Mittwoch, 25. März 2015

Sterbebegleitung

Ein Vortrag vom heutigen Tage hat mich sehr beruehrt. Die Dozentin war eine Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin, die mit Sterbenden arbeitet. Die  Beschreibung ihrer Arbeit strahlte trotz des schwierigen Themas eine besondere Art von "Ruhe" aus. Die Gespraeche, ueber die sie berichtete und der Prozess der Sterbebegleitung des Kranken und seiner Familie beeindruckten sehr. 
Mich stiess es mal wieder auf die Frage, ob ich diese meine Arbeit noch viele Jahre tun moechte. 
Im Grunde ist der Inhalt unserer Arbeit - die Hausbesuche - wirklich wichtig und nicht uninteressant. Was mich an der Arbeit lediglich stoert ist die Art und Weise, wie wir sie verrichten (muessen). 
Wir sind gewissermassen dazu gezwungen, im Renntempo von Familie A nach Familie B zu hasten und oft sind wir nur 20 min. bei einer Familie. 
Wir sind in der Hauptsache damit beschaeftigt, von Punkt A nach Punkt B zu laufen, an Haltestellen die Zeit zu verschwenden und sehen die Familien in der Regel nur einmal in zwei Monaten. 
Der Arbeitgeber stellt uns keine Autos zu Verfuegung und beteiligt sich auch nicht an den Haltungskosten eines Privat-pkws. 
Ich sehe lediglich den grossen Unterschied, wenn ich mir mal den Luxus leiste, mit dem Auto den Tag zu bewaeltigen (auf meine Kosten!) Ein Tag, an dem man mit dem Auto zu Hausbesuchen faehrt, ist ungleich entspannter und man ist am Ende des Tages nicht voellig erledigt vom Laufen, hat noch Energien. 

Optimale Arbeitsbedingungen fuehren eben meist zu optimalen und professionelleren Ergebnissen. 
Der allgemeine Trend ist, in moeglichst wenig Zeit moeglichst viel zu schaffen.
Ideen zu Arbeitsoptimierungen sind weniger erwuenscht und das was im Fokus ist, ist die Anzahl der Patienten, die gewissermassen Kunden sind. 
Das ist es, was mich stoert und ich bin nicht sicher, ob ich als "Arbeitstier" noch weitere 10 Jahre so weitermachen will. Nicht umsonst ist diese Arbeit - insbesondere die Hausbesuche - nicht sehr beliebt und es gibt eine enorme Fluktuation in unserem Bereich. 

Wovon ich traeume, ist eine Arbeitsstelle, die mehr Ruhe ins Leben bringt. Das hoert sich nach Utopie an, oder? 
Dieses Hasten von A nach B und das Ziel, moeglichst viele neue Patienten zu gewinnen, ist ein hartes "Geschaeft", und nicht nur Wohltaetigkeit. Zudem ist die Konkurrenz gross und schlaeft auch nicht. Es gibt unzaehlige private Firmen, die diesen Bereich bedienen und nur einige wenige "gute".
(wie wird gut gemessen? Moeglichst wenige Fehlerpunkte, d.h. der Firma gelingt es, dass der Sozialarbeiter die Familien alle zwei Monate sieht (alles was einen Tag darueber ist, ist ein Fehlerpunkt. Es ist auch ein Fehlerpunkt, wenn man jedes 2. Mal NICHT den Metapel, den Hauspfleger sieht. )
Bei dieser Arbeit etwas angenehmere Arbeitsbedingungen zu haben, wuerde ganz sicher sogar zu besseren Ergebnissen (also auch besseren Zahlen!) fuehren.
So aber bleibt es ein Rennen gegen die Zeit. 

