Mittwoch, 31. Dezember 2014

Wuensche an meine Leser fuer 2015

Auch wenn wir im Judentum laengst das "Neue Jahr" (5775) begonnen haben, und unsere "Rechnung" und Bilanz fuer uns gezogen haben, steht doch ein weltliches buergerliches Jahr 2015 vor der Tuer. Im Geschaeftsleben, im Beruf, im Alltag, zaehlt auch hier das buergerliche Datum. 
In Deutschland wird sowieso ein Neues Jahr anfangen und die Menschen werden wohl - so vermute ich - groessenteils ihre Silvesterfeiern planen. 
Tanzen, trinken, feiern, besinnungslos ins Bett fallen. So sieht bei manch einem der Jahresabschluss aus. 
Vielleicht aber eher  leise, unspektakulaer mit Zusammensitzen mit den Lieben, ein gutes Essen, innere Bilanz ziehen. 
Wie ihr es auch feiern werdet, es werden sich sicher jedem ganz persoenlich einige Fragen auftun. 
Was habe ich in diesem Jahr getan? Wie schaue ich zurueck auf dieses Jahr, was im Ausklang ist? Was habe ich erreicht in den letzten Monaten? 
Habe ich Neues angefangen? Dinge, die ich tun wollte, abgeschlossen oder vervollstaendigt? Habe ich meine Ziele erreicht oder bin dabei, mich ihnen zu naehern? 
Oder habe ich nicht einmal versucht, sie umzusetzen, aus Frust, oder Sorge, dass sie sich ja doch nicht umsetzen lassen?
Fahre ich in denselben Fahrwassern wie vor einem Jahr, zwei Jahren, fuenf Jahren, obwohl ich schon lange etwas anderes tun wollte?
Bin ich gluecklich gewesen in diesem Jahr? Zufrieden mit dem was ich habe? Zufrieden mit mir, mit dem was ich bin und was ich besitze?
Wo stehe ich?
Umgebe ich mich mit den Menschen, mit denen ich wirklich etwas "anfangen" kann, die mich verstehen, mit denen ein wahrer Austausch moeglich ist? 
Tue ich heute, am Ende des Jahres genau das, was ich tun moechte? Im Beruf, im Privatleben, in der Partnerschaft? 
Was fehlt mir, um das umzusetzen, was ich schon lange will, mich aber nicht dazu durchringen kann? 
Aengste und Zoegern sind Eigenschaften, die, wenn sie ueberhand nehmen, uns keinen Schritt weiterbringen, sondern ein grosses Hindernis auf unseren Wegen darstellen. Aengste blockieren und stoppen uns. Verhindern wahres Leben, schraenken und sperren uns ein. 

Haben wir wirklich gelebt in diesem Jahr? Vielleicht auch nur fuer ein paar kostbare Augenblicke?
Ich wuensche allen Lesern, dass sie ihre tiefsten innersten Wuensche und Sehnsuechte im Jahr 2015 umsetzen koennen, sich ihnen naehern koennen mit Mut und Neugier und natuerlich einer Portion Realismus. Was ich aus eigener Erfahrung dazu sagen kann ist, wenn das Ziel klar vor Augen ist, und die innere Entscheidung feststeht, dann geht (so gut wie) alles. Ueber die Umsetzung muessen wir uns erst nach unserer Entscheidung Gedanken machen und dann passieren manchmal sogar Dinge, die wir nie fuer moeglich gehalten haetten, und Moeglichkeiten tun sich auf, an die wir nie dachten. Entscheidend ist unsere Entscheidung. Egal um welches Thema es geht, Beruf, Partnerschaft, Alltagsleben, eine klare innere Entscheidung ist die Basis fuer neue Moeglichkeiten und der erste beherzte Schritt auf ein Ziel zu. 
Ich wuensche mir und euch klare Entscheidungen, das beherzte Zugehen auf Ziele, denn das Leben ist kostbar, die Minuten, Stunden und Tage, die vergehen, werden nie wieder kommen. Wir leben unser Leben immer sofort "ins Reine" und koennen keinen "Entwurf" in den Papierkorb befoerden, keine Skizzen malen. Wir leben unser Leben ins Reine, im Original. Zeit ist kostbar und die Jahre vergehen. 
Ich wuensche euch Gesundheit des Koerpers und der Seele, inneres Glueck und Frieden im Herzen, moeglichst wenig Unrast und Unzufriedenheit, viel Liebe und offene Augen und Ohren fuer Moeglichkeiten und Chancen, die sich am Wege bieten.
Ein gutes gesundes, glueckliches Jahr 2015

Noachs Schuldgefuehle oder "das Trauma der Ueberlebenden"

Rivka Neeman schildert in ihrem eindrucksvollen Artikel das Trauma aller Ueberlebenden .
Das pastoralische Bild, riesige Arche auf den Wassern, Tierpaare, ein gerechter alter Mann mit Rauschebart, eine Taube mit Oelzweig und ein Regenbogen lassen fast die Schattenseite der Geschichte vergessen.
denn es gibt auch weinende Kinder, alte Menschen, die alle nach und nach begreifen, dass sie in Kuerze ertrinken werden. Grauen und Panik ergreift die Menschen, sie versuchen sich mit letzter Kraft an der Arche festzuhalten, flehen Noach an, sie hereinzulassen, aber Noach hat sich verpflichtet, sein Herz zu verhaerten und ihre Hilferufe zu ignorieren.Schreckliche Schreie, und dann - die grosse Stille.
Waehrend wir es uns aussuchen koennen ob wir uns das grauenvolle Szenario vorstellen oder nicht, muss Noach mit den Erinnerungen leben. Die Bilder werden ihn Zeit seines Lebens verfolgen und begleiten.
Die "Schuld der Ueberlebenden" ist eine bekannte psychologische Erscheinung und man spricht von ihr vor allem in Verbindung mit den Grauen der Shoa..
Ueberlebende fragen sich in den meisten Faellen, ob es gerecht war, dass sie ueberlebt haben, waehrend andere ihr Leben liessen und ob sie wirklich genug getan haben um andere zu retten.
Sogar die naive Freude darueber, gerettet worden zu sein kann umschlagen in ein Schuldgefuehl. Wie kann ich mich freuen, waehrend andere getoetet wurden.
Es gibt weitere wichtige Funktionen dieser Gefuehle, aus psychologischer Sicht.
Sie bewahren das moralische Empfinden des Ueberlebenden. "Wenn es in mir Schuldgefuehle gibt, dann kann  ich ja kein unmoralischer Mensch sein.
Dies fuehrt dazu, dass der Mensch in einer gewissen Weise die Kontrolle behaelt, statt in voelliger Hilflosigkeit zu versinken.
Noach muss sein Leben lang mit diesen Erinnerungen leben.
Vielleicht ist das ja der Grund, warum er sich betrank in besagter Nacht in seinem Zelt. Vielleicht wollte er sich betaeuben, einfach nur vergessen.
Vielleicht wollte er uns aber auch einfach nur die Botschaft uebermitteln, dass auch er nur ein Mensch ist.


