Sonntag, 31. August 2014



Elul - der Koenig ist im Feld

HaMelech baSadeh. Die Chassidim sagen, zwar ist G-tt als unser Vater IMMER fuer uns ansprechbar, aber im Monat Elul ganz besonders. 
Der Koenig ist im Feld. HaMelech BaSadeh.
Es ist, als ob der Koenig aus seinem Palast gekommen ist, und sich unter das Volk mischt. 
Koennen wir sonst quasi um eine Audienz bitten, und werden auch vorgelassen, so ist es im Monat Elul ungleich einfacher, mit unserem Koenig in Kontakt zu kommen. 
Wir koennen ihn daher einfacher erreichen und mit ihm sprechen. Im Elul ist ER im Feld, d.h. mitten unter uns. Wir sollten die Zeit nutzen, und den Kontakt versuchen zu fuehlen. 
Wir koennen ganz einfach lossprechen, bitten, auch um Verzeihung bitten, uns Trost holen und unsere kleinen und groesseren Probleme mit IHM besprechen. 
Der Koenig ist im Feld.
(ein Video von JONATHAN RAZEL.) ich hoffe, ihr koennt es oeffnen.

Freitag, 29. August 2014


Shabbat shalom, Chayal boded Eliahu!

Heute war ich mit meiner Freundin in Tel  Aviv am Strand - der erste Shabbat ohne Alarm im Nacken. 
Wir trafen Elliott, aus New York, juedischer Name Eliahu. 
Eliahu ist 23 Jahre alt und seit EINER Woche im Land. Baruch Haba! 
Er hat alles liegen und stehen lassen, einen gut bezahlten Job aufgegeben, um herzukommen und in der Army unser Volk zu beschuetzen. Kol haCavod, Eliahu, wirklich alle Achtung. 
Er ist das, was man hier "Chayal boded" nennt (alleinstehender Soldat, also ein Soldat der ohne Familie im Land ist). 
Ich wuensche Eliahu alle erdenklich Gute und hoffe nicht, dass er so schnell in gefaehrliche Kriegshandlungen, an welcher Grenze auch immer, geschickt wird. Bleib gesund, Eliahu, und bau dir hier ein schoenes Leben auf. 
Shabbat shalom!

Ohne Worte

(foto: jewsnews)

Donnerstag, 28. August 2014

Mit Kippa und sechs Kindern - eine Doku ueber Rabbiner Avichai Apel


Sich dem Judentum naehern - langsam langsam

Ich bekomme wieder mehr Anfragen bzgl Giur - Uebertritt zum Judentum.
Bitte seid nicht boese, wenn ich mal vergessen zu antworten, oder mir ein bissel mehr Zeit lasse, denn manches geht mir zurzeit durch.
Dann moechte ich euch bitten, mich einfach nochmal zu erinnern.

Wer sich dem Judentum naehern moechte, kann nicht ewig nur aus Buechern lernen und Dinge fuer sich allein zuhause umsetzen.
Wer irgendwann einmal zum juedischen Volk dazugehoeren moechte, kann das nicht einsam und allein. Wir sind ein Volk und ein sehr wesentlicher Bestandteil ist die Gemeinschaft.
Wer es ernst meint und lernen moechte, der sollte recht frueh zu einem G-ttesdienst gehen, vorher in der Gemeinde nachfragen, oder den Rabbiner um Erlaubnis bitten. In diesen schwierigen Zeiten fuer Juden werden die Sicherheitsvorkehrungen wohl noch ein wenig hoeher geschraubt, da man auch Angst hat, es koennte sich jemand einschleichen, der einen Anschlag plant.
Das muesst ihr einfach akzeptieren. Dennoch solltet ihr am Ball bleiben, weiter fragen, falls ihr eine Absage bekommt, und neue Anlaeufe machen.
Eine Ablehnung gehoert oft zur "Strategie", um den Willen des Giur-kandidaten zu pruefen. Laesst er sich schnell abwimmeln und meldet sich nie wieder, hat er es auch nicht ernst gemeint.
Wenn ich etwas ernsthaft will, und es mein Herzenswunsch ist, werde ich alle Mittel und Wege in Bewegung setzen und mein Ziel erreichen. Das ist meine Meinung.
Rabbiner in Deutschland haben viel zu tun. Plant das ein, wenn ihr den ersten Anruf startet. Vielleicht muesst ihr wieder und wieder anrufen, um ihn ueberhaupt ans Telefon zu bekommen. Oder aber das Sekretariat gibt euch einen Termin beim Rabbiner, das waere das Beste.
Und bitte - schreibt keine Mail und erwartet, dass man euch antwortet.
Sich hinter einer Mail zu verstecken kommt oft nicht gut an. Meist antwortet auch keiner, da nicht immer der Rabbiner selbst sich um die Mails kuemmert, sondern der Vorstand oder eine Sekretaerin.
Mails koennen untergehen und niemand kuemmert sich darum.
Daher - zum Telefon greifen und anrufen.
Das ist auch ueblich hier in Israel  - der, der was will, der ruft an. Punkt.

Habt keine Angst - wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Versucht, eine Zeitlang regelmaessig in den G-ttesdienst zu gehen und so zu lernen, wie ein G-ttesdienst aufgebaut ist. Lernt die Lieder, die Gebete und versucht zu lernen was dahinter steckt, welche Bedeutung jeder Teil des G-ttesdienstes hat.
Versucht, ein wenig Hebraeisch zu lernen, denn die Sprache des G-ttesdienstes und des Gebetes ist hebraeisch. Es ist frustrierend, wenn man auf Dauer nichts versteht.
Anfaengerkurse werden oft angeboten in der VHS. Oft kommt ein Folgekurs dann nicht mehr zustande. Aber wenigstens kann man so die Buchstaben lernen und ein wenig Grammatik.

Und zuhause?
Fangt mit einer kleinen Sache an, die schon etwas SEHR Grosses und Starkes innehat.
Zuendet am Freitagabend, zu Shabbatbeginn, 2 Kerzen an. Ihr braucht keine silbernen Leuchter zu kaufen, es reichen 2 Teelichte auf dem Teller auf der Fensterbank.
Sucht euch den Segensspruch heraus, zum Kerzenzuenden und bittet um Kraft.

Im Bereich "Kosher leben" koennt ihr auch versuchen, eine grobe Regel umzusetzen. Bitte nicht zuviel auf einmal, es verwirrt nur, und man verliert evtl. schnell die Geduld, da es viele Mizwot gibt, die man auf keinen Fall alle auf einmal umsetzen kann. Das langsame Herangehen hat den Vorteil, dass man sich sehr bewusst ans Judentum annaehert. Macht alle mit grosser Andacht und versucht, Automatismus zu vermeiden.
Beim Kosher leben kann man als erste Massnahme das Schweinefleisch weglassen, falls man dieses vorher gegessen hat.
Oder/Und milchige Lebensmittel und fleischige Lebensmittel nicht zusammen in einer Mahlzeit essen.
Nach dem Fleisch essen wartet man 6 Std. um wieder Milchiges essen zu koennen,.
Nach einer milchigen Speise warten einige 1/2 Std. ,es reicht aber auch aus, sich den Mund zu spuelen oder die Zaehne zu putzen, und ein wenig zu warten, bis man Fleisch isst.
Der naechste Schritt koennte sein, sich ein paar Teller zu kaufen zum Trennen. z.B. weisser Teller NUR fuer milchige Speisen, roter Teller nur fuer fleischige Speisen.
Das ist schon recht viel.
Versucht, in der Woche etwas Besonderes fuer den Shabbat-tisch zu kaufen, eine Speise, die ihr gern esst oder eine besondere Frucht.

All das solltet ihr vielleicht ein paar Monate durchhalten, und fuehlen, ob es wirklich das Passende fuer euch ist, was ihr da tut und keine momentane Laune.
Ich wuensche euch einen guten Rabbiner, wo ihr lernen koennt.
Ich hatte wohl den besten, den es in Deutschland gibt. (nein, ich uebertreibe nicht). Rabbiner Avichai Apel aus Dortmund ist einer der reinsten Menschen die ich kenne. Er mag Menschen und empfaengt jeden mit einem freundlichen Gesicht.
Vielleicht koennt ihr euch einmal etwas von ihm anschauen.(hier ein Interview mit ihm)
Er kann auch Tipps geben, da er im Vorstand der Orthodoxen Rabbinerkonferenz ist. Im Uebrigen hat er viele Verbindungen und kann euch sagen, wer in eurem Ort der zustaendige Rabbiner, Ansprechpartner ist.



Mittwoch, 27. August 2014

Shlomo Artzi und Rita mit "Schnaim" (Zwei)


Shlomo Artzi - Besheket besheket

Zu diesem Lied von Shlomo Artzi bin ich 2004 mit meinem gemieteten Auto durchs Land in Richtung Norden gefahren. Es fuehlte sich so frei an, so voller Lebenslust an der Kueste entlang bei blauem Himmel zu singen... 
Ich bin dann kurz vor Tiberias abgebogen zum Berg Arbel, von dem aus man den Kinneret (See Genesaretz) ueberblickt. Gigantisch, diese Aussicht. 
Ich werde das Gefuehl niemals vergessen und werde bei diesem Lied immer wieder neu an diesen Tag erinnert und die grenzenlose Freiheit, die ich in mir spuerte. 
Und - das erste Mal das Gefuehl: Ja, hier bin ich zuhause, hier gehoere ich hin. 
Gute Nacht, mein Israel - gute Nacht auch nach Deutschland!

Die Zerstoerung eines Terrortunnels unter einer Moshee


Chaled Mashaal ist gegen Waffenruhe - und einem Veranwortlichen Chamasfuehrer werden beide Beine gebrochen - im Norden landen zwei Moersergranaten aus Syrien

Innerchamasischer Stress, anscheinend. Einem fuehrenden Chamasmitglied aus Gaza werden beide Beine gebrochen bei einem Streit. (!)
Waehrend Chaled Mashaal sich gegen die Waffenruhe ausspricht.
Fuer die Feierlichkeiten zum "Sieg ueber den zionistischen Feind" kommt sogar Ismail Chaniiya aus dem Bunker ans Tageslicht. Es werden Bonbons verteilt und es wird gejubelt. 

