Samstag, 31. August 2013

Militaerschlag gegen Syrien - ja, aber spaeter...

Wow! Da hatten alle erwartet, dass Obama nun in seiner Rede an die Oeffentlichkeit den Angriff auf Syrien verkuendigt, aber was dann kam, - damit hat wohl kaum einer gerechnet. 
Obama gibt bekannt, dass er einen Militaerschlag auch ohne Unterstuetzung (nur mit Frankreich) wagen will, weil es um Werte geht, um menschliche Werte, die die USA vertritt. 
Klingt gut - aber! Dafuer moechte er jetzt doch den Kongress um Erlaubnis bitten. Da dieser sich im Urlaub befindet, wird es erst in einer Woche dazu kommen und bis es zu einem Militaerschlag kommt, kann es sogar noch zwei Wochen dauern. 
Soweit - so gut. 
Inzwischen ist Basher al Assad feige in seinem unterirdischen Bunker abgetaucht und hat schon mal zur Vorsicht seine Familie aufgeteilt. 
Das syrische Fernsehen verkauft das Zoegern Obamas als Angst und Schwaeche. 
Eines jedoch ist sonnenklar: fuer Netanyahu ist das Verhalten Europas und vor allem jetzt auch Obamas eine wichtige Lehre. Im Falle eines Falles, wenn wir dringend Hilfe brauchen in Sachen Iran, wird niemand, aber auch niemand an unserer Seite stehen. Gut zu wissen!

Freitag, 30. August 2013

SHABBAT SHALOM!

Ich wuensche uns allen einen ruhigen friedlichen Shabbat und Frieden im Land und in der Welt!

Militaerschlag in Syrien? GB rudert zurueck

GB hat sich zurueckgezogen, Deutschland war nie im Gespraech und wird sich auf keinen Fall an einem militaerischen Vorgehen beteiligen und Frankreich? Was ist nun mit Frankreich?
Tja, es sieht mit einem Male so aus, als ob Obama nun allein dasteht, den Massenmoerder Assad "abzustrafen". 
Durch solch ein Vorgehen - erst vorpreschen wie im Falle von GB und zu draengen, und dann gaaanz weit zurueckzurudern, wird Assad in die Haende klatschen. 
Sehr beschaemend, das Ganze. Und Obama mit seinen Zoegerungen kann man sicher auch verstehen. Bloed nur, erst eine Drohkulisse aufzubauen und dann gar nicht zu handeln, aber das wird auch Obama wissen. Handeln wird er wohl, nur wie und wann?
Das Wie ist wohl der interessanteste Punkt. Wenn - wie Obama behauptet - die chemischen Waffenlager gar nicht zerstoert werden sollen, weil man die Bevoelkerung nicht gefaehrden will durch eine Freisetzung hochgiftiger Stoffe, was soll dann erreicht werden?
Es soll eine "Strafe" sein, denn chemische Waffen einzusetzen ist ein Verbrechen und das darf nicht unbeantwortet bleiben (sagt sogar die Kanzlerin!). Aber wer glaubt, dass ein verrueckter Massenmoerder, ein Wahnsinniger, der sein eigenes Volk abschlachtet, eine Lehre oder Konsequenzen zieht aus einem kurzen Angriff? Ich jedenfalls nicht. 
Waehrend die Leute gestern noch in Panik die Gasmaskenverteilungsstationen bei uns im Land gestuermt haben und teilweise - wie in Haifa - stundenlang in der Mittagshitze warten mussten, bringt Pikud haOref (der Zivilschutz) staendig beruhigende Informationen im Radio. Es gaebe keinen Grund die normale Routine zu aendern, auch sollen die, die Zimmer im Norden fuer die Feiertage gebucht haben, auf keinen Fall stornieren. Alles bleibt wie es ist. Niemand von den Militaerexperten rechnet damit, dass Assad uns wirklich angreift und noch weniger dass er uns mit chemischen Waffen angreift. Viel zu gross sei seine Sorge dann, dass wir einen Grund haben, mit grosser Wucht zurueckzuschlagen. 
Naja - das klingt logisch. Aber denken solche Verrueckte logisch? Oder steigern sich ihre Omnipotenzphantasien eher noch von Tag zu Tag, von Massaker zu Massaker, wo sie nicht gestoppt werden?
Obama sei Donnerstag Nacht bereit, so sagte man. Die Nacht ist quasi herum. Und es gibt ein neues Datum fuer einen eventuellen Militaerschlag. Der Shabbat. ! Na dann...

Mittwoch, 28. August 2013

Wo steht Deutschland?

Ein harter Artikel, aber wie war doch! Er handelt davon, dass man von Deutschland in internationalen Konflikten wirklich NICHTS zu erwarten hat und dass es nur eines gibt, was Deutschland gut kann: kritisieren. Und - so hart das klingt - Geld scheffeln. 
Dieser Artikel ist wirklich lesenswert. 
HIER koennt ihr lesen. Und den Kopf schuetteln oder zustimmend nicken.

Dienstag, 27. August 2013

Saebelrasseln auf allerhoechster Stufe

Im Laufe des heutigen Tages ueberschlugen sich die Drohungen, Szenarien, Entscheidungen in punkto Syrien. Dass es einen Militaerschlag geben wird ist nun wohl klar. Die Frage ist nur noch wann. 
Ein moeglicher Tag ist der Donnerstag, also uebermorgen, oder aber am Sonntag, nicht aber spaeter als Mitte naechster Woche. 
Syrien droht inzwischen falls Damaskus angegriffen wird, wird "Tel Aviv brennen!" und aehnliche Saetze. 
Ein guter Freund von mir, der so gut wie alle Kriege Israels an vorderster Front mitgemacht hat, und in Haifa wohnt, gab mir auf meine Frage, ob er Angst hat folgende Antwort: "Nein, Angst habe ich nicht, und du in Jerusalem solltest auch ruhig schlafen koennen. Jerusalem wird wohl in dieser Hinsicht der sicherste Ort der Welt sein. Mein eigenes Szenario, wie alles ablaufen wird, ist folgendes: Die USA - gemeinsam mit England und Frankreich - werden Syrien angreifen. Daraufhin wird Syrien gegen Israel zurueckschlagen. Dann wird Iran Syrien zur Hilfe kommen und ebenfalls auf Israel feuern, woraufhin wir die Atomanlagen des Iran zerstoeren werden, was Netanyahu ja schon laenger vorhat."

