Freitag, 31. Mai 2013

Shabbat Shalom


Chessed LeOrchim - Shabbat und Parasha

Seit einiger Zeit habe ich angefangen, selbst einzuladen zum Shabbat. 
Durch meine eingeschraenkten Platzverhaeltnisse kann ich immer nur max. 2 oder 3 Personen einladen, aber es gibt ein unglaublich gutes Gefuehl und die Atmosphaere im Haus wird durch Gaeste auf eine wunderbare Weise "veredelt". Fast spuere ich die Spiritualitaet, die sich ausbreitet und die Gegenwart der Shchina. Gaeste, einladen, bewirten und sich daran freuen - all das sind Werte, die ich nicht so anerzogen bekam. Hachnassat Orchim - Chessed leOrchim - Gastfreundschaft, ist eine sehr wichtige Eigenschaft im Judentum und ich habe diese Werte erst hier in Israel so richtig zu schaetzen und lieben gelernt. Ich wurde eingeladen, ich wurde selbst bewirtet, immer wieder und mit grosser Freude. Meine Freunde haben mich nie allein gelassen und sich stets gesorgt, ob ich auch am Shabbat "versorgt" bin. 
Mir macht es keine Angst, einmal einen Shabbat allein zuhause zu sein, denn von Deutschland bin ich es gewohnt und habe auch diese Art den Shabbat zu begehen, schaetzen gelernt. Waehrend meines Giur-Prozesses gab es fast niemanden (1 oder 2 maximal), der den Shabbat hielt und einen kosheren Haushalt hatte. So war ich auf Einladungen des Rabbiners angewiesen. 
Natuerlich konnte er mich nicht jeden Shabbat zu sich nach Hause einladen und ich machte es mir so "shabbatlich" wie moeglich, kaufte Wein, zuendete Kerzen an und sprach Kiddush (wobei auch in der Synagoge am Yom Shishi und am Shabbatmorgen Kiddush zu hoeren war und am yom Shabbat sogar gemeinsam im Gemeindehaus gegessen wurde).
Ich sass zuhause am Tisch, sang die Lieder, die ich kannte und ass etwas Besonderes, was ich sonst in der Woche nicht tat. Manchmal musste ich weinen, wenn ich an Jerusalem und die Freunde dachte, aber ich weinte auch oft Traenen der Ruehrung, der grossen Dankbarkeit, dass ich ueberhaupt diesen Weg gehen darf. Und richtig allein war ich doch nie, ich hatte ja den wichtigsten Gast der Welt bei mir.
Ich bin bis heute sehr sehr tief beruehrt von dem, was mit mir passiert ist und frage mich fast taeglich "wie bin ich nur darauf gekommen? Wie kam es, dass ich irgendwann auf diesen Weg stiess, mir die Augen aufgingen und ich so klar und deutlich wusste, dass ich das Richtige tue?"
Meine ersten Gaeste im neuen Heim, nachdem ich endlich eine Plata fuer Shabbat und genug Geschirr hatte, waren ein guter alleinstehender Freund, der noch jemanden aus der Synagoge mitbrachte, was ich ihm angeboten hatte. Es war ploetzlich eine so besondere Stimmung im Raum als wir den Kiddush sprachen und ich das Gefuehl hatte, dass das Heim erst jetzt zu einem richtigen Heim wurde, wo Gaeste gern gesehen sind. Seither waren meine besten Freunde, ein Ehepaar in der Naehe, die mich als ihre Adoptivtochter ansehen bei mir und heute ist es ebenfalls eine Freundin aus der Yakar-synagoge. Ihr bin ich so tief zu Dank verpflichtet, dass keine Einladung der Welt das ausgleichen kann, was sie fuer mich getan hat, besonders, als ich im Krankenhaus lag. Von meinen besten Freunden, Esti und Roni will ich gar nicht erst sprechen, denn dort gehe ich ein und aus wie ein Familienmitglied, wurde beherbergt, als ich auf Arbeitssuche war und das ganz ohne das geringste Zoegern. 
Ich freue mich heute auf Freundin Freda, die zu mir kommen wird, bin schon ganz aufgeregt in den letzten Vorbereitungen fuer unser gemeinsames Mahl und danke dem Schoepfer, dass ich Gaeste empfangen darf und dass ich mich daran freuen kann. 
Die Parasha der Woche handelt von den Spionen, die nach Eretz Israel geschickt wurden, umd das Land auszukundschaften, um dem Volk Israel die Informationen zu bringen, ob es moeglich ist, dort zu leben. Sie kamen zurueck und verunsicherten das Volk, verbreiteten Panik und Angst, denn JA, es ist moeglich dort zu leben und JA, es ist ein Land wo Milch und Honig fliesst, aber AUCH ist es ein schwieriges Land. All das gilt heute wie damals, es ist nicht nur Honig schlecken hier, es ist kein leichtes Land, in vielen Hinsichten. Wir leben in staendiger Bedrohung von den Nachbarn, und brauchen nicht weit zu schauen, um zu sehen, dass selbst innerhalb des juedischen Volkes oft Streit und Hass die Obermacht bekommen wollen. Spharedim gegen Ashkenasim, Saekulare gegen Charedim, Verachtung und Rechthaberei - wer lebt so, wie man als Jude leben sollte? Wer ist der bessere Jude? - wollen uns immer wieder auseinanderbringen. Doch wie sollen wir gegen unsere Feinde bestehen, die wirklich zahlreich um uns geschart sind, wenn wir innerhalb des Volkes keine Einigkeit, keine Achtung und keinen Frieden kennen? 
Die schlechte Rede, die die Meraglim, die Spione ueber das Land sprechen im Wochenabschnitt ist nicht nur damals aktuell gewesen, auch heute hoeren wir Menschen in der Galut, in Deutschland, in Europa, die sich fragen, warum wir denn in Israel leben sollten, in der Galut geht es uns doch v iel besser? Viele haben Geschaefte dort, oder verdienen wesentlich mehr als hier in Israel. Auch ich habe als Sozialarbeiterin ca. doppelt soviel verdient wie hier. 
Aber das, was es nicht gibt im Ausland, ist die Spiritualitaet, die Nahrung fuer den Geist, fuer die Seele, die hier in vollen Zuegen auf ihre Kosten kommen. Wirtschaftliche Nachteile werden - nach meinem Empfinden - hundertfach entschaedigt durch ein anderes Gefuehl der Gemeinsamkeit. Eine Shabbatstimmung wie in Eretz Israel wird man wohl hoechstens noch in den Grossstaedten Europas (Paris, Berlin, London) sowie in den USA finden, wo es grosse juedische Gemeinden gibt. 
Wir haben noch etwas, was uns unterscheidet von der Galut - die hebraeische Sprache, die Sprache der Tora, die von Elieser Ben Yehuda g-tt sei dank wieder zur Alltagssprache reanimiert wurde, nachdem sie einen langen Schlaf hinter sich hatte. 
Die Spione sprachen schlecht ueber Israel - bis auf zwei (von 12 Abgesandten), Jehoshua Bin Nun und  Calev ben Yefune. 
Wir lernen aus der Parasha unter anderem, dass es nicht immer ratsam ist, auf die Mehrheit zu hoeren. Es wird uns erklaert, dass die Mehrheit der Kundschafter keine grosse Lust hatte, sich auf das alltaegliche Leben und die irdischen Schwierigkeiten einzulassen. Das Volk hatte bislang in einer Art Blase gelebt, in der Wueste, umgeben von Wundern und Nahrung, die sie wie im Schlaraffenland direkt geliefert bekamen. Nun sollte eine Zeit beginnen, wo es von einem hohen geistigen Niveau ins "normale harte Alltagsleben" mit Arbeit, Muehe und Schwierigkeiten gehen sollte. 
Es ist eigentlich ganz natuerlich, dass sie sich nur mit grosser Abwehr von diesem Luxus verabschieden wollten. Aber dadurch, dass sie an ihrer Luxusversorgung festhielten sahen sie die positiven Seiten des Landes Israel nicht und uebermittelten dem Volk nur die negativen Seiten. (Wir Menschen haben eine selektive Wahrnehmung)
Menschen wie zehn der Kundschafter gibt es heute auch, und manchmal sind sie sogar in der Mehrzahl, wie damals. Wichtig ist, dass wir auf unsere innere Stimme hoeren, die manchmal mehr Wahrheit spricht, dass wir uns nicht von unserem individuellen Weg zur Wahrheit abbringen lassen, egal was unsere Umwelt darueber denkt und sagt. Wir brauchen etwas Mut dazu und das Vertrauen in uns selbst, das sichere Gefuehl, dass wir selbst mit G-tt in Verbindung stehen, der uns wenn wir genau hinhoeren schon den Weg zu den Leuten weist, die uns unterstuetzen, uns Mut machen und staerken, und uns so bestaetigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind - selbst wenn es nicht der Weg der Mehrheit um uns herum sein sollte. 
Nur Mut!
Shabbat shalom