Im Norden fliegt heute zweimal eine Moersergranate auf israelisches Gebiet, vom Grenzort Kuneitra aus. Es scheint so zu sein, dass diese "aus Versehen" von den Kaempfen in Syrien zwischen Assads Armee und den Aufstaendischen heruebergeschossen werden. Die Aufstaendischen schienen die Oberhand ueber Kuneitra gehabt zu haben.
Was ich heute nachmittag hoerte, ist dass es sehr schwierig waere, falls die Aufstaendischen die Oberhand weiter gewinnen, denn unter diesen befinden sich mehrere extremistische Gruppen, u.a. Al Quaida und - meine gefuerchteten IS-Leute. IDF hat daher zwar zurueckgeschossen, aber als sich ein Panzer von Assads Armee naeherte, hat man erstmal abgewartet, ob von dort zu uns herueber geschossen wird, oder nicht. Denn die Politik soll sein, sich NICHT unnoetig einzumischen in die Kaempfe dort, trotzdem gezielt zu reagieren, wenn Raketen herueber"schwappen" aus Versehen, aber nicht mehr. 

Zahal (IDF) hat zurueck geschossen als einer unserer Soldaten getroffen wurde. Eine weitere Moersergranate ist in einem Kibbutz an der Grenze auf den Golanhoehen gelandet und hat einen Anwohner leicht verletzt, sowie ein Weingut getroffen.  Noch hat IDF nicht reagiert, gedenkt aber, dies zu tun. 
Nun lest einmal bei LILA,was der Spiegel daraus gemacht hat. Man koennte wirklich das Grausen kriegen. 

Die Israelfeindschaft geht uebrigens weiter. Gerade im TV gehoert: Aus verschiedenen europaeischen Laendern, die bisher israelische Produkte importiert haben, kommen Stornierungen, mit dem Argument, man koennen nicht Produkte kaufen aus Israel, waehrend in Gaza Kinder sterben. 
Aber nicht nur "Kauft nicht beim Juden" ist die Devise, auch "verkauft dem Juden nix!" scheint sich zu verbreiten. (Man will uns wohl abschneiden von der uebrigen Welt?)
Lieferanten aus Europa geben immer oefter an, ihnen wuerde die Ware fehlen, ganz ploezlich, und "man wuerde sich irgendwann wieder melden, falls die Ware vorraetig waere..."

Wenn Terroristen das schon sagen.....

(foto: jewsnews)

Shoshana Damari - die letzte Schlacht


Der Morgen nach dem Krieg - 50 Tage Zuk Eitan

Guten Morgen. Wenn man im Radio von "nach dem Krieg" spricht, dann schliesse ich mich an. Die Freudenparties im Gazastreifen endeten mit 2 Toten, warum auch immer, keine Ahnung. Man hat in die Luft geschossen, vielleicht ging da was daneben?
Die Bewohner des Suedens sind noch nicht zurueck in ihre Jeshuwim gekehrt nur Einzelne. Sie wollen sichergehen, noch 3 Tage abwarten, ob die Ruhe haelt. 
Viele sind sauer, und sagen, dass das ja doch nur wieder "bis zur naechsten Runde" ist. So denke ich auch. Aber was soll man jetzt als kleiner Buerger machen? Sich dreinfuegen, und nicht dran denken, wann die naechste Runde beginnt. 

Bilanz: mehr als 4500 Raketen sind auf Israel geschossen worden aus dem Gazastreifen.
700 davon sind von Iron Dome abgeschossen worden. (zur Erinnerung: nicht weil Iron Dome die anderen sind schaffte, sondern, weil diese in freiem Feld - unbewohnt - gelandet sind. Dann wird nicht abgeschossen, da jeder Abschuss 50.000 Dollar kostet. Rechnet selbst aus wieviel dabei jetzt rauskam. 

Die Chamas behauptet, dass Muchmad Def, der fuer tot geglaubt wird, ueber den Waffenstillstand entschieden hat. (haha)

Das Wetter (ja, ich schreibe ueber das Wetter, juchhu) scheint heute angenehmer zu werden als die letzten stickigen Tag. Man konnte kaum atmen und ich hatte mich bemueht, meine Hausbesuche in der Mittagszeit schon beendet zu haben, um dann im Buero die Berichte zu schreiben. 
Unter 30 Grad sind heute vorhergesagt. Das ist auszuhalten. 

Nicht dass ich dem Frieden so traue, aber es ware jetzt schon sehr schoen, sich im Monat Elul auf das konzentrieren zu koennen, was ansteht - die Vorbereitung auf Rosh HaShana und Yom Kippur. 
Ende August - die Sonne faengt gaaaanz langsam an, tiefer zu stehen, ich kenne das Gefuehl auf die Feiertage zu, es ist - fuer mich - melancholisch und ein wenig wehmuetig, da es die Winterzeit zumindest ganz ganz leise andeutet. Und unter der leide ich mehr als manche Leute hier unter der Hitze. Aber bis es richtig ungemuetlich wird, mit Regen (evt. Schnee), Wind und feuchter Kaelte in der Wohnung, wird es ja noch ein paar Monate dauern. Bis dahin wird es ertraeglich sein. Vor allem die Jerusalemer Naechte sind schoen kuehl und angenehm. 
Ich mache jetzt - sollte (hoffentlich) nichts Aussergewoehnliches passieren, eine kleine Schreib-atmenpause, um die innere Ruhe wiederzufinden. 
Danke G-tt, dass wir leben, dass wir zu einem neuen Morgen, einer neuen Chance - aufgestanden sind und dass du uns auch heute mit Nahrung und Kleidung versorgt hast, sowie einem Dach ueber dem Kopf. 
Danke dass wir atmen und sind.

Dienstag, 26. August 2014

Chodesh Elul tov, an alle!

Moege der neue Monat euch reichen Segen bringen, moegen eure Wuensche und Erwartungen erfuellt werden, und moegen alle in Gesundheit und Frieden (vor allem auch inneren Frieden) leben koennen. 
Moeget ihr nie die Verbindung zu unserem Vater verlieren, und euch immer an ihn wenden koennen, mit jeder Bitte, jedem Wunsch, jedem Anliegen. 
Moege es ein Monat des Rueckblickes und der Bilanz werden, auf unsere Taten, unsere Einstellungen. Der Monat der Slichot hat fuer die Sfaradim begonnen. 
Innere Betrachtung kann uns langsam an Rosh haShana und den hoechsten Feiertag des Jahres, Yom Kippur heranfuehren und bereit machen. 
Versuchen wir, uns nichts vorzumachen und schauen wir mutig und ehrlich vor uns selbst auf das Jahr zurueck. Es gibt noch unendlich viel zu verbessern, zu aendern. 
Vielleicht werden wir uns im Laufe des Monats Elul vor Rosh HaShana darueber klar, welche Eigenschaft wir uns naeher anschauen und eventuell verbessern wollen.
CHODESH TOV! Einen guten Monat Elul!


Ca. eine Stunde Ruhe

Bitternis in Israel.
Wir haben mehr Tote und Verletzte als bei der letzten Operation, der Krieg dauerte nicht 8 Tage, sondern 50 (!!!) und wir haben eine Menge Geld verschleudert. 
Wer gibt uns die Gewissheit, dass Chamas sich nicht neu bewaffnen?
Was machen wir, wenn wieder Tunnel gegraben werden? Greifen wir dann an? Zerstoeren wir die Tunnel dann?
Die Entwaffnung der Chamas ist nirgends beschlossen, das was Israel in einem Monat versuchen kann, ist eine Entwaffnung zu erreichen, gegen den Bau eines Hafens oder Flughafens, wie es Chamas fordert. 
Wer wird diese Entwaffnung ueberwachen?
Und im Uebrigen - Chamas ist eine Terrororganisation. Mehr kann man dazu im Grunde nicht sagen.

In 30 Tagen werden die eigentlichen Verhandlungen in Kairo erfolgen - die Forderungen von beiden Seiten kommen auf den Tisch

Man wird sehen - mehr sage ich nicht dazu.
Ich haette wirklich nichts dagegen, nicht mehr ueber Alarme zu schreiben, sondern erstmal eine Pause zu machen, mich zurueckzulehnen und ueber die Blumen am Wegesrand zu posten.

In Gaza wird auf den Strassen der Sieg gefeiert

17 min. NACH Waffenruhe - ALarm in Kerem Shalom

Einige Minuten bereits Waffenruhe auf beiden Seiten - in Gaza und Ramallah jubelt man

10 minuten NACH Eintritt der Waffenruhe: Alarm in Beeri, Kfar Aza, Saad

NACH Waffenruhe: Alarm in Yad Mordechai, Netiv HaAssara

NACH Eintritt der Waffenruhe: Alarm im Umkreis Gaza

DIE WAFFENRUHE IST BEREITS GUELTIG! JETZT!

Ich wollte mich ja jedes Kommentares enthalten. Tu ich auch.

Alarm in Ashkelon, die gesamten letzten Minuten, eine rakete nach der anderen

es soll WAffenruhe sein, ab DIESEM Moment.  (doch nicht Mitternacht)
(man musste anscheinend die Lager noch bisschen leeren... )

Kfar Aza, Saad - Alarm jetzt auch wieder Beer Sheva - es geht pausenlos die letzten Minuten

Alarm in Nachal Oz, Alumim

Alarm in Ashkelon

Alarm in Nirim, Ein HaShlosha

Alarm in Beer Sheva, Chazerim

Alarm in Beer Sheva

Alarm in Ashkelon, Nirim, Ein haShlosha,

Israel stimmt Waffenruhe zu

Alarm in Ashkelon, Dekel, Pri Gan, Cholit, Nir Jitzchak

Magen David Adom verkuendigt, dass der Schwerverletzte leider seinen Verletzungen erlegen ist

ברוך דין אמת
 יהי זכרו ברוך
Im Bereich Eshkol in einem der Jeshuwim kam ein Mann durch einen Moersergranatenangriff um, 3 weitere sind verletzt. 

Alarm in kissufim, Nir Oz, Kerem Shalom

Nicht um 19h, nicht um 20h, nein jetzt doch um Mitternacht soll Waffenruhe ausgerufen werden

So lautet es aus Kairo.
Der Raketenbeschuss mit den 4 Verletzten wird sicher einen Einfluss haben auf die angekuendigte Waffenruhe und den derzeitigen Beschuss, bzw. ob Israel dem zustimmt.

Alarm in Kerem Shalom

Alarm in Yad Mordechai und Netiv haAssara

Update: 4 Verletzte, darunter einer lebensgefaehrlich verletzt durch Beschuss vor ein paar Minuten

Chamas verkuendigt: Nicht um 19h sondern erst um 20h soll Waffenstillstand ausgerufen werden

Ich werde das nicht mehr kommentieren. Ich will nicht mehr.