So also das Szenario meines Freundes Jacob. 
Indessen steigt die Nachfrage nach Gasmasken im Land. 
Was mir wirklich Kopfschmerzen bereitet, sind - wieder mal - die Kommentare auf deutschen Nachrichtenseiten. Es ist kaum jemand dafuer, Assad einen Denkzettel zu verpassen und man koennte meinen es interessiert niemanden, ob dort tausende von Menschen abgeschlachtet werden, hingerichtet und vergast werden, Frauen, alte Menschen und Kinder. Assad ist ein Verrueckter und im Grunde haette irgendjemand ihn viel frueher aufhalten muessen. 
Aber es ist so, wie wir es auch aus der Vergangenheit kennen: Deutschland haelt sich raus, nach dem Motto : Was geht uns Syrien an?" 
Unter dem Deckmantel, keinen Krieg zu wollen, kann die deutsche Regierung sich die Augen und Ohren zuhalten und spaeter dann die USA kritisieren. 
Einzugreifen in einen Voelkermord ist wohl nicht deutsche Eigenart. Lieber wegschauen und ein Friedensschild hochhalten. 
Wollen wir nicht alle Frieden? 
Aber wie lautete noch die beruehmte Frage an Wehrdienstverweigerer in den 70er Jahren? "Wenn sie mit ihrer Freundin in einem Wald sind und ein Mann greift ihre Freundin an, will sie vergewaltigen, sie haben eine Waffe, was tun sie dann?"
Jeder von diesen Pazifisten wuerde seine Familie die in Lebensgefahr ist, mit einer Waffe verteidigen, da bin ich fest von ueberzeugt. 

Montag, 26. August 2013

Und was jetzt?

So, nun scheint es amtlich. Die Experten der UN scheinen Beweise dafuer gefunden zu haben, dass in Syrien tatsaechlich ein Massaker mit chemischen Waffen stattgefunden hat. Obwohl ich mir dachte, dass sicherlich alle Spuren bereits verwischt wurden. 
John Kerry gibt bekannt, dass dieses Ueberschreiten der roten Linie nicht unbeantwortet bleiben wird. Was das genau heisst und ob Obama sich jetzt fuer einen Militaerschlag entscheidet ist unklar. 
Und obwohl ich meist dafuer bin, dass man sich einmischt, habe auch ich meine Zweifel, ob es der richtige Schritt sein wird, sich dort militaerisch einzumischen. Mir waere sicher wohler bei der Sache, wenn ich nicht zu den unmittelbaren "Nachbarn" gehoeren wuerde. 
Schwierig wird es sein, die Konsequenzen abzuschaetzen und vorauszusehen, bei einem Psychopathen, der ohne mit der Wimper zu zucken sein eigenes Volk abschlachtet. Wie wird er erst handeln, wenn es sich nicht um die eigene Bevoelkerung handelt?

Krank sein in Israel

In Israel ist es nicht so wie in Deutschland, dass die ersten drei Krankheitstage einfach mal so genommen werden koennen, ohne irgendeine aerztliche Bescheinigung. 
Ganz im Gegenteil: Nicht nur, dass wir hier vom allerersten Tag eine Krankschreibung vom Arzt beim Arbeitgeber einreichen muessen, nein noch besser. Ist man nur einen Tag krank, so wird einem dieser Tag vom Gehalt abgezogen. 
Ist man zwei Tage krank, so wird einem 50 % fuer den zweiten Tag abgezogen und erst am 3. Tag in Folge, sind die Krankheitstage bezahlt. 
Ziemlich merkwuerdig, dass man so im Grunde genommen angepornt wird, lieber gleich 3 Tage zu Hause zu bleiben. Vorausgesetzt natuerlich, man hat soviel Krankheitstage "angespart". 
Fuer mich ist das mit ein Grund, die bereits seit 2 Monaten geplante Vorsorgeuntersuchung "Koloskopie" (Darmspiegelung) hinauszuschieben. Ich habe einfach zurzeit zuviele andere Ausgaben. 
Ein weiterer Grund ist der, dass ich vor dieser Untersuchung eine Woche lang kein Gemuese, Obst, Huelsenfruechte, Vollkornbrot, oder sonstige Ballaststoffe essen darf, sondern Bruehe, Weissbrot und weitere leichte Kost. 

Militaerisches Eingreifen oder lieber wegschauen?

In Obamas Haut moechte ich jetzt auch nicht stecken. 
Alles ist sozusagen bereit fuer ein militaerisches Eingreifen in Syrien, und wartet auf Obamas Entscheidung. Wird er angreifen, werden alle in verurteilen, und er wird wie Busch als "Kriegstreiber" verschrien. Sagen ja jetzt schon alle, es sei wie damals, im Irakkrieg, und bestimmt stimmt das alles gar nicht, dass Syrien Giftgas gegen seine eigenen Buerger einsetzt. (Diese "Was-kuemmert´s uns-solange-wir-nicht-betroffen-sind-Mentalitaet" ist im Grunde genommen wirklich zum Kotzen, wenn sie aber aus der Angst heraus geboren ist, kann man sie wieder nachvollziehen..)
Wird er nicht angreifen, werden ihn auch alle verurteilen, weil er nichts tut und seine rote Linie, die er selbst so formuliert hat, laengst dreifach ueberschritten ist. Haette er mal bloss nichts von roten Linien oder Grenzen um sich posaunt. 
Was aber mir so gar nicht logisch und doch irgendwie typisch ist, ist die Tatsache, dass Syrien bereits jetzt droht, falls USA sich militaerisch in Syrien einmischen, wuerde Israel angegriffen. Naja, sind wir ja gewohnt, dass sowieso wir an allem schuld sind, oder?
Britannien, Frankreich und die Tuerkei spornen die USA eher an, zu handeln, als dass sie davon abraten. 
Inzwischen drohen auch Iran, Irak und Libanon, sich zusammentun wollen gegen Israel, falls es zu einem Eingreifen in Syrien kommen sollte. 
Dann haben wir es wohl auch gleichzeitig mit Russland zu tun, die Syrien kraeftig mit Waffen unterstuetzen und dies auch weiter tun werden. 
Kein schoenes Szenario. 
Mal sehen, was aus dem Saebelrasseln wird.