Donnerstag, 30. Mai 2013

Rav Mordechai Eliahu - Yahrzeit

Es naehert sich die dritte Yahrzeit von Rav Mordechai Eliahu. Mordechai Eliahu war von 1983 bis 1993 sephardischer Oberrabbiner Israels. Er war Gelehrter, Kabbalist und ist in der Altstadt Jerusalems geboren und aufgewachsen.
Als ich im Jahr 2010 am Herzen operiert wurde, wusste ich nicht viel von ihm, nur dass er sehr beliebt war, und dass man ihn staendig um Rat fragte. Und - dass er wenige Tage vor meiner Operation im Shaarei Zedek Hospital starb.
Man erzaehlte sich, dass er vielen Frauen, die ein schweres Los hatten oder viel Pech im Leben, einen neuen Namen gab, und sehr oft vergab er den Namen Noa. נועה - so soll er gesagt haben, bedeutet ניסים ונפלאות עשה השם - Nissim veNiflaot assa Hashem. (Wundertaten und Zeichen hat G-tt vollbracht).
Als ich nach der OP auf der Herz-Intensivstation lag, berichtete eine Krankenschwester mir: "Weisst du eigentlich, in welchem Bett du liegst? Vor einer Woche ist in diesem Bett der Rav Mordechai Eliahu gestorben und seitdem bist du die erste, die darin liegt."
Ich habe mich sehr erschrocken und sagte zu ihr: "Oh je, das ist ja ein schlechtes Zeichen fuer mich, oder?" (es ging mir damals sehr schlecht und ich war noch furchtbar schwach.). "Nein, nein,", sagte sie, "im Gegenteil, es ist eine grosse Ehre und ein grossartiges Zeichen fuer dich, dass du darin liegen darfst."
Seitdem muss ich immer wenn von ihm die Rede ist, daran denken, dass ich doch eine irgendwie spezielle Verbindung zu ihm habe, ohne ihn gekannt zu haben.
Ich bedaure es sehr, ihn nie persoenlich kennen gelernt zu haben, denn er soll ein sehr besonderer Mensch gewesen sein, - ein Rav des Friedens.
Am Sonntag wird es eine Andachtsfeier auf dem Har Menuchot geben, an seinem Grab. Ich denke, dass ich hingehen werde.
Ich habe ein wunderschoens Video gefunden, das zwei Jahre nach seinem "Fortgehen" entstand.
 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Israel - besser mit Assad oder ohne? Ein Video, das aufklaert ueber unsere Situation

Es ist kein Geheimnis, dass ich die Informationen der Tagesschau ueber das, was bei uns in Israel abgeht, nicht ernst nehme und meist einseitig finde. 
Genauso geht es mir mit dem Videoblog von Richard Schneider von tagesschau.de, der fuer mich auch zu einseitig berichtet. 
Hier aber ist ein unglaublich empfehlenswertes Interview, das Richard Schneider mit  Ron Ben Yishai fuehrt, Journalist und Analyst der politischen Lage in Israel. 
Wer bis heute nicht begriffen hat, wie die Lage hier aussieht, durch Hisbollah und Syrien, sowie die moeglichen Auswirkungen auf uns, falls das Assad-Regime fallen sollte, der kann hier gut erklaerte Informationen sammeln. 
Was fuer mich neu war, war das Ausmass an Waffen in Syrien. Dass sie grosse Mengen an Waffen besitzen, wusste ich, dass ihre Waffenarsenale aber die von den USA oder Russland uebertreffen, haette ich nicht gedacht. 

Chumus (oder Humus) - der gesunde Kichererbsenspass

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst in den letzen Tagen Chumus selbst gemacht habe, und keinen fertigen gekauft habe. Dosenchumus wuerde mir gar nicht in den Sinn kommen. 
Es gibt einen Stand im Talpioter Kanion Freitagsmorgens, wo der Chumus noch auf der Kochplatte steht und warm verkauft wird, in kleinen oder grossen Portionen. 
Nun habe ich mich daran gemacht, getrockneten Chumus zu kaufen und selbst zu kochen. 
Ich habe den Chumus im Bio-laden gekauft und bei den ersten Versuchen sind mir einige Fehler unterlaufen. 
Der dritte Versuch heute abend war schon ein Genuss in Farbe, Geschmack und Konsistenz. 
Chumus ist eine ausgezeichnete Einweissquelle, besonders fuer jene, die auf Fleisch verzichten. Weiter finden sich im Chumus Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor und Zink, sowie 0 Cholesterin, Gluten oder gesaettigte Fette!!Chumus kann dazu beitragen Herzgefaesserkrankungen, Krebs und Augenfalten (!!) zu minimieren. 
Die getrockneten Kichererbsen waschen, gut die schlechten aussortieren, 12-24 Std einweichen und UNBEDINGT das Wasser verwerfen (evtl. sogar zweimal wechseln). Das Wasser enthaelt Giftstoffe, die unbedingt entfernt werden muessen. 
Nach dem Einweichen nochmal waschen und in einem grossen Topf bedeckt mit Wasser auf kleiner Flamme aufkochen, nachdem man Salz und einen halben Teeloeffel Soda fuer Getraenke hinzugefuegt hat. (das Soda soll die Kichererbsen weicher machen, kann aber m.E. auch weggelassen werden). 
Mein erster Fehler war, dass ich das Ganze zu heftig aufkochen liess, es bildete sich oben auf der Oberflaeche ein weisser Schaum, der genauso roch wie hartgekochte Eier, die im Wasser geplatzt sind. Daraus schloss ich, dass das Meiste an Eiweiss herausgetreten war. (Was ja eigentlich das Wichtigste ist, der hohe Eiweissgehalt). Also liess ich heute alles SEHR langsam koecheln. 
Der zweite Fehler den ich machte, war alles ohne Aufsicht sich selbst zu ueberlassen. Da man mir sagte, Kichererbsen brauchen mindestens 2 Std, bis sie gut sind, hatte ich sie nicht zwischendurch probiert. 
Falls man sie in Gaenze verzehren will wie ich, oder sie als Beilage zu Reis essen will, muessen sie gar nicht so weich sein, anders ist es, falls man sie in den Mixer geben will und als Paste zum Dippen reicht mit Tchina. 
Sie waren bereits nach etwas mehr als einer Stunde gut und wurden auch nicht zu einem grauen Schlamm, sondern blieben hell und gelb (wohl weil nicht so viel Eiweiss verloren ging).
Nach dem Kochen 1-2 Knoblauchzehen kleingeschnitten hinzufuegen, etwas Salz dazu. FERTIG!

