Dienstag, 30. Dezember 2014

Taubenmaedchen, ein Gebet

Noam Dan  schreibt folgendes: 
Ich spuerte ein starkes Beduerfnis nach Gebet, selbst wenn es keine genaue Adresse gibt, an die ich es richte, auch wenn es niemanden gibt, der hinter diesem tiefen Beduerfnis nach inneren Worten steht. Das Beduerfnis ist echt. Schon einige Jahre bin ich auf der Suche nach einem "nicht religioesen" (chiloni) Gebet. Es ist die Suche nach Trost, Ruhe und Schutz. Unser Kapitel 8 bietet einen Ort der Gnade an. G-tt erinnert sich an uns und beginnt von neuem, etwas zu schaffen. Die Worte - sie sind wie ein Spiegelbild zum Kapitel 1. bieten Wind und Wasser, Wasser und Himmel. Es fuehrt zurueck zum Unterscheiden, Begrenzen und definieren.

G-tt liess einen Wind ueber die Erde wehen und das Wasser sank. Die Quellen der Urflut und die Schleusen des Himmels schlossen sich; der Regen vom Himmel liess nach. 

G-tt sei dank! Wir fangen wieder noch einmal von vorn an.
Ioh moechte mein Gebet als Geschenk darbieten. Es ist immer bei mir, in meiner Tasche. Mein Gebet fuer den Weg - fuer Momente des Verlorenseins.
Von Admiel Kosman
(frei uebersetzt)

Gesucht
Gesucht, ein stiller Ort - die Seele dort hinzulegen
nur fuer ein paar Augenblicke
Gesucht, ein Ort, auf dem der Fuss ruhen kann
nur fuer ein paar Augenblicke
Gesucht, eine Blume, ein Bluetenstengel oder ein Strauch,
der sich nicht aufrichtet und zusammenfaellt
wenn sie kommt,
nur fuer ein paar Augenblicke
Gesucht, eine Rede, rein, angenehm und warm die als Bank dient, Zuflucht,
fuer jemanden, mir nahe, Taubenmaedchen,
meine Seele, die aus der Arche kam
fuer ein paar Augenblicke in den Morgenstunden
und deren Fuesse seither keine Ruhe fanden...
(Zrifin, 1989)

Und hier wird das Gebet zum Lied


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