Sonntag, 8. Februar 2015

929 ein weiterer Aspekt von Rav Ilai Ofran (Gen. Kapitel 36)

Rav Ilai Ofran, Rav Kvutzat Yavne mit seinen Ausfuehrungen zum Kapitel

Esau heiratet eine Kanaaniterin - Ada Tochter von Elon des Hetiters. 
Er beschliesst, sich zu assimilieren unter den Bewohnern des Landes. (uebrigens: faellt euch auf, dass nur ein Buchstabe ausgetauscht, das Wort lehitama (להיטמע) assimilieren, zu lehitama (להיטמא) verunreinigen, wird?)
Sein Vater, sowie sein Grossvater hingegen haben peinlich auf die familiaere Abstammung geachtet, als Fremde im Lande Kanaan zu leben, und sich nicht mit den Ansaessigen zu verheiraten. Aber Esau waehlt einen anderen Weg. Er heiratet eine Kanaaniterin, die ihm den Eliphaz gebiert. Die Familie von Esau wandert zum Har Seir. Und auch sein Sohn Eliphaz waehlt, sich mit den Einheimischen zu assimilieren. Er nimmt sich Timna, die Tochter von Seir, zur Geliebten. 
Generation um Generation - eine Familie von Fremden an einem neuen Ort. Generation fuer Generation waehlen die Nachkommen Esaus sich zu assimilieren mit den Ansaessigen, und die Toechter des Landes zu heiraten. 
Gegen den absoluten Willen von Awraham und ganz im Gegensatz dazu, was Isaak tut. 
Man kann Esau sogar verstehen, auch Eliphaz, das Leben eines Fremden ist schwer! Er scheint einsam und merkwuerdig, aussergewoehnlich und anders. Die Heirat mit einer Ansaessigen koennte ihn da aus seiner Fremdheit retten. 
Die naechste Generation der Assimliationsversuche heisst - Amalek! Amalek ist der Enkel von Esau mit seiner Frau, der Kanaaniterin, Sohn von Eliphaz und Timna aus Seir. 
Sein Vater und Grossvater haben mit aller Kraft versucht, keine Fremden zu sein, sich von der Identitaet einer neuen Welt zu befreien, der Randgruppen der Gesellschaft, merkwuerdig und schwach.
Nicht durch Zufall waechst dieser Sohn zu einem Archetypus von Fremdenfeindlichkeit heran - der Schwache ausnutzt, und ohne Gnade Sklaven schlagen wird, die aus Aegypten hinausziehen.
Von seinen Kindeskindern wird einige Generationen spaeter gesagt werden, 
"Da gibt es ein Volk, verstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Königreiches! Und ihre Gesetze sind von denen jedes anderen Volkes verschieden (Buch Esther 3.8)
Und der Vorschlag einer unheimlichen und beaengstigenden "Loesung"

Wenn es dem König gefällt, werde eine Anordnung geschrieben, dass man sie ausrotte.(3.9)
Und was faellt euch zu diesen letzten Saetzen ein?
Noch gar nicht so lange her, dass man an eine derartige "Endloesung" dachte und sie fleissig umsetzte...
Eine "Loesung" fuer ein schreckliches Problem, das alle zu stoeren scheint - die Juden!
Mir wird gerade ganz uebel....


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