929 פרק ט Genesis Kapitel 9

Zum heutigen Kapitel beziehen sich mehrere Auslegungen auf das geistige Niveau, das im Garten Eden herrschte, im Gegensatz zum Absinken desselben, nach der Sintflut. 
Im Garten Eden war es verboten, Fleisch zu essen - oder besser gesagt, dem Mensch fehlte gar nichts, wenn er nur pflanzliches ass. Er war naehr mit den Tieren verbunden und lebte in Freundschaft mit ihnen.
G-tt befahl im Kapitel 1
Da gebe ich euch
alles samensäende Kraut, das auf dem Antlitz der Erde all ist,
und alljedem Baum, daran samensäende Baumfrucht ist,
euch sei es zum Essen,

Der Mensch lebte im Einklag mit sich und der Natur, den Tieren. Zehn Generationen spaeter "sieht" G-tt, dass der Mensch sich nicht mehr auf der gleichen geistigen Ebene  befindet. Und er gibt eine spektakulaere Erlaubnis, die enorme Auswirkungen haben wird auf das Zusammenleben von Mensch und Tier. 
Von nun an wird die Herrschaft des Menschen ueber die Tiere erweitert. Der Mensch bekommt die ERLAUBNIS (nicht etwa den Befehl!), Tiere zu essen. Mit einer Einschraenkung, das Blut nicht zu essen. Denn - wie wir spaeter hoeren werden, im Blut liegt die Seele. 
(Ob G-tt mit seiner Erlaubnis, alles Lebende essen zu duerfen aber meinte, dass der Mensch daraus eine komplette Fleischmaschinerie anlaufen laesst, die jeglicher "Menschlichkeit" oder "Wuerde gegenueber lebenden Wesen" entbehren laesst, ist fraglich und ich kann es mir nicht vorstellen. Dazu treibt den Menschen sicher eher seine Gier und sein "Nicht-genug-bekommen-koennen." Wir geben uns nicht mit dem, was noetig ist zufrieden)

Der Mensch wird in seinem Wert erhoben, indem G-tt kundtut: Wer den Menschen toetet, dessen Blut wird vom Menschen vergossen, denn der Mensch wurde nach G-ttes Antlitz erschaffen. Wer also einen Menschen toetet, toetet gewissermassen auch G-tt, er verachtet ein von G-tt erschaffenes Wesen. 
G-tt verlangt Rechenschaft, wie wir hoeren, er gibt die Verantwortung fuer eine so schreckliche Tat in die Hand des Menschen und auch die "Verfolgung dieser Tat", Gericht und Strafe somit. 
Es ist verboten ein Menschenleben zu toeten. Hingegen darf man ein Tier toeten, um es zu essen. 

G-tt schliesst einen Bund mit dem Menschen und verkuendet, nie mehr alle Wesen der Erde von einer Flut vernichten zu wollen. Als Zeichen fuer diesen Bund soll der Regenbogen erscheinen. 
Daher ist auch ein Regenbogen eher ein "schlechtes" Zeichen. Denn wenn er erscheint, heisst dies, dass G-tt sich wieder einmal furchtbar ueber seine Menschen geargert hat und sich nun erinnert, einst einen Bund geschlossen zu haben, er "haelt sich gewissermassen zurueck" in diesem Moment, schlimmeres ueber die Menschen zu verhaengen. 
(Stellt euch vor, dass jemand einen Bogen spannt und euch treffen will. Der Regenbogen symbolisiert einen Bogen OHNE Pfeil!)

Noach pflanzt einen Weinberg und betrinkt sich. Der erste Alkoholabusus. Was trieb Noach dazu, sich betaeuben zu wollen, die Realitaet fuer ein paar Stunden nicht sehen zu wollen? Wir sehen anschaulich, wie unterschiedlich sich die Soehne verhalten, als sie den Vater nackt und betrunken im Zelt vorfinden. Waehrend Cham sofort seinen Bruedern davon erzaehlt, bedecken Shem und Jafet diskret die Bloesse des Vaters und schauen nicht hin. Sie waren die Wuerde des Vaters und beschaemen ihn nicht. 
Dass Noch Cham sogleich verflucht, als er hoert, wie sich sein Sohn ihm gegenueber verhalten hat, sehe ich ein wenig uebertrieben an, denn schliesslich hat der Vater einiges dazu getan, sich nicht gerade vorbildlich seinen Soehnen gegenueber zu verhalten. Meiner Meinung nach sieht er in diesem Moment nicht seine eigene Verantwortung, seine Vorbildfunktion. Und traegt nicht die Verantwortung fuer sein Handeln. 
Vor Shem und Jafet kann man wirklich  den Hut ziehen. Sie verhalten sich wuenschenswert und wir lernen daraus, keinen Menschen zu beschaemen.


Gen 9,1 Dann segnete Gott Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde!
Gen 9,2 Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben.
Gen 9,3 Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen.
Gen 9,4 Nur Fleisch, in dem noch Blut ist, dürft ihr nicht essen.
Gen 9,5 Wenn aber euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechenschaft, und zwar für das Blut eines jeden von euch. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. Für das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem seiner Brüder.
Gen 9,6 Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Denn: Als Abbild Gottes hat er den Menschen gemacht.
Gen 9,7 Seid fruchtbar und vermehrt euch; bevölkert die Erde und vermehrt euch auf ihr!
Gen 9,8 Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren:
Gen 9,9 Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen
Gen 9,10 und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind.
Gen 9,11 Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.
Gen 9,12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen:
Gen 9,13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
Gen 9,14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
Gen 9,15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
Gen 9,16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.
Gen 9,17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.

.



