Kind und sage dennoch: ein vorsichtiger Optimismus macht sich in mir breit. Die Betonung liegt aber noch auf "vorsichtig")
In den letzten Wochen habe ich ein wenig neidisch den Plaenen der Menschen um mich herum zugehoert, die alle in den Pessach-zwischenfeiertagen in Naturschutzgebieten und Naturparks im ganzen Land unterwegs sein werden.  Hatte ich doch nur die Aussicht auf Arbeit - abgesehen vom Sederabend und dem darauffolgenden Feiertag.
Und nun kann auch ich mir ein paar Tage frei nehmen, bevor ich mit neuer Kraft in ein geregelteres Leben mit einem "normalen" Tagesablauf und menschlichen Arbeitszeiten starte.
Ich hoffe, mich ein wenig erholen zu koennen und Energie zu tanken.
Und ich danke IHM, zu dem ich oft gefleht habe, dass er mir neue Ideen fuer eine etwas normalere Routine zukommen laesst.
Nun werde ich noch ein paar wenige Tage durchhalten muessen, bei der jetzigen Arbeit, die gepraegt war von viel Stress und hoher Arbeitsbelastung.
Ich wuensche mir sehr einen stinknormalen Wochenablauf. Und sage noch einmal DANKE!

Mittwoch, 6. März 2013

Montag, 4. März 2013

Der Heu"schreck" - auf dem Weg zu uns...

Uuuh, ich dachte es mir schon, dass wir nicht verschont bleiben. Wie wir aus dem Fernsehen erfahren, sind sie bereits im Negev zu sehen, zwar noch vereinzelt und nicht in so unglaublichen Mengen wie bei den Nachbarn, aber immerhin - sie kommen. 
Die Bauern sind natuerlich besorgt, denn diese Biester fallen ueber alles her und fressen ganze Ernteertraege kurz und klein. Angeblich ist man "gewappnet" und die Spritzaktionen stehen kurz bevor. 
Tja.. das heisst dann aber auch leider wieder - Schaedlingsbekaempfungsmittel gleich gratis mit den guten Erzeugnissen des Landes mitgeliefert zu bekommen. hmmm.. lecker.
Alles hat seine zwei Seiten und wie ungespritztes Obst wie Zitronen und Grapefruit schmecken, weiss ich spaetestens, seit ich von diversen privaten Baeumen kosten durfte. Was fuer ein Geruch und Geschmack! Einfach unvergleichlich.

Sonntag, 3. März 2013

Heuschrecken - Plage in Aegypten

Puenktlich zu Pessach, als haetten die Aegypter nicht Probleme genug, ereilt das Land eine Heuschreckenplage. Millionen von Heuschrecken fuellen die Luft und den Himmel. Eine Sorge bei uns: Dass die fiesen Dinger nicht zu uns herueberkommen.
Ich mache mal vorsorglich die Fenster zu, wenn ich morgens aus dem Haus gehe. 

Samstag, 2. März 2013

Geschosse aus Syrien landen auf israelischem Boden

Nicht unerwaehnt bleiben sollte die Tatsache, dass schon wieder drei Moersergranaten in Ramat HaGolan (auf den Golanhoehen) auf israelischem Boden explodieren. 
Auch wenn man davon ausgeht, dass es "verirrte Geschosse" von den Kaempfen zwischen Aufstaendischen und der syrischen Armee sind, heisst das nicht, dass es nicht beunruhigend ist. 
Wuerden irrtuemlich Geschosse aus Holland, die aus Kaempfen zwischen der Armee und Aufstaendischen stammen auf deutschem Boden landen, waere das sicher auch nicht gerade ein alltaegliches Ereignis. 