3 Schwerverletzte von Raketenbeschuss ueber den Bereich Eshkol - wird soeben bekannt

Raketentreffer im Hof eines Kindergartens in Ashdod - wieder ein Wunder, es waren keine Kinder dort

Nochmal Alarm in Ashkelon und Beer Ganim

Schwere Salven ueber den Sueden - lasst mich in Ruhe mit Waffenstillstand. Ihr seid ja nicht normal

Ashkelon, Ashdod, Beer Tuvia; Beer sheva - ALARM!

Alarm in Bnei Nezarim, Avshalom, Dekel, Ashkelon

50 Tage Operation "Zuk Eitan"

Interessant: 
Drei wichtige Chamas-Leute haben die Nase voll vom zoegerlichen Verhalten von Chaled Mashaal und sind sich ueber einen Waffenstillstand einig.
Diese sind Haniya, Marsuk und der Sprecher der Chamas in Gaza, Abuzuri. 
Abu Mazen ist auch einverstanden, man wartet auf die Reaktion von Israel. 
El Achmad, der Leiter der palaestinensischen Delegation umgeht oeffentlich Chaled Mashaal. 
In Gaza sagt man "genug, wir wollen Waffenstillstand", waehrend Chaled Mashaal aus Katar diese Runde noch weiterfuehren will. 
Dies soll ein Waffenstillstand ohne zeitliche Begrenzung werden ab heute abend 19h. 
Im Prinzip ein Waffenstillstand ohne grosse Bedingungen, denn ueber Forderung wie Hafen, Flughafen, usw. soll in einem Monat verhandelt werden. 

Roni Daniel, Kommentator von Arutz2 gibt seinem Unmut kund, dass Chamas ziemlich viel erreicht hat, naemlich nicht mehr und nicht weniger alls sich mit Israel messen zu koennen und das auch noch nach 50 Tagen.. 
1. Chamas ist immer noch faehig, zu schiessen, nach 50 Tagen. 
2. Chamas bestimmt unser Leben, wieviele Menschen sich versammeln duerfen bei Festen, (gemaess der Sicherheitslage wird von Pikud haOref entschieden. )
3. Chamas entscheidet, wann wir in die Bunker rennen muessen und wann nicht. 
4. Chamas entscheidet, ob und wann das Schuljahr wieder beginnt. 
5. Chames entscheidet, ob die Fussballiga beginnt oder verschoben werden muss. 
6. Alles schaut zur Chamas, ob sie nun Waffenstillstand wollen oder nicht. Und wenn - dann wann. Denn auch das entscheidet Chamas.
GENUG! 

Und er hat Recht! Es ist eine Schande, dass es nach 50 Tagen noch nicht gelungen ist, die Chamas in die Knie zu zwingen.


Aber wenn ihr mich fragt, was ich zu dieser neuen Ankuendigung zu sagen habe, dass es einen neuen Versuch zum Waffenstillstand geben soll - ich nehme das absolut nicht mehr ernst.
Nicht reden - machen!
Und wenn dann eine eventuelle Waffenruhe wirklich eine Woche haelt, dann koennen wir uns weiter unterhalten. Bis dahin - lasst mich in Ruhe mit Spekulationen, mir ist das langsam zu laecherlich.

Ein Gruss von unterwegs

Ich habe heute merkwuerdigerweise trotz allem ein gutes Lebensgefuehl und moechte euch daran teilhaben lassen.


Gestern ein Molotow-cocktail auf die Rakevet (die Bahn)

Update: bei dem Treffer auf ein Hausin Ashkelon sind 6 Menschen verletzt worden, darunter 3 Kinder

(foto: nrg)

Chodesh tov!!!!! Ich wuensche uns allen einen besseren Monat als die zwei vorigen.

SChiessen in alle Richtungen

D.h. es waren zwar super viele Alarme, aber nicht so viele Raketen. Das kam daher, dass sie eben in alle Richtungen was geschickt haben, und das System dann alle Orte die nur eben getroffen werden KOENNTEN, gewarnt werden.

Volltreffer auf ein Haus in Ashkelon - keine Verletzten

Die Menschen in diesem Haus hatten eine Wahnsinnsdisziplin, muss man sagen, es wird gerade betont, dass wenn sie nicht in den Schutzraum gelaufen waeren.... nicht auszudenken.
Im Umkreis von Gaza wurden noch gleichzeitig Moersergranaten geschossen - zur Erinnerung: gegen sie kann man sich NICHT in Sicherheit bringen, es gibt keine Vorwarnung.

Man willl Waffenruhe (????????) aber nicht zu unseren Bedingungen

Alarm wieder in Nizanim

Die drehen durch - ich glaube mehr als 20 Orte haben Alarm, die schiessen in alle, einfach alle Richtungen

Ich werde wach von meiner App die durchdreht, die Alarme nicht schafft. 
Tel Aviv, Or Yehuda, Ashdod, Ashkelon, Rishon leZion, MEHRFACH Alarm in Tel Aviv , der Sueden, Nizan, Nizanim, Gan Yavne, Shfela Rosh HaAyn, Flufhafen, nochmal Tel Aiv und und und.... es hoert nicht auf es hoert nicht auf... seit Minuten immer wieder immer wieder.... das glaubt ihr nicht. 
Ich glaube, das war noch nie dagewesen in dieser Form
Jetzt drehen sie durch... 
es scheint Schaden zu geben, ein Haus in Ashkelon voll getroffen.
Bisher keine Berichte ueber Verletzte, was wirklich ein Wunder waere - wieder mal. 
Wow... ich werde verrueckt... und wach bin ich auch.

Gerade sagt der Kommentator im TV: weisst du, wieviele Menschen jetzt mit einem Puls von 200 aufgestanden sind?
So auch ich!
WACH bin ich.

Gute Nacht Israel - da ist jemand, der wach bleibt, damit wir schlafen koennen...


Montag, 25. August 2014

Guten Abend, nach Deutschland - Katjusha-rakete auf den Norden

Ja, ich war faul heute, in punkto schreiben. 
Ach was soll ich jede Rakete auffuehren? Es wird euch schon langweilen und es hat eh den ganzen Tag ueber Alarm gegeben, in Ashdod, Ashkelon, dutzende Male im Umkreis von Gaza, in Nachal Oz in Beer Sheva, am Abend auch in Gush Dan und anderen Ortschaften. 
Wenn ich richtig informiert bin, heute wieder an die 120 Raketen insgesamt. 
Hoffentlich hat das bald ein Ende. Aber wie ich aus dem Iran hoerte, moechte der Iran sobald als moeglich Nachschub an Gaza liefern. 
Ach, was soll man dazu noch sagen?
Der Iran behauptet auch, eine israelische unbemannte Drohne abgeschossen zu haben.  In Israel schweigt man zu dieser Behauptung.

Gerade war Alarm im Norden - wieder mehrere Katjushas ganz oben im Norden an der Grenze. (Metulla, Kyriat Shmona). Zwei Raketen, die in freiem Feld landen. Zahal antwortet mit Artilleriefeuer.
Schon beim letzten Katjusha-beschuss vom Libanon vor ein paar Tagen, wurde aus dem Libanon schnell betont, dass man davon "gar nichts wusste", aber Hisbollah traegt die Verantwortung, da beisst die Maus keinen Faden ab. 
Wie das an der Grenze im Norden weitergeht, kann man nicht wissen, und hier wird ueber einen neuen Waffenstillstandsentwurf gesprochen, der von Kairo ausgearbeitet wurde. Angeblich - aber wirklich nur angeblich, denn ich glaube an gar nichts mehr in dieser Hinsicht - will Chamas auch diesen Waffenstillstand. Habe ich ein Déjà-vu? Das hatten wir doch alles schon. Chamas "bittet" um Waffenstillstand, Israel geht darauf ein, Chamas bricht den Waffenstillstand. 
Muessen wir das wirklich immer wieder neu durchspielen?

Ich moechte mich jedenfalls mehr dem Positiven zuwenden, denn das staendige Beschaeftigen mit "dem Boesen", wie ich es mal nennen will, tut mir nicht gut. 
Meine Angst ist, wie ihr wisst, diese IS-Geschichte. Enthauptungen, Kreuzigungen, Steinigungen, gehoerten bisher nicht zu meinem Erfahrungsschatz, nicht mal theoretisch. 
Aber Chamas ermorden auch, und tot ist tot. Wie Netanyahu schon sagte, der einzige Unterschied zwischen IS und Chamas ist, dass IS enthaupten und Chamas in den Kopf schiessen. Tot!Terror ist Terror.
Und selbst wenn IS staerker wird und noch an einigen Orten der Welt "aufsteht", um um sich zu schlagen, und die westlichen Werte zu zerstoeren, die ganze Welt in ein einziges Chaos zu verwandeln und mit den enthaupteten Koepfen Fussball spielt, ich kann daran nichts aendern. 
Und sollte es mal in ein oder zwei Jahren soweit sein, dass IS vor der Haustuer steht, - auch daran kann ich nichts tun.
Aber bis dahin werden hoffentlich noch mehr als nur ein paar Monate vergehen und deshalb muss ich mir ueberlegen, wie ich weiterleben will. Mit staendiger Angst vor etwas, was NOCH nicht bei mir vor der Tuer ist, oder mit Zuversicht und G-ttvertrauen, mit selektiver Information ueber das, was in der Welt vor sich geht und mit einem ganz bewussten Umgang mit dem taeglichen Leben, mit jedem Tag, jeder Stunde, jedem Moment. 
Ich habe mich dafuer entschieden mehr Kraft, Energie und Bewusstheit zu investieren mein ganz persoenliches kleines Leben sinnvoll zu gestalten, zu "geniessen" und zu leben.
Heute morgen habe ich den Mann an der Bushaltestelle beobachtet, der sich bei Neeman einen Cafe holte und an seine Arbeit ging. Das brachte mich zum Laecheln. 
Die Oma, die ihren Enkel spontan an sich drueckte im Bus, rief auch in mir ein Laecheln hervor, sowie die Sonne auf den grell-gelben Blueten in Moshe Sharet, wo ich unterwegs war. 
Und wenn ich laecheln muss, dann hat das grossen Einfluss auf meinen momentanen Seelenfrieden. 
Dieser ist wichtig um weitermachen zu koennen, um dem Boesen im Land und in der Welt keine Eintrittskarte in meine Seele zu verkaufen. 
Denn schliesslich lebe ich immer noch gern in diesem Land, moechte nirgendwo anders sein, auch wenn wir in schwierigen Zeiten leben. Diese schwierigen Zeiten verwurzeln und verbinden einen aber auch noch tiefer und die Kluft zum "Leben vor Israel" wird groesser und groesser.
Ich moechte glauben, dass G-tt uns nicht verlaesst und uns wieder und wieder Wunder schickt, damit sein Volk in diesem winzigen Land ueberleben kann. 
Ich bin dankbar, dass ich in dem Land leben kann, fuer das ich mich irgendwann entschieden habe und werde gemeinsam mit unserem Volk auch diese schwierigen Zeiten ueberstehen.  

