Freitag, 30. Mai 2014

Shabbat Shalom!!!


Viel passiert in den letzten Tagen....

Auf einen Nenner gebracht: ich werde umziehen nach Ein Kerem, wenn G-tt will und alles glatt geht. 
Das war so: vor einigen Tagen habe ich mir wieder eine Wohnung in Ein Kerem angeschaut, aber auch da war es nicht 100% ein gutes Gefuehl. Das war mir schon in Alon Shwut passiert, wobei einige es nicht verstehen konnten, warum ich keine handfesten Gruende nennen konnte ausser: Ich hab mich nicht wohl gefuehlt, nicht verbinden koennen mit der Wohnung innerlich.... hmm... klingt strange ich weiss, aber so ist das. Man kommt in eine Wohnung, und weiss: Ja! Das ist es! Oder eben nicht. Geht es euch nicht auch so? Wenn man erst anfaengt darueber zu gruebeln, warum, wieso oder weshalb man diese Wohnung nicht so toll findet, weil doch das Bad neu ist und alles sauber, frisch gestrichen, die Gegend o.k.... bei mir hat das noch nie geholfen. 
Ploetzlich fiel mir ein, dass die erste Wohnung die ich in Ein Kerem gesehen hatte, nur wegen der Miete nicht akzeptabel war und vielleicht die niedrige Decke, da ich eine hohe Decke und Altbau gewohnt bin, drei grosse Fenster habe, wo viel Licht hineinkommt.
Sie wirkte durch die niedrige Decke klein, hatte aber ein getrenntes - wenn auch kleines - Schlafzimmer. 
Ich rief den Vermieter an, dessen Nummer ich komischerweise noch eingespeichert hatte, und fragte ihn, ob er die Wohnung schon vergeben hat. Das war nicht der Fall. Dann begann ich zu feilschen, ich dachte, ich habe ja nichts zu verlieren. Er liess sich darauf ein und ging 200 Shekel runter von der Miete. Ich wollte mir die Wohnung gern noch einmal ansehen und seine Frau liess mich noch einmal hinein. Noch einmal fragte ich sie, ob er nicht evtl. noch weiter mit der Miete hinunter gehen koenne. Sie fand mich sympthatisch und meinte, sie wuerde mit ihrem Mann reden, denn eigentlich wollte sie, dass ich die Wohnung bekomme. Spaeter rief man mich an und sagte mir, er sei nochmal 100 Shekel runter gegangen. 
Ich jubelte!
Die Vermieter wollte, dass ich sofort einziehe und ich sagte, ich muesse erst schauen, ob ich Nachmieter so schnell finde, schliesslich geht mein Vertrag bis Ende JULI!!! Also, im schlimmsten Falle muesste ich zweimal doppelte Miete zahlen und das wuerde nur mit einem Kredit gehen. 
Puh... mein jetziger Vermieter hatte mir schon gesagt, es sei kein Problem 6 Wochen im voraus Bescheid zu sagen. O.k. immer noch 2 Mieten im schlimmsten Fall. 
Nach einer Nacht der Ueberlegungen und Hin-und Herwaelzen entschloss ich mich das Ganze abzublasen, ich hatte Angst. Ich sagte den potientiellen Vermietern ab, und dem jetzigen Vermieter schrieb ich dass ich den Vertrag verlaengern wuerde, da ich das Risiko nicht eingehen wolle. 
Ich war ziemlich traurig, aber es war vernuenftiger so.
Dann heute morgen, bekam ich eine mail von der Frau des jetzigen Vermieters. Sie schrieb mir, dass sie mir ermoeglichen moechten, meinen Traum in Ein Kerem zu verwirklichen. Sie boten mir an, auf die Haelfte der Juni-Miete zu verzichten und darueber hinaus helfen zu wollen, bei der Suche nach einem Nachmieter. 
Ich war platt. Spaeter am Telefon erzaehlte sie mir, sie sei vielleicht naiv, aber meine Mail haette ihr Herz beruehrt. Ich hatte geschrieben, dass es ein kleiner Traum war, in Ein Kerem zu wohnen, da ich die Ruhe und die Umgebung mag, aber dass ich der Vernunft folgen wuerde. 
So bin ich noch heute zur Wohnung in Ein Kerem und habe mir noch einmal die Masse angeschaut dort. Obwohl ich nicht viel mitbringen muss ausser einem Bett, denn es gibt viele Moebel dort. 
Die komplette Kuechenzeile mit Kuehlschrank bleibt, die Essecke mit Stuehlen, sowie ein Flachbildfernseher und ein Kleiderschrank. 
Das Bad ist superneu und ansprechend und es gibt eine Terrassenecke, wo ich sitzen kann. Alles ist sehr ordentlich und gepflegt, die Vermieter nett. 
Ich habe ein paar Fotos gemacht, und bin froh. Meine Freunde meinen, ich wuerde in "die Einsamkeit" ziehen und sind skeptisch. Ich glaube aber, die Gemeinde in Ein Kerem ist sehr bunt, man findet Menschen, die zu einem passsen, viele junge Menschen, aber auch viele alte. 
Einige Synagogen, sowie natuerlich die Chabadniks. 
Ich hoffe, ich werde alles gut hinter mich bringen, Umzug, Eingewoehnung usw... 
































































































































































Mittwoch, 28. Mai 2014

Yom Yerushalaym sameach!

Wir feiern heute Yom Yerushalaiym, die Stadt, die seit 1967 wieder vereint ist. Nach juedischem Kalender ist heute der 28. Ijjar. 
Es werden viele Veranstaltungen stattfinden, die Busse werden ab mittags nicht mehr fahren. 
Yerushalaiym, vor 1967 konnten Juden nicht zur Westmauer. Es ist heute kaum vorstellbar, das Gefuehl, was damals die Menschen ergriff, als sie zum ersten Mal dorthin stroemten und ihr Gebet zum Himmel schicken konnten, die Ueberreste der Westmauer des Tempels mit ihren Haenden beruehren durften. Wie viele Traenen sind schon an dieser Mauer geflossen, bis heute.....
Chag Saemach, Yerushalaym!

