Mittwoch, 5. November 2014

19 Jahre nach dem Tod von Jitzchak Rabin - יב בחשוון

Heute ist der offizielle Todestag von Jitzchak Rabin. Wir wissen nicht, wie es weitergegangen waere in der Politik Israels mit seinen Nachbarn, wenn Rabin nicht ermordet worden waere. 
Waere dann wirklich jetzt Frieden? 
So recht will daran niemand glauben. 
Ein Moerder aus den eigenen Reihen, dem eigenen Volk, ein Fanatiker. Auch da gibt es Menschen, die es anzweifeln, dass Jigal Amir tatsaechlich der Moerder war. 
Aus Rabins Rede kurz vor dem Mord:

„Ich möchte gerne jedem einzelnen von Euch danken, der heute hierher gekommen ist, um für Frieden zu demonstrieren und gegen Gewalt. Diese Regierung, der ich gemeinsam mit meinem Freund Shimon Peres das Privileg habe vorzustehen, hat sich entschieden, dem Frieden eine Chance zu geben – einem Frieden, der die meisten Probleme Israels lösen wird. … Der Weg des Friedens ist dem Weg des Krieges vorzuziehen. Ich sage Euch dies als jemand, der 27 Jahre lang ein Mann des Militärs war.“
Jitzchak Rabin
Im Radio werden ruhige Lieder gespielt und wir gedenken. Jitzchak Rabin wurde 73 Jahre alt.
Man kann mit Jitzchak Rabin einer Meinung sein oder auch gegen einen Friedensprozess, in dem Israel Gebiete aufgibt. Man kann Linksaktivist sein oder politisch mehr rechts stehen - eines jedoch darf nicht ueberschritten werden - die Linie der Gewalt. 
In diesem Punkt sollten wir uns einig sein. Fuer Frieden und gegen Gewalt. 
Ob dies auch um JEDEN Preis sein muss, darueber kann man sich (friedlich) auseinandersetzen. 
Friedrich Schiller sagte: "Es kann der Froemmste nicht in Frieden leben, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefaellt."
Aviv Geffen, der an der Friedenskundgebung sang, erzaehlt, dass er ploetzlich, ohne es geplant zu haben, dieses traurige Lied sang. 
Es gelangte nach dem Mord zu trauriger Beruehmtheit. (Lautschrift und Uebersetzung ins engl. HIER)
"Ich gehe, um dich zu beweinen, sei stark, dort oben..."


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