Gen 9,18 Die Söhne Noachs, die aus der Arche gekommen waren, sind Sem, Ham und Jafet. Ham ist der Vater Kanaans.
Gen 9,19 Diese drei sind die Söhne Noachs; von ihnen stammen alle Völker der Erde ab.
Gen 9,20 Noach wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg.
Gen 9,21 Er trank von dem Wein, wurde davon betrunken und lag entblößt in seinem Zelt.
Gen 9,22 Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte davon draußen seinen Brüdern.
Gen 9,23 Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen.
Gen 9,24 Als Noach aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte,
Gen 9,25 sagte er: Verflucht sei Kanaan. / Der niedrigste Knecht sei er seinen Brüdern.
Gen 9,26 Und weiter sagte er: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, / Kanaan aber sei sein Knecht.
Gen 9,27 Raum schaffe Gott für Jafet. / In Sems Zelten wohne er, / Kanaan aber sei sein Knecht.
Gen 9,28 Noach lebte nach der Flut noch dreihundertfünfzig Jahre.
Gen 9,29 Die gesamte Lebenszeit Noachs betrug neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Mein Trost

Naeher zu dir, empor, empor
wie die Engel auf der Leiter Jakobs
ein wenig fliehen vor dem Laerm,
den Ohren und der Seele Ruhe finden.

Naeher zu dir, ich halte mich fest
und niemand weiss, wo meine Gedanken weilen
nur du, der alles sieht und mich kennt
wie kein anderer.

Naeher zu dir, ich weiss, ich muss zurueck
Mein Gebet hat keine Worte
ich weile nur bei dir,
im Schatten deiner schuetzenden Hand
wo immer ich auch bin.
(30.12.2014)

Taubenmaedchen, ein Gebet

Noam Dan  schreibt folgendes: 
Ich spuerte ein starkes Beduerfnis nach Gebet, selbst wenn es keine genaue Adresse gibt, an die ich es richte, auch wenn es niemanden gibt, der hinter diesem tiefen Beduerfnis nach inneren Worten steht. Das Beduerfnis ist echt. Schon einige Jahre bin ich auf der Suche nach einem "nicht religioesen" (chiloni) Gebet. Es ist die Suche nach Trost, Ruhe und Schutz. Unser Kapitel 8 bietet einen Ort der Gnade an. G-tt erinnert sich an uns und beginnt von neuem, etwas zu schaffen. Die Worte - sie sind wie ein Spiegelbild zum Kapitel 1. bieten Wind und Wasser, Wasser und Himmel. Es fuehrt zurueck zum Unterscheiden, Begrenzen und definieren.

G-tt liess einen Wind ueber die Erde wehen und das Wasser sank. Die Quellen der Urflut und die Schleusen des Himmels schlossen sich; der Regen vom Himmel liess nach. 

G-tt sei dank! Wir fangen wieder noch einmal von vorn an.
Ioh moechte mein Gebet als Geschenk darbieten. Es ist immer bei mir, in meiner Tasche. Mein Gebet fuer den Weg - fuer Momente des Verlorenseins.
Von Admiel Kosman
(frei uebersetzt)

Gesucht
Gesucht, ein stiller Ort - die Seele dort hinzulegen
nur fuer ein paar Augenblicke
Gesucht, ein Ort, auf dem der Fuss ruhen kann
nur fuer ein paar Augenblicke
Gesucht, eine Blume, ein Bluetenstengel oder ein Strauch,
der sich nicht aufrichtet und zusammenfaellt
wenn sie kommt,
nur fuer ein paar Augenblicke
Gesucht, eine Rede, rein, angenehm und warm die als Bank dient, Zuflucht,
fuer jemanden, mir nahe, Taubenmaedchen,
meine Seele, die aus der Arche kam
fuer ein paar Augenblicke in den Morgenstunden
und deren Fuesse seither keine Ruhe fanden...
(Zrifin, 1989)

Und hier wird das Gebet zum Lied


929 פרק ח Genesis Kap. 8

Worte zum Kapitel von Chagit Bartov (Leiterin des Internetauftritts "Midreshet", Panim)

G-tt "riecht" den aufsteigenden Geruch von Noachs Opfer, das er aus Dank darbringt, nachdem sie die Arche verlassen haben, auf trockenem Grund. G-tt "versteht", dass er einen Fehler gemacht hat. Die Menschen, die er erschaffen hat sind NICHT vollkommen. Sie sind sowohl als auch, sie haben einen Zerstoerungstrieb, aber durchaus auch die "Suesse" der Anerkennung, Dankbarkeit fuer das Gute. Im Gegensatz zu einem Jahr vorher, als G-ttes Zorn dazu fuehrte, alles Leben zerstoeren zu wollen, als er bereute, sie ueberhaupt erschaffen zu haben. Sein "Fehler" war aber nicht, sie nicht vollstaendig erschaffen zu haben, sondern dass er nicht den Zauber der Unvollstaendigkeit, der Inkonsequenz, der Zerbrechlichkeit und der Triebhaftigkeit, des Herzens, verstand. 
Die Geschichte von Noach sollte uns nicht erzaehlt werden, um uns zu warnen, wie gross G-ttes Zorn sein kann, wenn wir uns nicht so oder so verhalten, sondern uns etwas ueber das Geheimnis des Mitgefuehls zu lehren. Mitgefuehl kann wachsen, wenn wir in Liebe und Freude das Unvollstaendige, das Verletzte, Beschaedigte annehmen. Wenn wir lernen, das was ist zu schaetzen, und nicht das was fehlt zu fokussieren, wenn wir uns selbst und unseren Lieben verzeihen lernen fuer die Fehler, die Suenden, die wir tun. 
G-tt "lernt" sozusagen von den Geschoepfen die er erschaffen hat, eine wichtige Lektion, und lehrt uns selbst, dass auch G-tt nicht immer "ganz vollkommen" ist. Wie ruehrend ist doch der Satz: "... G-tt sagte zu seinem Herzen .. ich werde nicht mehr verfluchen, ... nicht mehr zerstoeren...was ich erschaffen habe"

Eine gewagte Auslegung, wie ich finde, schreibt doch Chagit G-tt sehr menschliche Zuege und Eigenschaften zu, was man ja eher nicht tut im Judentum. Ich habe ein wenig Schwierigkeiten mit dieser Sicht der Dinge. Um uns Menschen mit unserer begrenzten Vorstellungskraft etwas naeher zu bringen, mag es aber geeignet sein, denn was wissen wir schon von G-ttes "Eigenschaften"? Wuerden wir sie ueberhaupt in Worte fassen koennen? Eher nicht. Koennen wir G-tt ueberhaupt be-greifen? Schon gar nicht.
(Schaut euch mal diesen kleinen Trickfilm an. Habt ihr euch je gefragt, was mit den vielen Tierkindern geschehen ist, durften doch nur Paare in die Arche zu Noach? Also ich habe darueber noch nie nachgedacht.)