"Stellt euch eine schoene Welt vor..." Shlomo Artzi

Einer der ersten Saenger, die ich hier im Land hoerte, war Shlomo Artzi. Meist geben die Songs von ihm ein positives oder melancholisches Lebensgefuehl. Ich mag sie.

alarm in Nizan, Ashkelon, beer ganim,

Alarm in Yad Mordechai und Netiv haAssara

Palaestinensische Geschaefte in der West-bank boykottieren israelische Produkte

Gab es das in der Vergangenheit im Bezug auf israelische Produkte, die aus den Siedlungen stammen, so wurden nun als Protest gegen die Angriffe in Gaza israelische Prudukte insgesamt gegen palaestinensische ausgetauscht oder importiert aus anderen Laendern.
LEST Selber. ..

Mindestens 6-7 mal Alarm in Ashdod und Ashkelon am Morgen

Guten Morgen Israel, guten Morgen nach Deutschland

Abu Mazens Plan ist, zur UN zu gehen, und ueber sie Israel zu verpflichten, zu den Grenzen von 1967 zurueck zu kehren. 
Gestern abend kam noch im TV ein beangstigender Beitrag ueber IS in Israel. 
In Nazareth soll ein ISIS-Unterstuetzer leben, was der Buergermeister von Nazareth aber vehement bestreitet. 
Gerade Nazareth? Wo dort viele christliche Araber wohnen. 
Weiter wurde die Fahne der IS in einer Videobotschaft vom Har HaBeit (vom Tempelberg) gezeigt. Die Polizei, nachdem sie gefragt wurde, was sie gedenkt zu tun, gab an, dass die israelische Flagge verboten ist, aber die IS-Fahne nicht.. Na, wunderbar. 
Ein Video kursiert im Netz, worin ein kleines arabisches Maedchen, vermummt, eine Puppe in der Hand haelt, instruiert von einem im Hintergrund bleibenden Erwachsenen ihre Puppe nimmt, "Allah huAkbar" ruft und der Puppe den Kopf abschneidet. 

Sonntag, 24. August 2014

Gute Nacht, Israel - gute Nacht nach Deutschland












"Jemand geht immer mit mir...!"

Alarm in Ashkelon, Ber Ganim, Sikkim, Carmia

Alarm in Nizan, Nizanim, Ashdod, Ashkelon, Beer Ganim

Mashaal : Keine Verhandlungen

Mashaal in einem Interview im Iran:

Es gibt keinen Grund fuer Verhandlungen. Wir halten fest am Widerstand!

Alarm in Nachal Oz

BIlanz: Heute 130 Raketen auf Israel geschossen

BUMMM

das war hefitger Bumm... muss in der Naehe gewesen sein. Der Hund bellt.
Die Scheiben haben gewackelt

Alarm in Abu Gosh, Beit Shemsh Beit Meir, Ora - verdammt nahe

Deutschland zahlte anscheinend Loesegeld an IS

Da fragt man sich, wie denn IS an soviel Geld kommt?
Und heute kommt heraus, dass die Bundesregierung anscheinend fuer einen gekidnappten Deutschen Loesegeld bezahlt hat. 
Und wenn ich mich nicht stark irre, hat man dieses Loesegeld dafuer gezahlt, dass dieser Deutsche dann wieder "nach Hause" ins kuschelige Deutschland kommt, um dort das umzusetzen, was er wohl in Syrien gelernt hat. 
Oder war es nur ein "Tourist", der sich 2013 in Syrien die Natur anschaute?

Ein Leserbrief FUER Israel - und ich freue mich

Ich moechte meine Freude ueber eine der insgesamt zwei Mails bekunden, die ich bekam, als Reaktion auf meine Bitte, mir zu schreiben, falls man fuer Israel ist. 
Und ich moechte Teile daraus zitieren, mit Erlaubnis von A., die mir schrieb. 

Liebe Noa,
 
Ich schreibe dir wieder, um dir zu sagen, dass auch ich weiterhin Israel unterstütze, meine Solidarität ist ungebrochen, im Gegenteil eigentlich! 
Vielleicht gibt es dir Kraft, wenn ich dir meine Gefühle beschreibe, weil es vielen Menschen so gehen wird, vielleicht hilft das ein bisschen, ich weiß es nicht… Aber ich versuche es, weil ich dir so gerne mehr Kraft geben möchte, weil ich dich für einen sehr starken Menschen halte, und weil ich dir wieder einmal für deinen Blog danken möchte, weil ich dir wenigstens ab und zu eine Mail schreiben möchte, selbst wenn ich dir damit nicht das zurück geben kann, was du mir (und tausenden anderen Lesern) gibst, einen ganz direkten authentischen wahren Blick aus Israel…
 
Je mehr Demos gegen die "Kindermörder Israel" und für die "armen ermordeten Hamasführer" ich sehe, desto wütender werde ich. Ich bin nie auf die Idee gekommen zu zweifeln, nie, wenn ich all diese Demonstrationen sehe, bin ich auf die Idee gekommen, dass ich der falschen Seite glauben könnte. Je parteischer die Nachrichten werden, je abstruser die Kurzreportagen in der Tagesschau werden, desto wütender und trauriger werde ich.
Noa, ich hoffe von Herzen, dass es vielen vielen Menschen so geht, dass sie Wut und Enttäuschung und Trauer empfinden, dass propalästinensische Demonstrationen und Bekundungen so viel mehr oberflächliche Menschen anzusprechen scheinen. Es stört mich, dass Bilder von blutenden, muslimischen Kinder missbraucht werden, um Mitleid zu schüren und zu benutzen. Es stört mich, dass in der Tagesschau Palästinenser gezeigt werden, die mit drohender Faust erklären, dass noch viel mehr Menschen öffentlich enthauptet werden sollten, in Gaza, damit alle sehen, was für eine Schande es sei, Kollaborateur zu sein, es stört mich, dass uns allen so etwas in Hülle und Fülle gezeigt wird, es stört mich, dass es längst keine neutrale Berichterstattung mehr gibt! (gab es die je?)
 
Und je wütender ich werde, desto trauriger werde ich auch. Jeden Abend, wenn ich mit meiner Familie Tagesschau gucke, ich weiß gar nicht warum ich das noch tue. Jeden Abend rede ich dem Nachrichtensprecher rein, und versuche wenigstens meinen Eltern zu erklären, was im Fernsehen alles nicht erklärt wird. Oft kämpfe ich mit den Tränen. Jedes mal, wenn ich Plakate und Demonstrationen sehe (Jetzt in den Ferien ist das oft, ich war in Köln für eine Woche, auf der Domplatte konnte man immer neue Plakate bestraunen, und immer wenn ich mit dem Zug nach Frankfurt fahre, habe ich das Vergnügen neue Menschengruppen auf dem Römer und auf der Zeil mit ihren Fahnen und Bannern und Parolen beobachten zu dürfen) erkläre ich laut, was ich darüber denke, egal mit wem ich unterwegs bin, egal wer mich noch dabei hört. Und jedes Mal treibt es mir Tränen in die Augen. Ich erkläre es jedem der es hören will, jedem der abblockt und es nicht hören will, sage ich es erst recht. Weil ich nicht anders kann, weil ich versuchen will, wenigstens einen winzigen Teil beizutragen, wenigstens ein paar Leuten die Augen zu öffnen, wenigstens ein paar Leuten einen anderen Blickwinkel zu zeigen, in der Hoffnung, dass diese Leute dann mit anderen Augen und Ohren die Nachrichten hinterfragen, sich vielleicht besser informieren, vielleicht ihrerseits mit ihren Freunden und Familien darüber reden. Vielleicht schaue ich mir deshalb noch die Tagesschau an, weil es meine Eltern tun, und ich nicht will, dass sie es alleine tun.
 
Noa, ich schreibe dir wieder, weil ich dir sagen will, dass es noch viele Leute gibt, die als Nicht-Juden auf der Seite Israels stehen, ich weiß, dass andere bessere Worte gefunden haben werden, aber das hier sind eben meine Worte. Es sind verwirrte Worte, weil ich verwirrt bin, es sind verwirrte Worte, weil ich hier in Deutschland bin, weil ich oft nicht weiß, welchen Medien ich am ehesten glauben soll, weil ich nicht weiß, mit wem ich über meine Gefühle reden soll.

.......... Ich hoffe, es gibt noch viel mehr Menschen, die Israel unterstützen, die wir nur nicht hören, weil die Islamisten lauter schreien und die Passanten manipulieren. Ich hoffe, dass es viele gebildete und informierte Menschen gibt, die nicht am Frühstückstisch ihr Nutellabrötchen essen, über die Nachbarin reden, die ja jetzt eine neue Pfingstrose gepflanzt hat und eine neue Frisur hat, und sich einen Atemzug später über die Bild-Zeitung beugen und ein paar Sekunden betroffen sind, wie viele Menschen wegen irgendeinem fernen Krieg im armen Gazastreifen schon gestorben sind, wie böse doch die Leute sein müssen, die all diese Menschen umgebracht haben... Ich hoffe, dass es stattdessen viele informierte Menschen gibt, und man sie nur nicht hört, weil sie nicht auf der Straße stehen und schreien, weil sie nicht radikal sind, sondern weil sie leise sind. Ich habe bisher von keinem Anschlag auf den kleinen muslimischen Laden in der Altstadt gehört, ausgeübt von pro-israelischen Bürgern. Weil es diese Leute stattdessen zu den Leisen gehören. Weil diese Leute nicht anfangen weltweit Muslime anzugreifen! Und dass ist doch auch etwas Gutes…

Ja, A. Ich hoffe auch, es gibt noch viele, die wie du denken, aber ich bin schon erschrocken, wie wenig mir dazu schreiben. wenn 5000 pro Woche meine Seite aufrufen, dann muessten doch vielleicht 10 oder 20 dabei sein, die mir eine kurze Rueckmeldung geben, oder?
Vielleicht erwarte ich aber auch einfach zu viel vom Leser. 