Dienstag, 27. Mai 2014

Keimlinge und Sprossen

In der letzten Zeit habe ich ein wenig Erfahrung mit Sprossen gesammelt und bin ziemlich begeistert. Ich kaufe sie nicht mehr, sondern ziehe sie selbst.
Im oberen Bild seht ihr schwarze Linsen-sprossen und im unteren Mungbohnenkeimlinge.
Die Naehrstoffe der Linsen, des Getreides mehren sich beim Keimen um ein Vielfaches, daher sind Sprossen so wertvoll. Ich fuege sie zum Salat oder zu Gemuesepfannen hinzu.
Ich habe mir kein teures Keimgeraet gekauft, sondern bereite sie in Glaesern, bzw. Sieben zu.
Dafuer nehme ich z.B. ein Drittel Glas Linsen, weiche sie eine Nacht in Wasser ein, giesse das Wasser ab und gebe sie in ein Sieb. Dafuer sorgen, dass das Wasser gut ablaufen kann. Man kann sie den ersten Tag dunkel stellen und danach ins Helle, alle 12 Stunden, also abends und morgens abspuelen und abtropfen lassen. Schon nach ein oder zwei Tagen enstehen die kleinen Keime und bereits nach 3-4 Tagen kann man sie trocken in einem Glas im Kuehlschrank aufbewahren und zum Essen hinzufuegen.
Im Uebrigen finde ich, dass Sprossen sehr aesthetisch aussehen. Ein gutes Anleitungsvideo findet ihr HIER

Montag, 26. Mai 2014

Noch einmal Wohnung ....

Die Wohnung war klein, aber sie hatte zwei Zimmer, das eine mit einer Kuechenzeile inclusive (sehr neue Kuechenzeile) und das andere als Schlafzimmer ziemlich eng, mit zwei Betten und einem riesigen Kleiderschrank. 
Neue Fliesen, neues Bad, neue Kueche... alles fein und sauber ... und doch.... 
Eine Bekannte fragte mich, wie die Wohnung war, und ich beschrieb die Wohnung, sagte ihr aber, ich koenne mich irgendwie nicht mit dieser Wohnung verbinden. 
"Aber wenn doch alles stimmt, was ist dann nicht in Ordnung?"
Tja, ich glaube inzwischen, dass Wohnungen "zu einem sprechen" und man sie sofort ins Herz schliesst oder eben nicht. 
Ich versuche auch nicht mehr stundenlang, Erklaerungen zu finden, WARUM ich mich jetzt ausgerechnet nicht mit dieser Wohnung identifiziere.. 
Eine These habe ich aber schon... zumindest ein Grund duerfte sein, dass ich sehr verwoehnt bin, was Licht anbetrifft. Ich habe drei grosse Altbaufenster und dadurch sehr viel Licht in der Wohnung, morgens scheint sogar die Sonne herein. 
Und ich kann hinausschauen, nur auf die Strasse zwar, oder zum Nachbarhaus, aber ich sehe etwas. Das war bei dieser Wohnung nicht der Fall. Ich konnte nur den Mini-hof vor der Tuer sehen, mehr nicht. Fenster klein und zu hoch, um irgendwie gut hinausschauen zu koennen.
Und das ist bei Alon Shwut einfach zu schade, denn Alon Shwut hat eine ueberwaeltigende Aussicht in die umliegenden Siedlungen und die Felder... 
Ein wenig enttaeuscht war ich schon, denn so eine guenstige Wohnung und dann ziemlich neu... 
Andererseits fuehlte ich auch ein wenig Erleichterung - ich bin wieder frei fuer Entscheidungen und alle Optionen sind wieder auf dem Tisch - sogar Ein Kerem (auch wenn ich nicht viel Hoffnung habe...)
Fuer mich ist das Gefuehl in der Wohnung sehr sehr wichtig, denn ich bin gern und viel zuhause. Ich muss mich freuen auf meine Wohnung, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre und abends gern zuhause sitzen. 

Sonntag, 25. Mai 2014

Alon Shwut

Morgen steht wieder eine Wohnungsbesichtigung in Alon Shwut auf dem Programm. 2 Zimmer 1800 Shekel Miete. 
Im Gegensatz dazu stiess ich gestern auf eine Wohnung hier in der Naehe, in Bakaa, 2 Zimmer OHNE Balkon fuer 3900 Shekel. Das sind wirklich Unterschiede....
Mal wirklich gespannt, was Hakadosh Baruch Hu noch mit mir vorhat, und wo der Weg mich hinfuehrt. 
Ich verlasse mich da ganz auf die leitende Hand von oben. 
Wenn ich die Wohnung betrete, die es dann sein soll, werde ich es wissen. Das war bisher immer so. 
Und wenn ich bis zum Ende des Vertrages keine finden sollte, die passt, dann soll es eben nicht sein, und ich werde hier noch eine Weile bleiben. 


Donnerstag, 22. Mai 2014

Merkwuerdig

Merkwuerdig, dass ich nicht sofort zugesagt habe, als ich die Wohnung sah. Sie liegt wunderschoen und hat ein Fenster mit einer Fensterbank, auf der man den ganzen Tag sitzen moechte und hinausschauen moechte, in die Natur, ins Gruene, in die Stille. 
Der Vermieter ist furchtbar nett, so einen Vermieter moechte man haben, wenn man es sich aussuchen darf. Vor der Tuer kann man draussen sitzen, aber ganz geschuetzt zwischen anderen Haeusern, die versetzt auf dem Hang das Haus umrahmen. 
Und doch - es ist leider nur ein Zimmer, wenn auch recht gross, aber kein eigener Schlafraum. Dazu kommt, dass es ein grosses Bett hat, was zum Inventar gehoert und einen riesigen Kleiderschrank. All das in einem Zimmer - irgendwie stoert mich das. Man koennte einen Paravent vor das Bett stellen, aber das ist nicht die Loesung. 
Ich weiss nicht so genau, ob es die Moebel sind, aber irgend etwas haelt mich zurueck. Die Miete sicher nicht, denn sie ist mehr als fair. 2700 Shekel incl. Arnona. 
Wichtig ist ja eigentlich das Gefuehl was man hat, wenn man in die Wohnung kommt. Und dann ist es auch unerheblich, WARUM. 
In den meisten Faellen wusste ich sofort beim Hineinkommen in eine Wohnung :Ja, das ist es! Die will ich haben." Oder eben nicht. 
Mein Drang nach Ein Kerem aber bleibt. 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Wohnung in Ein Kerem - mal wieder