Gen 8,1 Da dachte Gott an Noach und an alle Tiere und an alles Vieh, das bei ihm in der Arche war. Gott ließ einen Wind über die Erde wehen und das Wasser sank.
Gen 8,2 Die Quellen der Urflut und die Schleusen des Himmels schlossen sich; der Regen vom Himmel ließ nach
Gen 8,3 und das Wasser verlief sich allmählich von der Erde. So nahm das Wasser nach hundertfünfzig Tagen ab.
Gen 8,4 Am siebzehnten Tag des siebten Monats setzte die Arche im Gebirge Ararat auf.
Gen 8,5 Das Wasser nahm immer mehr ab, bis zum zehnten Monat. Am ersten Tag des zehnten Monats wurden die Berggipfel sichtbar.
Gen 8,6 Nach vierzig Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, das er gemacht hatte,
Gen 8,7 und ließ einen Raben hinaus. Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war.
Gen 8,8 Dann ließ er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob das Wasser auf der Erde abgenommen habe.
Gen 8,9 Die Taube fand keinen Halt für ihre Füße und kehrte zu ihm in die Arche zurück, weil über der ganzen Erde noch Wasser stand. Er streckte seine Hand aus und nahm die Taube wieder zu sich in die Arche.
Gen 8,10 Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche.
Gen 8,11 Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wusste Noach, dass nur noch wenig Wasser auf der Erde stand.
Gen 8,12 Er wartete weitere sieben Tage und ließ die Taube noch einmal hinaus. Nun kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück.
Gen 8,13 Im sechshundertersten Jahr Noachs, am ersten Tag des ersten Monats, hatte sich das Wasser verlaufen. Da entfernte Noach das Verdeck der Arche, blickte hinaus, und siehe: Die Erdoberfläche war trocken.
Gen 8,14 Am siebenundzwanzigsten Tag des zweiten Monats war die Erde trocken.
Gen 8,15 Da sprach Gott zu Noach:
Gen 8,16 Komm heraus aus der Arche, du, deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne!
Gen 8,17 Bring mit dir alle Tiere heraus, alle Wesen aus Fleisch, die Vögel, das Vieh und alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen. Auf der Erde soll es von ihnen wimmeln; sie sollen fruchtbar sein und sich auf der Erde vermehren.
Gen 8,18 Da kam Noach heraus, er, seine Söhne, seine Frau und die Frauen seiner Söhne.
Gen 8,19 Auch alle Tiere kamen, nach Gattungen geordnet, aus der Arche, die Kriechtiere, die Vögel, alles, was sich auf der Erde regt.
Gen 8,20 Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar.
Gen 8,21 Der Herr roch den beruhigenden Duft und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe.
Gen 8,22 So lange die Erde besteht, / sollen nicht aufhören / Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, / Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Montag, 29. Dezember 2014

Valse op.64 No.2 - Chopin


929 "... dann schloss haShem (G-tt) hinter ihm zu.."

Einen Aspekt aus unserem heutigen 7. Kapitel, den Rav Joel ben Nun aufgreift, moechte ich noch mit euch teilen. 
"... dann schloss HaShem (G-tt) hinter ihm zu." 
Noach war nicht in der Lage selbst die Arche zuzuschliessen. Warum? Was war so schwierig daran, zwei Bretter unter die Oeffnung des Kastens (der Arche) zu stellen, sie fortzunehmen und so die Oeffnung sich von selbst schliessen lassen.Rav Joel ben Nun meint, Noach konnte den Deckel nicht selbst ueber sich schliessen, da er so das Urteil ueber die gesamte Welt gefaellt haette und dafuer hatte er nicht die erforderliche mentale Staerke. Er war nicht in der Lage, hinter sich zu schliessen, und die Welt sich selbst zu ueberlassen, waehrend er sich selbst rettet. Wenn aber die Oeffnung nicht geschlossen wird, wird der Kasten (die Arche) nicht aktiviert. Daher kam G-tt und schloss hinter ihm - in g-ttlicher Vorsehung - die Luke zu. 
"Dann schloss HaShem (G-tt) hinter ihm zu."

Ein Lied aus der Werbung

will einfach nicht aus dem Ohr
unblocker hier

929 - פרק ז Genesis Kapitel 7

Worte zum 7. Kapitel Gen. von Jotam Tulub, Schriftsteller
Yotam erzaehlt von einem Computerkurs mit alten Menschen. 
Einst fragte mich ein alter Mann: "Was hat sich bloss dieser Bill Gates dabei gedacht, als er beschloss, dass wenn man den Computer ausschalten will, man auf "Start" drueckt? Das ist voellig unlogisch. 
Was hat er sich wohl gedacht? Evtl. das Gleiche, was G-tt sich dachte, als er beschloss, alles auszuloeschen auf der Erde und die Sintflut schickte? Um etwas Neues anzufangen, muss man fast immer etwas beenden. Ein Computerspezialist, den ich stets zu Rate ziehe, wenn mal was nicht richtig laeuft, sagt immer erst zu mir: Schalte den Computer mal aus, und fahre ihn dann wieder hoch. In den meisten Faellen hilft das sogar, und das Problem ist verschwunden. 
Aber in unserem Fall scheint mir die Geschichte anders zu liegen. 
Adam und Chava assen vom Baum der Erkenntnis, um zu sein wie G-tt. Dann kam die Sintflut und es gab eine neue "Version" der Menschheit. Und was machen sie? Bauen einen Turm um sich G-tt mehr zu naehern. Wenn ich persoenlich etwas von der Parasha mitnehme, dann dass es im Leben nicht genug Wasser zu geben scheint, um die Natur des Menschen zu aendern. Und wie G-tt es tat, so ist es wohl auch uns anzuraten, besser mit der bestehenden Version in uns klarzukommen. 

