Mittwoch, 31. Dezember 2014

929 פרק ט Genesis Kapitel 9

Zum heutigen Kapitel beziehen sich mehrere Auslegungen auf das geistige Niveau, das im Garten Eden herrschte, im Gegensatz zum Absinken desselben, nach der Sintflut. 
Im Garten Eden war es verboten, Fleisch zu essen - oder besser gesagt, dem Mensch fehlte gar nichts, wenn er nur pflanzliches ass. Er war naehr mit den Tieren verbunden und lebte in Freundschaft mit ihnen.
G-tt befahl im Kapitel 1
Da gebe ich euch
alles samensäende Kraut, das auf dem Antlitz der Erde all ist,
und alljedem Baum, daran samensäende Baumfrucht ist,
euch sei es zum Essen,

Der Mensch lebte im Einklag mit sich und der Natur, den Tieren. Zehn Generationen spaeter "sieht" G-tt, dass der Mensch sich nicht mehr auf der gleichen geistigen Ebene  befindet. Und er gibt eine spektakulaere Erlaubnis, die enorme Auswirkungen haben wird auf das Zusammenleben von Mensch und Tier. 
Von nun an wird die Herrschaft des Menschen ueber die Tiere erweitert. Der Mensch bekommt die ERLAUBNIS (nicht etwa den Befehl!), Tiere zu essen. Mit einer Einschraenkung, das Blut nicht zu essen. Denn - wie wir spaeter hoeren werden, im Blut liegt die Seele. 
(Ob G-tt mit seiner Erlaubnis, alles Lebende essen zu duerfen aber meinte, dass der Mensch daraus eine komplette Fleischmaschinerie anlaufen laesst, die jeglicher "Menschlichkeit" oder "Wuerde gegenueber lebenden Wesen" entbehren laesst, ist fraglich und ich kann es mir nicht vorstellen. Dazu treibt den Menschen sicher eher seine Gier und sein "Nicht-genug-bekommen-koennen." Wir geben uns nicht mit dem, was noetig ist zufrieden)

Der Mensch wird in seinem Wert erhoben, indem G-tt kundtut: Wer den Menschen toetet, dessen Blut wird vom Menschen vergossen, denn der Mensch wurde nach G-ttes Antlitz erschaffen. Wer also einen Menschen toetet, toetet gewissermassen auch G-tt, er verachtet ein von G-tt erschaffenes Wesen. 
G-tt verlangt Rechenschaft, wie wir hoeren, er gibt die Verantwortung fuer eine so schreckliche Tat in die Hand des Menschen und auch die "Verfolgung dieser Tat", Gericht und Strafe somit. 
Es ist verboten ein Menschenleben zu toeten. Hingegen darf man ein Tier toeten, um es zu essen. 

G-tt schliesst einen Bund mit dem Menschen und verkuendet, nie mehr alle Wesen der Erde von einer Flut vernichten zu wollen. Als Zeichen fuer diesen Bund soll der Regenbogen erscheinen. 
Daher ist auch ein Regenbogen eher ein "schlechtes" Zeichen. Denn wenn er erscheint, heisst dies, dass G-tt sich wieder einmal furchtbar ueber seine Menschen geargert hat und sich nun erinnert, einst einen Bund geschlossen zu haben, er "haelt sich gewissermassen zurueck" in diesem Moment, schlimmeres ueber die Menschen zu verhaengen. 
(Stellt euch vor, dass jemand einen Bogen spannt und euch treffen will. Der Regenbogen symbolisiert einen Bogen OHNE Pfeil!)

Noach pflanzt einen Weinberg und betrinkt sich. Der erste Alkoholabusus. Was trieb Noach dazu, sich betaeuben zu wollen, die Realitaet fuer ein paar Stunden nicht sehen zu wollen? Wir sehen anschaulich, wie unterschiedlich sich die Soehne verhalten, als sie den Vater nackt und betrunken im Zelt vorfinden. Waehrend Cham sofort seinen Bruedern davon erzaehlt, bedecken Shem und Jafet diskret die Bloesse des Vaters und schauen nicht hin. Sie waren die Wuerde des Vaters und beschaemen ihn nicht. 
Dass Noch Cham sogleich verflucht, als er hoert, wie sich sein Sohn ihm gegenueber verhalten hat, sehe ich ein wenig uebertrieben an, denn schliesslich hat der Vater einiges dazu getan, sich nicht gerade vorbildlich seinen Soehnen gegenueber zu verhalten. Meiner Meinung nach sieht er in diesem Moment nicht seine eigene Verantwortung, seine Vorbildfunktion. Und traegt nicht die Verantwortung fuer sein Handeln. 
Vor Shem und Jafet kann man wirklich  den Hut ziehen. Sie verhalten sich wuenschenswert und wir lernen daraus, keinen Menschen zu beschaemen.


Gen 9,1 Dann segnete Gott Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde!
Gen 9,2 Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben.
Gen 9,3 Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen.
Gen 9,4 Nur Fleisch, in dem noch Blut ist, dürft ihr nicht essen.
Gen 9,5 Wenn aber euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechenschaft, und zwar für das Blut eines jeden von euch. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. Für das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem seiner Brüder.
Gen 9,6 Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Denn: Als Abbild Gottes hat er den Menschen gemacht.
Gen 9,7 Seid fruchtbar und vermehrt euch; bevölkert die Erde und vermehrt euch auf ihr!
Gen 9,8 Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren:
Gen 9,9 Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen
Gen 9,10 und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind.
Gen 9,11 Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.
Gen 9,12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen:
Gen 9,13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
Gen 9,14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
Gen 9,15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
Gen 9,16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.
Gen 9,17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.

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Gen 9,18 Die Söhne Noachs, die aus der Arche gekommen waren, sind Sem, Ham und Jafet. Ham ist der Vater Kanaans.
Gen 9,19 Diese drei sind die Söhne Noachs; von ihnen stammen alle Völker der Erde ab.
Gen 9,20 Noach wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg.
Gen 9,21 Er trank von dem Wein, wurde davon betrunken und lag entblößt in seinem Zelt.
Gen 9,22 Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte davon draußen seinen Brüdern.
Gen 9,23 Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen.
Gen 9,24 Als Noach aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte,
Gen 9,25 sagte er: Verflucht sei Kanaan. / Der niedrigste Knecht sei er seinen Brüdern.
Gen 9,26 Und weiter sagte er: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, / Kanaan aber sei sein Knecht.
Gen 9,27 Raum schaffe Gott für Jafet. / In Sems Zelten wohne er, / Kanaan aber sei sein Knecht.
Gen 9,28 Noach lebte nach der Flut noch dreihundertfünfzig Jahre.
Gen 9,29 Die gesamte Lebenszeit Noachs betrug neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.

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