Heute habe ich eine Wohnung angeschaut, die zurzeit von einem Paar mit Saeugling bewohnt wird. Den Kontakt habe ich ueber die Facebook-Group von Ein Kerem. 
Wunderschoene Gegend, Terrasse mit Mega-blick ins Gruene, 2 Zimmer davon das Schlafzimmer sehr klein. Ein sehr altes Haus mit vielen Maengeln. All das soll 3200 Shekel kosten incl. Arnona. 
Morgen schaue ich mir noch eine Wohnung an am Eingang von Ein Kerem in der Naehe Madregot HaKfar, am Makolet von Jossi geht man seeeehr steil die Treppen hoch bis zum Haus. 
Wie man dort ins Haus Moebel bekommen soll, ist mir ein Raetsel und ein taeglicher "Anstieg" ist auch ziemlich kraeftezehrend. 
Naja, ich bin gespannt, wie die Wohnung ist, denn falls sie wirklich super waere, haette ich ein Entscheidungsproblem. 
Daher hoffe ich fast, dass sie nicht optimal fuer mich ist. 
Sie hat nur ein Zimmer, dafuer 35 qm und eine Terrasse und soll 2800 Shekel Miete kosten. Ich bin gespannt.

Dienstag, 20. Mai 2014

(Quelle: Life Vest Inside)

Gesellschaftliche Verpflichtungen oder "Fuer mich - nicht gegen dich!"

Waehrend es fuer mich frueher eher kaum gesellschaftliche Verpflichtungen gab und ich darauf gepfiffen habe, was andere sagen und denken, wenn ich mich nicht "konform" verhalte, ist es doch in den letzten Jahren, besonders hier in Israel ein wenig anders geworden. 
Ja, es gibt gewisse Dinge, die man auch wenn man eigentlich keine Zeit hat, tun sollte. Dazu zaehle ich z.B. Krankenbesuche bei Freunden und evtl auch Bekannten, und natuerlich der Trauerbesuch (Nichum Avelim), wobei es auch hier ueblich ist, beides relativ kurz zu halten. Am Krankenbett, sowie beim Shiv´a Sitzen trifft man auf so viele Menschen, dass es oft sogar eine Erleichterung fuer den Trauernden (oder den Kranken) ist, wenn man nicht lange bleibt. Eine Pflicht oder Mizwa ist es im Judentum dennoch. 
Darueber hinaus sollte man natuerlich auch die freudigen Ereignisse mit den Freunden teilen, wie Bar oder Bat Mizwa-feier, Hochzeit selbstverstaendlich oder Brit. 
In der Realitaet sieht das manchmal anders aus. Man kann einfach nicht zu jeder Feier, zu der man eingeladen wird und soweit es nicht sehr sehr gute und enge Freunde betrifft, ist meine Meinung, dass man nicht ueber die eigenen Kraefte gehen kann und sollte. 

Mein Erholungs-anti-Stress-Programm zurzeit geht langsam auf und auch wenn meine Rueckenbeschwerden nicht total im Griff sind, so sind sie doch besser geworden. Was aber sehr gut anschlaegt ist die Stress-und Druckreduzierung. Ich werde ruhiger innerlich. 
Dafuer reduziere ich aber auch vieles auf ein Mindestmass. Ich fahre nach der Arbeit fast jeden Tag nach Ein Kerem, was zu meinem Erholungs-und Gesundungsprozess gehoert. Eine halbe bis eine Stunde dort in der Natur, nichts tun, nicht reden, zur Ruhe kommen und die Natur auf sich wirken lassen. 
Ich fahre nach Hause und gehe dreimal in der Woche zum Schwimmen. Zuhause mache ich einige Yoga-uebungen, esse Suppe, schaue im TV nicht mehr als die Nachrichten und gehe frueh ins Bett. 
Die Fragen der Freunde: Wo bleibst du? Man hoert schon seit Tagen nichts von dir?" Muss ich leider dahingehend beantworten, dass ich zurzeit einfach nicht mehr unternehmen KANN. 
Leider gibt es auch Bekannte, bei denen ich weiss, wenn ich nicht zur Bat Mizwa der Enkelin gehe, wird beleidigt reagiert. Wichtig ist, dass ich komme, auch wenn ich spaeter komme oder frueher wieder gehe. Aber sollte ich gar nicht kommen, wird das tadelnd registriert. 
Ich werde das jedoch in Kauf nehmen muessen. 
Ich spuere meine Grenzen bei solcher Art Verpflichtungen und muss und werde sie beachten, sonst ist mein Erholungsprogramm fuer die Katz. 
Es ist einfach zurzeit so, dass ich wenig unternehme und mich damit wohl fuehle, registriere, dass es genug ist. 
Und wenn ich darueber hinaus einen Wunsch freihaette, dann wuerde ich mir wuenschen, eine ganze Woche am Toten Meer oder am Kinneret zu entspannen und noch weniger zu machen. 
Solange ich aber nicht im Lotto gewinne (ich muesste zumindest mal wieder einen Schein abgeben, um die Moeglichkeit zu haben, zu gewinnen), muss ich mein Mini-erholungs-anti-stressprogramm auf dem kleinen Level weiterlaufen lassen. 
Ob das akzeptiert wird oder nicht. 
Meine Therapeutin sagte einmal einen wichtigen Satz: "Fuer mich! Nicht gegen dich!"