Rav Benni Lau im Gespraech mit Liat Regev: Liat Regev gibt zu bedenken, dieses Ausloeschen der Menschheit sei eine regelrechte Shoa. Rav Benni antwortet ihr folgendes: Der Schriftsteller Aharon Apelfeld fragte sich einst, kurz nach dem Krieg: Kann es ein Leben nach der Shoa geben?
Und - er hatte keine Antwort. Alles, womit er sich danach beschaeftigte, handelte von der Sehnsucht nach der Zeit "davor".

eigene Gedanken: 
Wie mag es sich wohl angefuehlt haben, ganz allein uebrig zu bleiben? 
Gestern sprach ich mit einem Freund darueber, dass man Noach ja vorwirft, er habe nicht fuer andere gekaempft und G-ttes Plan ohne Widersprueche hingenommen. Man vergleicht ihn mit Awraham, der spaeter geradezu um jeden guten Menschen feilscht, den G-tt evtl. mit ganz Sodom und Gomorrah vernichten koennte. 
Haette ich denn daran gedacht, wenn G-tt mir diesen Arche-Auftrag gegeben haette. Ich sagte, dass mir gar nicht der Gedanke gekommen sei, dass Noach nicht genug getan hat. 
Aber ich habe noch einmal darueber nachgedacht und glaube doch, dass ich etwas dazu gesagt haette. Und zwar wohl 1. weil ich mich fragen wuerde, ob ich wirklich die Einzige waere, die in den Augen G-ttes bestehen koennte. Es ist ja schon sehr vermessen, das so hinzunehmen, aber vielleicht hatte Noach ja ein so grosses Selbstbewusstsein,dass ihm selbst klar war, da gibt es sonst niemanden. Das ist schon tragisch, wenn es so waere. 
Weiter waere es mir sicher unheimlich gewesen, so mit der eigenen Familie uebrig zu bleiben. Niemand sonst auf der Welt? 

Text:

Gen 7,1 Darauf sprach der Herr zu Noach: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn ich habe gesehen, dass du unter deinen Zeitgenossen vor mir gerecht bist.
Gen 7,2 Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben Paare mit und von allen unreinen Tieren je ein Paar,
Gen 7,3 auch von den Vögeln des Himmels je sieben Männchen und Weibchen, um Nachwuchs auf der ganzen Erde am Leben zu erhalten.
Gen 7,4 Denn noch sieben Tage dauert es, dann lasse ich es vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde regnen und tilge vom Erdboden alle Wesen, die ich gemacht habe.
Gen 7,5 Noach tat alles, was ihm der Herr aufgetragen hatte.
Gen 7,6 Noach war sechshundert Jahre alt, als die Flut über die Erde kam.
Gen 7,7 Noach ging also mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne in die Arche, bevor das Wasser der Flut kam.
Gen 7,8 Von den reinen und unreinen Tieren, von den Vögeln und allem, was sich auf dem Erdboden regt,
Gen 7,9 kamen immer zwei zu Noach in die Arche, Männchen und Weibchen, wie Gott dem Noach aufgetragen hatte.
Gen 7,10 Als die sieben Tage vorbei waren, kam das Wasser der Flut über die Erde,
Gen 7,11 im sechshundertsten Lebensjahr Noachs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats. An diesem Tag brachen alle Quellen der gewaltigen Urflut auf und die Schleusen des Himmels öffneten sich.
Gen 7,12 Der Regen ergoss sich vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde.
Gen 7,13 Genau an jenem Tag waren Noach, die Söhne Noachs, Sem, Ham und Jafet, Noachs Frau und mit ihnen die drei Frauen seiner Söhne in die Arche gegangen,
Gen 7,14 sie und alle Arten der Tiere, alle Arten des Viehs und alle Arten der Kriechtiere, die sich auf der Erde regen, und alle Arten der Vögel, des fliegenden Getiers.
Gen 7,15 Sie waren zu Noach in die Arche gekommen, immer zwei von allen Wesen aus Fleisch, in denen Lebensgeist ist.
Gen 7,16 Von allen Tieren waren Männchen und Weibchen gekommen, wie Gott ihm aufgetragen hatte. Dann schloss der Herr hinter ihm zu.
Gen 7,17 Die Flut auf der Erde dauerte vierzig Tage. Das Wasser stieg und hob die Arche immer höher über die Erde.
Gen 7,18 Das Wasser schwoll an und stieg immer mehr auf der Erde, die Arche aber trieb auf dem Wasser dahin.
Gen 7,19 Das Wasser war auf der Erde gewaltig angeschwollen und bedeckte alle hohen Berge, die es unter dem ganzen Himmel gibt.
Gen 7,20 Das Wasser war fünfzehn Ellen über die Berge hinaus angeschwollen und hatte sie zugedeckt.
Gen 7,21 Da verendeten alle Wesen aus Fleisch, die sich auf der Erde geregt hatten, Vögel, Vieh und sonstige Tiere, alles, wovon die Erde gewimmelt hatte, und auch alle Menschen.
Gen 7,22 Alles, was auf der Erde durch die Nase Lebensgeist atmete, kam um.
Gen 7,23 Gott vertilgte also alle Wesen auf dem Erdboden, Menschen, Vieh, Kriechtiere und die Vögel des Himmels; sie alle wurden vom Erdboden vertilgt. Übrig blieb nur Noach und was mit ihm in der Arche war.
Gen 7,24 Das Wasser aber schwoll hundertfünfzig Tage lang auf der Erde an.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Brandbome auf Wohnhaus in Armon haNaziv

Samstag nacht wurde eine Brandbombe auf ein Wohnhaus in Armon haNaziv geworfen. Es gab G-tt sei dank keine Verletzte, ein Balkon wurde beschaedigt.

Bitte betet fuer Ayala bat Ruth

Liebe Leser,
hier wieder ein dringender Aufruf zum Tehillim-Lesen (Psalm), um fuer die baldige und vollstaendige Genesung von
Ayala Bat Ruth
zu bitten.
Das 11- jaehrige Maedchen ist schwer verletzt, als ein Attentaeter/Terrorist einen Molotowcocktail ueber das Auto warf, in dem sich Ayala und ihr Vater befanden. Das Auto ging in Flammen auf.
Sie schwebt immer noch in Lebensgefahr, und wird zahlreiche Operationen vor sich haben, sobald sich ihr Zustand ein wenig stabilisiert hat.
HIER die Seite fuer "Social-Tehillim", auch auf englisch.

Es geht weiter: 929 פרק ו Genesis Kap. 6

HaRav Joel Ben Nun fuehrt zum Text folgendes aus: (Wer hebr. liest, sollte sich 929.org.il im Internet anschauen.)