Samstag, 24. August 2013

Steht ein Militaereinsatz der USA in Syrien bevor?

Einerseits schreie ich schon seit Assad in Syrien sein eigenes Volk "abschlachtet" nach einer Einmischung der restlichen Welt. Es kann doch nicht sein, dass jahrelang komplett ignoriert wird, wie ein Irrer seine Buerger umbringt. 
Andererseits lese ich heute, dass ein Militaereinsatz in Syrien seitens der USA immer wahrscheinlicher wird, und muss gestehen, ein wenig Muffensausen zu bekommen, bei dem Gedanken, dass die Erde um uns herum immer heisser wird. 
Wir befinden uns mittendrin, unter Nachbarn, die sich umbringen und wo das Chaos herrscht. Alle die sich gegenseitig - ob mit oder ohne Giftgas - umbringen, haben jedoch eines gemeinsam: den Hass auf die Juden, ihr gemeinsamer Feind. Und alle wuerden uns lieber heute als morgen "ins Meer treiben", wie sie immer so schoen sagen. 
Obama hatte seine rote Linie deutlich gemacht. Es koennen soviel Menschen sterben wie moeglich - Hauptsache es werden keine chemischen Waffen eingesetzt. 
Tja- wer droht und Ultimaten setzt oder rote Linien oeffentlich bekannt gibt, setzt nicht nur sein Gegenueber unter Druck - sondern leider auch sich selbst. Ist die rote Linie ueberschritten und man handelt nicht so, wie man es angedroht hat - wird man aeusserst unglaubwuerdig und das ist Obama nun schon seit geraumer Zeit. 

Wird er jetzt handeln, wo der Einsatz von chemischen Waffen so gut wie sicher ist?
Und - wenn er handelt, was sicherlich die Kritik von ganz Europa nach sich zieht, denn Europa ist nicht nur israelfeindlich, sondern leidet auch an einem gewaltigen Antiamerikanismus - was wird dann hier geschehen? Koennen wir als Mini-nachbarn uns dann raushalten, bzw. wie wird man versuchen uns hineinzuziehen?
Alles ungewiss im Nahen Osten und am besten ist es zu beten fuer den Frieden. Mehr bleibt uns eh nicht uebrig.

Freitag, 23. August 2013

Shabbat shalom!


Prompte Antwort

Entgegen der Erwartungen in Israel griff Zahal (IDF) heute nacht Ziele im Libanon, bei Beirut an. Was genau das fuer Ziele waren (ob Abschussrampen oder ...) und ob das Ganze einen Sinn machte, wurde bisher nicht bekannt. ( Nachzulesen HIER)

Mal wieder typsich fuer deutsche Medien und wie ich finde sehr krass antiisraelisch, die Schlagzeile im Spiegel: Israel bombardiert Palaestinenser-Lager im Libanon 
Da entsteht bei mir sofort ein Bild im Kopf, wie die grausame israelische Luftwaffe ein Lager mit Palaestinensern bombardiert, nicht mal im Libanon haben sie Ruhe vor den Israelis, selbst dort werden sie verfolgt und sogar bombardiert.
Dieses Bild wird sicher nicht nur in meinem Kopf entstehen, und wer weiss, wer dann den Artikel bis zu Ende liest und informiert sein will, WARUM dies geschah, und um was fuer ein "Palaestinenser-Lager" es sich handelt. Unglaublich!

Donnerstag, 22. August 2013

Wird Israel reagieren?

Nun, nach allem, was wir von Armeesprechern und Fachleuten hoeren zurzeit, wird Israel wohl eher nicht oder nur mit groesster Abwaegung von Vor- und Nachteilen reagieren. 
Zunaechst einmal muss vermerkt werden, dass der Angriff NICHT von Hisbollah kam. Eine Organisation internationaler Dshihad, (Ableger von Al Kaida) steckt dahinter. Libanon - so muss man betonen, hat ueberhaupt kein Interesse, mit uns eine Art Krieg zu beginnen. Und Libanon hat seine Verantwortung anscheinend begriffen und schon uebernommen. Es will gegen derartige Angriffe vorgehen. (Wie? Bleibt abzuwarten und ist wohl deren Problem)
Eine Antwort in Form von Gegenangriff von seiten Israels wird es wohl nicht - oder erstmal nicht - geben, denn das ist sicher das, was diese Organisationen wollen, uns in eine Konfrontation hineinzuziehen. 
Diese koennte die ganze Region "anzuenden". 
Um uns herum brennt es bereits, in Syrien werden Frauen, Kinder und alte Menschen mit chemischen Waffen umgebracht, dort tobt das Grauen seit Jahren, in Aegypten bringt man sich gegenseitig um und der Sinai ist auch nicht berechenbar. 
Wir befinden uns inmitten von sich gegenseitig abschlachtenden Nachbarn als einzige Demokratie, relativ ruhig und friedlich. Sogar die Palaestinenser in unserem Land geben an, recht froh zu sein, ausgerechnet hier zu leben und nicht jede Minute um ihr Leben fuerchten zu muessen wie in den Nachbarlaendern. 
Ausgerechnet im "ach so schrecklichen Israel", wo Palaestinenser angeblich gedemuetigt und benachteiligt werden, ist es zurzeit am friedlichsten. 