Jahrestreffen der SozialarbeiterInnen - wirklich nicht mein Tag

Es war im Ganzen nicht mein Tag, obwohl ich mich im Grunde auf dieses Jahrestreffen mit einigen interessanten Vortraegen zum Thema "Lebensende" gefreut hatte. 
Es fing schon am Morgen damit an, dass die fuer uns Sozialarbeiter organisierten Mitfahrmoeglichkeiten um 7:30 am Stadteingang auf uns warten wollten. Wir 4 Sozialarbeiter, die recht nahe beieinander wohnen, wollte mit einem Taxi zu diesem Treffpunkt und da zwei nicht puenktlich waren, mussten wir in Eile in ein Taxi steigen, in dem der Fahrer geraucht hatte. 
Waere ich allein gewesen, waere ich nicht eingestiegen, denn meine asthmatischen Beschwerden stellten sich sofort ein. 
Kurz vor Tel Aviv, wo das Treffen stattfand standen wir im Stau und als wir endlich mit einer halben Stunde Verspaetung eintrafen hatten die Vortraege noch nicht begonnen. Es wurde Cafe, Tee und Gebaeck gereicht, wobei fuer Veganer natuerlich nichts dabei war, bzw. man nicht sagen konnte, ob das Gebaeck nun parwe oder chalawi (milchig) war. Einen Cafe wollte ich schon gern trinken, da es aber keine Sojamilch oder aehnliches gab, rannte ich erstmal los in das Einkaufszentrum in der Naehe. 
Die Vortraege waren interessant, die aeusseren Bedingungen im gebuchten Saal des Kulturzentrums sehr schlecht. 
Die Praesentationen der Vortragenden wurden auf dem Laptop einer Sozialarbeiterin gezeigt, wobei der Hintergrund so dunkel war, dass man die Schrift kaum lesen konnte. Das Problem wurde dahingehend "geloest", dass man den Raum abdunkelte, was zu einer mueden einschlaefernden Atmosphaere fuehrte. 
Ich glaube ich war die Einzige, die das enorm stoerte und meinen Genuss wirklich schmaelerte. 
Das, was dann als "Mittagessen" angesagt wurde, waren abgepackte Sandwiches - nur Kaese oder Ruehrei, also wieder nichts fuer Veganer - und das hiess wieder losrennen, sich etwas eigenes organisieren - und das in einer 20-minuetigen Pause. 
Der Nachmittag endete damit, dass uns eine andere Kollegin mit nach Jerusalem nahm, die in einem absolut halsbrecherischen Tempo nach Hause jagte, um ihre Kinder "rechtzeitig" abzuholen. Mein Kollege und ich standen Todesaengste aus, da sie auch noch staendig im Auto telefonierte - nicht etwa mit einer Freisprechanlage, sondern mit dem Hoerer am Ohr. 
Ich bin nun froh, zuhause zu sein und fand diesen Tag ziemlich anstrengend.

Dienstag, 24. März 2015

Flugzeugabsturz

Wie furchtbar! Ich kann gar nicht sagen, wie mich der Absturz der Germanwings-Maschine schockiert. Wie schrecklich muss es sein, wenn man auf seine Angehoerigen wartet, der Flug auf der Tafel steht - und die Mitarbeiter schon wissen, dass dieser Flug nie ankommen wird. 
Duesseldorf - von Duesseldorf aus sind meine Kinder und ich unzaehlige Male geflogen, meine Toechter wohnen dort. 
Ein Flug von Barcelona nach Duesseldorf ist nicht weit, ein Klacks, ein Routineflug, wie man sagt. 
Niemand macht sich grossartig Gedanken, dass etwas passieren koennte. 
Und doch - wir kleine Menschen haben es nicht in der Hand. Gar nichts haben wir in der Hand. 
Wie ich gerade hoerte, soll der Sinkflug der Maschine bis zum Absturz 8 min. gedauert haben. 8 lange Minuten. Ob den Passagieren schon klar war, dass ihr Flugzeug abstuerzen wird? Ausgerechnet in den Alpen. Niemand soll ueberlebt haben. Woher weiss man das? 
Unwahrscheinlich ist es sicher, aber doch nicht 100% geklaert. 
Wie schrecklich. 
Ich fuehle mit den Angehoerigen, unter denen auch eine ganze Schulklasse mit 16 Kindern sein soll, die von einem Austausche zurueck kehrten. Ein Israeli soll auch unter den Passagieren sein. 
Mein tiefes Mitgefuehl ist mit den Angehoerigen. 
Moegen die Seelen der Verunglueckten Ruhe finden. 
יהי זכרם ברוך
 

Freitag, 20. März 2015

Shabbat Shalom

An alle Leser Shabbat shalom und ein schoenes ruhiges Wochenende nach Eurem Geschmack. Fuer die, die gern in Israel waeren und nun in Deutschland Shabbat feiern sei folgendes gesagt: Mein Rabbiner sagte mir einmal: Wenn du dich nach Israel sehnst und kannst im Moment nicht dort sein  - Die Synagoge ist unsere Verbindung zu Israel, sie ist gewissermassen "dein kleines Israel" hier in der Galut." Das war mir oft Trost. Shabbat shalom!

Traurig oder lustig?