Freitag, 1. März 2013

Eine kleine Bilanz nach einem Arbeits-freitag

Durch den Marathon musste ich gestern abend nach dem Yoga ins Taxi springen und noch um 23h zur Arbeit fahren, dort im Heim uebernachten, um dann morgens puenktlich um 7h an der Rezeption zu sein. Der uebliche Yogaeffekt blieb aus, denn abschalten konnte ich nicht, da ich nach der Stunde den Anruf meiner Chefin erwartete, die eine Loesung finden wollte fuer den Weg zur Arbeit. Die Strassen wurden schon in der Nacht gesperrt und es wuerde kein Durchkommen geben, bis 13h, soviel war sicher. 
Ich dachte mir bereits, dass sie mir sagen wuerde, ich solle im Heim schlafen und schon in der Nacht kommen. 
Nur bin ich zurzeit innerlich so "zerbrechlich", dass mich diese staendige Beschaeftigung mit der Arbeit niederdrueckt. (Diejenigen, die mein ewiges "Genoergel" ueber verschiedene Arbeitsstellen nicht mehr hoeren wollen, moegen jetzt abschalten und etwas Positives lesen). 
Ich werde oft an freien Tagen (wenn es mal einen gibt, z.B. einen schwer erkaempften Freitag) angerufen, und gebeten doch zu kommen. Oder an Tagen wo ich den Spaetdienst geniessen moechte, schon morgens gefragt, ob ich nicht doch ins Taxi springen kann. 
So gibt es kaum ein "wahrhaftiges" Abschalten, selbst wenn ich dann sage, dass ich NICHT kann. 

Etwas habe ich aber heute begriffen, als ich mit einem neuen Kollegen den Fruehdienst bestritt. Mein geistiger und koerperlicher Zustand ist doch sehr davon abhaengig, mit wem ich arbeite. 
Nach einer ganzen Woche "ohne sprechen", war ich heute ganz erstaunt, dass der neue Kollege - ich nenne ihn mal E. - sich mit mir so unterhielt wie man sich mit einem Mitmenschen eben unterhaelt. Es war erfrischend und positiv. 
Das "ohne sprechen" ist fast woertlich gemeint. Kollege S. naemlich ist da anders. Er beschaeftigt sich den ganzen Tag mit seinem Iphone (ich dann uebrigens auch...) oder richtet das Wort nur an mich, wenn er meint, ich habe was falsch gemacht. Dabei bezieht sich sein Verhalten nicht nur auf mich, mit einigen anderen geht er genauso um. 
Er mag keine Deutschen, das fand ich sehr schnell heraus, aber das ist es nicht allein. 
Was mich an der ganzen Geschichte, wie er mit Menschen umgeht oder eben nicht umgeht, am meisten stoert ist, dass er 3mal am Tag zum Gebet laeuft. 
Ich werde niemals verstehen, wie man als glaeubiger Mensch mit Kippa sich so abweisend seinen Mitmenschen gegenueber verhalten kann. 
Alles was wir lernen ist doch so ausgerichtet, dass wir unseren Naechsten so lieben sollen wie uns selbst, uns jedem gegenueber mit einem freundlichen Gesicht naehern sollen und und und. ..
Immer wieder geht es darum, Taten sprechen zu lassen und nicht nur unser Verhaeltnis mit G-tt zu beachten. Es ist fuer mich solch eine grosse Diskrepanz, beten zu gehen und dem Anderen das Gefuehl zu geben, man verachtet, missachtet oder ignoriert ihn. 

Ja, ich weiss, diese Worte sind ebenfalls unnoetig. Worte ueber ihn. Lashon haRa. 
Lashon haRa ist selbst dann Lashon haRa, wenn das, was man ueber einen anderen "Unschoenes" sagt, vollkommen der Wahrheit entspricht. 
Mein neuer Kollege E. nun hat es heute morgen geschafft, dass ich eine andere  Energie (vor allem positive!) spuerte und es nicht ganz so schlimm fuer mich war, am Freitag zu arbeiten. Auch wie er mit den Bewohnern sprach, gefiel mir. Er fand Erklaerungen in ruhigem zugewandten Ton, da wo der Bewohner sich bitter beschwerte, was alles nicht klappt im Haus. (erster Anlauf fuer solche Beschwerden und Wutausbrueche sind naemlich meistens wir, die Rezeption... wo soll man auch sonst seinen Frust loswerden, die Rezeption ist einfach immer da..) Er sprach mit einem freundlichen Tonfall, selbst am Morgen, an dem er sehr muede zur Arbeit kam und er war stets zugewandt. 
Und obwohl der gestrige Abend mir nichts Gutes versprach, konnte ich mich ein wenig fangen innerlich. 
So gehe ich nun nicht so ganz "fertig" in dern Shabbat. 
Was ich dennoch spuere ist die Zerbrechlickeit dieses Zustandes. Alles unvorhergesehen Negative kann mich innnerhalb einer Minute wieder zum Kippen bringen. 
Ich werde weiterhin sehr gut auf mich achten muessen. 
Wuensche allen einen guten Shabbat.