Daher muessen wir uns wohl vorsehen, ja nicht ueberzureagieren und uns in etwas hineinziehen zu lassen, wovon wir das Ende nicht voraussehen koennen. 
Was viele in Deutschland nicht wissen und es sei auch nur am Rande bemerkt, ist die Tatsache, dass von Syrien staendig Verletzte ueber die Grenze nach Israel kommen und selbstverstaendlich in israelischen Krankenhaeusern behandelt werden. Das bezahlt natuerlich nicht eine syrische Krankenversicherung sondern wir alle, der Staat Israel. Darueber wird nicht grossartig berichtet, um die Menschen, die ja wieder "nach Hause" wollen, nicht zu gefaehrden. 
Aber ich meine, es waere durchaus ein Wort in der deutschen Presse wert, oder?
Inzwischen sind die Menschen im Norden wieder zur Routine uebergegangen, die Restaurants sind wieder voll, und die Menschen die zum Ende der Ferien einen Ausflug in den Norden geplant haben, werden gebeten, doch bitte nicht zu stornieren. 
Das fehlte gerade noch, dass solche Idioten uns unsere Normalitaet zerstoeren!

"Einmaliges Ereignis?"

Als punktuell ordnet man bei uns das ein, was vor 2 Stunden im westlichen Galilaea passierte. Vier Katjuscha- Raketen aus dem Libanon wurden auf den Norden des Landes abgefeuert, eine davon vom System Kipat Barsel (Irondome) abgefangen 
Die Bewohner des Nordens hoerten den Alarm erst, nachdem sie mehrere laute Explosionen vernahmen und rannten in die Schutzraeume. Alarm wurde in Naharryia, Carmiel, Rosh HaNikra und Akko ausgeloest Einige Touristen gerieten in Panik, waehrend die leider "geuebten" Anwohner sich recht ordnungsgemaess und ruhig verhielten. 
Der Buergermeister von Naharriya sagte den Reportern vor Ort, es sei ein sehr unangenehmes Gefuehl gewesen, ploetzlich 7 Jahre in die Vergangenheit katapultiert zu werden, als es im Libanon-II-Krieg auf den Norden Raketen regnete. 
Die Raketen sind aus der Gegend des suedlichen Libanon abgefeuert worden. 
Es wird betont, dass die libanesische Regierung verantwortlich ist fuer Angriffe die von libanesischem Boden ausgehen und gefaelligst verhindern muss, dass irgendeine Terrororganisation auf unser Land feuert. 
Wenn sie dies nicht fertigbringen, muss man sich von hier aus Schritte ueberlegen um zu verhindern, dass die Bewohner des Nordens wieder in die Schutzraeume fliehen muessen. 
Die Meldung hat es sogar schon in die deutsche "Tagesschau" geschafft. 
HIER koennt ihr aus israelischen englischsprachigen Quellen nachlesen. (obwohl ich nicht weiss, ob die Jerusalempost sehr aktuell ist, denn inzwischen hoerte ich von 4 Raketen. 
Wie dem auch sei, die Bewohner des Nordens gehen wieder zur taeglichen Routine ueber und wir hoffen, dass es wirklich ein einmaliges punktuelles Ereignis bleibt.

Mittwoch, 21. August 2013

Veganes selbstgemachtes Eis - einfach, lecker und - GESUND!

Schon mal "gesundes" Eis gegessen? Wirklich gesund, ohne Zucker und Konservierungstoffe?
Hier ist es.
Es besteht aus nichts anderem als aus Fruechten und Tchina. (Ja, Tchina, ihr habt richtig gehoert.)

HIER ist das Video der zwei Herren, von denen ich das Rezept habe und waehrend ihr es euch anschaut, uebersetze ich fuer die, die kein hebraeisch koennen das Rezept auf Deutsch


Vorbereitung: Bananen, oder andere Fruechte einfrieren In diesem Falle wurden 4 Bananen eingefroren (wichtig!: vor dem Einfrieren schaelen und in Stuecken einfrieren, um dem Mixer die Arbeit zu erleichtern)

Zubereitung:
- Die Bananenstueckchen in den Mixer geben (es sollte ein starker Mixer sein, der auch Eis crashen kann) Dazu eine oder zwei entsteinte gestueckelte Dattel (ich habe sie weggelassen, und dafuer ein paar kleine Stuecken nicht gefrorene Mango hinzugefuegt.
- Jetzt kommt das Wichtigste: 1 1/2 EL Tchina (wichtig fuer eine feste Konsistenz)
man kann auch Nuesse nehmen. Ich finde Tchina optimal, es verleiht einen sehr leichten nussigen Geschmack
- Zum Schluss noch 100 ml Soja-Hafer-Reis oder Mandelmilch
Und jetzt vorsichtig anmixen und den Mixer nicht ueberfordern, zwischendurch runterschalten oder ausstellen und neu starten.
Fertig ist das leckerste und vor allem gesundeste Eis, was ich wohl in meinem Leben gegessen habe
Verziert habe ich mit Silan (Dattelsirup)
Gutes Schlemmern!

Freitag, 16. August 2013

Shabbat shalom!


Was mache ich bloss damit im Monat Elul?