Knallhartes Geschaeft - Gift fuer die Seele

Uff. Das war eine Teamsitzung, die mir eine wichtige Botschaft uebermittelte. 
Es ist ja so, dass unsere Firma nicht nur Menschen mit PflegerInnen und GastarbeiterInnen versorgt im Auftrag der Bituach Leumi (Sozialversicherungsanstalt), sondern natuerlich auch wachsen will. Zurzeit haben wir ca. 1200 Klienten/Patienten/Kunden, und gehoeren somit zu den groesseren Firmen auf diesem Gebiet. 
Bei einer Arbeit gemaess "Chok Si´ud" (Pflegegesetz) gehoert es zum traurigen Alltag, dass Menschen versterben, unsere Kunden sind ja alle ueber 65 oder weit darueber. 
Auch kommt es vor, dass es andere "Abgaenge" gibt, zum Beispiel eine andere Firma schmeisst sich an den Kunden, waehrend der im Krankenhaus liegt, und ueberzeugt ihn, dass diese Firma ja doch viiiel besser ist als unsere. 
Eine Firma muss aber immer moeglichst mehr Zugaenge als Abgaenge haben im Monat, damit sie ein normales Wachstum verzeichnen kann. 
Diese Tatsache bringt Druck in den Alltag, es muessen Kunden her. Dafuer gibt es extra Angestellte, die sich in Krankenhaeusern "herumtreiben", oder Altenheimen, in denen erlaubt ist, eine Pflegerin zu haben. (Beim betreuten Wohnung z.B. ist es erlaubt) und gezielt Menschen suchen, aufsuchen, sie ueberzeugen und auch in vielen Faellen gute Arbeit machen. 
Die Kehrseite der Medaille ist, dass alle Mitarbeiter, auch wir Sozialarbeiter, solche Aquise machen sollen. Angespornt werden wir durch einen Bonus, den es fuer einen neuen Klienten gibt. 
Nun ist es so, dass derjenige, der mit dem Klienten zuerst ueber einen Antrag bei der Soz.vers. sprach, auch der ist, der den Bonus bekommt. So entstehen bizarre und unschoene Begebenheiten, so wie heute in der Sitzung. Wer hat mit dem Kunden zuerst telefoniert? Und - war das nicht schon eine Sozialarbeiterin vorher im Gespraech mit dem potientiellen Kunden, und ein anderer hat sich schnell dort hineingemogelt?
All das gibt es und wenn ich ehrlich bin - es ekelt mich an. (Sorry fuer die grobe Ausdrucksweise, aber anders kann ich es nicht ausdruecken). 
Begebenheiten wie heute verursachen mir regelrechte Uebelkeit und wenn dann noch "bis aufs Blut" miteinander gekaempft wird, nur um einen Bonus von 300 Shekeln zu bekommen (das sind 60 EUR) spuere ich, wie sich in mir alles, aber auch alles straeubt, mich so zu verhalten. 
Wir wurden Zeuge in der Sozialarbeitersitzung mit der Chefin wie Kollege X. mit Kollegin Y. sich ein derartiges Gefecht lieferten. 
Ein anderer Kollege und ich waren uns spaeter darueber einig, dass uns diese Art von Kampf zu "schlechteren Menschen" macht und dass wir uns wenn irgend moeglich aus Gefechten dieser Art raushalten. 
Klar moechte keiner der Dumme sein, und wenn mir etwas zusteht, will ich auch nicht klein beigeben, aber zu solchen Szenen muss es nicht kommen. 
Ich spuere, wie die Seele leidet, wenn hinter dem Geld hergerannt wird und moechte das nicht hinnehmen. 
Natuerlich ist es nett, wenn unser mageres Sozialarbeitergehalt ein kleines Zubrot bekommt aber wirklich nicht um jeden Preis. 
In dieser harten Geschaeftswelt fuehle ich mich fremd und moechte mich auch gar nicht daran gewoehnen. Ich moechte zufrieden sein mit meinem Teil und allenfalls mal hier und dort eine Deutschstunde geben, um ein wenig dazu zu verdienen. Auf keinen Fall aber mich pruegeln um einen neuen Klienten. 
Der Seelenfrieden muss gewahrt bleiben und man muss hoellisch aufpassen, dass man nicht von innen verdorben wird. 

Die Freakin von Ein Kerem

Ich weiss selbst nicht, was mich nun fast jeden Tag hinunter nach Ein Kerem zieht. Die Ruhe wohl in erster Linie, und die Aussicht. Sicher auch die Dorfatmosphaere und die idyllischen Gassen. 
Zurzeit bin ich in einer Facebook-Group Ein Kerem, wo sich Buerger von Ein Kerem tummeln, so wie Ein-Kerem-Fans aus der Umgebung. 
Dadurch, dass ich in Ein Kerem schon mehrfach meine Wohnungssuche per Aushang veroeffentlicht habe, habe ich auch bereits 3 Wohnungen besichtigen koennen. 
Heute kam ich durch Zufall in den kleinen Bio-Laden in der Achaiot-Str., der Naturkosmetik, sowie Gemuese im Angebot hat und stiess auf Kineret, eine Frau Anfang 40, freundlich wie fast alle, die ich bisher hier kennen lernte und auch Bewohnerin des Dorfes. Sie ist sogar hier geboren. 
Durch sie erfuhr ich von einer weiteren kleinen Wohnung, und auch wenn ich laut ihrer Beschreibung bereits wusste, dass sie zu klein sein wuerde, ging ich dort vorbei, um sie mir anzuschauen. 
Anschliessend telefonierte ich noch mit Ronen, einem Mann aus einer anderen Facebook-Group namens "Mietwohnungen in Jerusalem und Umgebung". Ronen hat durch Zufall Menschen kennengelernt, die Wohnungen suchen, bzw. Nachmieter suchen und es sich auf die Fahne geschrieben, zu helfen. Auch mir hat er bereits einige Wohnungen vorgeschlagen, und als ich ihn fragte, was mich das spaeter an Provision kosten wuerde, sagte er : "Nichts. Ich mache das aus Spass daran. Ich bin sowieso jeden Tag Stunden im Internet und entdecke einige Wohnungen, warum soll ich die dann nicht an Menschen weitergeben, die suchen?"
Ja, sowas gibt es auch hier. Menschen, die nicht nur Profit machen wollen. 
Und so habe ich mit ihm vereinbart, die Wohnungen, die ich sehe und fuer mich als nicht geeignet befinde, weiterzugeben. 
Als ich heute die Mini-wohnung sah und spaeter Ronen anrief sagte er: "Sag mal, kann es sein dass du jetzt Ein Kerem-Freakin bist? "
 Bin ich wohl. Und auch wenn es sein kann, dass ich keine Wohnung in meiner Preisklasse finde, habe ich bisher durch meine Suche und die Liebe zur Gegend schon einige sehr nette Leute kennen gelernt. 
Was ich festgestellt habe, ist, dass es sowohl viele alte Menschen gibt, die wie in einem Dorf ueblich, auf den Baenken sitzen, oder vor den Geschaeften, aber genauso viele interessante junge Menschen, alternative, umweltbewusste. Viele Yoga-und Tai Chi-Kreise gibt es, sowie Toepfer-und Malkurse. 
Jeder scheint jeden zu kennen und die Atmosphaere ist angenehm friedlich.
Auch diese Vermieterin sagte zum Abschied zu mir: "Komm vorbei, Maedchen, wann immer du hier im Dorf bist."
Und das werde ich sogar tun. 
Ich bin sehr gespannt, wen ich noch alles kennenlerne, bei meiner Wohnungssuche in Ein Kerem.

