Sonntag, 1. Februar 2015

Voellig ueberdreht

Heute war ein schrecklicher hektischer Tag im Buero. Es war furchtbar viel zu tun, was immer gegen Ende des Monats/Anfang des naechsten Monats der Fall ist.
Es muessen alle 100-120 Berichte eingegeben sein im Computer. Die Erstberichte fuer die neuen Klienten muessen auch in den Computer eingegeben, und handschriftlich geschrieben werden.
Weiter sind jedes halbe Jahr noch die Berichte ueber die Ovdim Sarim (die Gastarbeiter, foreign worker) dran, d.h. auch ca. 15-25 Berichte mit der Hand schreiben, ueber den alten Menschen und den foreign worker.
Gleichermassen muss man die Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, weiter "verfolgen". Was ist mit ihnen? Wann werden sie entlassen, will die Familie eventuell von einem israelischen Pfleger auf einen foreign worker "umsteigen"? wenn ja, dann gibt es viel zu regeln, z.B. eine Bescheinigung und Genehmigung des Misrad haPnim einholen.
Gleichzeitig schellt im Buero jede Minute das Telefon, - wir haben zwei Leitungen, d.h. es schellt im Grunde pausenlos.
Wieder gleichzeitig erscheinen alte Menschen, Verwandte, und Pflegerinnen, um den Plan fuer Januar einzureichen. Gemaess diesem wird der Lohn von der Gehaltsabteilung fertiggestellt.
Ich habe noch ca. 25 Berichte fuer foreign worker fertigzustellen, die werde ich mir in den naechsten Tagen mit nachhause nehmen. Im Buero ist das nicht zu schaffen.
Die Erstberichte fuer neue Klienten muss ich morgen irgendwie hinbekommen.

Und dann wird es wohl morgen oder spaetestens uebermorgen neue Listen geben - das heisst: Startschuss fuer den neuen Monat und LOS! Hausbesuche!
Es war dann heute so hektisch dass ich am nachmittag voellig ueberdreht in die Pause ging, erst um 14h konnte ich etwas essen, nach dem Fruehstueck um 6:45h.
Was noch erschwerend in diesem Land dazukommt: viele Israelis kommunizieren "schreiend". Vor allem bei uns im Buero wird viel geschrien. Meine Kolleginnen, die aus Russland eingewandert sind und ich sind da manchmal etwas peinlich beruehrt, wenn waehrend eines Gespraeches mit potentiellen Klienten die Hintergrundschreiereien zu laut werden, so laut, dass man den Menschen am anderen Ende der Leitung nicht mehr versteht. Dann muss man manchmal mehrfach sagen: "Bitte nochmal, ich kann Sie nicht verstehen...leider...sorry.."
Gestern war meine Kollegin sichtlich verzweifelt und ich kenne das Gefuehl nur zu gut. Es ist sehr sehr unangenehm vor neuen Klienten.
Und es traegt nicht gerade zu einem "ruhigen Arbeitsklima" bei. 
Jetzt muss ich erstmal langsam wieder "runterkommen".
Am Nachmittag gab es noch die halbjaehrige Untersuchung des Herzschrittmachers, der heute wohl auch Probleme hatte mitzuhalten.
Alles ist in Ordnung, die Batterie wird noch ein paar Jahre halten, so sagte der Kardiologe.
Und jetzt - ist der Tag definitiv fuer mich zu Ende.
Ein wenig lesen noch und dann ist Schluss fuer heute.
Das Telefon schellt schon wieder und ich moechte nicht drangehen.
Zuviel heute - einfach zuviel. 

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