Warum Sintflut?
Wegen Gewalt gegen Frauen. 
In unserem Kapitel spricht die Tora davon, dass die Moral immer tiefer sank zu Zeiten Noachs. Und in der Hauptsache ging es um die Entfuehrung von Frauen. (6.2: ... und sie nahmen sich von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel..) 
Jede Frau ist ein Objekt fuer Entfuehrung und Versklavung. Dabei war es egal, ob sie verheiratet oder frei war. Diese schrecklichen Ereignisse bestehen leider bis zum heutigen Tag in vielen Laendern der Welt.
Wer waren aber die Taeter, die Entfuehrer? Jeder, der gemaess des "Pshat" auslegt (Pshat von "Paschut= einfache Auslegung des Textes, so wie er dort steht) halten sich daran fest, dass es wichtige Persoenlichkeiten waren, jeder der sich fuer wichtig hielt, oder sogar G-ttesseohne, engelaehnliche Menschen. Von diesen Dingen wissen spaeter sogar Awraham und Sarah, Awraham weiss, dass bei Pharao oder Avimelech Sarah Gefahr laeuft, entfuehrt zu werden. 
In Schriften ausserhalb der Tora wird der aegyptische Koenig erwaehnt, der seinen Verteidigungsminister ausschickt nach Canaan, in die Stadt Gzer, um ihm 40 schoene Frauen zu suchen. Den Hoehepunkt bildet dann Achashwerosch. 

Koenige, Herrscher, Praesidenten glauben, dass eine Frau ein willkommenes Entfuehrungsobjekt ist. Vor allem schoene Frauen. Diese Erscheinung besteht bis heute. 
Aber gemaess der Tora ist die Entfuehrung von Frauen, und die Gewalt an ihnen ein so schweres Vergehen, dass es zur Sintflut fuehrt. 
Bis heute gilt es als verabscheuungswuerdiges Vergehen, in zivilisierten, demokratischen Laendern. 

Meine eigenen Gedanken dazu:
Jeder wird wohl die IS-Erscheinung verfolgt haben, eine beaengstigende Entwicklung. Meiner Meinung nach ist das, was sie tun, Enthauptung, Verfolgung, Massenentfuehrungen, Versklavung von Frauen, einfach Anarchie. Und was passiert, wenn es keinen Richter, kein Gesetz gibt - das ist in Teilen von  Laendern, die von IS erobert wurden, gut zu sehen. Der Mensch tut das, wozu er Lust hat, ob das das Morden eines Menschen ist, oder das "Benutzen" von Frauen, wie es einem gefaellt. Es macht auch Angst, dass sich Menschen freiwillig dieser "Bewegung" anschliessen. 
Meine Frage ist: Was tut der Mensch, wenn er kein Gesetz hat, was ihn einschraenkt? 
Und noch allgemeiner: Ist der Mensch wirklich von Grund auf gut? Oder ist das Boese, der Trieb, in jedem Menschen so stark, dass er durch Instanzen in seine Schranken gewiesen werden muss?
Ich bin leider sehr skeptisch, was das Gute im Menschen betrifft, sehen wir doch, was passiert, wenn es nach einer Naturkatastrophe zu Pluenderungen und Vergewaltigungen kommt. 

HaRav Benni Lau spricht in einem zwei-minuetigen Gespraech ueber das Kapitel mit Liat Regev (Moderatorin), ueber den Kasten (in der Uebersetzung als Arche bekannt). Es ist wichtig, dass in dieser so schnellen lauten stressigen beaengstigenden Zeit, in der wir leben, ein jeder fuer sich seine eigene Arche hat, in die er sich zurueckziehen kann und die ihm einen gewissen Schutz vor der "boesen Welt" bietet. Jeder sollte sich seine Arche bauen, die Tuer zuschliessen koennen und sich sicher fuehlen.

Das Wort Noach (uebersetzt mit Noah) kommt nicht vom Wort "Menucha" (Ruhe), denn Noach ruht nicht einen Moment, er ist sehr mit dem beschaeftigt, was G-tt von ihm verlangt (Arche bauen, seine Familie versammeln, Tierpaare von jeder Art zusammentreiben, Futter fuer jedes Tier aufladen, usw..). Das Wort Noach kommt vom Wort Nechama, Trost. Denn Noach war in dem ganzen Chaos, was die Welt ergriff ein "Trost".
Der Text: 

Gen 6,1 Als sich die Menschen über die Erde hin zu vermehren begannen und ihnen Töchter geboren wurden,
Gen 6,2 sahen die Gottessöhne, wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel.
Gen 6,3 Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragen.
Gen 6,4 In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.
Gen 6,5 Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war.
Gen 6,6 Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.
Gen 6,7 Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben.
Gen 6,8 Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn.
Gen 6,9 Das ist die Geschlechterfolge nach Noach: Noach war ein gerechter, untadeliger Mann unter seinen Zeitgenossen; er ging seinen Weg mit Gott.
Gen 6,10 Noach zeugte drei Söhne, Sem, Ham und Jafet.
Gen 6,11 Die Erde aber war in Gottes Augen verdorben, sie war voller Gewalttat.
Gen 6,12 Gott sah sich die Erde an: Sie war verdorben, denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben.
Gen 6,13 Da sprach Gott zu Noach: Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist da; denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat. Nun will ich sie zugleich mit der Erde verderben.
Gen 6,14 Mach dir eine Arche aus Zypressenholz! Statte sie mit Kammern aus, und dichte sie innen und außen mit Pech ab!
Gen 6,15 So sollst du die Arche bauen: Dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch soll sie sein.
Gen 6,16 Mach der Arche ein Dach und hebe es genau um eine Elle nach oben an! Den Eingang der Arche bring an der Seite an! Richte ein unteres, ein zweites und ein drittes Stockwerk ein!
Gen 6,17 Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll verenden.
Gen 6,18 Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne!
Gen 6,19 Von allem, was lebt, von allen Wesen aus Fleisch, führe je zwei in die Arche, damit sie mit dir am Leben bleiben; je ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein.
Gen 6,20 Von allen Arten der Vögel, von allen Arten des Viehs, von allen Arten der Kriechtiere auf dem Erdboden sollen je zwei zu dir kommen, damit sie am Leben bleiben.
Gen 6,21 Nimm dir von allem Essbaren mit und leg dir einen Vorrat an! Dir und ihnen soll es zur Nahrung dienen.
Gen 6,22 Noach tat alles genau so, wie ihm Gott aufgetragen hatte.