Montag, 19. Mai 2014

Wohnungsbesichtigung in Ein Kerem

Schade, schade, schade. Die Wohnung hat eine Terrasse, mit einem atemberaubenden Ausblick, wirklich nicht uebertrieben.
Aber - leider war die Wohnung selbst super klein und duster. Natuerlich kann man die Tuer zur Terrasse offen lassen, damit mehr Licht herein kommt, aber nein - leider koennte ich mich in dieser Wohnung nicht wohl fuehlen. Bei einer Miete von 2800 Shekeln, incl. Arnona ist es schon jammerschade, zumal die Vermieter einen netten ersten Eindruck machten.
Ein Kerem ist wahrhaftig idyllisch!



Samstag, 17. Mai 2014

Mein Geburtstags-shabbat

Das war mal ein ganz anderer Shabbat. 
Gestern am Toten Meer war es wunderschoen und ich kam wohlig muede nach Hause. Nach dem Kerzenzuenden bin ich nicht in die Beit Knesst, sondern habe etwas gegessen und bin ins Bett. (Ich hatte keine Einladung und habe mich auch nicht besonders bemueht, eine zu bekommen, da ich es wieder einmal geniessen wollte, einen Shabbat alleine fuer mich zu haben). Um 20h bereits habe ich geschlafen und bin erst um 10h heute morgen aufgewacht. Nach weltlichem Datum bin ich also ab heute 56. Nach juedischem Datum erst am naechsten Mittwoch, caf-zajn im Ijjar. 
Um 12h habe ich mich entschlossen, eine lange Wanderung nach Ein Kerem zu machen und bin bewaffnet mit Hut, 2 l Wasser, Datteln, anderen Trockenfruechten und Cashewkernen, sowie 3 Bananen losmarschiert. Das ist das merkwuerdige, lange Laufen kann ich, nur Sitzen und Stehen faellt mir schwer wegen der Rueckenbeschwerden. 
Ich bin los in Richtung Zomet Pat, von da aus ueber Moshe Sharet nach Bayt veGan zum Herzlberg und von da aus den Shwil durch den Wald hinunter nach Ein Kerem. In einem der ersten Haeuser dort wohnt eine entfernte Bekannte, die ich dann besuchte und Wasser auffuellte. 
Anschliessend einen Gang durchs Dorf und an "meine" Aussichtsstelle und wieder zurueck, dieses Mal die Strasse entlang nach oben, zum Herzlberg. 
Eine gute Freundin liegt im Shaarej Zedek-Hospital, sie habe ich auf dem Weg besucht. Sie hat sich unglaublich gefreut, da am Shabbat sonst keiner kommt. 
Den Rueckweg bin ich dann vom Shaarej Zedek die Strasse hinunter Richtung Nayot, Azza-street, Palmachstr. wieder nach Hause, mit doch etwas schmerzenden Beinen. 
Die Sonne schien unerbittlich von einem stahlblauen wolkenlosen Himmel herunter, aber ab und zu wehte ein leichter angenehmer Wind. 
Als ich nach Hause kam, musste ich meine nun 56 Jahre alten Beine erstmal hochlagern und bin sofort eingeschlafen.
Meine Toechter wollen mir die Anschlusskarte fuers Schwimmen fuer den naechsten Monat schenken. Ich freue mich sehr darueber, es ist eine tolle Idee!
 
Es war ein schoener Tag.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Erholungsprogramm "Mini" fuer den Alltag

So, zum Stand der Dinge bei mir sei gesagt, dass ich eine kleine kleine Verbesserung spuere in meinem Ruecken. Ich schwimme dreimal die Woche und habe nun ca. 3-4 Massagen hinter mir. 
Auf meinen Physiotherapie-termin warte ich noch bis Ende Juni, so dass ich bis dahin einfach versuche, selbst mein Befinden zu verbessern. 
Was dazu kommt, um mein Stresslevel im Alltag moeglichst niedrig zu halten, ist eine Erholungsstunde pro Tag im schoenen Ein Kerem. Ich fahre fast jeden Tag nach der Arbeit dort hinunter und bin wirklich fast suechtig nach unserer stadtnahen Toscana. 
Ich haette nicht gedacht, dass eine solch kleine Oase im Alltag so viel bringt. 
Meine Wohnungssuche laeuft auf kleiner Flamme, da es zurzeit wirklich nicht viele Angebote fuer kleine (und bezahlbare!)Wohnungen gibt. 
Und wie schon erwaehnt, falls ich nichts finden sollte, bleibe ich eben noch eine Zeitlang hier in dieser Wohnung. In Israel werden Mietvertraege fast immer nur fuer ein Jahr abgeschlossen. Mein Vertrag wurde schon einmal verlaengert und laeuft nun - nach 2 Jahren - Ende Juli aus. 
Der Vermieter kennt meinen Wunsch, in eine ruhigere Wohnung zu ziehen, gibt mir aber die Moeglichkeit, 6 Wochen vor Ablauf des Vertrages zu kuendigen, oder aber zu verlaengern, sowie auf meinen Wunsch hin, die Verlaengerung nicht ein ganzes Jahr anzuberaumen, sondern nur ein halbes Jahr. 
Alon Shwut ist noch nicht vom Tisch. Ich habe mich auf eine guenstiges 2-Zimmer angebot hin gemeldet und warte auf die Antwort vom Vermieter, ob das Angebot noch aktuell ist. 1700 Shekel fuer 2 normale Zimmer mit kleinem Garten, hoert sich wahrhaftig traumhaft an. Das heisst natuerlich nicht, dass die Wohnung auch schoen ist. Ich haette sie mir jedenfalls gern wenigstens angesehen. 

