Dienstag, 13. Januar 2015

Gedanken zum Text Kapitel 18

Vielleicht ist es unwesentlich aber was mir heute auffiel ist, dass das Kapitel 18 (hebr. יח) in der Gematria LEBEN heisst, Jud (mit dem Zahlenwert 10) und Chet (Zahlenwert 8) ergeben zusammen Chaj (was Leben heisst)
Oft gibt man bei Hochzeiten oder anderen Feiern einen Geldwert der ein Vielfaches von 18 ist. So drueckt man seinen Wunsch aus, der Beschenkte moege leben, es soll Glueck bringen.
Jud und Chet sind also zusammen gemaess der Gematria LEBEN und in diesem Zusammenhang fiel mir auf, dass es in diesem Kapitel einige Male um Leben geht. 
Sara wird neues Leben prophezeit, Leben, das sie in sich tragen wird sehr bald schon, obwohl sie ja schon viel zu alt zum gebaeren ist. 
Ebenso als G-tt dem Awraham seine Plaene Sodom zu vernichten mitteilt. Hier geht es um Leben und Tod, um die Frage, wer darf ueber-leben, wer wird sterben muessen?
Awraham feilscht um moeglichst viele Leben, denn es koennten ja Gerechte mit den Schlechten zusammen bestraft werden. Das will Awraham verhindern, und liefert sich eine lebhafte Diskussion mit G-tt. 

Was wir von Awraham in diesem Kapitel noch lernen, ausser, dass man fuer andere kaempfen sollte, ist die uebergrosse Gastfreundschaft (הכנסת אורחים). 
Awraham sitzt vor seinem Zelt, am 3. Tage nach der Beschneidung. Die Wundschmerzen sollen an diesem Tag am heftigsten sein. 
Er sitzt so dort und ist im Zwiegespraech mit G-tt als 3 Maenner vorbei kommen. Da tut er etwas fuer uns Unfassbares. Er bricht sein "Gespraech mit G-tt" ab, laesst G-tt sozusagen "stehen" und laeuft ihnen entgegen. Teilweise ist von  2 Engel und G-tt selbst die Rede oder von 3 Engeln, die daherkommen. 
Awraham wartet nicht etwa, bis sie sich dem Zelt naehern, sondern laeuft ihnen entgegen, um sie einzuladen. Ein Musterbeispiel an Gastfreundschaft. 
Er faehrt alles auf, was das Haus zu bieten hat, um seine Gaeste zu verwoehnen und zu ehren. 

Spaeter, als die Gaeste wieder gehen, kehrt Awraham zu seinem Zwiegespraech mit G-tt zurueck. Was uns den unglaublich hohen Stellenwert weisen soll, den die Gastfreundschaft innehat.

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