Heute morgen vor der Postfiliale. 
2 Maenner stehen dort schon vor 8h und warten. Ich naehere mich ihnen, stelle mich hinter den letzten, als eine Frau mit dem Auto vorbeifaehrt und den beiden Maennern aus dem Auto zuruft: "Ich bin hinter ihr dran." (zur Erinnerung: wir koennen alle nicht warten. Ich schliesse mich da mit ein..)
Inzwischen kommt noch eine andere junge Frau mit einem Cafe in der Hand. Wie sich spaeter herausstellt, war sie schon in der "Schlange", wollte sich aber eben einen Cafe holen. 
Es kommen noch 3 andere Menschen, die sich hinter mich stellen. 
Da kommt die Frau, die jetzt einen Parkplatz gefunden hat und fragt einen der Maenner: "Wer war die Frau, hinter der ich dran bin?" 
Er zeigt auf die junge Frau mit dem Cafe, die etwas abseits der Reihe steht. 
Und ich bin irritiert, erinnere sie daran, dass ich mitbekam, wie sie mit dem Auto an uns vorbeifuhr. Da platzt sie, kommt mit dem drohenden Zeigefinger auf mich zugerannt und sagt: "Pass mal auf! Soll ich es dir nochmal erklaeren?"
"Nein," sage ich, "du brauchst mir nichts zu erklaeren, ich bin in diese Reihe gekommen, als nur 2 Menschen hier standen." 
Sie wendet sich an einen der Maenner "Sag´s ihr, nun sag´s ihr schon!" 
Ich schaue den Mann irritiert an. "Die junge Frau mit dem Cafe war vorher schon hier." 
Ich sage: "Nun, dass alle kommen und gehen, wie soll man da wissen, wer schon hier war?" 
Die Frau aus dem Auto platzt jetzt und schreit mich - immer noch mit drohendem Zeigefinger - an: "IHR! IHR ASHKENAZIM, ja SO SEID IHR!" 
(insgeheim denke ich mir: wenn sie wuesste, dass ich noch vor ein paar Jahren gar keine Juedin war, wuerde sie mich sicher noch anders beleidigen.... ashkenazi ist da fuer mich eher keine Beleidigung)
Ich verziehe das Gesicht und muss lachen. "Oh je... jetzt bitte nicht diese Schiene. Ihr... was soll das heissen "ihr"? Das ist es was uns umbringt, dieses "Ihr" 
Sie macht weiter: "Ja, IHR, IHR Ashkenazim. Hochnaesige Typen. Ihr seid das Boese. Gift seid ihr,  das Gift der Kobra....!!!"
Ich schuettele nur noch den Kopf. Was soll man dazu sagen? 
Sie gibt sich nicht zufrieden und schreit: "Aber ich sage was ich will. Auch wenn ich schwarz bin. (ihre dunkle Hautfarbe ist mir bis dahin - ich schwoere - UEBERHAUPT nicht aufgefallen. 
"Niemand hat gesagt, dass du schwarz bist." sage ich ihr, aber sie ist in ihrem Film und setzt einen drauf: "Doch - DU hast gesagt, ich bin schwarz!"
???????? Auweh.... was soll man dazu sagen? 
"Ich sehe schon, " sage ich ihr, "wir sind nicht EIN Volk sondern IHR und WIR. Schade... "
"Ja, weil DU gesagt hast, ich bin schwarz."

Heute abend am Shabbattisch wird sie erzaehlen, dass eine unfreundliche Ashkenazim ihr im Eifer des Gefechtes um einen Platz vor der Postfiliale sagte, sie sei schwarz. 
Und so schuert sich der Minderwertigkeitskomplex weiter, auch wenn er - in vielen Faellen jedenfalls - gar keine Grundlage mehr hat. 
Ashkenazim gegen Spharadim, Charedim gegen Chillonim (nicht religioes lebende juden) oder nationalreligioese, nicht religioese gegen Charedim ich brauche gar nicht erst von Juden gegen Araber oder Araber gegen Juden anzufangen. Nicht mal wir sind uns einig.
In jedem Falle ist das, wovon ich traeume: "Ein Volk mit EINEM Herzen..." wohl doch nur eine schoene Illusion. 
Wie sollen wir so aus Aegypten ausziehen, gemeinsam aus der Sklaverei?

Mittwoch, 18. März 2015

Travel-hotel Gesher haZiv nahe Rosh haNikra

Hier moechte ich Euch noch ein paar Fotos vom "Travel-hotel" im Kibbutz Gesher haZiv zeigen, was ihr ueber booking.com buchen koennt.



































