In jedem Falle achte ich zurzeit sehr auf mich und mein Befinden und das tut mir gut. 

Montag, 12. Mai 2014

Das Wetter zurzeit

Angenehmes Wetter zurzeit, fruehlingshaft, aber nicht zu warm, um die 20-25Grad hier in den Bergen von Jerusalem. Sonne, aber auch Wolken und ein leichter Wind. Es ist nicht anstrengend sich fortzubewegen, vor allem zu Fuss, was bei meiner Arbeit (Hausbesuche) auesserst wichtig ist. 
Diese Jahreszeit ist mit die schoenste, sie fuehrt hin zu Sommer und ist doch nicht zu heiss. In Jerusalem ist es sowieso oft bereits ab 15/16h immer ein wenig kuehler als am Tag, denn dann kommt - selbst im Sommer - ein leichter Wind auf. Hier braucht man sogar im Hochsommer manchmal bei Veranstaltungen unter freiem Himmel eine leichte Jacke fuer den Abend. 
Im "Heizkesser" Tel Aviv sieht es da schon anders aus.

Sonntag, 11. Mai 2014

Das Leben ist laut - ausser in Ein Kerem

Schon wieder Ein Kerem, werdet ihr sagen, langsam wird´s langweilig. 
Aber ich kann es euch nicht ersparen, ich bin einfach "suechtig" nach Ein Kerem und der Stille dort. 
Immer schwerer faellt es mir, mich von dort zu loesen, wenn ich zurueckfahren muss. 5 min. Busfahrt vom brausenden Verkehr um Har Herzl (Herzlberg und Yad Vashem) entfernt liegt es, das idyllische Doerfchen im Toscana-stil. Verwunschene Hauseingaenge und Fenster, mitten im Gruenen und Ruhe, bis auf die christlichen Pilger, die das Dorf regelmaessig besuchen. 
Ich stehe auf "meinem" Parkplatz, den Blick direkt in Richtung Hadassah und in die Ferne... und beobachte die Schatten, die immer ein wenig anders fallen, je nach Uhrzeit. 
Ich stelle mir vor, hier zu wohnen, dabei wuesste ich gar nicht, ob ich es aushalten koennte, denn ich kenne niemanden dort, ausser einer fluechtigen Bekannten. 
Sicher ist das nur eine romantische Vision, aber was mich tief beruehrt und was ich immer zwischendurch brauche, ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. 
Bin ich alt geworden? Oder ist das Leben einfach nur ziemlich hektisch?

Mein Feierabend in Ein Kerem


































































Donnerstag, 8. Mai 2014

Schwimmerlebnis

Heute hatte ich ein recht positives Schwimmerlebnis, ich glaube zum ersten Mal, seitdem ich wieder schwimme. Irgendwie war es so, als laufe es ploetzlich "rund" und ich brauche mich nicht mehr so anzustrengen. 
Ich schwimme ja auf dem Ruecken, da Brustschwimmen nicht so optimal fuer meinen Ruecken ist. 
Vor ein paar Jahren hat mir einmal eine Kollegin in Deutschland, die eine gute Schwimmerin ist, erklaert, wie es geht. 
Und nun konzentriere ich mich sehr auf alle Bewebungen, wobei ich bei mangelnder Konzentration oder Ablenkung schnell den "Faden" verliere, da ich ein wenig Schwierigkeiten mit Koordination habe, und ein sehr schlechter Multitasker bin. (beim Autofahren drueckt sich das so aus, dass ich bei einer Unterhaltung immer langsamer fahre...beides ist fuer mein kleines Gehirn wohl einfach zuviel..)
Ich bemuehe mich aber immer wieder, die Bewegungen ordentlich auszufuehren, den Arm mit dem kleinen Finger zuerst einzutauchen, den Arm weit genug zu strecken, was auch ein angenehmes Koerpergefuehl erzeugt und normal und regelmaessig zu atmen, sowie die Fussbewegungen nicht zu vergessen. 
Damit bin ich schon genug beschaeftigt. 
Und heute gab es so eine bestimmte Phase, wo ich meinte, es laeuft "runder" als sonst, die rechte Armbewegung geht stufenlos in die linke ueber und nirgendwo ist eine Pause zu spueren. 
Wahrscheinlich habe ich auch deshalb heute weniger Zeit gebraucht, um die 10 Bahnen zu absolvieren, weshalb ich 14 geschafft habe in derselben Zeit. 
Das Koerpergefuehl "danach" ist sehr gut, aber mein Kriterium ist nach wie vor die Nacht. Wenn ich in der Nacht irgendwann mal keine Schmerzen im Schulterblattbereich haben sollte, dann weiss ich, dass meine Anstrengungen Fruechte tragen. Besser ist es in jedem Falle schon geworden. 
Morgen ist wieder Massage angesagt und zwischendurch zuhause ein paar Yoga-Uebungen.