Ich nehme Chumus mit zur Arbeit. (mache mir Portionen mit Reis, den ich Anfang der Woche vorkoche)
Da ich viel und fast den ganzen Tag unterwegs bin aufgrund meiner Hausbesuche, habe ich meinen Rucksack voll mit Fruechtemix, oder auch Tomate-Gurke-Walnuss- Portionen. Das haelt mich davon ab, Unsinn zu kaufen unterwegs (zu schnell neige ich sonst dazu, in ein Cafe zu springen um mir Schokoroellchen, Croissant und einen Cafe Hafuch (Cappuccino) zu kaufen. Das geht 1. ins Geld und 2. ist es voellig ungesund)

Ueberhaupt schraenke ich meinen ohnehin schon sehr geringen Fleischkonsum in der letzten Zeit drastisch ein, was natuerlich bedeutet, dass ich mich mehr mit Ersatz fuer Fleisch beschaeftigen muss. 
Bis vor ein paar Wochen ass ich am Shabbat wenn ich eingeladen war, meist Fleisch. Ich kann nicht sagen, dass ich Vegetarierin werde, aber ich strebe eine rigorose Einschraenkung in punkto Fleisch an. 
Einige meiner Freunde, sowie mein Rabbiner in Deutschland, der meinen Giur begleitet hat, sind schon Vegetarier und es werden - so ist mein Eindruck - immer mehr. 
Auch gibt es hier in meiner Umgebung einige Veganer, was aber so gar nicht meiner Einstellung entspricht, denn zu gern esse ich Eier und Milchprodukte. 

Dienstag, 28. Mai 2013

Russland liefert doch

Es wird behauptet, dass Russland noch doch seine fortschrittlichen S300-Raketen an das Regime Assad liefert, weil Europa sich entschlossen hat, das Waffenembargo aufzuheben, und weiter Waffen an die Aufstaendischen in Syrien zu liefern. 
Nun treten wir, sobald die Lieferung dort ankommt, wohl in eine neue Phase ein. Was werden wir tun? Wie werden wir zu verhindern versuchen, dass die riesigen Waffenmengen, die sich in Syrien befinden, nicht in falsche Haende kommen und sobald Assad faellt, auch gegen uns zur Verwendung kommen koennen. Ohnehin sind zurzeit bereits Hunderte von Raketen auf Tel Aviv gerichtet. 
Was wird als naechstes passieren und - wird ueberhaupt etwas passieren? Wird unser Land zuschauen, waehrend die Waffen in Syrien ankommen?
(Ende Juni soll die Sendung ankommen)

Sonntag, 26. Mai 2013

S330-Deal storniert?

Russland nimmt anscheinend Abstand davon, die fortschrittlichen S330-Raketen an Assad zu liefern, wie es versprochen war. Warum? Es wird unter anderem damit begruendet, dass man fuerchtet, es koennten mit diesem Waffendeal die in Israel lebenden Russen verletzt werden. (geht es hier um Waehlerstimmen? Duerfen Russen die in Israel leben weiterhin in Russland waehlen?). 
Falls es stimmt, dass dieser 900-Millionen-Dollar-Deal, der bereits im Jahr 2010 versprochen wurde und sich aufgrund Israels Einspruch bereits um ein Jahr verzoegert hat, nun ueberhaupt nicht zustande kommt, waere das ein wesentlicher Fortschritt. 
Hisbollah verkuendet weiterhin, das Assad-Regime wo es nur geht zu unterstuetzen. Nach seinen Worten ist der Staat Palaestina gefaehrdet, falls Assad fallen sollte, denn dann wuerde nach seinen Worten Israel wieder in den Libanon einfallen.

Antisemitische Parolen in Berlin

Acht Israelis - darunter zwei, die gerade ihre Armyzeit beendet haben, kommen zum Beyonce-Konzert in der o2-Halle, Berlin. Sie kommen recht frueh, um einen guten Platz zu ergattern. Als sie sich in die erste Reihe begeben, hoeren sie ploetzlich Stimmen hinter sich. Ein paar jungen Deutschen passt das gar nicht und sie fangen an, die acht zu beschimpfen, zu schubsen und zu Boden zu ziehen. "Stinkende Juden!" Rufen sie und "haut ab nach Israel".
Zu einem Zeitpunkt, wo sie sehen, dass die Israelis den Platz nicht raeumen, fangen 50 Menschen an zu schreien: "Go! Go!"
Ausgerechnet in Berlin. Ausgerechnet im Jahr 2013. 
(gelesen in Israel-Hayom, heute, 26.05.2012) 
in deutschen Medien habe ich bisher darueber nichts gefunden. 

Samstag, 25. Mai 2013

Der erste Satz..

Immer wieder interessant, wie sehr wir doch auf den ersten Satz der Nachrichten gespannt sind. Heute abend, nachdem ich noch bei Freunden zur Hawdala war, stellten wir das Radio an um 21 Uhr, schliesslich haben wir ein Informationsdefizit von 25 Stunden nach dem Shabbat. Also ist jeder gespannt und auch ein wenig besorgt, was sich jetzt schon wieder getan hat. Gibt es Spannungen an den Grenzen zu Syrien oder Libanon? Was passiert im Sueden des Landes? Sind Raketen von Gaza aus in Richtung Israel geflogen und ist vielleicht - hoffentlich nicht - jemand zu Schaden gekommen? Wie geht es unseren Soldaten auf den Golanhoehen?
Hat Assad uns den Krieg erklaert?
Der erste Satz ist immer der wichtigste von allen Nachrichten. 
Falls die Nachrichten beginnen mit einer Meldung wie: "Finanzminister Lapid betonte heute abend in einem Gespraech mit...." dann ist unsere kleine Welt relativ in Ordnung. Keine Horrornachricht, keine Rakete, keine Kriegsdrohungen oder Waffenlieferungen, die in die Luft gesprengt wurden. 
Nach dem ersten Satz schauen wir uns erleichtert an und die Spannung laesst nach. Es darf wieder gesprochen werden. 
Eine gute und ruhige Woche weiterhin!
Jetzt interessiert - auch in Israel - mehr die Uebertragung des Fussballspiels der Championsleague Dortmund gegen Bayern Muenchen. 