Eine Woche lang konnte ich nicht darueber schreiben, so sehr hat es mir die Sprache verschlagen und immer noch weiss ich nicht, wie ich damit umgehen werde/soll/kann.
Mein Herz ist im Innersten getroffen, im Monat Elul, wo ich mich auf eigene "Suenden" und Fehler besinnen sollte. Doch der eigene Schmerz steht mir im Weg und nimmt soviel Platz ein. Ich kann nicht vorbei. Und das tut noch mehr weh. 
Ich moechte euch an etwas teilnehmen lassen, was mir vor einer Woche, am Shabbat - Seuda Shlishit - passiert ist. 
Meine Freundin Odelyia ist im Land. Ihr erinnert euch? Odeliya fand im Alter von 50 Jahren heraus, dass sie Juedin ist, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben ueber ihre Herkunft belogen hatte. Nicht nur das - sie fand im Laufe ihrer Forschungen ihre Familie hier in Israel - Cousin, Tante, Cousine, die Graeber ihres Opas, der in Zfat geboren ist und ihrer Oma (auf dem Oelberg). 
Odeylia kommt einmal im Jahr fuer 2 Monate her und volontiert im Beit Awot Mishan, in Katamon, um sich ihren Aufenthalt hier zu ermoeglichen, und ihre Familie und mich zu treffen. Wir lernten uns im Mishan kennen, als auch ich zum letzten Mal Volontaerin war. Seitdem sind wir eng verbunden als Freundinnen. 
Odeylia und ich wollten zu meinen besten Freunden, sie begruessen. 
So gingen wir zur Seudat Shlishit hin. Die Familie sass auf der Terrasse, eine Tochter mit ihrer Familie war vorbeigekommen und die Nichte, die ich nicht kannte. 
Diese Freunde sagen von sich selbst, dass sie meine Adoptivfamilie sind, ich gehe dort ein und aus und gehoere tatsaechlich auf eine ganz besondere Art zur Familie. 
Meine Freundin stellt Odeliya und mich der Nichte vor, die weder mich noch Odeliya kennt. Sie steht auf und zeigt auf Odeliya, verschafft sich Gehoer und sagt: "Dies ist Odeliya, sie hat eine besondere Geschichte, hoer zu, sie hat hier ihre Familie gefunden, sie ist Juedin, aber nicht wie Noa - Noa ist Juedin 2. Klasse, Odeliya aber ist ECHTE Juedin!" Sie lacht. 
Und ich? - ich glaube ich falle jeden Moment tot um - auf der Stelle. Aber ich falle nicht um, ich muss mich von dem Schreck erholen, moechte in den Erdboden versinken und schaeme mich. Aber warum schaeme ICH mich denn? Ich habe doch nichts Schlimmes getan - oder? Ich schaue aengstlich zum Himmel. Ist dort jemand? Hoert jemand meinen Aufschrei, meinen Schmerz? 
Ich drehe mich zum Ehemann meiner Freundin, der immer wieder Zitate aus der Tora herbeibringt um zu sagen, wie wichtig es ist, den Ger zu ehren. Ich sagte: "Yair! (Name geaendert), hast du das gehoert, was sie gesagt hat??" suche nach Beistand. Niemand sagt etwas. 
Die Tochter meiner Freundin sitzt dort mit ihren Kindern, einer davon feierte im letzten Jahr Bar Mizwa. Er schaut mich an. Was denkt er wohl? Wird das Beispiel seiner Oma Einfluss darauf haben, was man sagen "darf" und was nicht? Ich schaue ihn hilfesuchend an.
Es scheint, als habe nur ich diese Worte gehoert. 
Und ich gebe mir einen Ruck, weil ich sonst ersticke: "Miri (Name frei erfunden)" sage ich, "Miri, denkst du wirklich, dass ich keine "echte" Juedin bin?" 
Sie macht eine wegwerfende Handbewegung, nimmt mich nicht ernst. "Quatsch!" 
Nein, das ist kein Quatsch und doch - ich weiss es, dass sie nicht so denkt, sie ist meine beste Freundin. Niemand hat soviel fuer mich hier getan wie sie und ihr Mann. Sie haben mich aufgenommen, als ich Arbeit gesucht habe, ich habe dort gewohnt, gegessen, ich kann kommen wann ich will. Sie haben fuer mich gebuergt vor meinem Vermieter. Taten zaehlen doch, oder? Nicht Worte. 
Aber Worte sind in der Welt. Sie sind real. Sie haben auch real meine Seele erreicht und ich denke: "Wenn schon niemand hier auf dieser Terrasse hinhoert, so hat doch ER, der alles hoert, sehr wohl mitbekommen, dass man einem Ger Schmerz zugefuegt hat. Und falls ER es nicht gehoert hat, weil ER mit wichtigeren Dingen beschaeftigt war - so hat  IHN doch mein Aufschrei erreicht. Soviel ist sonnenklar. In SEINER Tora ermahnt ER 36 mal, wie man sich zu einem Ger verhalten soll und dass man den Ger nicht betrueben soll. "Denn Gerim ward ihr im Lande Aegypten."
ER haelt seine Hand ueber uns. 
Es ist Monat Elul und der Koenig ist "auf dem Feld" wie man sagt. Mann muss nicht an seinem Palast anklopfen, um sich Eintritt zu verschaffen, denn ER bewegt sich unter uns, ist uns naeher als sonst im Jahr. 
Ich gehe ins Haus, fange an abzuwaschen (das tue ich manchmal, um ihnen ein wenig zurueckzugeben, von dem vielen Guten, was sie fuer mich getan haben). 
Miri kommt in die Kueche und sucht etwas. "Ich hoffe du weisst, dass das nicht meine Meinung ist." sagt sie. Ich antworte: "Ja, mein Kopf weiss das. Und doch - weisst du, es gibt Worte, die schmerzen trotzdem, auch wenn es ein Witz sein sollte. Warum hast du das gesagt?" 
"Ich wollte dadurch Odeliya mehr Ehre geben." 
Ich schuettele den Kopf. "Sie hat es nicht einmal verstanden, denn du hast es auf Ivrit gesagt."
"Gut, also wenn du das so nimmst, tut es mir leid." Sie sagt es ohne Emotionen, fast so, als sei ich diejenige, die etwas unnoetig aufbauscht, fast klingt ein wenig Aerger in ihrer Stimme an.
"Weisst du, dass dieser Satz fuer uns alle (uns Gerim meinte ich) die allergroesste Angst ist? Dass man uns eben nicht als echte Juden oder sogar als Juden 2. Klasse ansieht."
Unter all den Menschen bin ich ploetzlich allein. Nein nein, es gibt jemanden, der mich versteht, der mich troestet. 