Samstag, 27. Dezember 2014

Erinnerungen am Motzaej Shabbat

In den ersten Monaten, nachdem ich anfing Shabbat zu halten, war das erste Lied am Motzaej Shabbat, was ich hoerte dieses, von Harel Mojal. Damals lauschte ich nur den Klaengen und der Sprache, die mir so bekannt vorkam, und von der ich doch kein einziges Wort verstand. 
Wer mich fragte, warum hebraeisch, der bekam immer die gleiche Antwort: Es ist, als ob es die Muttersprache meiner Seele ist. 

Freitag, 26. Dezember 2014

Shabbat shalom


929 - פרק ה Genesis Kap. 5

Kommentar von Rav Israel Meir Lau

In den ersten 5 Kapiteln der Tora lernen wir ueber das Erschaffenwerden der Welt und die ersten zehn Generationen der Menschheit, von Adam bis Noach (Noa). Es gibt viele unterschiedliche Bedeutungen und Auslegungen, es gibt aber auch eine Antwort auf die entscheidende Frage, die die Menschheit seit Generationen beschaeftigt. Wenn doch alles so schoen und so gut war, woher und wie entstand dann das Boese? 
In jedem Abschnitt der Erschaffung steht ein optimistisch stimmender Satz am Ende eines jeden Tages : "Und G-tt sah, es war gut."
Am 2. Tag (Yom Sheni) ist die Erschaffung des Wassers (Meere) nicht abgeschlossen, daher steht es dort nicht. Dafuer gibt es einen Ausgleich am Yom Shlishi, (3. Tag), das Thema Wasser ist vollendet und gleichzeitig wird ueber die Pflanzenwelt gesagt, dass "es gut war".Dort steht gleich zweimal "ci tov" (dass es gut war...)
Am Yom Shishi (6. Tag) endet die Erschaffung der Welt dann schliesslich sogar mit dem Resumme: "Und G-tt sah alles was ER erschaffen hat, und siehe: es war sehr gut."
Und wieder stellt sich die Frage: Wenn doch alles so gut, oder sogar sehr gut war, woher kam das Boese, der Hunger, die Kriege, die Grausamkeiten, Blutvergiessen und Tod? Wann wurde all das "geschaffen"?
Die Antwort ist: Genau in den ersten 5 Kapiteln des 1. Buches Mose, Genesis. 
Am letzten Tag wird der Mensch geschaffen und alles ist dazu da, ihm zu diensten zu sein, als Krone der Schoepfung. 
Was ist seine Einzigartigkeit? Was macht ihn zur Krone der Schoepfung? 
Er besitzt etwas, was niemand vorher besass, kein Stein, keine Wiese, keine Pflanze, und kein Tier. Er besitzt die Moeglichkeit der WAHL! Der Mensch kann waehlen was er tut. "Du sollst das Leben waehlen, damit du leben kannst, du und dein Same.." Exklusiv fuer den Menschen ist die Gabe der freien Wahl reserviert. 
Ueber den Pasuk: ".... lass uns einen Menschen machen in unserem Abbild, nach unserem Gleichnis.." sagt der Ramba´n, dass G-tt sich mit diesem Satz an die Erde wendet, die eines der vier Grundelemente ist. Er sagt zur Erde: "Komm, lass uns gemeinsam einen Menschen kreieren, du gibst das Material, den Koerper, und ich fuege eine Seele hinzu. und daher wurde der Mensch "im Abbild" erschaffen (dies ist die physische Seite) und "nach (G-ttes) Gleichnis", dies ist der geistige Anteil. 
Daher: Lasst uns einen Menschen machen in unserem Abbild (von der Erde) nach unserem Gleichnis (geistige Eigenschaften) 
Im 2. Kapitel steht: "G-tt formte den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem, so wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen." 
Worin besteht die Exklusivitaet des Menschen? Er hat die freie Wahl. Und hier liegt die Antwort auf unsere Frage. Die Welt wurde absolut gut erschaffen, alles war gut. Unsere Weisen sagen, dass G-tt mit dem Menschen einen Rundgang im Garten Eden machte, ihm alles zeigte und sagte: "Sieh, das alles habe ich fuer dich geschaffen, zu deinen Diensten, bitte zerstoere meine Welt nicht." Und hier beginnt die Tragoedie. Der erste Mensch musste nicht alle 613 Gebote auf sich nehmen, noch erhielt er die 7 Noachidischen (universellen) Gesetze.  Lediglich eine Anweisung sollte er halten: "Esse nicht von dem Baum der Erkenntnis." Der Mensch versagte - er hielt sich nicht daran, das Gute, was von ihm gefordert war, zu waehlen und hoerte nicht die Warnung: "denn wenn du von diesem Baum isst, musst du sterben.." So bewies der Mensch, dass er nicht wuerdig war, im Paradies zu bleiben, und ebenfalls nicht ewig zu leben. 
Als Antwort kommt der Fluch: "Im Schweisse deines Angesichtes sollst du dein Brot essen.... denn von der Erde kommst du und zur Erde wirst du zurueckkehren.."
Das Materielle hat ueber den Geist gesiegt - daher ist der Mensch nicht wuerdig ewig zu leben. 
Der erste Mensch streitet seine "Suende" nicht ab, er beschuldigt aber andere, seine Frau, die ihn dazu "verfuehrt" hat. 
In der naechsten Generation wird es dramatischer. Einen Menschen zu toeten, ist das Schlimmste was man tun kann. Und dementsprechend ist die Reaktion des Menschen dieses Mal anders. 
Auf die Frage: "Wo ist dein Bruder Hevel (Abel)" antwortet er mit Luege und Frechheit: "Ich weiss nicht. Bin ich der Hueter meines Bruders?" 
Ein grosser Abstieg von einer Generation zur naechsten. Und das ist nicht das Ende. In den naechsten Generationen geht es weiter abwaerts. 
Lemech toetet zwei Menschen, Kain und Tubal Kain. Und bruestet sich gar mit seinen Taten, ist stolz, zwei Menschen getoetet zu haben. 
Das Ende der fuenf Kapitel bringt uns zu Noach (Noa) und seinen drei Soehnen, die Generation der Sintflut. Bis jetzt war die Suende, das Schlechte, Tat des Einzelnen, (Adam, Kain, Lemech) , ab jetzt wird sie allgemein und gipfelt in dem Satz: "G-tt sah, dass die Verderbtheit der Menschen auf Erden gross war."