Am 3. Juli schrieb ich ueber einen "moeglichen" Krieg

Wahnsinn. Gerade hab ich  mir noch einmal meine Posts angesehen, vom Anfang des Krieges. Es ist so unendlich viel passiert und es scheint schon sooo lange zu dauern. 
Am 3. Juli stand der krieg vor der Tuer. Und jetzt? Jetzt ist kein Ende abzusehen. 
Es wird seit Wochen jeden Tag geschossen, was das Zeug haelt. 
Und ueber die Wochen wurde die Ablehnung Israels jeden Tag mehr, der Hass aus Europa, und die Verurteilung. 
Zu meinem Schrecken habe ich auf meine Bitte, mir doch eine kurze Mail zu schicken, falls man Israel unterstuetzt und an seiner Seite steht, ganze 2 mails bekommen. Ich habe mich darueber gefreut, aber ihc frage mich natuerlich, welches Profil wohl meine Leser haben, denn ich habe 40 Menschen, die meinen Blog verfolgen und pro Woche 5000 Seitenaufrufe. 
Vielleicht seid ihr auch einfach zu faul mir zu schreiben, klar, jeder hat seine Routine, Arbeit, Familie usw. Da ist eine Mail an mich sicher auch laestig. 
Aber - es macht mich traurig. Denn vielleicht sind es ja wirklich kaum noch Menschen, die Israel unterstuetzen und die Israel-freundlich gestimmt sind. 
Warum lesen Menschen aber meinen Blog, wenn sie NICHT pro-Israel sind? 
Ich muss noch einmal mehr darueber nachdenken. 

Bereit fuer eine naechste Bodenoffensive

Aus IDF - Kreisen verlautet, dass man bereit ist fuer eine neue Bodenoffensive - falls diese erforderlich wird. Wann man darueber entscheidet - ist nicht klar.

Alarm in Nachal Oz, Sameret, Kfar Maimon, Shuva

Der Beschuss haelt an - und wird sogar wieder staerker

Der Beschuss ist in der letzten halben Stunde verstaerkt.
Abbas kuendigt neue politische und diplomatische Loesungen an. Er hat anscheinend etwas ausgearbeitet mit den Aegyptern, was z.b. ein internationales Mandat betreffen koennte. Mehr will er nicht verraten. Zuerst muessen die USA zustimmen und natuerlich Israel.

Alarm in Ashkelon

Alarm im Altenheim fuer Shoa-ueberlebende

Die alte Dame - und sicher nicht nur sie - fuehlt sich bei jedem Alarm an Auschwitz erinnert und zittert am ganzen Koerper. Vielen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben, geht es bei diesen Alarmen aehnlich. Alles kommt wieder hoch.

So sieht Alarm auf den Strassen von Tel Aviv aus

Ihr koennte es euch sicher nicht so recht vorstellen, wie es ist, wenn Raketenalarm gegeben wird.

Zewa Adom in Nachal Oz

Ein Amateuervideo ueber Alarm

Treffer in Ashkelon - und wieder Alarm in Ashkelon und im Umkreis von Gaza

In Ashkelon wurde ein Haus getroffen. Zurzeit ist noch nicht klar, ob es Verletzte gibt.

Raketensalven auf Ashdod und Ashkelon

Moersergranaten - das neue Spielzeug der Chamas

Jetzt haben die Chamas Gefallen gefunden, Moersergranaten auf uns zu schiessen, bzw. auf den Umkreiss Gaza. Gegen die Moersergranaten gibt es keinen Schutz, das gefaellt ihnen. Kein Iron Dome, keine Vorwarnung, einfach nichts. 
Die Moersergranate wird abgeschossen, und 3 sekunden spaeter schlaegt sie ein. Am Freitag traf sie den kleinen Daniel. 
Moersergranaten haben aber eine geringe Reichweite, dafuer aber groessere Zerstoerungskraft. 
Ach ist das alles traurig.

Bilanz des heutigen Tages: 100 Raketen vom morgen an bis jetzt auf Israel geschossen.

Vom morgen an wird pausenlos aus dem Gazastreifen geschossen. Gleichzeitig bombardiert Israels Luftwaffe Ziele im Gazastreifen. Wie das weitergehen soll, wissen wir schon lange nicht mehr, man kann nur von Tag zu Tag schauen.
Nachdem der kleine Daniel aus Nachal Oz am Freitag durch einen direkten Moersergranatenangriff zu Tode kam, sind sehr viele Bewohner aus dem Sueden wieder "geflohen".

Juedisches Ehepaar in Istanbul brutal ermordet

Ein juedisches Ehepaar ist in Istanbul brutal ermordet worden.
Ein recht bekanntes Paar, das eine Firma besass in Istanbul antwortet nicht auf den Anruf des Sohnes. Der Sohn schickt die Nachbarn, um nachzuschauen. Sie oeffnen nicht die Tuer. Nachdem die polizei die Tuer aufbricht bietet sich ein grauenvolles Bild, das Ehepaar wurde ans Bett gefesselt, und mit vielen Messerstichen brutal ermordet.  Um sicher zu gehen, drehten die Taeter noch den Gashahn auf.
Erdogan hatte in den letzten Wochen ohne Unterlass gegen Juden gehetzt und sie fuer den Krieg in Gaza verantwortlich gemacht.

Offiziell soll die Tat als Tat mit kriminellem  Hintergrund dargestellt werden. Es sei ein Raub.



Kann mir jemand sagen, ob das in den deutschen Medien kam? Ich habe es nur aus unseren Nachrichten in Israel.
Ich habe nur etwas ueber ein deutsches Ehepaar gefunden, dass aber in Alanya ermordet wurde. Merkwuerdig. 

Noch etwas gefunden, das scheint die Tat gewesen zu sein. Aber sehr merkwuerdige Saetze in diesem Blog "Europaeische Werte" (noch nie gehoert davon...????).

 Vielleicht sollten die jüdischen Journalisten im Westen die Muslime in der Türkei auch ein wenig mehr loben, ihnen mehr Geld geben, damit sie so was nicht tun? Denn das ist das Rezept der britischen Regierung, um solche haßmotivierte Gewalt der Muslime zu bekämpfen.

HIER ist der Artikel 

Wieder Alarm im Umkreis Gaza

Und ich werde jetzt gleich zur Arbeit muessen, bei 34 Grad heute. Hoffe, es klappt alles und ich schaffe viele Hausbesuche bis Mittags, denn danach hoffe ich, mich ins Buero zurueckziehen zu koennen, zur Klimaanlage.

Mehr als 12 Raketen schon heute morgen aus Gaza auf den Umkreis Gaza

Update von der Nacht.
Die Raketen auf den Golan, fuenf an der Zahl, kamen aus Syrien. Zahal hat nicht reagiert.
Abends aus dem Libanon eine Katjuscha. Ausser den zwei leichtverletzten Kindern, sind mehr als 10 Menschen mit Schock im Krankenhaus.
Zahal hat auf den Beschuss aus dem Libanon mit Moersergranaten in Richtung Abschussstelle reagiert. 

5 Raketen waren das auf den Golan

Gtt sei dank niemand verletzt. Wird das jetzt eine zweite Front? G-tt, siehst du das? Kannst du bitte aufpassen? Ganz doll?

alarm auf dem golan

Ach du gute guete. Zweimal Alarm in Ramat hagolan. Ich werd verrueckt. Nur keine zweite Front.....

Samstag, 23. August 2014

Eine gute sichere und ruhige Nacht, Israel! Und euch nach Deutschland auch. Schoenen Sonntag.



















2 Verletzte in Beer Sheva von Raketenbeschuss aus Gaza

Katjusha aus dem suedlichen Libanon

Wenigstens eine Katjusha wurde aus dem suedlichen Libanon auf Westgalilaea geschossen und hat ein Haus getroffen - G-tt sei dank war es leer.
2 Kinder wurden aber von Raketensplittern verletzt. 
Vorher gab es Raketenalarm in Akko und Umgebung.
Nasrallah laesst gruessen. Er will wohl mitspielen.

Vor ein paar Minuten : Alarm in Akko und Umgebung (Galilaea)

Erfolgreicher Abschuss durch Iron Dome. Ich dachte zuerst, es sei ein Fehlalarm und man weiss auch noch nicht genau, woher die Rakete kam. Es wird zurzeit geprueft ob sie evtl. aus dem Libanon abgeschossen wurde. Da sitzt ja auch noch jemand namens Nasrallah, im Bunker. 
Der mag uns auch nicht..

Seit gestern 260 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel

during a rocket attack in Israel…

(jewsnews)
HIER...http://www.jewsnews.co.il/2014/08/22/this-is-what-life-is-like-during-a-rocket-attack-in-israel-how-would-you-feel-if-this-was-your-commute-to-work/

Freitag, 22. August 2014

Shabbat shalom!


4-jaehriges Kind lebensgefaehrlich verletzt von Moersergranatenangrieff im Umkreis von Gaza

Vor Moersergranaten haben die Menschen im Umkreis von Gaza am meisten Angst. Es gibt keine Vorwarnung vor ihnen, man kann sich nicht in Schutz bringen. 
Update: Das Kind ist soeben vertorben.
Baruch Dayan Emet.
יהי זכרו ברוך

Viele wirre Gedanken und Schmerz - und unendlich viele Raketen, auch wieder auf Tel Aviv