Dienstag, 6. Mai 2014

Yom Azmaut - Independence Day - und alle feiern

So, und wer nun glaubt, alle Araber haben wuetend zuhause gesessen und ihre "Naquba" zelebriert (die Katastrophe, die geschah, als der Staat Israel ausgerufen wurde), der hat sich getaeuscht. 
Ich habe sehr viele arabische Familien gesehen, die den Tag genau wie wir nutzten, um zu "feiern", zu grillen, am Strand zu flanieren. 
Arabische Paerchen gingen Arm in Arm am Strand entlang und schauten der Flugparade zu. Arabische Kinder kauften Zuckerwatte und die Vaeter grillten. Die Kinder kletterten auf den Spielgeraeten herum und spielten Fussball. Die Eltern sassen im Sand und auf der Wiese, schleckten Eis und kauften Salzbrezel. 
Es sah nicht so aus, als wuerden sie heute besonders leiden. 
Ich denke, die meisten wissen schon - auch wenn sie es vielleicht nicht zugeben - dass sie vieles im Staat Israel geniessen koennen. Es gab einmal eine Umfrage, in der dies bestaetigt wurde. Die Araber mit einem israelischen Pass wuerden nicht gern in einen Palaestinenserstaat umziehen. Hier sind sie krankenversichert, sind sozial abgesichert und und werden nicht auf Schritt und Tritt benachteiligt, wie es oft dargestellt wird. In einem eventuell entstehenden Palaestinenserstaat ist alles ungewiss, vor allem, wohin die Gelder fliessen. Um das Wohlergehen der Buerger und deren Absicherung, sowie um Aufbau geht es vielen weniger als um die Zerstoerung, die sie sich auf die Fahne geschrieben haben. 
Es waere schoen, wenn sie es uns dennoch beweisen wuerden, und alles daran setzen wuerden, ihren eigenen Staat aufzubauen, Energie in positive Ziele investieren. Leieder habe ich daran meine grossen Zweifel. 
Jedenfalls war es schoen, heute alle vereint zu sehen. Menschen, die gemeinsam (vielleicht nicht miteinander, aber nebeneinander) Spass haben, den Tag geniessen und sich freuen, entspannt wirken und spielen, zaubern einem einfach ein Laecheln auf die Lippen.
Es zaehlt einfach nur der Moment, die Stunde, der Tag.

Flugschau-Parade - leider diesmal nicht vor strahlendblauem Himmel

video

video

Yom haAzmaut in Tel Aviv


























































Sonntag, 4. Mai 2014

Yom haZikaron leChalelej Maarachot Israel

Wieder ein schwerer Tag fuer viele Familien hier im Land. Der Yom haZikaron gilt allen gefallenen Soldaten in Israels Kriegen und denjenigen, die dem Terror zum Opfer gefallen sind. 
Viele Familien haben Soehne, Maenner, Brueder in einem Krieg verloren, oft sehr junge Leute, 20 Jahre alt und juenger sogar. Unter den Terroropfern sind auch Kinder, Frauen, Maedchen, alte Menschen. 
Es gibt Eltern, die seit dem Tod ihres Kindes JEDEN Tag zum Friedhof gehen, um sich dort hinzusetzen, bei ihrem Kind zu sein - irgendwie, auf irgendeine Weise. Sie sind nie damit fertig geworden, dass das Kind zuerst ging - was wohl eines der grausamsten Verluste ist. 
Um 20h wird wieder die Sirene ertoenen und wir werden stillstehen im Gedenken an jene, die ihr Leben fuer uns liessen. 
Danach wird an der Kotel die Hauptveranstaltung mit Praesident Peres stattfinden, sowie viele kleine Gedenkveranstaltungen mit ruhigen Liedern zum Mitsingen und Geschichten der Hinterbliebenen. 
Morgen dann den ganzen Tag weitere Veranstaltungen zum Gedenken und wir werden nur den halben Tag arbeiten. 
Wer noch nie zu dieser Zeit hier war, kann die besondere Stimmung nicht nachvollziehen, die sich morgen am spaeten Nachmittag hier breitmachen wird. Gegen abend schlaegt die traurige melancholische Stimmung dann um in ueberschwaengliche patriotische Freude - der Unabhaengigkeitstag steht unmittelbar hinter diesem Trauer-und Gedenktag. 
Dann wird auf dem Har Herzl die Hauptveranstaltung stattfinden, das Entzuenden der 12 Fackeln (fuer 12 Staemme)
Ich war vor 2 Jahren dort und man sollte es wohl einmal persoenlich erlebt haben. Eine stolze Feier mit viel Freude, Licht und Glueck. 
Glueck, dass es diesen Staat gibt fuer alle Juden dieser Welt. Seit 66 Jahren haben Juden eine Zuflucht, eine Heimat, einen Staat, der ihnen gehoert. 
Yom haAzmaut Sameach, heisst es dann, und ueberall sieht man Fahnen. 
Dann werde ich wohl zur Flugparade nach Tel Aviv fahren. Jedes Jahr will ich hin und jedes Jahr entscheide ich mich dann doch dagegen. Es werde sicher viele viele Menschen am Strand von Tel Aviv stehen und zuschauen.

Gehackte email-Accounts bei gmail

Gestern nach Shabbat erhielt ich eine Mail, von einer Bekannten. Merkwuerdig war, dass der Anfang der Mail mit "Hello" begann, ohne Anrede und die Mail auf englisch weiter ging. Das war mir verdaechtig. Der Verdacht, dass diese Mail nicht von ihr kam verstaerkte sich als ich sah, wann diese Mail von ihr geschrieben worden sein sollte, naemlich am Shabbat, um 17:30. Unser Shabbat geht bis 19:45 und diese Bekannte ist Shomer Shabbat, d.h. sie ist um diese Zeit nicht im Internet. 
Ich rief sie an, um ihr das mitzuteilen. Sie erzaehlte, dass schon mehrere Freunde angerufen haetten, die ebenfalls eine dieser Mails erhalten hatten. 
Ihr war auch klar, wie man an ihren Account hatte kommen koennen. Sie selbst hatte eine Mail dieser Art vor einer Woche bekommen, leider aber spontan geoeffnet. Seitdem hat man wohl Zugriff auf ihr email-konto. 
Vorsicht ist also angebracht!!!
Der Inhalt der Mail lautete: 

Hello,

I have send you attached document with Google docs, check it out here, click here an log in with your E-mail account

Regards

Unterschrieben war mit ihrem vollen Namen. 
Was kann man in ihrem Falle eigentlich tun? Abmelden bei gmail??? Falls das geht...