Ein wunderbarer Ausflug nach Rosh HaNikra

Es war die erste laaengere Reise mit meinem kleinen neuen/alten Auto und er hat die Premiere ausgezeichnet ueberstanden, mich wohlbehalten wieder zurueckgebracht nach Jerusalem. 
Nach der Wahl bin ich um 7:30 gleich gestartet und war schon um 9:30 in Ein Hod. Einen Abstecher zum Kuenstlerdorf wollte ich noch unternehmen, denn dort war ich auch noch nie. 
Die Atmosphaere in Ein Hod war nett. Ein Cafe, ein kleiner Rundgang durchs Dorf und - weiter ging es nach Haifa, wo ich mich auf einen Cafe am Strand mit einem meiner besten Freunde traf. 
Erst um kurz nach 12h dann ging es durch die Minharot haCarmel (die Tunnel, die durch den Carmel fuehren, und den Weg in den Norden abkuerzen) weiter ueber Akko, Naharryia zum Kibbutz Gesher haZiw, wo meine Unterkunft fuer die Nacht sein sollte. 
Netter Empfang, eine sehr freundliche aufmerksame Rezeptionistin und gerade frisch renovierte Zimmer, bei sehr fairem Preis, in dem auch eine verbilligte Eintrittskarte in den Nationalpark "Rosh haNikra" inbegriffen war, so wie in einigen Restaurants in der Umgebung Preisnachlaesse von ca. 5%. 
Ich habe nach dem Besuch in Rosh haNikra in Shlomi in einem libanesischen Restaurant einen riesigen Salat gegessen, mit Humus und Pita. All das fuer nicht mehr als 8 EUR. 
Einen Abstecher nach Achziv zum "Achzivland" habe ich ebenfalls unternommen, wobei ich von Eli Avivis Frau vom Grundstueck verscheucht wurde. "1. ist das fotografieren bei uns nur gegen Bezahlung und 2. ist schon geschlossen. Komm morgen frueh wieder!" sagte sie barsch. 
Die Rueckfahrt heute morgen war weniger erfreulich, denn ich stand sehr oft im Stau, vor allem zwischen Rosh haNikra und Haifa, aber auch danach. 
Trotzdem war auch die Rueckfahrt mit 3 1/2 Stunden zu ertragen. Wenn man bedenkt dass ich am noerdlichsten Punkt an der Kueste Israels war, direkt an der Grenze zum Libanon. 

Rosh HaNikra


































































































Ein Hod - Kuenstlerdorf nahe Haifa



















































































































Nochmal Bibi - Und nun?

Dumm gelaufen. Da haben wohl noch einige ausser mir die gleichen Gedankengaenge gehabt wie ich. 
Nicht dass ich Bibi mag. Ich haette wirklich gern Veraenderung, frischen Wind erlebt. 
Aber da waren diese Gedanken: Und was, wenn Jerusalem geteilt wird? Und wenn Gebiete abgegeben werden, wird es so sein wie nach 2005, als der Gazastreifen einseitig geraeumt wurde? Alle dachten damals: Das ist die Loesung, wenn wir nur genug geben, dann ist Ruhe und Frieden. 
Falsch gedacht. 
Wuerde das jetzt anders sein? Ich glaube nicht. 
Was ist im naechsten Krieg? Kann Bujji Herzog da bestehen? 
All diese Gedanken - fuehrten dazu, dass ich nicht aus vollem Herzen Buji Herzog waehlen konnte. Geschweige denn mit dem Gedanken daran, dass es evtl. eine Koalition mit der Linken Partei Meretz haette geben koennen. 
Also kam es zu einer sehr krummen Entscheidung. Ich waehlte Bibi, obwohl ich es begruesst haette, wenn Herzog das Rennen gewonnen haette. 
Und heute scheint es so, als haetten andere eben solche Ueberlegungen gehabt. Die sozialen Ungerechtigkeiten traten ploetzlich hinter den Sorgen um unsere Sicherheit, um unser blankes Ueberleben als Staat - zurueck. 

Aber irgendwie herrscht doch so etwas wie Laehmung, Enttaeuschung. (Haengt natuerlich davon ab, wen man fragt)
Nochmal 4 Jahre Bibi?
Da koennte ich doch wetten, dass es in 2 Jahren wieder heisst: Ab zur Wahlurne. 

Wir werden sehen, wie sich die neue/alte Regierung zusammensetzen wird. 
Es wird wohl alles so weitergehen, wie gehabt. Und das ist das eigentlich Bloede.
Nichts wird sich aendern, aber auch gar nichts.
Aber wollte ich nicht daran beteiligt sein, wenn es zur Teilung Jerusalems kommt, so bin ich nun auf der anderen Seite leider daran beteiligt, dass sich gar nichts aendern wird.

Dienstag, 17. März 2015

Wahlberechtigt

In Israel werden heute 5,883,365 Menschen wahlberechtigt sein.
In 36 min. oeffnen die Wahllokale. 