Und jetzt kommt ein Satz, den wohl nur ein Mensch wie HaRav Israel Meir Lau von sich geben darf, jemand, der die Shoa erlebt hat. 

Meir Lau fuehrt weiter aus: "Hier liegt eine Lehre fuer die vorige Generation. Bevor man sich fragt "Wo war G-tt in der Shoa???" muessen wir uns die Taten der Menschen zu Zeiten der Shoa anschauen. 
Wie konnte es zu solchen Taten kommen, wie zu derartiger Grausamkeit?
Und wie stand eine ganze Welt dem stumm gegenueber und reagierte auf das, was von jedem erfordert wird: Ein Menschenleben zu retten...?


Der Text:

Gen 5,1 Das ist die Liste der Geschlechterfolge nach Adam: Am Tag, da Gott den Menschen erschuf, machte er ihn Gott ähnlich.
Gen 5,2 Als Mann und Frau erschuf er sie, er segnete sie und nannte sie Mensch an dem Tag, da sie erschaffen wurden.
Gen 5,3 Adam war hundertdreißig Jahre alt, da zeugte er einen Sohn, der ihm ähnlich war, wie sein Abbild, und nannte ihn Set.
Gen 5,4 Nach der Geburt Sets lebte Adam noch achthundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,5 Die gesamte Lebenszeit Adams betrug neunhundertdreißig Jahre, dann starb er.
Gen 5,6 Set war hundertfünf Jahre alt, da zeugte er Enosch.
Gen 5,7 Nach der Geburt des Enosch lebte Set noch achthundertsieben Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,8 Die gesamte Lebenszeit Sets betrug neunhundertzwölf Jahre, dann starb er.
Gen 5,9 Enosch war neunzig Jahre alt, da zeugte er Kenan.
Gen 5,10 Nach der Geburt Kenans lebte Enosch noch achthundertfünfzehn Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,11 Die gesamte Lebenszeit des Enosch betrug neunhundertfünf Jahre, dann starb er.
Gen 5,12 Kenan war siebzig Jahre alt, da zeugte er Mahalalel.
Gen 5,13 Nach der Geburt Mahalalels lebte Kenan noch achthundertvierzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,14 Die gesamte Lebenszeit Kenans betrug neunhundertzehn Jahre, dann starb er.
Gen 5,15 Mahalalel war fünfundsechzig Jahre alt, da zeugte er Jered.
Gen 5,16 Nach der Geburt Jereds lebte Mahalalel noch achthundertdreißig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,17 Die gesamte Lebenszeit Mahalalels betrug achthundertfünfundneunzig Jahre, dann starb er.
Gen 5,18 Jered war hundertzweiundsechzig Jahre alt, da zeugte er Henoch.
Gen 5,19 Nach der Geburt Henochs lebte Jered noch achthundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,20 Die gesamte Lebenszeit Jereds betrug neunhundertzweiundsechzig Jahre, dann starb er.
Gen 5,21 Henoch war fünfundsechzig Jahre alt, da zeugte er Metuschelach.
Gen 5,22 Nach der Geburt Metuschelachs ging Henoch seinen Weg mit Gott noch dreihundert Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,23 Die gesamte Lebenszeit Henochs betrug dreihundertfünfundsechzig Jahre.
Gen 5,24 Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen.
Gen 5,25 Metuschelach war hundertsiebenundachtzig Jahre alt, da zeugte er Lamech.
Gen 5,26 Nach der Geburt Lamechs lebte Metuschelach noch siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,27 Die gesamte Lebenszeit Metuschelachs betrug neunhundertneunundsechzig Jahre, dann starb er.
Gen 5,28 Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt, da zeugte er einen Sohn
Gen 5,29 und nannte ihn Noach (Ruhe). Dabei sagte er: Er wird uns aufatmen lassen von unserer Arbeit und von der Mühe unserer Hände um den Ackerboden, den der Herr verflucht hat.
Gen 5,30 Nach der Geburt Noachs lebte Lamech noch fünfhundertfünfundneunzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
Gen 5,31 Die gesamte Lebenszeit Lamechs betrug siebenhundertsiebenundsiebzig Jahre, dann starb er.
Gen 5,32 Noach zeugte im Alter von fünfhundert Jahren Sem, Ham und Jafet.



Zum vorigen Kapitel in der bibel Zum Anfang des Kapitels in der Bibel

Anschlag in Shomron (Samaria) und in Jerusalem

Gestern warf ein Attentaeter einen Molotowcocktail auf ein Auto in Samaria, das in Flammen aufging. Der Vater: "Wir sahen ihn den Molotowcocktail anzuenden und in unsere Richtung werfen. Ayala riss die Tuer auf und warf sich aus dem Auto. So floh sie vor den Flammen."
Ayala, 11 Jahre alt ist schwer verletzt.
Lest dazu Arutz7

Heute morgen am Loewentor, wieder ein Anschlag mit Messer. Zwei Polizisten der Grenzkontrolle wurden von einem Terroristen niedergestochen.
Sie sind leicht verletzt. 
Das ist das Boese in der Welt. Wie koennen wir damit umgehen?

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Vereidigungszeremonie an der Kotel - Einheit Chativat haNachal


Herzlichen Glueckwunsch Noam. Pass gut auf dich auf und auch auf uns. Es wird sicher keine leichte Aufgabe sein, unser kleines Land zu beschuetzen, was tagtaeglich von Menschen angegriffen wird, um es endgueltig zu vernichten. 
Da ich dieses Erlebnis teile, die Vereidigung an der Kotel - musste ich mir leider auch Kommentare wie "Damit noch mehr Menschen draufgehen...." anhoeren. Menschen, die so etwas sagen, haben nicht begriffen, wie sehr wir eine Verteidigung benoetigen. Das kleine Land Israel, was man auf einem Globus leicht mit einem Fingernagel verdecken kann, so klein ist es, ist dringend auf eine gute Armee angewiesen. Gaebe es diese nicht, dann gaebe es schon lange kein Israel mehr. 
Es tut weh, solche Kommentare zu hoeren. Diese Waffe in den Haenden von Noam ist als Verteidung gedacht, nicht als Angriff, im Gegensatz zu unzaehligen Raketen und Sprengstoffguerteln, die nur fuer ein Ziel hergestellt werden: moeglichst viele Juden zu vernichten