Wieder steht ein Shabbat vor der Tuer, an dem Krieg im Land ist. Raketen fliegen auf unser Land und das ist traurige Realitaet, "Normalitaet" geworden. Wird das weiter gehen? Wenn alle Raketen verschossen sind, bekommen Chamas dann Nachschub und woher? Gelder werden genug fliessen, zum Aufbau von Gaza natuerlich, aber .... 
Meine Gedanken sind ziemlich verwirrt, ich denke viel an Europa. Heute morgen schlug ich unsere Zeitung auf und sah die zerstoerten juedischen Restaurants in Paris, zertruemmerte Fensterscheiben, demoliertes Mobiliar. Natuerlich habe ich keine Erinnerungen an die dreissiger Jahre, weil ich erst 1958 geboren bin, aber so muss es gewesen sein. 
Auch damals haben die Leute - wie heute wohl auch - gesagt: "Das wird vergehen". 
Aber immer mehr Juden, vor allem in Frankreich, sagen, wenn sie interviewt werden, dass es auf Dauer keine Zukunft fuer Juden in Europa geben wird. 
Die Buechse der Pandorra ist geoeffnet, und wo ich hinschaue herrschen Brutalitaet, Mord und Todschlag, Kreuzigungen, Steinigungen und es wird gekoepft. Ich kenne so etwas nicht aus der Vergangenheit, nicht in diesem Ausmass. Ja, im Mittelalter gab es das, aber ich bin damit nicht "vertraut". Es macht mir Angst und es macht mich traurig. 
Zertruemmerte Fensterscheiben von juedischen Restaurants geben mir einen ziemlich tiefen Stich ins Herz, ich kann das nicht beschreiben. Und ich spuere dass zu wenige Menschen aufschreien, den Schrei, den ich in meiner Seele spuere, den Schrei, den ich eigentlich aufschreien moechte. Vielleicht hoere ich die Schreie ja auch nur nicht bis hierher in den Nahen Osten. Das moechte ich glauben, um meine Seele zu troesten. 
Ich danke euch fuer jede Mail, in der ihr mir schreibt, dass ihr zu Israel steht, und euch nicht blenden lasst von der Propaganda der Chamas. Ich danke euch, wenn ihr aufschreckt, wenn ihr eine gemeinsame Demo von Muslimen und Linken, sowie Rechtsradikalen gegen Israel seht und ich danke euch, wenn ihr einen Rahmen findet, dagegen zu protestieren. Aber ich verstehe auch, wenn ihr Angst habt, das zu tun, Angst um euer eigenes Leben. 
Dass ich ueberhaupt darueber nachdenke, scheint so schrecklich und so weit weg, aber doch so nahe und so logisch fuer mich. Ganz tief in meinem Inneren war ich nicht entsetzt und ueberrascht, ich wusste es irgendwie, dass er da war, immer da war, der Hass auf Juden. Aber ich war nicht ueberrascht und nicht entsetzt und ......doch entsetzt. 
Wenn ich keine Kinder in Deutschland haette, ich wuerde darum beten, nie wieder, wirklich nie wieder nach Deutschland zu muessen. Aber niemand weiss, was in der Zukunft geschehen wird, und daher kann ich keinen "Schwur" ablegen, dass ich NIE mehr nach Europa moechte. (abgesehen davon, dass man nicht schwoeren soll... )
Es tut mir unendlich weh, dass meine Toechter in Deutschland wohnen, auch wenn sie keine Juedinnen sind und sich scheinbar wohl fuehlen, ihrer Arbeit nachgehen und Freunde haben, Spass haben in einem Land, in dem ich keinen Spass mehr haette.(ich druecke mich ungluecklich aus, natuerlich bin ich froh und gluecklich, dass sie beide sich wohl fuehlen und eine Arbeit und Freunde haben, und ich hoffe, dass das auch immer so bleibt. Nur habe ich auch die Angst, dass es in Europa selbst fuer Nicht-juden anders wird, gefaehrlicher, oder zumindest bedrohlicher. Ich hoffe, dass ich Unrecht behalte aber der Terrorismus und extrmistische Gruppierungen werden auf der ganzen Welt zunehmen, auch Deutschland wird uns wohl irgendwann verstehen, im Kampf gegen Terrorismus. Wie gesagt, ich hoffe, ich irre mich gewaltig )
Ich kann meine Gedanken nicht abstellen, kann diese Bilder und die Berichte nicht aus meinem Kopf radieren. Sie sind jetzt da und Europa ist nun (auch und immer mehr) mit dem Hass auf uns verbunden
Und doch freue ich mich ueber Freunde und Bekannte, die mir geblieben sind, die zu uns stehen und mir schreiben, dass sie uns nicht hassen.(ich kann sie an einer Hand abzaehlen, die noch im Kontakt sind)  Auch ueber Leser, die dies tun und ueber einige von ihnen, die ich sogar kennen lernen durfte, da sie Israel so moegen, dass sie schon hier waren. (vor allem Danke an Michael und Heidi, fuer die grosse Solidaritaet und eure Israel-liebe. Ich hoffe, dass sie nicht weniger geworden ist, ich bete darum!)
Jetzt muss ich doch weinen. 
Ja, Rabbiner Avichai Apel hat es mir immer gesagt. Und ich wusste innerlich, dass ich es irgendwann am eigenen Leib spueren werde. 
Er sagte: "Ueberlegen Sie es sich noch einmal sehr sehr gut, ob sie zu diesem Volk gehoeren wollen. Wir nicht nicht geliebt und oft hasst man uns sogar."
Ich bereue es nicht, keine Minute, dass ich zu diesem ungeliebten - oft gehassten - Volk gehoere. 
Das was er sagte, war mir nicht neu, aber so richtig fuehlen kann ich es erst jetzt, seit einigen Monaten. Auch wenn ich in Deutschland vor meiner Einwanderung nach Israel Anfeindungen gegen Juden spuerte, merkwuerdige Fragen in die Ecke "Abneigung gegen Juden" schieben konnte, oder gar bei einem Arbeitgeber gezwungen werden sollte, in die Kirche zu gehen, als ich um Befreiung bat. So wollte man mich quaelen, das spuerte ich in mir. Ich fuehlte eine gewisse Art von Sadismus, eine innere Freude, als man mir antwortete, dass ich daran teilnehmen muesse, das gehoere zu meiner Arbeit. 
Ich wollte mich weigern, und haette so meinen Job riskiert, aber ich hatte eine so grosse Abneigung gegen diesen Kirchbesuch... was sollte ich tun? 
Meine israelischen Freunde rieten mir, das zu tun, was vor vielen Jahren schon andere Juden taten. "Geh hin, und sei in Gedanken mit IHM, sprich Tehillim und vergiss nicht,dass man dir deine Gedanken nicht verbieten, noch kontrollieren kann. Vielen Juden vor dir ging es schon so. Setz deine Arbeit nicht aufs Spiel, das musst du nicht."
O.k. es ging mir an besagtem Tag schlecht, sehr schlecht, nicht nur psychisch. 
Vor der Kirche angekommen, war mir so uebel, dass mir fast schwarz vor den Augen wurde. Ich blieb vor der Tuer auf einem Stein sitzen und bin nicht hinein gegangen mit den anderen. Als sie wieder herauskamen, meinte meine Chefin zu mir, sie wuerde darueber mit mir sprechen wollen. 
Das Gespraech fand nie statt. 

Aber ich spuerte etwas. Das war es! Man kann Juden (vor allem religioese Juden)  nicht akzeptieren und ich war mir nicht sicher, ob man eine Muslimin gezwungen haette... 

Kurz gesagt, es tut mir weh, meine Kinder in Deutschland zu wissen, in einem Land wo gegen Israel, gegen Juden protestiert wird. Ich haette sie am liebsten hier bei mir, gerade jetzt.
Ja, ihr werdet das uebertrieben finden, aber zusammen mit vielen Geschichten ueber Pro-ISIS-Extremisten in Deutschland, die zum "Trainingslager"nach Syrien fahren, um zurueck in Europa irgendwann gegen die Unglaeubigen zu kaempfen, macht mir das ein ganz schlechtes Gefuehl und ich bekomme Angst, auch um sie.
Das Boese in der Welt scheint mir zu gross geworden, es breitet sich aus, und zuletzt las ich, warum ISIS unter anderem so viele Zulaeufer hat unter der Bevoelkerung in der sie Schrecken verbreitet. 
Sie bezahlt gut. SEHR gut. 
Und fuer Geld scheinen Menschen viel zu tun. Viel oder alles? 
(Ich spreche nicht von euch, auch wenn ich wieder verallgemeinernd klinge!! Ihr wisst das, oder?)
Auch fuer Macht. ISIS gibt den Menschen Waffen in die Hand und ploetzlich duerfen Menschen selber "richten", ermorden, wen sie wollen, sie haben Macht. 
Auch das ist schon mal dagewesen, oder?
Es gab Menschen die sich in Buchenwald freiwillig fuer die Arbeit an der "Genickschussmaschine" meldeten, weil das mehr Geld gab, diese Geschichte werde ich nie vergessen. 

Ich sehe gerade dass Salven ueber Tel Aviv und Ashdod geschossen werden, so ziemlich ueberall in den Sueden - und das ziemlich zeitgleich und auf einmal. 
Es geht wieder verstaerkt los. 
Das alles ist in meinem Kopf und macht die Seele schwer. 
Hier beschossen zu werden und von aussen - von der restlichen Welt - gleichzeitig dafuer gehasst zu werden, dass wir uns wehren - das passt nicht in mein Herz, ist mir so unverstaendlich... 

Es gibt auch Minuten, wie heute am Morgen, in Tel Aviv. Mit dem Kopfhoerer Musik hoeren, am Strand entlang spazieren und im Wasser zu "plantschen", kleine Gluecksminuten zu erleben, das ist schoen und dringend noetig. Dann zaehlt nur der Augenblick.
Ich werde weiter, wie in der letzten Zeit, versuchen, jede Minute auszukosten und zu "leben", richtig zu leben. Versteht mich nicht falsch, nicht weil ich Angst habe, dass ich hier von einer Rakete getroffen werde, sondern weil das Boese um uns herum, der Hass, die Angriffe, sich mindestens psychisch spueren lassen. Diesem Boesen - so habe ich das Gefuehl - muss man das Leben, das Glueck entgegensetzen. Das Glueck, was in jedem Moment liegt. 
Leicht ist das nicht, denn unsere Realitaet reicht aus - auch ohne das, was mich aus Europa besorgt - um traurig zu werden und das Herz schwer werden zu lassen. 

Bitte schreibt mir weiter mails, wenn ihr zu Israel haltet und uns unterstuetzt. Ich brauche das dringend.

Staendig Alarm im Sueden - ein Verletzter durch Rakete in Beer Sheva und Volltreffer auf eine Synagoge in Ashdod - 3 Menschen verletzt

Staendig "zewa Adom" im Sueden. 
Etwa 60 Raketen wurden heute schon aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen. 
Vor allem Beer Sheva, Ashkelon, und Ashdod, sowie Yad Mordechai und der gesamte Umkreis von Gaza, aber auch Gush Dan (Grossraum Tel Aviv) war heute betroffen. 
In Ashdod wurde eine Synagoge voll von einer Rakete getroffen. Drei Menschen wurden verletzt, davon einer mittelschwer.
Eine Kindergaertnerin im Bereich Eshkol berichtet ueber den Fall einer Rakete (ein riesen Bumm!") in der Naehe des Kindergartens ohne vorherigen Alarm. Es ist G-tt sei dank gut gegangen. Wieder ein Wunder!
Ich war mit einer Freundin in Tel Aviv am Strand und wir hatten keinen Alarm
Eigentlich wurden zum "Festival haBrisa" in Ashkelon 150.000 Menschen erwartet. Dieses wurde jedoch aufgrund der Sicherheitslage abgesagt. 
 Ob das Schuljahr am 1. September beginnen kann im Sueden, ist unklar. 30 % der Schulen haben keine geeigneten Schutzraeume. 