Montag, 16. März 2015

Wahltag - freier Tag

Wahltag heisst freier Tag in Israel. Da man wegen des Shabbat nicht am Shabbat waehlen kann - wie in Deutschland am Sonntag - ist der Wahltag immer ein Wochentag, und somit frei!
Wer arbeiten muss, oder will, bekommt 200% Gehalt. 
Ich hingegen freue mich wie viele Israelis auf den freien Tag, es werden viele Familien unterwegs sein - und so auch ich. 
Um 7h, sobald die Wahllokale aufmachen, werde ich waehlen gehen, und dann gehts los. 
Gepackt ist schon, Reifendruck geprueft und getankt. 
Ich freue mich unglaublich auf diesen Ausflug in den Norden. 
Auf dem Weg zu meinem Ziel - Rosh haNikra, an der libanesischen Grenze, werde ich in Ein Hod vorbeischauen, einem Kuenstlerdorf kurz vor Haifa. 
Anschliessend treffe ich mich mit einem guten Freund, den ich lange nicht gesehen habe. Er wohnt in Haifa und ich werde einen Cafe mit ihm trinken, bevor es weiter geht nach Rosh haNikra. 
Uebernachten werde ich im Kibbutz Gesher haZiv, und am naechsten Morgen erst nach Jerusalem zurueckfahren. Dafuer habe ich einen halben freien Tag genommen. 
Am Mittwoch mittag dann geht es direkt in die Firma, es wird angestossen fuer Pessach, und wir Angestellten bekommen unser Pessach-Geschenk. 
Dies ist immer eine Karte, die aufgeladen ist mit einer gewissen Summe und in einer ganzen Anzahl von Geschaeften eingeloest werden kann, einschliesslich in bestimmten Supermaerkten, Optik-laeden, Kleiderlaeden, Haushaltsgeschaeften usw usw... 
Solch eine Zuwendung gibt es zu Pessach und Rosh haShana, zweimal im Jahr.

Sonntag, 15. März 2015

Hin und Her - Wahlen in Israel 2015

Ich stecke in einem Dilemma, gehoere zu den vielen Buergern Israels, die immer noch hin und herueberlegen, was sie waehlen sollen. 
Es ist nicht einfach dieses Mal. 
Viele - auch ich - sind Bibi leid, ein frischer Wind waere positiv fuer uns und unsere Aussendarstellung. Aber was nutzen uns die Beziehungen zu Europa und den USA, wenn man uns noch leichter mit Raketen beschiessen kann? Dies wuerde geschehen, wenn es zur Rueckgabe von Gebieten kaeme. Dann haetten wir eine Situation wie in Gaza. 2005 dachten auch viele, DAS ist die Loesung, der einseitige Rueckzug aus dem Gazastreifen. Gaza ist jetzt "judenrein". Und? Hat es uns geholfen, den Frieden in und um den Gazastreifen herum gebracht? 
Ganz im Gegenteil. Man beschiesst uns nun von dort aus, graebt Terrortunnel, um noch leichter Massenentfuehrungen und Terroranschlaege grossen Ausmasses zu planen und durchzufuehren, steckt alle finanziellen Hilfen in Waffen und Raketen, um uns zu vernichten, wie es in der Charta der Chamas steht. 
Chamas regiert in Gaza. 
Das koennte uns bevorstehen, wenn wir Gebiete aufgeben in Juda und Samaria. 
Wir sind nicht Europa, haben an erster Stelle - und wirlich an erster Stelle - fuer unsere Sicherheit zu sorgen, das reine Ueberleben. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. 
Das ist so klar wie nur irgendetwas. 
Iran baut fleissig an der Atombombe unter den Augen der Weltoeffentlichkeit und belaechelt die Warnungen Netanyahus. 
Man kann ihn moegen oder auch nicht - ich mag ihn ehrlich gesagt immer weniger - aber kann ein Herzog oder eine Zippi Livni fuer unsere Sicherheit sorgen? Einen Herzog kann ich mir unter Umstaenden noch als Premierminister vorstellen, aber sie haben vor, sich abzuwechseln, sollten sie an die Macht kommen. 2 Jahre Herzog, 2 Jahre Zippi. Ich habe meine allergroessten Zweifel an Zippi Livni als Premierministerin. Wer kann sie ernst nehmen?
IS steht vor unserer Haustuer, in Aegypten und in Syrien, das ist kein Spass. Wer will es mit dieser Herausforderung aufnehmen?
Ich moechte Bibi wirklich gern loswerden - aber ich moechte auch nicht einen kleinsten Anteil daran tragen, falls Jerusalem geteilt werden sollte und die "Front" naeher rueckt, wir in groesserer Gefahr sind als je zuvor. 