Freitag, 24. Mai 2013

Gedicht "Astrophysika"

Ein Gedicht von Dror Elimelech

אסטרופיזיקה

בכוכב רחוק
בגלקסיה רחוקה
נתגלה פתאום
כי יש אלוקים
ממש כאן
אצלנו

Astrophysik

Auf einem weit entfernten Stern, 
in einer anderen Galaxie
wurde ploetzlich entdeckt, 
dass es G-tt gibt, 
wirklich hier
bei uns. 

 

Shabbat shalom mit der Bilanz einer anstrengenden Woche fuer Israel

Die Bilanz der Woche in Israel ist traurig und erschuetternd. 
Es gab viele toedliche Verkehrsunfaelle und die Bewohner von Yehuda und Shomron sehen sich taeglicher Gewalt (fliegende Flaschen, Steine) gegenueber, die sehr zurueckhaltend vonseiten der Soldaten beantwortet werden. Es gibt anscheinend Anweisungen mit SEHR viel Zurueckhaltung zu handeln. Mit Recht sehen sich die Anwohner so zu wenig geschuetzt. 

Es gab einen furchtbaren Vorfall in einer Filiale der Bank HaPoalim in Beer Sheva. Ein Kunde der Bank richtete ein Blutbad an, lief Amok und vier unschuldige Menschen mussten ihr Leben dabei lassen, unter anderem der Filialleiter, der erst seit einer Woche dort war. 
Der Amoklaeufer hatte zuletzt kein Geld mehr vom Automaten ziehen koennen, man hatte ihm die Kreditkarte gesperrt. Das soll der Ausloeser fuer seine grausame Tat gewesen sein. Schon wurden Stimmen laut, wie die Banken denn Menschen zu solchen Verzweiflungstaten treiben koennen. aber auch Gegenstimmen, die sagen, dass eine derartige Tat mit nichts, aber auch gar nichts, zu rechtfertigen ist. Viele Menschen leben am Rande des Existenzminimums oder gar darunter, und werden nicht zu Amoklaeufern. Was koennen die Kunden der Bank dazu? Und - was hat er jetzt damit gewonnen? 
Am Ende des Amoklaufes, nachdem er seine Geisel freiliess, die 50 min. Todesaengste ausstand in seiner Gegenwart (er hielt die gesamte Zeit ueber seine Waffe auf ihren Kopf gezielt), erschoss er sich selbst. 
Die kleine Filiale war nicht besetzt mit Sicherheitsbeamten, daher konnte der Taeter mit seiner Waffe ungestoert seinen Rachezug vollenden. "Jetzt zeig ich es euch!" soll er gerufen haben. 

Ein junger Soldat ist in den Golanhoehen beim Raeumen von Panzerminen auf tragische Weise umgekommen. Bisher ist nicht bekannt, warum die Mine explodierte und wieder werden Proteststimmen laut, wie man solche "Kinder" auch eine derartig gefaehrliche Arbeit machen lassen kann. Der junge Mann war noch nicht lange bei der Army. 

Ein frueherer Kommandant der IDF verstoert uns mit seiner Aussage: "Sollte das Regime Assad fallen, muessen wir innerhalb von wenigen Stunden auf Krieg gefasst sein und moeglichst schnell die Luftoberheit gewinnen." Waffen sind unterwegs von Russland zum Assadregime mit deren Hilfe Extremisten sich weniger bedroht fuehlen koennten und so Dinge tun koennten, die sie ohne nicht wagen wuerden. 
Diese Aussage haben einige meiner alten Menschen falsch verstanden und wurden in unnoetige Panik versetzt. Eine alte Dame empfing mich mit den Worten: "Weisst du, dass wir uns in ein paar Stunden im Kriegszustand befinden mit Syrien? Ich habe gehoert, die Bevoelkerung soll sich in Sicherheit bringen. Aber wie?"
Alle Kriegsszenarien machen unnoetig Angst, vor allem alten hilflosen Menschen. Warum handelt man nicht und ist wachsam (wie es sowieso geschieht) aber spricht nicht laut darueber? 
Assad hat angekuendigt bei einem erneuten Angriff auf Waffenlieferungen werde er ohne Gnade uns gegenueber handeln. Sicher wird sich Netanyahu durch solche Drohungen nicht erpressen lassen. 

Die Woche war heftig in Israel und wir muessen jeden Tag G-tt danken, dass wir leben, dass der kleine juedische Staat und jeder einzelne Mensch in ihm lebt. 
Grenzt es nicht sowieso an ein Wunder, dass es das juedische Volk ueberhaupt noch gibt? 

Wir sprechen ueber die Bedrohung mit chemischen Waffen und die wiederholten Angriffe auf Grenzpatrouillen von Syrien aus. 
Wir haben Gasmasken - aber die Mehrheit meiner Bekannten weiss gar nicht, wie sie im Ernstfall aufzusetzen sind. Meine Freundin Esti hatte eine Bekannte, die waehrend des Golfkrieges in Tel Aviv ein wenig panisch die Maske aufsetzte, anscheinend einige Fehler machte und darunter erstickte. 
Wir sollen das Paket mit der Maske nicht oeffnen, bevor wir tatsaechlich von Pikud haOref (dem Zivilschutz) dazu aufgefordert werden, aber viele Menschen wuerden doch einfach gern VORHER wissen, wie sie diese handhaben muessen. 
Theoretisch ist es in etwa klar, aber praktisch?

Der Shabbat kehrt langsam ein, es ist noch einiges an Zeit, aber wir werden ruhiger und lassen die Probleme hinter uns, hoffen auf einen friedlichen Shabbat fuer das ganze Land und Ruhe an den Grenzen. 
Wir tun das, wozu wir von G-tt aufgefordert werden, lassen alles fuer 25 Stunden liegen, als ob es vollendet waere und beschaeftigen uns mit geistigen Themen, staerken unsere Spiritualitaet und unsere Verbindung zum Himmel. Der Shabbat ist ein Bindeglied, ein fester Bund, der die Kinder Israel mit G-tt verbindet auf einzigartige Weise. 
  ביני ובין בני ישראל אות היא לעולם
(zwischen mir und den Kindern Israel ist er (der Shabbat) ein Zeichen auf ewig...)
so singen wir jeden Shabbat in der Synagoge. 
Fuer mich ist dieser Satz seit meinem Giur mit tiefer Dankbarkeit und Aufregung verbunden. Ich schaue mich bei diesem Satz jedes Mal um, sehe die Menschen, die neben mir stehen und weiss: Dies ist mein Volk, und durch dieses Zeichen sind wir alle miteinander verbunden, und gemeinsam sind wir an IHN gebunden. Ein wunderbares Gefuehl, dass ich dieses Geschenk erhalten durfte.
Shabbat shalom


