Montag, 5. Januar 2015

929 noch ein Kommentar von Rav Amnon Dokov (Jeshiwa Etniel)

Die DNA des Volkes Israel
Dies sind die ersten Worte die zum ersten "Ivri" gesagt wurden. Gruendungsworte. Das "Im Anfang schuf..." des Volkes Israel befindet sich genau hier. 
Hinausgehen auf die Reise. Das ist die DNA unserer Geschichte. Vertrieben werden aus Bekanntem, Vertrautem und ins Unbekannte, Ungewisse aufzubrechen. 
Sie sind keine Wandernden des Wanderns wegen. Natuerlich gibt es ein Ziel, irgendein versprochenes Land, das der Ort des Segens ist, der Ruhe und Fuelle. 
Aber G-tt nennt nicht den Namen dieses Landes und es bleibt verborgen. So, dass man sich zu allererst  einmal auf den Weg machen muss, und wenn man ankommt, wird man es schon wissen. 
Dieses Muster endet auch nicht, als Awraham schon in Kanaan angekommen ist und sein Versprechen erhaelt. Auch im Land Kanaan wandert er doch weiter. Er steigt hinab, kehrt zurueck, bewegt sich im Land. Ein Hirte, kein "Mensch der Erde", kein Landwirt. 
Er befindet sich an einem Ort, aber doch ist er immer auch unterwegs. 
In Wahrheit endet diese Geschichte bis zum Ende der Tora nicht. 
Denn auch sie enden an der Schwelle des Landes Israel, einen Augenblick davor...
Das Land Israel bleibt immer die verborgene Anwesende. Der Ort zu dem man immer wandert. 
Aber wir sind immer noch nicht wirklich angekommen. 


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