Es ist Elul.
Ich erzaehle einer anderen Freundin von meinem Erlebnis. Sie schnappt nach Luft, aehnlich wie ich. Und ich spuere, dass meine Gefuehle nicht uebertrieben sind,  dass ich nicht etwas unnoetig aufbausche, was vielleicht im Spass dahergesagt wurde. Sie fragt mich zunaechst, ob es wirklich "2. Klasse" war, was sie gesagt hat. (Ja, hat sie. Sug Beit hat sie gesagt). 
"Ich habe die Einstellung, dass man ueber niemanden als 2. Klasse-Jemand sprechen darf. Mutter 2. Klasse, oder Mensch 2. Klasse oder was auch immer, das bezieht sich nicht nur auf Juden. Ich finde allein diesen Ausdruck sehr abwertend. Und ich wuerde sie daran erinnern, besonders jetzt im Monat vor Yom Kippur, doch einmal in sich zu gehen, und sich ernsthaft zu fragen, ob sie nicht vielleicht doch so ueber Gerim denkt. Denn wie wir wissen - spaetestens nach Freud - kommen Worte ja nicht von ungefaehr und selbst Witze haben manchmal einen wahren Kern. Falls man so etwas Schlimmes als Witz bezeichnen darf. Und weiter wuerde ich ihr an deiner Stelle dringend ans Herz legen, dass sie dafuer ganz tief Tschuva machen sollte."
Natuerlich wuerde ich niemals wagen, jemandem ans Herz zu legen, Tschuva zu machen, noch dazu wenn es etwas war das mich betrifft. Wer bin ich? Ich habe genug zu bereuen, zu bedauern.

Es ist Elul. Ich habe meiner Freundin signalisiert, dass ich mit ihr sprechen moechte, da ich mich von dem, was sie gesagt hat nicht befreien kann. Sie sagte "Ja, wir koennen sprechen, und ich bin davon ueberzeugt, dass alles erklaerbar ist und sich findet."
Warum nur habe ich den Eindruck, dass sie gar nicht versteht, was ich meine? Und wie kann ich mich davon frei machen, wenn das, was ich fuehle nicht ernst genommen wird?
Und es ist Elul. 

Donnerstag, 15. August 2013

Allergische Reaktion?

Da ich seit drei Jahren eine neue Herzklappe habe, muss ich bei jeder Zahnbehandlung oder immer dann, wenn viele Bakterien freigesetzt werden, vor der Behandlung Antibiotika nehmen, als Prophylaxe gewissermassen. 
So auch gestern, vor der geplanten Zahnbehandlung (Fuellung). 
20 Minuten nachdem ich dieses Antibiotika eingenommen hatte und noch im Warteraum beim Zahnarzt spuerte ich ploetzlich, wie sich Juckreiz an den Handinnenflaechen und unter den Fusssohlen unangenehm ausbereitete. 
Ich fragte die Aerztin, und sie meinte, wenn ich das Medikament bisher vertragen haette waere es eher unwahrscheinlich, dass es sich um eine allergische Reaktion handelt. 
Es war kaum auszuhalten, doch als ich nach Hause kam und unter der Dusche stand, schienen sich diese Erscheinungen zu verlieren. 
Eine Viertelstunde spaeter dann konnte ich vor lauter Schmerzen unter den Fusssohlen nicht mehr auftreten. An beiden Knien sowie an den Handgelenken war meine Bewegung schmerzhaft eingeschraenkt. 
Dies hielt die Nacht ueber an und es war klar gegen Morgen, dass ich meine Hausbesuche heute vergessen konnte. 
Ich meldete mich krank und fragte nach einem Termin bei meinem Arzt. 
Der konnte sich die Sache nicht so recht erklaeren, glaubte nicht an eine allergische Reaktion. Er meinte:" Koennte es sein, dass sie vor der Behandlung so aufgeregt waren, dass Sie hyperventiliert haben und dadurch Kribbeln an den Extremitaeten ausgeloest haben?"
Nee, wirklich. Ich kenne mich doch zu gut, als dass ich 1. mich nicht besonders aufrege vor einer Zahnbehandlung (hoechstens weil ich mich sorge wie teuer das schon wieder wird.....) oder 2. um den Unterschied zwischen Kribbeln und starkem langanhaltendem Juckreiz zu unterscheiden. 
Meine Fusssohlen fuehlten sich wie schmerzhafte Steine an, wenn ich auftreten wollte und obwohl die Krankenkasse, wo mein Arzt sitzt nicht sehr weit von mir entfernt ist, bin ich mit dem Taxi hin und zurueck. 
Inzwischen wird es langsam  besser, aber ich wuerde zu gern wissen, was das war. 
Vorsichtshalber hat mir der Arzt fuer die naechsten Behandlungen ein anderes Antibiotikum aufgeschrieben. 

Dienstag, 13. August 2013

104 verurteilte Moerder werden freigelassen...

Wie bloed sind wir eigentlich, frage ich mich und ich bin nicht die Einzige, die sich diese Frage stellt. Kann es sein, dass wir 104 verurteilte Moerder, die unsere Kinder, Frauen und Maenner, schwangere Frauen und Grosseltern auf dem Gewissen haben, freilassen? 
Man sagt, diese Freilassung ist fuer den Frieden. Aber das stimmt ja so nicht. Nichts bekommen wir dafuer garantiert. Nein, die Palaestinenser bekommen dieses "Geschenk" von uns als Vorbedingung dafuer, dass sie ueberhaupt mit uns REDEN. 
Wir lassen jene frei, die nie der Gewalt abgesprochen haben und jederzeit ihre Taten wiederholen wuerden. So sagen sie, laut und deutlich, in der Oeffentlichkeit. Ihre Frauen sind stolz auf sie und ihre Kinder und Familien feiern sie, wenn sie als Helden zurueckkehren. 
Wir lassen sie frei, in dem Bewusstsein, dass sie in den naechsten Jahren andere Kinder, andere Eltern und Jugendliche und vielleicht auch mich oder meine Freunde toeten werden. Wir lassen sie frei, und geben damit tickenden Zeitbomben freie Bahn. 
Wie kann ein neuer Staat, der im Entstehen ist, die Freilassung von Massenmoerdern verlangen, um sich ueberhaupt an den Verhandlungstisch zu setzen? Muesste nicht ein "normaler" Staat darauf bedacht sein, Moerder zu verurteilen und hinter Gittern zu sehen? 
Was wird in diesem neuen Staat - wenn er denn entstehen sollte - fuer eine Politik herrschen, was fuer eine Ethik? Wird es eine Art Ethik geben, Rechtsprechung und die klare Verurteilung von Gewalttaten? Wird man Unterschiede machen in diesem Staat, ob es sich um Gewalt gegen Palaestinenser handelt oder um Gewalt gegen Juden? Wird Gewalt gegen Juden weiterhin - wie in Gaza - gefeiert werden und wird der Staat dafuer Strassenfeiern veranstalten? 
Es ist doch nicht logisch, dass das alles anders werden wird, oder wer glaubt daran? Kann sich ganz ploetzlich die Moralvorstellung eines Volkes aendern, nur weil es einen eigenen Staat bekommt?
Ich glaube nicht daran, und bin zutiefst beunruhigt und besorgt ueber diese Freilassung. Viele Eltern, Familien von Opfern der Moerder demonstrieren in den letzten Tagen gegen die Freilassung. 
Was macht das fuer einen Sinn in diesem Stadium, wo noch nichts besprochen wurde?
Die "Friedensgespraeche" werden scheitern, werden abgebrochen, es wird keinen "echten" Frieden geben, und 104 Moerder werden frei herumlaufen. 
Derweil schiessen irgendwelche Salafisten aus dem Sinai heraus auf Eilat. 
Aber wir haben nichts Besseres zu tun, als ganz faule Vorbedingungen zu erfuellen, da man uns schon in diesem Stadium der Verhandlungen - die noch nicht begonnen haben - bedroht. 
Es aergert mich, was gerade passiert und ich frage mich immer wieder: WARUM?

