Sonntag, 25. Januar 2015

Schrecken kurz vor Shabbat

Am Freitag nachmittag fuhr ich nach Raanana. An der Kreuzung Raanana nahm ich den Bus zu meiner Freundin, die im Altenheim Achuzat Bayt wohnt. 
Kurz vor dem Ziel noch stieg ein Fahrkartenkontrolleur zu und bat um die Fahrscheine. Ich kramte in meiner wie immer unorganisierten Tasche herum, holte mein Portemonnaie heraus, suchte, fand ihn nicht. legte das Portemonnaie beiseite und kramte in der Tasche. Schliesslich fand ich den Fahrschein, musste aber relativ schnell aussteigen danach. Mit mir sass nur noch ein anderer aelterer Herr im Bus, der nach Herzliya fuhr. 
Kurz nachdem ich ausstieg und meine Freundin traf, wollte ich uns einen Cafe ausgeben im Cafe Aroma, was gleich an der Ecke war. 
Ich lief ins Aroma und bestellte, kramte in meiner Tasche nach dem Geld und - das Portemonnaie war weg. 
So ein ..... !!!
Mein Portemonnai mit einer Kreditkarte von American Express, einer Bankkarte von meiner Bank, meiner Krankenkassenkarte, meiner Rav Kard (die Fahrkarte mit der Monatskarte darauf), einem Organspendeausweis und - meiner nagelneuen Teudat Sehut, faelschungssicher mit Fingerabdruck. 
Nachdem ich ein klein wenig durchgedreht bin, konnten wir doch noch jemanden erreichen, um die Geldkarten zumindest zu sperren, und die nette Dame am Telefon konnte mir sogar die letzte Geldtransaktion nennen, die mit der Karte getaetigt wurde. 
Meine zwei grossen Probleme sind nun die Beschaffung der Teudat Sehut und meine Rav Kard, denn auf der war eine Monatskarte aufgeladen. Gut, dass wir fast Ende des Monats haben, aber dennoch muss ich noch etliche Hausbesuche taetigen bis Ende der Woche, so dass ich mir 1. bei Egged eine  neue Karte holen muss und 2. diese dann mit einer Zehner-karte aufladen muss. (oder aber, falls das nicht reicht, mit 2 Zehnerkarten), was mir gar nicht in den Kram passt. 
Ein Gutes an all dem Missgeschick: Waere ich nicht so scharf auf Cafe hafuch gewesen, (denn meine Freundin draengte, dass ich doch lieber bei ihr oben Cafe trinken solle), haette ich wohl evtl erst nach Shabbat wieder in meine Tasche geschaut und den Verlust erst dann gemerkt. 
Das haette bedeutet, man haette froehlich auf meine Kreditkarte einkaufen koennen, den gestrigen abend und heute am gesamten Shabbat. Furchtbare Vorstellung!

Nun, was ich in meiner Naivitaet doch hoffe ist, dass der Fahrer nach der Fahrt im Bus einen Kontrollgang gemacht hat und das Portemonnaie abgegeben hat. 
Morgen frueh werde ich mehr wissen. 
Warum bin ich aber auch so schusselig?

1 Kommentar:

AMC hat gesagt…

Beim Lesen hoffte ich auf ein glückliches Ende! Aber so kann ich es Dir nur wünschen. Auf dass sich das Portemonnaie auffinde!