Falls der Beschuss Israels durch Raketen aus Gaza aufhoeren wuerde, waere Israel bereit, zu den Verhandlungen nach Kairo zurueck zu kehren. 
Vermummte in Gaza suchen sich 21 Verdaechtige heraus, die Informationen an Israel weitergeleitet haben sollen im Zusammenhang mit den "gezielten Toetungen" der drei Drahtzieher der Chamas, 18 davon heute. 
Vor den Augen der Menge wurden 7 bereits nach dem Freitagsgebet auf einen zentralen Platz in Gaza gefuehrt und erschossen. (HIER bei ynet nachzulesen, bzw. Fotos)

Ulrich Sahm zur "Kopflosen Chamas"

Ulrich Sahm hat einen interessanten Artikel ueber die "gezielte Toetung" der drei Terroristen gestern geschrieben.
Hier ein Auszug, aus dem auch hervorgeht, dass das Shiva-hospital in Gaza anscheinend den Tod von Muchmad Def bestaetigt hat, in Gaza aber offizielle dementiert wird, dass er tot ist.

Der israelische „Volltreffer“ hat die Hamas politisch wie militärisch schwer geschlagen und verwirrt, behaupten israelische Experten und ehemalige Geheimdienstleute. „Natürlich wird Ersatz für diese Männer gefunden werden, aber auf einen Schlag drei von sechs hochrangigen Befehlshabern zu verlieren, macht die Kämpfer zunächst führungslos.“
Wie in israelischen Medien berichtet, hätten die Israelis von dem geplanten Treffen „Wind bekommen“. Zvi Jecheskely, Reporter von Kanal 10 beschreibt: „In der Zentrale des Geheimdienstes gibt es einen Raum mit drei separaten Abteilungen. In einer sitzen die Elektroniker. Die empfangen alle denkbaren Signale aus der beobachteten Region im Gazastreifen, darunter abgehörte Telefongespräche. In der zweiten Abteilung sitzen die Verantwortlichen für menschliche Spionage. Sie führen Gespräche mit Informanten vor Ort. In der dritten Abteilung laufen beim stellvertretenden Geheimdienstchef R. die Fäden zusammen. Sowie er aus mehreren Quellen übereinstimmende Bestätigungen für Ort, Zeitpunkt und Namen der Teilnehmer an dem Treffen erhalten hatte, informierte er telefonisch Premierminister und Verteidigungsminister.“ Die „gezielten Tötungen“, früher auch „außergerichtliche Hinrichtungen“ genannt, müssen vom obersten Verantwortlichen des Geheimdienstes genehmigt werden. Das ist Premierminister Benjamin Netanjahu. Nach kurzer nächtlicher Beratung mit seinem Verteidigungsminister Mosche (Bougi) Jaalon wurde die Luftwaffe angewiesen, sich umgehend auf den Schlag vorzubereiten und die passenden Bomben auszuwählen.
Ein namentlich nicht genannter israelischer Sicherheitsoffizier erklärte laut israelischen Medien, dass dem „erfolgreichen Schlag“ eine lange und mühselige Aufklärungsarbeit vorausgegangen sei. Am Ende seien „mehrere Bomben mit einem Gewicht von zwei bis drei Tonnen“ auf das Haus abgeworfen worden, „um sicher zu gehen, dass wirklich alle Anwesenden getötet würden“.
In Israel fragt man sich, was mit der Hamas passiert sei. Die politischen Spitzen wie auch die militärischen Befehlshaber waren untergetaucht. Sie hielten sich irgendwo unterirdisch versteckt und hatten alle elektronischen Geräte ausgeschaltet, um nicht geortet werden zu können. Das erklärt auch das auffällige Schweigen politischer Führer wie Ismail Hanije. Während des ganzen Krieges blieben sie „unerreichbar“. Das könnte auch die Verletzungen der in Kairo beschlossenen Feuerpausen erklären. Wegen unterbrochener Kommunikationswegen konnten sie nicht bis zur letzten Kämpfergruppe durchgegeben werden.
Möglicherweise seien die getöteten Befehlshaber „unvorsichtig“ geworden, nachdem der militärische Oberbefehlshaber Muhammed Deif verschwunden ist. Josef Kuperwasser vom israelischen Ministerium für strategische Angelegenheiten sagte: „Fehler sind menschlich und auch die Hamas-Leute sind nur Menschen.“
Auffällig ist nach israelischen Angaben, dass weder Präsident Abbas noch die Ägypter die gezielte Tötung dieser Hamas-Befehlshaber verurteilt hätten. Die Ägypter hätten geschwiegen, weil im Sinai vier geköpfte Männer gefunden worden seien. „Islamisten“ aus dem Gazastreifen stünden hinter der Tat.
Zwar hat das Schifa-Hospital Deifs Namen auf Totenlisten veröffentlicht, aber die Hamas dementiert weiterhin den Tod, ohne den Beweis für sein Überleben zu liefern.

In Deutschland ist das Abhoeren von Telefongespraechen sicher nicht so moeglich wie hier. Es koennte sein, laut Ulrich Sahms Bechreibungen, dass ein abgehoertes Telefongespraech zur Ortung von Mohammed Def fuehrte.

 In Deutschland hätte das Abhören der Telefongespräche von Maschal und Spitzen der Hamas durch den israelischen Geheimdienst große Schlagzeilen gemacht. Doch in Nahost hat niemand diese wohl fast selbstverständliche „Nebensache“ auch nur angemerkt. Denn hier geht es, im wahrsten Sinne des Wortes, um Leben und Tod.

Wer den ganzen Artikel lesen moechte, HIER....

Ist es das, was Menschen in Europa wollen?


Guten Morgen nach Yad Mordechai - bei euch ist gerade Alarm und ich denke an euch!

Donnerstag, 21. August 2014

Der Herr ist mein Hirte - auch in dieser Nacht



Bilanz des Tages: 80 Raketen auf Israel - ein Abschuss durch Iron Dome ueber Modiin

Protestzelt am Prime Minister´s Office

Bewohner des Suedens planen fuer morgen und den gesamten Shabbat ein Protestzelt aufzubauen, am Prime Minister´s Office. Sie moechten noch einmal auf ihre unhaltbare Lage aufmerksam machen, fordern den Premierminister auf, ihnen in die Augen zu schauen und ihnen Loesungen - dauerhafte Loesungen - aufzutischen.

Reaktion auf die "gezielten Toetungen" zu erwarten

Die naechsten Tage werden angespannt sein. Besonders im Sueden des Landes. Als ob die Lage nicht schon genug angespannt waere. 
Chamas haben einen riesigen Verlust einstecken muessen mit der Toetung von drei fuehrenden Gestalten der Chamas. 
Mit diesem Verlust und mit wenigen Erfolgen, die im Moment aufzuweisen sind, werden sie in einigen Tagen evtl. wieder an den Verhandlungstisch nach Kairo fahren. 
Keine gute Voraussetzung - fuer Chamas - zum verhandeln. 
Daher wird stark vermutet, dass in den naechsten Tagen Chamas noch versuchen wird um jeden Preis einen Erfolg zu verzeichnen, irgendeinen!
Das kann das Vordringen in israelische Jeshuwim durch eventuell uebersehene Tunnel sein, das koennen Anschlaege oder Entfuehrungen von Soldaten sein. 
Daher ist hoechste Sicherheitsstufe rund um Gaza angesagt.

Roni Daniel: Wenn das so weitergeht, koennte es im Laufe der naechsten Zeit doch noch eine Bodenoffensive geben

Roni Daniel, Kommentator aus dem Sueden des Landes und ziemlich erfahren, vermutete soeben, dass, falls es in der Heftigkeit weitergeht, doch noch einmal eine Bodenoffensive stattfinden koennte.

Raketensalven auf Beer Sheva, Negev, Netiv haAssara,

Verletzt von Raketenteilen

Im Bereich Eshkol wurde heute ein Mann von Raketenteilen verletzt, als er Kindern half, in den Schutzraum zu gelangen. Er selbst schaffte es nicht mehr so ganz und wurde getroffen.

Dutzende Bewohner im Umkreis von Gaza verlassen wieder die Jeshuwim

Die Menschen, die nicht unbedingt dort sein muessen, fliegen wieder aus, nachdem es eine neue Welle von Raketenbeschuessen gab nach 10 Tagen Waffenruhe. 
Sie fahren in den Norden, moechten sich ein wenig erholen oder kommen noch einmal bei Verwandten unter.
Wann das Ganze ein Ende hat? 
Darauf gibt es zurzeit keine eindeutige Antwort. 
Eines jedoch ist inzwischen Tenor: Jeden Tag werden Raketen verschossen, und es werden weniger werden. Ein unbegrenztes Arsenal haben Chamas nicht und der Nachschub ist wohl auch nicht in Sicht, zurzeit. 

Das Schuljahr beginnt am 1. September - und viele haben Angst

Wurde in den letzten Tagen hin und herdiskutiert, ob das Schuljahr wie geplant am 1. September tatsaechlich beginnen kann, so wurde jetzt verkuendet, dass dies auf JEDEN Fall so sein wird. 
Die Eltern vieler Schulkinder jedoch haben Angst und Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder, da etwa ein Drittel aller Schulen im Land, NICHT mit ausreichenden Schutzraeumen ausgestattet sind, auch im Sueden des Landes, muss man betonen. 
Lehrer und Eltern finden den Zustand unhaltbar, die Kinder zu instruieren, bei Alarm sich unter den Tischen zu verstecken und die Haende ueber den Kopf zu halten. 
Die Lage sieht schlecht aus und der Krieg ist jedenfalls im Moment noch in vollem Gange, es fliegen Raketen und Moersergranaten und es scheint noch eine ganze Weile so weiter zu gehen. 
Erst gestern sagte Premierminister Netanyahu, dass wir uns in Geduld fassen muessen und es noch dauern kann. 
Wir koennen nur hoffen, dass nichts passiert, und Iron Dome alle Raketen abfaengt. Und dass unser guetiger G-tt seine grosse schuetzende Hand ueber die Kinder seines Volkes halten moege.

