Donnerstag, 12. Februar 2015

929 פרק מ Genesis Kapitel 40

In diesem Kapitel zeigt sich, dass Josef nicht nur ein Traeumer ist, sondern auch ein Traumdeuter. Der Mundschenk und der Baecker, die mit ihm im Gefaengnis sitzen, traeumen eines Nachts einen Traum. Jeder einen anderen und doch gibt es Parallelen.
Josef, der sieht dass die beiden niemanden finden, der ihre Traeume auslegen kann, macht ihnen den Vorschlag, ihn einzubeziehen.
"Auslegen das gehoert zu G-tt, erzaehlt es mir doch..."(40.8)
Der Traum des Mundschenks ist verbunden mit den Aufgaben seines Jobs.
Ein Weinstock mit drei Reben und Trauben darauf, die der Mundschenk in den Becher Pharaos drueckt.
Josefs Auslegung hoert sich hoffnungsvoll an: In drei Tagen wird der Mundschenk wieder seine Aufgabe bei Pharao erfuellen.
Die positive Auslegung von Josef ermuntert den Backer, Josef ebenfalls zu seinem eigenen Traum zu befragen.
Auf seinem Kopf befinden sich drei Koerbe Im obersten Korb befinden sich gebackene Speisen fuer Pharao. Und Voegel essen aus dem Korb auf seinem Kopf.
Bedauerlicherweise ist die Bedeutung dieses Traumes diese, dass der Baecker in drei Tagen getoetet werden wird und die Voegel sein Fleisch essen werden.
Nach drei Tagen verwirklichen sich beide Traeume gemaess der Auslegung von Josef.
Und was verwirklicht sich NICHT?
Josef hatte den Mundschenk gebeten, fuer seine Freilassung aus dem Gefaengnis zu sorgen.
Aber - 
 der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern vergaß ihn.(40.23)

1. Die Rollen im Kapitel
Der Baecker, der Mundschenk und der Kaemmerer. Der Baecker ist der Baecker des Pharao, der Mundschenk ist fuer die Getraenke zustaendig. Aber was macht der Kaemmerer und warum ist er der Verantwortliche im Gefaengnis? Es gibt da sehr interessante Auslegungen.

2. Wie deutet man einen Traum? 
Josef stellt fest, dass "das Auslegen G-ttes Ding ist", aber wenn man aufmerksam die Unterschiede in den Traeumen liest, nimmt man wahr, dass auch ein Mensch diese Traeume verstehen kann.

3. Josefs Hinweise
Josef gibt im Kapitel (40.15) laut sein Statement ueber sein doppeltes Leid kund:
Denn ich bin aus dem Lande der Hebräer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, daß sie mich hier in die Grube geworfen haben (40.15)

4. Das Hebraerland
So wird in dieser Geschichte das Land der Vorvaeter genannt. - und so wird auch Josef genannt - der Hebraeer. Auf diese Weise gesellt er sich zu Awraham, dem Hebraeer. (siehe Kap. 14.13)

5. Eine nette Geburtstagsfeier
(haengt davon ab fuer wen..)
Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten (40.20)
Es gibt eine Feier, eine Amnestie und eine Abrechnung.


Noch ein interessanter Beitrag zum Kapitel von Chaggai Misgav (Dozent fuer Talmud und Israel)
Chaggai erklaert uns, dass Josef anscheinend mit den aegyptischen Hieroglyphen vertraut war, "aegyptisch" sprechen und lesen konnte. Warum?
Nun - die Traeume zeigen, dass der Mundschenk in der Tat auf das Gute hofft, waehrend der Traum des Baeckers aufzeigt, dass er sich fuerchtet.
(an anderer Stelle wird erklaert, dass der, der nichts zu befuerchten hat, weil er immer aufrichtig war, auch in seinem Traum das Gute erhofft und erwartet, waehrend der, der unehrlich ist und zu recht im Gefaengnis sitzt, seine Schuld kennt und davon traeumt, dass es schlecht fuer ihn enden wird)

Und dabei gibt es einen sehr interessanten Hinweis. Denn das Wort fuer "Tod" in aegyptischen Hieroglyphen sieht so aus

Der Vogel ueber dem Laib Brot ist die Seele des Toten. Der Baecker hat also getraeumt dass er tot sei.
Interessant?

Der Text

1. Und es begab sich darnach, daß sich der Schenke des Königs in Ägypten und der Bäcker versündigten an ihrem Herrn, dem König von Ägypten.
2. Und Pharao ward zornig über seine beiden Kämmerer, über den Amtmann über die Schenken und über den Amtmann über die Bäcker,
3. und ließ sie setzen in des Hauptmanns Haus ins Gefängnis, da Joseph lag.
4. Und der Hauptmann setzte Joseph über sie, daß er ihnen diente; und sie saßen etliche Tage im Gefängnis.
5. Und es träumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Bäcker des Königs von Ägypten, in einer Nacht einem jeglichen ein eigener Traum; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung.
6. Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hereinkam und sah, daß sie traurig waren,
7. fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig?
8. Sie antworteten: Es hat uns geträumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Joseph sprach: Auslegen gehört Gott zu; doch erzählt mir's.
9. Da erzählte der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir hat geträumt, daß ein Weinstock vor mir wäre,
10. der hatte drei Reben, und er grünte, wuchs und blühte, und seine Trauben wurden reif;
11. und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrückte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand.
12. Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Tage.
13. Über drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, daß du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenke warst.
14. Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, daß du Pharao erinnerst, daß er mich aus diesem Hause führe.
15. Denn ich bin aus dem Lande der Hebräer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, daß sie mich eingesetzt haben.
16. Da der oberste Bäcker sah, daß die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch geträumt, ich trüge drei weiße Körbe auf meinem Haupt
17. und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise für den Pharao; und die Vögel aßen aus dem Korbe auf meinem Haupt.
18. Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung. Drei Körbe sind drei Tage;
19. und nach drei Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen hängen, und die Vögel werden dein Fleisch von dir essen.
20. Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhob das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Bäckers unter den Knechten,
21. und setzte den obersten Schenken wieder in sein Schenkamt, daß er den Becher reicht in Pharaos Hand;
22. aber den obersten Bäcker ließ er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte.
23. Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern vergaß ihn.
(Genesis 40:1-23)

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