Freitag, 2. Mai 2014

Shabbat shalom!


In jedem Blatt ist G-tt

Ein ganz besonderer Vormittag in Ein Kerem liegt hinter mir. Ich war allein, an "meinem" Platz und die Sicht war so klar, so absolut detailscharf. Weit, weit ging
der Blick in die Ferne, zu den Bergen Jerusalems. Der Kaktus blueht und in jedem Blatt ist G-tt zu finden. Ein tiefes Gluecksgefuehl ohne jegliche Spur von negativen Gedanken erfasste mich und liess mich sogar weinen. G-ttesnaehe und Ruhe, innerer Friede und die heilsame Ruhe, die ich oft suche, all das auf einmal war fast zuviel des Guten.
Vor Jahren war ich einmal in einem Shiur von Rav David Katz, bei Aish haTora. Er sagte, an irgendeinem Punkt, wenn man ploetzlich Details sieht und erfasst, die man vorher nicht wahrnahm ist man mehr als ueberwaeltigt. Er sprach aus einem tiefen inneren Gefuehl und war sichtlich aufgeregt. Staendig musste er tief durchatmen, schloss die Augen und sagte: "Das ist so tief, so tief, dass man es fast nicht aushalten kann..." Damals war ich beruehrt von seinen Worten, denn ich hatte eine Idee, von was er wohl spricht. Aber ich kannte das Gefuehl nicht, wusste nur, dass es wunderbar sein muss, das zu erleben.
Heute musste ich an ihn denken, denn ploetzlich hatte ich eine Ahnung, was er meint, fuer ein paar wunderbare Augenblicke wusste ich es und darueber war ich gluecklich.
Ja, ich bin gluecklich, richtig gluecklich!



































Donnerstag, 1. Mai 2014

Hilfsbereitschaft ohne Ende

Was in der letzten Woche so passiert ist, ist einfach unglaublich. Eine wirkliche Welle an Hilfsangeboten schwappte mir entgegen und es erinnerte mich stark an meine Herz-OP vor 4 Jahren, wo es mir genauso ging. 
Meine Rueckenschmerzen haben mein unmittelbares Umfeld mehr beschaeftigt als ich dachte und ich bekam viele kostbare Geschenke, um mich nun wirklich um mein Problem kuemmern zu koennen. 
Die Tochter meiner alten alzheimerkranken Dame, um die ich mich seit Jahren kuemmere, kam auf die Idee, mir eine Serie Massagen zu schenken. 
Eine andere Freundin bot mir zunaechst an, mir eine Summe Geld zu leihen, um mich behandeln zu lassen, spaeter bat sie mich, ihr doch die Freude zu machen, das Geld als Geschenk anzunehmen. Ich habe mir davon eine Monatskarte fuers Schwimmbad gekauft und die freudige Nachricht erhalten, dass - sobald man sich eine zweite Karte kauft - die Folgekarte 20% Nachlass bekommt. 
Ein guter Freund, der sich oft erkundigt, wie es mir geht, eigentlich seit ich im Land bin - und mir von Anfang an viel geholfen hat, drueckt mir einen Scheck in die Hand und sagt, nun soll ich aber wirklich weiter schwimmen gehen und mir damit etwas Gutes tun. 
Und als sei das noch nicht genug, schenkt mir heute ein anderer Freund sein orthopaedisches Kopfkissen, was er sowieso nicht benutzt. Ich wuerde es sicher mehr brauchen als er, so sagt er mir. 

Ich bin mal wieder ueberwaeltigt von der grossen Freundschaft und Hilfsbereitschaft, die ich in dieser Form aus Deutschland nicht kenne. 
In der letzten Woche habe ich mir am Freitag eine Massage gegoennt, die sehr intensiv war. Das gute Ergebnis hielt sogar ein paar Tage an. Morgen frueh werde ich sie erneuern und hoffe, dass es mir wieder so gut tun wird. 
Heute abend habe ich die Monatskarte fuers Schwimmbad gekauft und bin gleich schwimmen gegangen, fuehle mich jetzt muede und gut. 
Ich danke allen so hilfsbereiten Menschen um mich herum ganz ganz herzlich und bin geruehrt. Auch wenn die meisten dies nicht lesen werden, weil bis auf einen keiner deutsch spricht. 
Vielen Dank und moege HaShem es euch hundertfach vergelten!
Ich freue mich!

Wassermelonen-saft fuer den heissen Sommer!

Heute habe ich mir einen Riiiiesenpott Melonensaft gemacht, nach dem Rezept von "FullyRawKristina" aus dem Internet.
(Sie ist etwas gewoehnungsbeduerftig und mir persoenlich ein wenig zu tussenhaft, aber ihre Tipps sind sehr gut und  lecker)
Also, fuer diesen erfrischenden Melonendrink, der an heissen Sommertagen besonders gut tut braucht ihr eine halbe Wassermelone, und ein paar Kraeuter (am bestern Nana-Minze, frisch).
Die Wassermelonenstuecke in den Blender, mixen, fertig. Kristina schlaegt noch vor, den Saft durch ein Sieb zu geben, ich lasse ihn aber so wie er ist. 
Eiswuerfel dazu, Kraeuter hinein, fertig!!
Kristina ist Fully Raw, das ist eine Ernaehrungsweise, die ich persoenlich mir jetzt nicht vorstellen kann. Aber die Tipps sind vorzueglich. 
Es gibt auch ein sensationelles Rezept von ihr fuer einen Holiday-Salat. Das Dressing ist so ziemlich unschlagbar, aus Avocado, Zucchini, Limone, Knoblauch, Dill und ein wenig Camun (Kreuzkuemmel) und kommt vollkommen ohne Salz aus.