Rakete ueber Eilat abgefangen von Irondome

Die erst kuerzlich installierte neue Batterie des Irondome-Abfangsystems in Eilat hat heute Nacht ganze Arbeit geleistet. Eine Rakete waere ohne Irondome in bewohntes Gebiet gefallen. 
Die Menschen in Eilat hoerten die Sirene und gerieten teilweise in Panik. Sie kennen dieses Szenario nicht, sich in Sicherheit bringen zu muessen. Fuer die Menschen in der Naehe von Sderot ist das ja leider schon Alltag geworden.(NACHZULESEN in der Jpost)

Montag, 12. August 2013

Wie angeflogen

Tja, trotz gesunder Ernaehrung kann man krank werden. Seit gestern morgen flog mich eine Erkaeltung an, zunaechst mit ein wenig Halsschmerzen und einer staendig laufenden Nase, bei Nacht ist alles dicht. 
Sehr unangenehm. 
Gestern bin ich bereits um 21h im Bett verschwunden und konnte ein paar Stunden schlafen.Dann jedoch wurde es unangenehm. Alles dicht!
Zudem war es heute mittag wirklich heiss - schwer, sich in der Hitze zu bewegen. Am Morgen ist es einfach wunderbar, mit einem leichten Wind und klarer Luft. Genauso am spaeten Nachmittag, wenn der Jerusalemer Wind aufkommt. 
Aber am Mittag! Nicht so einfach, vor allem, wenn man sich unwohl fuehlt. 
Bisher konnten wir uns wirklich nicht beklagen und hatten einen sehr gemaessigten perfekten Sommer. Es ist Mitte August und vorhergesagt sind heissere Temperaturen. 
Ich trinke heissen Ingwertee mit Zitrone und werde wohl gleich wieder frueh ins Bett gehen. 
Mein Proviant fuer morgen ist schon vorgekocht (Quinoa, Sellerie, Kartoffeln, Tomaten). Leider ist es zurzeit in der Hitze nicht ganz so einfach mit der Verpflegung, es verdirbt leicht. Vielleicht gibt es Isolierbeutel, die das Essen kuehl halten und in einen Rucksack passen? Ich habe mich noch nicht danach erkundigt. Ohne Essen geht es auf keinen Fall. 
Auch fuer mein Obst ist das Wetter nicht so geeignet. 
Was kann man da machen?

Freitag, 9. August 2013

Shabbat Shalom!


Blutwerte nach 2 1/2 Monaten veganer Ernaehrung

Meine Blutwerte geben mir Recht und bestaerken meine neue Lebensweise. Selbst die Proteine sind - auch ohne Milch-und Fleischprodukte - im gruenen Bereich. 
Sehr froh bin ich ueber meinen Cholesterinwert, der ist naemlich von ueber 200 auf 188 heruntergegangen. Und ich hoffe, dass er sich sogar noch mehr verbessert. 
(HIER ist der Vortrag von Dr. Elsworth Wareham, Herzchirurg, 98 Jahre alt und - Veganer. Er hat einen Cholesterinwert von unter 140 hat und behauptet, die Chancen einen Herzinfarkt zu bekommen bei einem solchen Wert sind sehr sehr gering.)
Mein Eisenwert ist im Normalbereich, aber im unteren, es gibt also evtl. noch etwas zu verbessern. 
Interessant ist mein Calciumwert, der voellig im Normbereich liegt und das, obwohl ich 1. keine Milchprodukte mehr esse und 2. versuchsweise sogar meine Calciumtabletten komplett abgesetzt habe. Das bestaetigt die Annahme, dass all die Werbung fuer "wertvolle Milch" als Osteoporose-Prophylaxe doch uebertrieben und hausgemacht ist. 
Was mich sehr wundert ist mein erhoehter Harnsaeurewert. (Erhoehte Harnsaeurewerte sind fuer Krankenheiten wie Gicht verantwortlich).
Erhoehte Harnsaeurewerte haben in der Regel Menschen, die uebergewichtig sind viel Fett und Fleisch essen und / oder viel Alkohol trinken, sowie zu wenig Bewegung haben. Keines dieser Parameter ist bei mir der Fall. 
Das ist seltsam. Ich habe aber inzwischen nachgeforscht und noch einige Faktoren ausgemacht, die dafuer verantwortlich sein koennen. Z.b. ein hoher Verzehr von Sellerie , sowie Linsen und Kichererbsen. Was aber meiner Meinung nach auch der Fall sein kann, ist Fluessgkeitsverlust. Bei 30 Grad Hitze und viel Bewegung kann es durchaus sein, dass ich immer noch zu wenig Wasser trinke. 
Es gibt also noch was zu tun. 
(Mal nebenbei: Was haette ich wohl MIT Fleischkonsum fuer Harnsaeurewerte?)
In keinem Fall jedoch wuerde ich zu meiner Allesesserzeit zurueckkehren. Dafuer fuehle ich mich einfach zu frisch, leicht und "sauber". 
Fuer eure Tipps und Anregungen bin ich immer noch sehr offen und dankbar!