Wie es heute morgen meine Kollegin auf den Punkt brachte: Man kann waehlen, wen man will - nur muss man mit dieser Entscheidung dann auch ruhig schlafen koennen. 
Kann ich das, wenn ich mich gegen Bibi entscheide?
Die gesellschaftlichen Aspekte - Zedek Chevrati (Soziale Gerechtigkeit) ist nicht einen Schritt vorangekommen, da hat Bibi versagt. Junge Menschen moechten sich eine Wohnung leisten koennen, eine eigene. Dies ist zurzeit hier in diesem Staat immer unmoeglicher, junge Paare ziehen wieder zu den Eltern, weil es keine Zukunftsaussicht gibt. 
Die Preise steigen, waehrend die Loehne gleichbleiben - vor allem die Mittelschicht kann kaum ueberleben mit nur einem einzigen Job. 
Aber - die Sicherheit, das Ueberleben des kleinen Staates Israel steht auf dem Spiel. 
Europa kann das egal sein. Die einzige Demokratie im Nahen Osten soll, wenn es nach den uns umgebenden Staaten geht, moeglichst schnell verschwinden, entsprechende Landkarten ohne Israel liegen in den Schulen schon vor. 
Also was sollen wir tun?
In einem blauaeugigen Taumel und der truegerischen Hoffnung nach sozialer Gerechtigkeit und Frieden mit unseren Nachbarn Buji Herzog waehlen, die uns vielleicht in den Ruin treiben?
Aber vielleicht treiben sie uns ja nicht in den Ruin, sondern fuehren uns zurueck zum Verhandlungstisch mit unseren Nachbarn, die uns vernichten wollen. Und es wird dauerhaften Frieden geben. 
Was sollen wir um G-ttes willen waehlen?
Meine Kollegin hat recht: Was immer ich auch waehle - ich ganz allein muss mit dieser Wahl schlafen koennen, die Konsequenzen mittragen. 

Freitag, 13. März 2015

Was fuer ein Land!

Ich war bei Malka, und der Marathon legte die Stadt lahm. Bis 13:30. Habe hin und her ueberlegt, ob ich noch einen Ausflug machen soll, ob es sich lohnt vor Shabbat. 
Dann bin ich los, zu neugierig bin ich schon die ganze Zeit auf die bluehende Wueste im Winter. 
Und - was soll ich sagen? Ich habe so etwas Schoenes noch nie gesehen. Vor ca. 6 Jahren habe ich die Wueste gesehen, im Winter, von Gruen ueberzogen, wie in Irland, sanfte Woelbungen. Aber das,was ich heute sah, uebertraf alle Erwartungen. Wie ein gruener dichter Teppich ueberzieht das Gruen die Wuestenberge hinunter zum Toten Meer. 
Ihr koennt mich auslachen - aber ich habe geweint vor Glueck. 
Ich habe das Gefuehl, mein Leben faengt gerade erst an. 
Zwischendurch  - am Toten Meer hielt ich an, am Rand und traf einen Beduinen - Reisefuehrer - mit seiner franzoesischen Freundin. Er wohnt in Arad, war tiefschwarz gebraeunt und als ich ihm sagte, ich habe das noch nie in dieser Auspraegung gesehen, sagte er zu mir: "Obwohl ich hier geboren bin - ich auch nicht! Nicht so! Es ist wunderschoen und ich kann mich nicht sattsehen. In diesem Jahr uebertrifft es wirklich alles, was ich vorher sah."
Nun, was soll ich euch sagen? Ich habe jede Sekunde dieses Ausfluges genossen und bin anschliessend noch nach Mezukej Dragot hoch, um von oben aufs Tote Meer zu schauen und in die Felsmassive. 
Ich bin so dankbar, so unendlich dankbar. 
Ich bin wieder zu hause angekommen - wie aus einem schoenen Traum erwacht. Die Bilder nehme ich jetzt mit in den Shabbat. 
Shabbat shalom!





Jerusalem-Marathon 2013 - viel Erfolg an Alle

Wieder mal ein Jahr vorbei und der Jerusalem-marathon geht an den Start. Ich wohne an der Strecke und wurde vor einer Stunde durch die Musik geweckt. Einen schoenen Tag fuer alle Laeufer und alle Leser..

