Freitag, 21. November 2014

Schwer zu verdauen

Vorhin habe ich etwas gelesen ueber die Opfer des Massakers von dieser Woche. Im Grunde konnte ich es mir denken, aber ich wollte das Schreckliche nicht wahrhaben. Warum nimmt man eine Axt mit, zusaetzlich zur Pistole? Warum ein Fleischermesser?
Ja, sie wurden nicht nur erschossen, sondern es wurden ihnen auch die Gliedmassen abgehackt. Ich tue mich schwer, das zu schreiben, ich tat mich schwer, es zu denken, es mir vorzustellen. 
Nicht umsonst sagen die Mitarbeiter des MDA (Magen David Adom, das israelische Pendent zum Roten Kreuz), dass sie so etwas Schlimmes noch nie gesehen haben. 
Genauso die Mitarbeiter des Zak´a (Identifizierung von Katastrophenopfern), die die ehrenvolle Aufgabe haben, Menschen zu identifizieren, auch Teile von Menschen zu identifizieren, was hoch anzurechnen ist, denn diese Bilder wird man nicht so schnell wieder los.Und doch sind sie immer wieder als Volontaere vor Ort, um Leichenteile zuzuordnen, "einzusammeln". 
Die Tatsache, dass in der gesamten Woche immer wieder ueber das Unvorstellbare berichtet wird, sagt auch einiges darueber aus, wie sehr wir bemueht sind, es irgendwie zu verdauen. 
Und mal ganz ehrlich - ich bin weit davon entfernt, das verdaut zu haben. 

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Noa,
danke für die Berichterstattungen und für die Beschreibung deiner Gefühle. Ich werde mir solche Videos und Bilder nicht ansehen, mir reicht schon die Nachricht vom Anschlag.
Ich hoffe das der Schabbat etwas Ruhe bringt...

Gut Schabbes