Ich bin so gluecklich, zufrieden und reich!

Erst gestern bin ich unglaeubig und kopfschuettelnd durch die Gassen gegangen, von Familie zu Familie. "Ist das alles wirklich wahr? Womit habe ich so viel Glueck und Reichtum verdient?" dachte ich und stellte zum hunderdsten Male fest, was fuer ein perfektes Leben ich gerade fuehre. (bli Ayn haRa). 
Ich werde dafuer bezahlt, durch die Gassen und Strassen zu gehen, die ich so furchbar liebe, dass es fast weh tut. Ich kann jedes Blatt am Baum geniessen und bestaunen, und manche Bluete erreicht meine Seele so sehr, dass ich sie fotografieren muss. (Ihr denkt ich uebertreibe und spinne, oder?)
Das Herumgelaufe bei 30 Grad Hitze ist nicht einfach, und dennoch - es erfuellt mein Herz. Wie genau doch diese Arbeit auf mich zugeschnitten ist, das ist einfach nicht zu fassen!
Vor ein paar Tagen hoerte ich, wie ein Kollege darueber sprach, die Firma verlassen zu wollen. Die Konkurrenzfirma hatte ihm einen Sozialarbeiterjob angeboten mit wirklich viel besseren Bedingungen. 1500 Shekel mehr Gehalt, Keren Hishtalmud (das ist so eine Art vermoegenswirksames Sparen wobei der Arbeitgeber einen Teil zahlt, nach 7 Jahren kann man dann entscheiden ob man das Geld ausgeben will oder weiterspart) und viel weniger Hausbesuche, rund die Haelfte - dafuer mehr Arbeit im Buero. Es gab wirklich nur ein paar kurze Minuten, in denen ich dachte, dass es ja schon schoen waere soviel mehr Geld zu verdienen - aber dann: "Nein, nein, nein! Ich will nicht im Buero sitzen hinter verschlossenen Fenstern bei voll aufgedrehter Klimaanlage, mit Schal und Jacke! Ich will nicht auf meine Klienten verzichten, die ich inzwischen richtig liebe, und die sich sichtbar freuen, wenn ich komme. Sie erzaehlen mir ihre Sorgen und sagen mir, ich bringe ein wenig Licht herein.(auch wenn ich nie wirklich viel Zeit habe)
Ich moechte meine Fruehstueckspause weiter auf der Parkbank machen und den stahlblauen Himmel ueber mir spueren, die Sonne auf meinem Gesicht. Was ist Geld? Ich komme gut aus, kann mir sogar leisten im Bioladen einzukaufen und habe einen unbefristeten Vollzeitjob. Der Chef ist gerade und gerecht. Was brauche ich mehr?" 
Dass mehr Geld nicht unbedingt mehr Zufriedenheit bedeutet habe ich ja bitter in Raanana erfahren. Da bin ich nachts weinend aufgewacht, aus Angst vor dem Morgen im Buero, weil ich cholerischer Chef uns im Nacken sass und sehr viel Druck ausuebte. 

Ich hatte gestern mein erstes Mitarbeitergespraech und bekam nichts Negatives vom Chef zu hoeren. Nach 4 Monaten sagte er mir, dass er zufrieden mit mir ist, und dass man mir ansieht, dass ich die Arbeit liebe. Aber dass er bereits beim Einstellungsgespraech sicher war, dass ich es schaffen wuerde. 
Was fuer ein Glueck!
Nein, ich will nicht dem Geld hinterherjagen, sondern dem Frieden - vor allem dem inneren Frieden, der soviel mehr wert ist als alles was man mit Geld bezahlen kann. 
Mein Laecheln am Tag ist mein Gradmesser und sonst nichts. 

In den letzten Wochen habe ich auch noch den besten Kontakt zu beiden Toechtern, den ich je hatte - trotz der grossen Entfernung. Nach vielen Aussprachen und Klaerungen der Vergangenheit koennen sie das positive sehen, danken mir sogar dafuer, dass ich ihnen beigebracht habe, wie man mit wenig zufrieden ist, ploetzlich freuen sie sich an den Werten, die mir wichtig waren zu vermitteln. 
Sie erkennen an, dass ich immer wissen will, was mit ihnen ist, mich interessiere, und im engen (what´s App) Kontakt bleibe. 
Eine der beiden ist gerade auch zur Veganerin geworden und so haben wir ein gemeinsames Thema was viel Konversation nach sich zieht, Austausch von Rezepten und neuen Kreationen, mit Fotos bebildert. Der Gedanke, doch aktiv etwas tun zu koennen, um das Leid der Tiere in der Welt etwas zu minimieren, macht ihr Freude und spornt sie an, ihre neue Lebensweise fortzufuehren. Das Ergebnis - sich leichter, gesunder und frischer zu fuehlen, gibt zusaetzlichen Ansporn. 
Ich freue mich ueber die zwei, und denke mir: Was bin ich doch fuer eine reiche Frau! Und - habe ich soviel Glueck auf einmal ueberhaupt verdient?
Danke dafuer!

Dienstag, 6. August 2013

Mein sonniger Arbeitstag

Auf dem Weg von einer Familie zur anderen kann ich mich oft nicht satt sehen, an den kleinen Wundern am Wegrand. Trauben, die einem fast in den Mund haengen, Granataepfel, die immer groesser und gelb-roter werden, jedes Blatt - ein kleines Wunder. Der stahlblaue Himmel, der so gar keine Wolken ertragen kann und das starke innere Lebensgefuehl. 

Freitag, 2. August 2013