Gescheiterte Gehaltsverhandlung

Angestossen durch meine Kollegin, die meinte, nach 1 1/2 Jahren bei der Firma koenne ich ruhig nach einer Gehaltserhoehung fragen, bin ich heute zur Chefin. "Fragen kann man ja mal," dachte ich, "es gibt ja nichts zu verlieren."
Leider kam nichts dabei heraus, da wir - laut Chefin - vor 1 1/2 Jahren, also kurz bevor ich in der Firma anfing, von einer Schwesterfirma uebernommen wurden und erst da ein hoeheres Gehalt fuer die Sozialarbeiter beschlossen wurde. (Wir bekommen pro Monat 6000 Shekel brutto, das sind 1200 EUR, netto etwa 5500, = 1100 EUR)
Mein Kollege erzaehlte mir spaeter, dass er damals nur 5000 Shekel brutto verdient hatte. (1000 EUR), das sind ca. 4500 netto (900 EUR), ein Hungergehalt fuer Sozialarbeiter, wobei die Lage vor ein paar Jahren noch schlimmer war, da kamen viele Sozialarbeiter mal gerade an die Mindestgehaltgrenze. (damals war ich im Hadassah-Hospital und habe den Streik der Sozialarbeiter noch mitbekommen, die fuer mehr Gehalt kaempften)

In Israel wird sich empoert, kein "Freier" sein zu wollen. Was ist ein Freier? Nicht das, was man in Deutschland darunter versteht, sondern "Freierim" sind die, die verarscht werden. 
Die groesste Sorge in Israel ist, dass man ein Freier ist, verarscht wird, in welcher Hinsicht auch immer. 

Aber SozialarbeiterInnen sind wirklich Freierim. Das kann man so sagen. Sie leisten wichtige und schwere Arbeit, (wobei die Hausbesuche noch das allerletzte fuer viele ist, da niemand so recht von Haus zu Haus laufen mag), es werden ihnen immer neue Aufgaben  aufgeladen und das zu einem Hungergehalt. 
Manche sagen: "aber in Israel sind die Lebenshaltungkosten ja auch niedriger." 
FALSCH. 
Was billiger ist, ist allenfalls Obst und Gemuese auf dem Shuk, sowie Busfahrten im Land.
Aber Mieten und alles andere hier ist ziemlich teuer. In Deutschland habe ich in einer Neubauwohnung in Duesseldorf gewohnt, 1 grosses Zimmer, Kueche, Bad (neu!) fuer ca. 350 EUR. 
Hier wohne ich in einer aehnlichen - aber kleineren Wohnung ohne neues Bad fuer 500 EUR umgerechnet. Und das ist noch preiswert fuer die Gegend in der ich wohne. 
(Jerusalem ist allgemein teuer, aber die Moshava Germanit nochmal extrem teuer.)

Meine Kollegin hat ein privates Auto, wobei sich die Firma nicht nur am Sprit, sondern auch an der Versicherung beteiligt, das alles gibt es auch nicht mehr. Falls man sich ein Auto anschafft und es fuer die Arbeit nutzt gibt es nur noch Spritgeld. 

Tja, im Grunde komme ich aus, und wenn ich ab und zu einen Klienten bringe, gibt das einen kleinen Bonus von 300 Shekel pro Patient (60 EUR), was nett ist. 
Aber es waere schon ganz nett gewesen, wenn man ein wenig mehr angespornt waere bei dieser doch nicht immer leichten Arbeit und den auch nicht immer einfachen Klienten. 
Was nach wie vor ziemlich schlecht ist, ist die Tatsache, dass man fuer die ersten zwei Krankheitstage nicht bezahlt wird, d.h. der erste Krankheitstag geht voll auf Kosten des Arbeitnehmers, der 2. Tag zu 50 % und erst der dritte wird bezahlt. Da kommen 350 Shekel zusammen, falls man krank ist. Das tut weh. (70 EUR ist viel bei der Gehaltsklasse)
Weiter sind wir Freierim, da wir nur 12 Urlaubstage haben im Jahr. ( in den ersten 4 Jahren bei einem Arbeitsplatz, wobei sich das nicht wesentlich steigert im Laufe der Jahre.Bei nicht privaten Firmen sind es 14 Tage). 
Ab dem 5. Jahr - 16 U-Tage (fuer private Arb.geber 14)
Ab dem 6. Jahr - 18 U-Tage (fuer private A.g. 16)
ab dem 7. Jahr - 21 U-Tage
vom 7. Jahr an 28 U-Tage, das ist das Maximum. 

Krankheitstage sind auch nicht ohne Grenze zu nehmen, jeden Monat sammelt man etwa 1 1/2 K-Tage an und sie bleiben einem erhalten. D.h. man muss sich in acht nehmen, nicht im ersten Jahr ernsthaft krank zu werden, dann hat man ein Problem.

Aber man muss auch sagen : Wegen des Geldes geht niemand von Europa - besonders nicht von Deutschland - nach Israel. 
Da liegen andere Gruende vor, die einen dann doch fuer etliche Verluste entschaedigen. Ich moechte nicht mehr freiwillig in Deutschland leben, auch wenn ich viel mehr verdienen wuerde und mir ein Auto leisten koennte. 
Es ist schon in Ordnung, so wie es ist. Und es gibt hier kaum jemanden, der nicht noch einen kleinen Nebenjob hat.

Der Auftakt der Fussballliga wird aufgrund der Sicherheitslage verschoben

.. und findet nicht am Shabbat statt.

Aufgrund der verschaerften Lage - es werden weitere 10.000 Reservisten bewilligt

Grosser Erfolg - mindestens 3 fuehrende Chamaskommandeure getoetet

Ein grosser Erfolg gegen den Kopf der Chamas ist IDF gelungen. Waehrend wir immer noch im Unklaren darueber sind, ob Muchmad Def lebt oder tot ist, wurden 3 weitere wichtige Kommandeure getoetet.
Einer davon, Raed al-Attar, war massgeblicher Drahtzieher der Shalit-Entfuehrung und Planer von etlichen Selbstmordattentaten in Israel. Weiter war er der Initiator der Tunnel-systeme in Gaza. Er berichtete, wie die Idee entstand, Tunnel zu bauen im Kampf gegen Israel.
(Der "Sherif" von Rafiach)
"At that time Israel was entrenched in its posts, which were difficult to reach, and so the Brigades thought of a new weapon to fight against the occupation. This weapon was the tunnels war that the occupation didn't see coming," he said. (ynet) 
Er hat ebenfalls die Ermordung zweier Soldaten 2006 zu verantworten.

Der zweite Kommandeur ist  Abu Shmalleh,

"At the beginning of the Al-Aqsa Intifada, many of the Hamas military commanders were incarcerated in Israeli prisons and in the Palestinian Authority," Abu Shmalleh said in the half-hour propaganda film.
 "Each cell operated seriously, vigorously and diligently in its sector until Izz ad-Din al-Qassam Brigades achieved this power," he said. 
"Praise be to Allah, many members of the Hamas military commanders managed to get out of jail. There those who were released and those who escaped."
Abu Shmalleh went on to tell how these freed prisoners established terror cells within the Izz ad-Din al-Qassam Brigades. (quelle ynet)

Interessant auch, was er alles "befreien" wollte von der "Besatzung", nach seinen Worten gehoerten dazu genauso Haifa, wie Akko oder Jerusalem.

 "Gaza is a dear and beloved part of us, but the entire Palestine is still occupied ... The West Bank is still occupied, and Haifa, Acre and Jerusalem are still occupied."(ynet)

Der dritte Name ist Muhammed Barhoum.

 Al-Attar, Abu Shmallah and Mohammed Barhoum were killed in a 2:30am IAF bombing of a house in the Tel al-Sultan refugee camp west of Rafah in the southern Gaza Strip.(ynet)
Den gesamten Artikel koennt ihr HIER IN YNET nachlesen. 

In Gaza ist man entsetzt ueber die Toetung der drei Drahtzieher und schwoert, dass Israel einen hohen Preis zahlen wird.
Man darf sich sicher fragen, wer den Platz der drei einnehmen wird, denn jeder ist ersetzbar, und fuer jeden getoeteten Kommandeur der Chamas ruecken andere nach, die in ihrem Sinne weitermachen, das Erbe weiterfuehren, Juden zu toeten.
Aber sicher ist es ein ziemlich grosser Erfolg, diese drei erwischt zu haben.
Ueber Machmud Def ist nichts weiteres verlautbar, aber er befand sich im Haus, das bombardiert wurde, wobei seine Frau und seine Tochter getoetet wurden.


Konflikte "bei euch im Nahen Osten!" - der Konflikt ist laengst auch bei euch!

In der Welt habe ich einen Artikel gefunden, warum Europa, die westliche Welt sich nicht aus den innerarabischen-innermuslimischen Konflikten heraushalten kann, auch wenn das wuenschenswert und einfacher waere - aber leider nur auf sehr kurze Sicht.
Denn, wie der Artikel so schoen sagt, spielt sich dieser heftige Konflikt auch vor eurer (der europaeischen) Haustuer ab.

Denn in allen spielen islamistische Gruppen eine Hauptrolle, die zwar für lokale Ziele eintreten, die aber nur deshalb so stark sind, weil sie Geld, Waffen und Kämpfer aus dem Ausland erhalten. Bei den internationalen Sponsoren handelt es sich meist um potente Einzelpersonen oder private Stiftungen in den arabischen Golfstaaten, mitunter auch um militaristische Regime wie jenes in Syrien oder dem Iran.
Sie unterstützen die jeweiligen Akteure aber letztlich nicht, weil ihnen deren lokale Anliegen besonders wichtig wären, sondern als Teil eines weltweiten Mehrfrontenkrieges gegen den Westen. Global denken, lokal handeln – für die terroristische Variante dieses Prinzips ist die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) das neueste und beste Beispiel.

Ein Modell-Kalifat, weltweit medialisiert

Einst im Irak entstanden, dann auf Syrien ausgeweitet, hat IS in den letzten Jahren Kämpfer von allen Kontinenten angezogen.
 und weiter heisst es

An dieser Schnittstelle ist der Westen nicht mehr nur ein gedachter Beteiligter in den neuen Terrorkriegen. Denn Zulauf erhalten viele der lokal agierenden Gruppen auch aus Europa und Amerika, von dort aufgewachsenen Muslimen oder Konvertiten. Sie riskieren ihr Leben für eine Erzählung, in der die Muslime zu den Rächern der Menschheit gegen das plutokratische Weltsystem des Westens werden, dessen angebliche Liberalität in Wahrheit nur der seelischen Versklavung dient.
Einen solchen Kampf müssen junge Menschen zumindest ideell irgendwann auch im Herzland des Feindes führen wollen, in ihrer eigenen westlichen Heimat. Alles andere würde der Psychologie und der Logik ihrer Biografien widersprechen. Auch in diesem Sinn können wir gar nicht "weggehen" aus diesem Krieg. Er findet längst auch bei uns statt.

wer den ganzen (auch fuer Europa) sehr beaengstigenden Artikel lesen moechte, HIER.....