At Cheruti - du bist meine Freiheit

Freitag, 17. Mai 2013

Die Tora - spannend, tiefgruendig, weise und zeitlos

Seit ich die Buchstaben der Tora zum ersten Mal betrachtete, ohne auch nur von einem einzigen zu wissen, was er bedeutet, oder wie man ihn ausspricht, hatte ich dieses merkwuerdige Gefuehl, dass vor meinen Augen etwas Tiefes, Bedeutungsvolles, Altes und gleichzeitig Zeitloses liegt. Ich habe mehrere Sprachen in der Schule gelernt, und spaeter auch einen Spanisch- und Italienischkurs gemacht. Sprachen lernen fiel mir nie schwer. Aber nie habe ich an einer Sprache vom ersten Augenblick so "gehangen", mich so vertieft und in tiefer Verbundenheit "verliebt". 
Die Tora ist so viel. Sie kann ein Buch mit sieben Siegeln sein, fuer den, der sie nicht kennt. Und sie kann sich dem offenbaren, der gewillt ist, einzutauchen in die Sprache der Tora, die "Suesse" der Tora. Sie kann fuer den Literaturliebenden ein gewaltiges poetisches, aesthetisches Werk sein und fuer den Kalligraphen dazu anregen, ihre Buchstaben nachzuzeichnen. Der Kabbalist weiss um die Bedeutung jedes einzelnen Buchstaben, ja jeder Punktierung. 
Nein, all das war mir nicht klar, aber ich hatte das Gefuehl es handelt sich um etwas Grosses, das ich nicht verstehe. 
Ein guter Freund von mir, nicht religioes lebender Jude, sagte einmal zu mir: "Wenn du mich fragst, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen wuerde - es wuerde die Tora sein. Jedes andere Buch wuerde ich zweimal, dreimal oder zehnmal lesen, aber irgendwann waere es nicht mehr interessant. In der Tora koennte ich jeden Tag Neues entdecken - und das ueber Jahre."
Die Tora ist zeitlos und man kann intellektuell an sie herangehen oder emotional. Ich las einmal bei Buber/Rosenzweig, die die beste und genaueste Tanach-uebersetzung ins Deutsche erstellten, dass man sich der Tora oeffnen solle, als lese man sie zum allerersten Male, als kenne man keine der dort erzaehlten Ereignisse. Mit offenem Herzen und laut solle man lesen, und wach sein fuer das, was sich in einem regt, waehrend man die Buchstaben betrachtet und die Worte hoert. Was einen "anfliegt", beim Lesen der Tora wird bei jedem etwas anderes sein und selbst nach Jahren kann es sein, dass man ploetzlich einen Passuk in seiner Tiefe begreift. Faengt man an, die Sprache der Tora zu lernen, zunaechst einmal die Worte zu verstehen, so hat man das Gefuehl, man tauche in ein grosses Geheimnis ein, eine neue Welt tut sich auf. Man will mehr und mehr und in keiner Weise ist sie mit der deutschen Uebersetzung zu vergleichen. Alles was man bis dahin in deutscher Uebersetzung zu lesen bekommen hat, wird weniger als zweitrangig. 
Werde ich gefragt, so gebe ich unter anderem ein kleines Beispiel an. 
אדם (Adam) Adam,  ist der erste Mensch und 
אדמה (Erde) Adama,  ist die Erde, aus der er entstanden ist. 
Diese Wurzelverwandtschaften wird man in deutschen Uebersetzungen vergeblich suchen und so werden einem viele Verbindungen nicht zugaenglich. 

Als ich das sah, war mir klar, dass keine noch so gute Uebersetzung uns das geben kann, was die Ursprache der Tora uns zu verstehen geben will. 
Aber den grossen Reichtum der Tora muss man sich erarbeiten, manchmal muehselig. Doch es lohnt sich immer, in diese neue Welt einzutauchen. 
Fuer den einen ein grossartiges literarisches unsterbliches Werk, fuer den anderen Aesthetik und fuer den dritten die Art sich mit dem Schoepfer zu verbinden, sowie herauszulesen, was er von uns erwartet. Die Tora ist fuer viele die Gebrauchsanleitung fuers Leben geworden, die auf alle Fragen eine Antwort bereithaelt. 
Auch an diesem Shabbat, mit etwas mehr Musse und Zeit, koennen wir uns aufs Neue mit ihr verbinden, in sie eintauchen und sie auf uns wirken lassen. 
Shabbat shalom an alle!

Makor Rishon - Zeitungsabo zum Geburtstag

Puenktlich zu meinem heutigen 55. Geburtstag nach saekularem Kalender lag heute zum ersten Mal die Freitagsausgabe meines frisch ins Leben gerufenen Abos vor der Tuer. (nach juedischem Datum hatte ich bereits an caf zajin beIjjar, jeder kann uebrigens auf den Seiten von Chabad (unter jued.Feiertag, Kerzenzuenden, Date Converter) das juedische Datum seines Geburtstages ausrechnen, Tag der Geburt und Jahr eingeben, und der Rechner rechnet aus, was das damals fuer ein juedisches Datum war. Dieses aendert sich ja dann von Jahr zu Jahr. Mein juedischer Geb.tag ist immer einen Tag vor Yom Yerushalaiym). 

Makor Rishon (מקור ראשון) ist eine israelische Tageszeitung mit nationalreligioesem/religioesem Blickwinkel. In der Woche lese ich meist die kostenlos verteilte "Israel Hayom", wenn ich ueberhaupt dazu komme. 
Die Internetausgaben von Yedioth Acharonoth und Haaretz (eine sehr linksgerichtete Zeitung) ueberfliege ich auch waehrend ich fruehstuecke. 
Bei Makor Rishon (was uebrigens uebersetzt "erste Quelle" heisst) mag ich besonders die Wochenend - ausgabe, die noch eine Shabbatbeilage hat. (die ihr oben im Bild sehen koennt), meist sehr ansprechend gestaltet und voll von Interpretationen der Parasha und Gedichten, Tatsachenberichten von verschiedenen Menschen und und... 
Taeglich kann ich mir das Abo nicht leisten, aber es gibt die Moeglichkeit, nur die Wochenendausgabe zu abbonieren. Sie kostet die ersten drei Monate 59 Shekel (ca. 12 EUR), danach, falls man sich weiter ein Jahr verpflichtet, 79 Shekel. (ein wenig mehr als 15 EUR). 
Makor Rishon hat nach meiner Anfrage telefonisch Kontakt aufgenommen und mir die Preise vorgestellt. Ein Buchgeschenk durfte ich mir auch aussuchen, aus einer Auswahl von 10 Buechern. 
Da heute zum ersten Mal ausgeliefert wurde, wurde mir um 7h eine sms geschickt, mit der Nachfrage, ob ich die Ausgabe erhalten habe. Auf diese sms muss ich mit 1 fuer ja, oder mit 2 fuer nein antworten. So wollen sie sichergehen, dass alles geklappt hat. 
Hat es! - Und es war wirklich wie ein kleines Geburtstagsgeschenk, die Zeitung vor der Tuer zu haben. 
Leider kann ich euch die Zeitung nicht im Internet in englischer Sprache vorstellen, aber wer hebraeisch kann, kann HIER ein wenig schnuppern.
Fuer die englischsprachigen Leser kann ich Ynet (Yedioth Acharonoth, was soviel heisst wie "letzte Nachricht, letzte Info") empfehlen, Jerusalem-Post oder die linksgerichtete Haaretz, (dt.: das Land) die es alle in englischer Sprache im Internet gibt, gedruckt nur Jerusalem-Post.
Wer jederzeit im Laufe des Tages up to date sein will, sollte Galej Zahal im Internet lesen. 