Mittwoch, 11. März 2015

Reifenwechsel

Es war mir von der Werkstatt, die mein Auto vor dem Kauf ueberpruefte, geraten worden, die zwei hinteren Reifen moeglichst schnell auszuwechseln. 
A. riet mir zu einer Reifenwerkstatt in der Naehe der Jirmiahu str.in Romema. 
Nach der Arbeit sprang ich ins Auto und aktivierte meine waze-app (Navi fuer smartphones) und so steht es in Wikipedia (Ursprünglich von dem israelischen Start-Up Waze Mobile entwickelt, ging das Unternehmen im Jahr 2013 in den Besitz von Google über.)
HIER mehr zu Waze und was es kann und HIER die waze-website
Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich ueber diese Erfindung bin. Ohne waze waere ich heute hoffnungslos in unserer voellig verstopften Stadt verloren gegangen. Da ich  bisher nur Bus fuhr, kenne ich noch nicht die Einbahnstrassen, und selbst wenn - waze zeigt einem Wege, auf die man gar nicht kommt, um ans Ziel zu kommen. 
Schneller als ich dachte, kam ich an, bei "Reifen Gulian". Alon, der Besitzer nannte mir den Preis fuer zwei Reifen und meinte, ich koenne gleich da bleiben. 
Alon ist ein lustiger Typ, interessierte sich gleich dafuer, woher ich komme und wie es mich nach Israel verschlagen hat. Waehrend ich wartete musste ich etwas schmunzeln. Alle Charedim der Stadt schienen zu ihm zum Reifenwechsel zu kommen. Und er - der voellig unreligioese Mann - schien sehr guten Kontakt zu ihnen zu zu haben. 
Als es dann ans Bezahlen ging, sagte Alon: "Nee, also zweimal nehme ich kein Geld." 
"Wieso zweimal?" frage ich erstaunt. 
"Na, es hat schon jemand fuer dich bezahlt."
Ich musste lachen, zueckte mein Portmonnaie und Alon schaute mich kopfschuettelnd an: "Kein Scherz. Deine Reifen sind bezahlt."
Ich fragte ihn ob er mir jetzt die Reifen schenken wolle. Und er: "Nein nein, ich habe damit nichts zu tun. Aber deine Reifen sind bezahlt worden. Und nun tschuess! Gute Fahrt." 
Das konnte nur A. gewesen sein, denn nur er wusste, wohin ich fuhr, schliesslich hatte er mir den Tipp gegeben. 
Das kann doch nicht wahr sein! Ich sass immer noch mit offenem Mund und wie versteinert mit meinem Portmonnaie in der Hand in Alons Buero. 
Was habe ich doch immer fuer gute Engel um mich! Und - wie oft schon hat A. mir geholfen, mich unterstuetzt und mir zur Seite gestanden. Einfach so. Aus Nettigkeit. 
Alon meinte zu mir: "Ich bin nicht religioes, aber weisst du, auch ich finde, dass Juden sich gegenseitig helfen muessen. Das ist das einzig Richtige."
Er drueckte mir ein Spray in die Hand: "Und das hier ist ein Geschenk von mir. Falls du mal eine Reifenpanne hast, und nicht gerade in der Naehe einer Werkstatt, kannst du mit dieser Masse, den Reifen wieder aufpumpen. Es ist wie eine Art Kleber, der eine gewisse Zeit haelt." 

Was sagt man dazu? 
Nun kann ich also mit besserem Gefuehl am naechsten Dienstag - unserem Wahltag - in den Norden fahren, denn mein angemietetes Auto von Sixt habe ich natuerlich storniert, aufgrund des unvorhergesehen schnellen Kaufes. 
Und ich glaube, die Stimme von waze wird ab jetzt meine "Freundin" sein. Ich musss mir nur noch einen Namen fuer sie einfallen lassen. Wie waer´s mit Zippora?

Dienstag, 10. März 2015

Erster Ausflug

Zu einer ganz anderen Zeit als sonst in Ein Kerem. Weil ich nicht auf den Bus angewiesen war. 
Voegel, die ich sonst nicht hoerte, Licht, das hinter dem Hadassahkrankenhaus versank, Stille. An einem Ort, wo man hundertmal war, ploetzlich etwas ganz anderes entdecken, nur weil eine andere Tageszeit ist.

Montag, 9. März 2015

Noch eine Neuigkeit

Ach ja... was ich noch gar nicht erzaehlt habe - die Schwalben sind zurueck. Seit Shabbat sind sie wieder in meiner Gegend und ziehen zischend ihre Kreise. 
Ich freue mich sehr darueber. 
Am Shabbat nachmittag ploetzlich hoerte ich ihr unverkennbares Geraeusch - und dachte: das habe ich lange nicht mehr gehoert. 
Sie sind wieder da. Herzlich willkommen.
Entprechend ihrem zischenden Fiepen heisst Schwalbe (oder Mauersegler) auf hebr. auch Ssiss.


Es gibt noch einige Voegel, die ich nun morgens wieder hoere, die anscheinend den Winter ueber woanders Urlaub gemacht haben. 