Ich kenne sehr viele Menschen, die nicht nur eine Zeitung lesen, sondern sich breit informieren, die sowohl die sehr linke Haaretz lesen, als auch regierungsfreundliche Israel Hayom oder gar Makor Rishon. Von der saekulaeren Bevoelkerng gibt es meines Wissens nicht sehr viele die Makor Rishon lesen. 
Es lohnt sich jedoch meist, sich ein umfassendes Bild von den unterschiedlichen Blickwinkeln in unserem Land zu machen. Was ich bei mir ueberraschend feststellte, ist uebrigens, dass ich in Deutschland politisch nie sehr interessiert war, ich haette nicht freiwillig eine politische Sendung angeschaut. Hier in Israel ist das ganz anders. Die Politik begleitet uns ob wir wollen oder nicht, Wahlen, Steuererhoehungen, unsere Sicherheitslage, die nie stabil sein wird - all das fuehrt zu groesserem Interesse. 
Aber die junge Bevoelkerung ist oft schon politik-muede, will einfach nur ihre Ruhe haben, leben, ein normales Einkommen nach Hause bringen und ansonsten ihr Leben leben.

Dienstag, 14. Mai 2013

Chag Shavuot Sameach!

Shavuot steht schon laengst in der Tuer, 49 Tage Omerzaehlen sind seit Pessach vergangen und wir feiern ab heute abend das Fest der Tora-uebergabe am Sinai. 
Unsere Weisen sagen, dass die Seele eines jeden, der irgendwann einmal in seinem Leben zum Judentum uebertritt, damals am Sinai mit dabei war, nach Ueberwindung von Zeit und Raum. 
Zu Shavuot wird die Megillat Ruth gelesen, die Geschichte einer Gioret aus dem Stamm der Moabiter, die sich ihrer Schwiegermutter anschloss und zum Judentum uebertrat. Koenig David ging also aus der Familie einer Gioret hervor und auch Onkelos, der Tora-kommentator war Ger Zedek. 
Ich habe in den letzten Wochen viel Entgegenkommen und offene Arme gespuert, ausgerechnet in der charedischen Bevoelkerung, zu der ich mich taeglich aufgrund meiner Hausbesuche begebe. Niemals bin ich auf Ablehnung gestossen und alle haben warme Worte fuer mich. 
Erwartet hatte ich dies nicht und es tut gut, zu sehen, wie vielfaeltig die Welt der Charedim ist. Viele in der Oeffentlichkeit kursierende Vorurteile kann ich nicht bestaetigen, auch Maenner sprechen mit mir und schenken mir sogar ein wohlwollendes Laecheln, wenn ich in den Familien bin. 
Auch wenn ich selbstverstaendlich nicht auffallend oder offenherzig gekleidet bin, habe ich immer noch manchmal die Phantasie, jeden Moment koennte mich jemand ansprechen, der mich fragt, was ich eigentlich dort jeden Tag zu suchen habe. 
Ich trage weder Scheitl (Perruecke) noch eine andere Kopfbedeckung und schon das ist in meinem Alter in der charedische Welt nicht ueblich. Selbst als Geschiedene traegt man das Haar bedeckt. 
Aber selbst gemaess der Halacha muss ich nicht mein Haar bedecken, denn ich war nicht mit einem Juden verheiratet. 

Die offenen Arme dieses Volkes, fuer das ich mich entschieden habe, tun mir gut, lassen mich wissen, dass ich willkommen und erwuenscht bin. "Du gehoerst zu uns" oder "du bist doch unsere Schwester!" sind Saetze, die ich sehr oft zu hoeren bekomme. 
Ich fuehle mich rundherum wohl, und danke dem Schoepfer, dass er fuer mich nach all der muehsamen Suche nun eine Arbeit bereitgehalten hat, die scheinbar wie fuer mich geschneidert ist. 
Ich geniesse die Strassen, die Parkbaenke, auf denen ich meine Hausbesuche telefonisch terminiere und mein "Pausenbrot" essen, die laechelnden Gesichter, wenn ich nach dem Weg frage und die Menschen, die ich besuche. 
Ich freue mich hier zu sein, und spuere, dass sich alle Muehen gelohnt haben. Israel ist kein einfaches Land, manchmal hart, rauh und herausfordernd. Und doch spuert man durch alle Rauhheit die Waerme, die Zugehoerigkeit und das Gefuehl, eine Familie zu sein. 
Wir sind alle Juden, mit einem riesigen gemeinsamen Herz, dessen Herzschlag wir, wenn wir gut hinhoeren, spueren. Alle gehoeren dazu, die Religioesen und die Saekularen, die Spharadim und Ashkenasim, die Nationalreligioesen und Chassidim, sowie die, die an der Klagemauer als Frauen mit einem Tallit und Gebetsriemen beten. 
Wir haben ein wunderschoenes Land, klein und doch reich an Gegensaetzen, ein Land in dem Milch und Honig fliesst, wenn wir nur richtig hinschauen. 
Ich wuensche allen Lesern, hier in Israel und im Ausland ein bedeutungsvolles Shavuot und inspirierendes Lernen heute Nacht. Moeget ihr die Suesse der Tora kosten!
Chag Shavuot sameach!

Liest der "Staat Israel" etwa meine mails? - eine dieser Fragen....

Ich spuere, dass ich mich nicht mehr aufrege, oder wuetend werde, oder empoert bin ueber manche Fragen. Und doch verursachen sie in mir etwas. Es ist, als wuerde ich ploetzlich ein riesiges Fragezeichen auf der Stirn tragen. 
Heute bekam ich eine an sich nette mail von einer ehemaligen Kollegin. Der letzte Satz jedoch rief in mir dieses Fragezeichen hervor.
"Wird meine mail jetzt im uebrigen vom Staat Israel gelesen?"

Ja, weisst du, liebe X., es ist so, dass ich mich schon laenger wundere ueber den Mann, der bei mir jeden Morgen an der Ecke steht und sich Notizen macht, wenn ich zum Bus renne, der zweite, der mich dann kurz vor dem Buero aufhaelt, stellt mir merkwuerdige Fragen ueber mein Privatleben und als ob das nicht genug waere, werde ich in Romema oder Geula gebremst, nein, nicht von den Charedim, die mich zielsicher als eine Nicht-Charedi erkennen, sondern von einem Sicherheitsbeamten der im Auftrag des Staates Israel arbeitet und mich fragt, warum ich mich in der letzten Zeit ausgerechnet in Gegenden herumtreibe, die nicht meiner religioesen Richtung entsprechen, denn selbstverstaendlich weiss er dies nicht nur wegen meines Outfits, das nicht charedisch ist, sondern auch aufgrund meiner Mails, die er taeglich zu lesen hat. 
Die Mails von X. sind besonders beliebt, denn eventuell geben sie Aufschluss darueber, ob ich mich tatsaechlich nur wegen meiner Arbeit in diesen Stadtteilen bewege. 
Die Frage meiner Tante, ob ihr Paeckchen aus Deutschland evtl. deshalb nicht bei mir ankam, weil ich (unter anderem) Deutsche bin, ergibt jetzt doch einen Sinn und wie eine meiner Verwandten mir zu verstehen gab, hat man sich ja schon damals, bei meiner Herz-OP gefreut, endlich eine Deutsche unterm Messer zu haben. 
 
Aber, wer ist eigentlich deiner Meinung nach, liebe X. der "Staat Israel?" Meinst du, der gesamte Staat Israel liest meine mails (vielleicht gibt es einen nationalen Verteiler?) oder nur eine Art Abordnung fuer "Noa-mails"?

Ich kann fuer all diese merkwuerdigen Gedanken irgendwie nur noch ein Kopfschuetteln hergeben und mich muede fragen: "Glauben diese Menschen eigentlich alle, dass der Staat Israel sowas wie Ueberwachungsstaat ist, a lá  Stasi? "

Aber ich bin zu muede, auf solche Fragen mit einer normalen Antwort zu reagieren, und denke mir nur noch in meinem Herzen: "Ach, du auch?"

Aergern, nein aergern lohnt sich wirklich nicht, denn im Grunde genommen ist es doch einfach nur dumm, was man in dieser Richtung zu hoeren bekommt. 

Freitag, 10. Mai 2013

Shabbat Shalom!

"טוב לצדיק טוב לשכנו, אוי לרשע ואוי לשכנו"
Glueck und Gutes dem Gerechten und Gutes seinem Nachbarn, wehe dem Boesen, und wehe seinem Nachbarn.

In unserer Parasha geht es um die Ordnung der Bnei Israel in der Wueste. Ihre Lager waren in einer ganz bestimmten Reihenfolge angeordnet. 
Was meinen unsere Weisen mit dem o.g. Satz? Was hat der Nachbar des Guten mit dem Guten zu tun? Und was stoert den Nachbarn des Boesen, dass sein Nachbar ein boeser ist?
Wir werden spaeter in der Parasha Korach lesen, dass es manchmal wichtig ist, sich vom Boesen so weit wie moeglich zu entfernen, um nicht selbst mit dem boesen Nachbarn unterzugehen. Korach und seine Anhaenger verschlingt die Erde, die die sich zu sehr angenaehert hatten, wurden mit verschlungen. 
Das Annaehern ist nicht nur rein physisch gemeint. Ist man staendig in der Gesellschaft von "schlechten" Menschen, so faerbt dies nach einiger Zeit auch auf einen selbst ab (zumindest besteht die Moeglichkeit). Wir haben staendig ein schlechtes Beispiel vor Augen, keine Inspiration, kein Ansporn. Das physische Annaehern kann zu einem Mitlaeufertum fuehren und im schlimmsten Falle laesst man sich "ueberzeugen", dass die Art des Nachbarn, sein Leben zu fuehren, vielleicht doch besser ist. 
Ganz im Gegensatz dazu die Naehe (physische und psychische) zu einem guten Beispiel, einem Nachbarn, der viel Gutes tut, seinem Leben einen Sinn gibt. Er koennte uns Inspiration sein, uns mit auf ein anderes Niveau erheben. 
Bei diesem Thema muss ich immer an "meinen" Rabbiner Avichai in Deutschland denken, der mich durch meinen Giur-Prozess begleitet hat. Ich hatte das Gefuehl, allein seine Naehe bringt mich zu mehr Spiritualitaet, wenn ich ihm gegenueber sass bei meiner "Giur-unterrichtsstunde" brauchte ich nicht auszuholen, um ihm meine Fragen zu erlaeutern, und umgekehrt verstand ich, was er mir sagen wollte, ohne grosse Worte. Dass er ein zutiefst spiritueller Mensch ist, war so deutlich spuerbar, dass ich mich beim Nachhausegang eine Stufe emporgehoben fuehlte, ich war beseelt, neu inspiriert und hatte mit einem Male wieder mehr Kontakt mit den Dingen zwischen Himmel und Erde, die man nicht immer spuert. 
Anders habe ich auch schon erlebt, wie sehr Menschen, die Boeses im Schilde fuehren uns schaden. Manchmal ist es physisch spuerbar, wie "weh" ihre Gegenwart tut. Von ihnen muss man sich entfernen, um nicht in ihren Sog oder Einfluss zu geraten. 
Als ich ein kleines Maedchen war, sagte mein Vater immer zu mir: "Sage mir mit wem du umgehst, und ich sage dir wer du bist." (ich denke es ist ein Zitat von Goethe..) Und ich habe meist die Augen verdreht bei seinem Satz. 
Heute verstehe ich ihn gut und kann nur bestaetigen, was er so weise von sich gab.
Ich wuensche allen einen angenehmen Shabbat und Chodesh tov (einen guten Monat Siwan). Moegen eure Freunde eine inspirierende Quelle sein fuer euer Leben und moegen wir von guten Menschen viel lernen!
Shabbat shalom!

Sonntag, 5. Mai 2013

Kommentar zum Thema

der weltpolizist als Vertretung !

Israel spielt Weltpolizei im Auftrag
d.VSA u.deren Rückendeckung .
die Frage ist, wie lange geht das GUT,
Wie lange läßt sich d. Restliche Freie
Welt das BIETEN ?
Wann kommt das Aufbäumen ?
Wer weist Israel in seine Schranken ?
Wer hat den Mumm u. Mut ?

Spielt Israel Weltpolizei?

"Israel ist Kriegstreiber" "genug mit der Kriegsgeilheit Israels", "warum stoppt niemand Israel, waehrend es andere Laender bombardiert und bedroht?"
An derartige Kommentare in deutschen Internetauftritten von Tagesschau und Spiegel muessten wir uns eigentlich gewoehnt haben. 
Was ist nun aber der Hintergrund, weshalb Israel sich erdreistet, einen Waffentransport zu bombardieren? 
Spielt Israel Weltpolizei, waehrend die Welt schweigt zu Assads Abschlachten der eigenen Bevoelkererung? Mischt Israel sich als einziges Land der Welt in diesen Konflikt ein, weil es bei diesem Gemetzel nicht mehr zuschauen kann?
Mitnichten. (Leider, kann man nur sagen! Leider gibt es zurzeit einschliesslich Israel niemanden, der sich einmischt, der versucht, dem Morden von unschuldigen Maennern, Frauen und Kindern ein Ende zu bereiten. 
Was soll aber diese Bombardierung in Syrien bedeuten?
Israel schuetzt sich und versucht, jegliche Waffentransporte (womoeglich sogar chemischer Waffen) an die Hisbollah zu verhindern. 
Der Waffentransport, der bombardiert wurde, kam aus dem Iran ueber Syrien und war fuer die Hisbollah bestimmt. Ich denke, die Welt ist sich zumindest darueber einig, dass chemische Waffen in den Haenden von Terrororganisationen nicht nur das Ende Israels bedeuten koennten, sondern auch die, die sich so weit von unserer Region fuehlen, so unbehelligt und sicher bedrohen und unter Druck setzen wuerden. Die Terroristen haetten freie Bahn, was immer sie verlangen, muesste ihnen erfuellt werden, denn dann waere die gesamte "freie" Welt erpressbar. 
Darueber sind wir uns (hoffentlich) einig. 
Nicht jedoch darueber, dass Israel, als kleiner unmittelbarer Nachbar die Aufgabe in die Hand nimmt, diese Bewaffnung von Terroristen zu verhindern. 
Wie sagte es so schoen ein Kommentator (in tagesschau oder Spiegel) "Wenn Israel sich jedes Mal nur so verhalten haette, dass es der Weltoeffentlichkeit gefaellt, gaebe es dieses Land schon lange nicht mehr."
Ein Satz, den man nur unterschreichen kann, denn auf Hilfe (ob aus Europa oder den USA) scheinen wir nicht hoffen zu duerfen, was die juengsten Ankuendigungen Obamas (dass der Einsatz chemischer Waffen im Buergerkrieg Syriens eindeutig das Ueberschreiten einer roten Linie bedeutet und man in diesem Falle in den Konflikt eingreifen muesse) deutlich machen. Diese Drohungen sind leere Worte. Und auch nachdem klar ist, dass chemische Waffen eingesetzt wurden, windet man sich in den USA, tatsaechlich einzugreifen. Die Begruendung Obamas: "Wir wissen ja noch nicht wann diese chemischen Waffen eingesetzt wurden und von wem..."
Aha, das klang aber vor wenigen Wochen noch ganz anders. 
Nun zurueck zur Graeueltat Israels, das sich wieder mal erdreistet den Weltfrieden zu gefaehrden. Israel hat nur eines im Auge. Die Sicherheit seiner Buerger zu gewaehrleisten, wachsam ueber jegliche Waffenverschiebungen Bescheid zu wissen und lieber etwas frueher, als zu spaet dies zu unterbinden. 
Ich begruesse diese Wachsamkeit sehr, denn es geht dem Grossteil meiner Mitbuerger darum, zu ueberleben. 
In den letzten Stunden wurden neue Batterien unseres Raketenabwehrsystems Kippat Barsel (Eisenkuppel, oder Iron Dome) in Haifa und Zfat installiert. 
Das wird uns nicht vor jeglichen Angriffen schuetzen, ist aber doch ein wenig beruhigend. 
 
 

Freitag, 3. Mai 2013

Meine Mutter

Meiner Mutter geht es nicht gut, sie war vom Heim ins Krankenhaus verlegt worden, da sie nicht mehr essen, noch trinken will. Sie will einfach nicht mehr, so macht es den Eindruck. Und ich kann es verstehen, denn irgendwie war es in den letzten 2 Jahren doch kein richtiges Leben mehr. 
Nun ist sie wieder ein wenig stabilisiert worden, hat Infusionen bekommen und ist zurueck im Heim. 
Ich habe ein schlechtes Gewissen dass ich nicht da sein kann, und telefoniere mir ihr, aber es kommt nicht allzuviel. 
Ich habe seit einem Monat einen neuen Job und kann hier zurzeit nicht fort. Ich hoffe, wenn es wirklich so sein sollte, dass sie sich von dieser Welt verabschiedet, dass ich dann zumindest fuer die Beerdigung frei bekomme. 
Sie noch einmal sehen, sich verabschieden - oder zur Beerdigung, wenn sie davon nichts mitbekommt? Zwei Fluege kann ich nicht bezahlen, und ich weiss auch nicht, ob ich meinen Job verlieren wuerde, wenn ich jetzt nach Deutschland fliegen wuerde. 
Unbezahlten Urlaub nehmen geht nicht - denn ich muss meine Miete bezahlen. 
Ich habe noch keinen Anspruch auf Urlaub nach einem Monat und sogar die 7 Trauertage, (falls etwa passieren sollte) stuenden mir gesetzmaessig erst nach 3 Monaten bei einem neuen Arbeitgeber zu. 
 Meine Kinder erzaehlen mir, dass sie in keinem guten Zustand ist. Sie hat aufgequollene Haende, reagiert nur noch sporadisch und haengt am Tropf.
Wenn ich koennte, wuerde ich gern dort sein jetzt.
 
Ich hatte nie ein besonders gutes Verhaeltnis zu meiner Mutter - und doch tut es mir leid, dass sie nun so leiden muss. 

Sofshavua - Wochenend!

Es ist Freitag und ich sitze am Fenster, fruehstuecke in aller Ruhe und geniesse die Sonne auf der Fensterbank und die Voegel, die ihre Morgenrunde drehen. 
Vom Winterregen und dem Staub der Strasse gab es noch argen Schmier auf den Fenstern, den ich gerade entfernt habe. 
Ich habe meine erforderlichen 63 Hausbesuche geschafft, die Berichte eingegeben und in unserer charedischen Filiale in den letzten Tagen geholfen, die Stundenzettel der Haushaltshilfeie n einzusammeln und die Abrechnungen herauszugeben. 
Gestern dann haben wir neue Listen bekommen fuer den Monat Mai. Dieses Mal werde ich 90 Besuche schaffen muessen und am gestrigen Nachmittag habe ich damit begonnen. 
Ich hatte einen sehr erfreulichen Tag und durfte nette Menschen kennen lernen. Eine Frau, die durch einen Fall derart grosse Probleme hatte, zuhause zu agieren, dass sie in ein Altenheim kam. Sie leidet sehr unter der Veraenderung und kann sich nicht so recht mit den Bewohnern anfreunden, die in der Mehrzahl aus England oder USA eingwandert sind. Sie selbst ist in Persien (Iran) geboren und hat so eine ganz andere Lebensart. "Alle sind wirklich nett, " sagte sie, "aber ich habe einfach keine gemeinsame Sprache mit ihnen. Sie sind so anders als die Nachbarn in Romema, wo ich wohnte."
Aber die Vorzuege eines betreuten Wohnens sind ihr natuerlich wichtig, sie kann jederzeit aerztliche Betreuung in Anspruch nehmen, eine Krankenschwester ist auch nachts immer im Haus. 
"Ich will meinen Kindern nicht mehr unnoetige Sorgen verursachen, denn so sind sie doch beruhigter. "
Ich hoffe, sie gewoehnt sich ein und findet auch noch die eine oder andere Bekannte. 
Am Ende des Tages kam ich in ein Haus in Ramat Eshkol, und siehe da - das Ehepaar (90 und 91 Jahre alt) ist vor vielen Jahren aus Frankfurt eingewandert, er kam mit dem Kindertransport, sie ueber Amerika. 

Ich freue mich auf den Shabbat und bin gluecklich und dankbar ueber das, was ich habe (und das ist nicht wenig!): Eine Arbeit, die ich mag, und die mich relativ gut ernaehrt, eine Wohnung, die ich ueber alles liebe und in der ich mich wohlfuehle, und so zahlreiche Freunde, dass die Zeit fehlt, alle regelmaessig zu treffen. 
Ich kann mir leisten, einen Yogakurs zu besuchen und habe sehr guten und engen Kontakt zu meinen Toechtern, auch ueber die Distanz hinweg. Und ich bin gesund.
Was kann man mehr wollen?