Mein Auto

Ufff, war das ein verrueckter Tag. Und - ich bin Autobesitzerin und kann es noch gar nicht fassen. 
In den letzten Wochen hatte ich mich verstaerkt nach alten Autos umgeschaut und was ich fand beim Haendler passend zu meiner persoenlichen finanziellen Schmerzgrenze war im Durchschnitt folgendes: Schmerzgrenze 15000 Shekel (3000 EUR). Baujahr 2001. VW oder Mazda 200.000km gefahren, 6. Hand. In den letzten Tagen dann kam ich in Kontakt mit einem privaten Autohaendler durch F. (danke F. fuer alle deine wunderbaren Kontakte, die mir sehr geholfen haben!), der Empfehlungen von glaubwuerdigen Menschen bekam. Dieser hatte Ruck zuck ein Angebot fuer mich: Hyundai Getz, Bauj. 2006, 118.000 km. und im Grunde 2. Hand. Im ersten Jahr war er zwar ein Mietauto, aber ab 2007 nur in einer Hand bis heute. Von aussen - wie ihr seht - SEHR gut in Schuss und gepflegt, und wie sich heute nachmittag in der Werkstatt herausstellte auch insgesamt technisch gesehen. 
So war ich heute mehr oder weniger den ganzen Tag nicht sehr konzentriert bei der Arbeit, wobei ich mir das an einem Tag voller Hausbesuche ruhig mal leisten kann. Staendig am Telefon, wer kann mit mir fahren, wie komme ich nach Modiin Illit, zu welcher Uhrzeit kann ich das Auto in der Werkstatt (auch danke fuer den Tipp, F.!!) checken lassen, wann muss ich die Versicherung aktivieren usw usw... 
Am Nachmittag dann in Modiin - Geld angezahlt, in die Werkstatt gefahren, nach Hause, um morgen den Rest des Geldes zu bringen, mich versichern zu lassen, den Wagen auf meinen Namen umzuschreiben und ihn stolz nach Hause zu fahren. 
Dann kam es aber anders, die flinken Verkaeufer haben eine Hotline zur Postfiliale, in der man das Auto umschreiben muss, und managten das alles per Smartphone. So bleibt mir das morgige Schlangestehen in der Post erspart und der Fahrzeugschein liegt schon bei mir auf dem Tisch - mit MEINEM Namen. 
Auch das Auto wurde mir gerade vorbeigebracht. Nur dass ich erst morgen frueh damit fahren werde, denn erst dann bin ich versichert. 
Ausser der Probefahrt, die ich sehr (wirklich SEHR) genossen habe. Endlich wieder Autofahren, herrlich. 
Eine Besonderheit, die ich noch nicht kannte, war der Abschluss der Versicherung.
Es gibt eine Art Agency, bei der man seinen Fahrzeugtypen angibt, sein Alter, und ob man die letzten 3 Jahre versichert war. Diese checken alle grossen Versicherungen und suchen einem das Beste und guenstigste Angebot heraus. 
In meinem Falle eine Haftpflicht (incl.Abschleppdienst) fuer jaehrlich 2200 Shekel, das sind weniger als 200 Shekel im Monat (ca. 40 EUR). 
Waere ich in den letzten Jahren versichert gewesen, haette ich noch weniger zahlen muessen. 
Weiter muss man eine sogenannte Lizenz bezahlen, die an den jaehrlich vorgeschriebenen Test gekoppelt ist. (eine Art TUEV. Plakette). Kostenpunkt 1000 Shekel (200 EUR) einmal im Jahr. 
Den Test an diesem Auto muss ich erst im August machen lassen. 
So bin ich jetzt wirklich gluecklich, obwohl ich fast gar nicht wage, mich zu freuen, weil ich staendig denke: "Warte erstmal ab, ob das Auto auch nicht schlapp macht."
Aber bis dahin, kann ich mich doch erstmal freuen, oder?
Ich hoffe wirklich sehr, dass HKB"H meine Wege gelingen lassen moege und dass ich ein wenig Glueck mit diesem Auto habe, und - dass ich nun ein wenig mehr von unserem schoenen Land sehen werde, ohne angewiesen zu sein auf andere Menschen oder den "letzten Bus vor Shabbat", der z.B. am Toten Meer manchmal gar nicht kommt. ( dann steht man dumm da, nicht wahr, Odeliya?)
Also - ich moechte noch einmal Danke sagen, vor allem an F., der mir diese vielen Kontakte hergestellt hat und dem ich im Grunde den Kauf zu verdanken habe. 

Freitag, 6. März 2015

Version von Rivka Zohar und Jasmin Levi..... sehenswert, hoerenswert


SHABBAT SHALOM!

unblocker

Purim Sameach - und immer wieder aktuell - leider!

Gerade heute wollte ich mich bei euch melden um Euch Purim Sameach zu wuenschen. In Jerusalem feiert man erst heute, Shushan Purim. 
Da kam die Meldung, dass es wieder einen Anschlag mit einem Auto gab, vor ein paar Stunden, an der Haltestelle der Stadtbahn "Shim´on haZadik"
Der Taeter hatte vor, Menschen zu ueberfahren, und verletzte 5 Frauen, 4 davon Polizistinnen der Grenzkontrolle. 
Er wurde in seinem Auto angeschossen und so gestoppt weiteres Unheil anzurichten. Ein Messer trug er auch bei sich, also kann man davon ausgehen, dass er noch mehr und Schlimmeres vorhatte, puenktlich zu Purim, das daran erinnert, dass das juedische Volk schon damals vernichtet werden sollte. Nichts hat sich geanedert. Leider. 

Die 5 Verletzten werden im Krankenhaus behandelt und sind leicht bis mittelschwer verletzt. Der Taeter wird ebenfalls im Hadassah-Hospital behandelt. 
Ich wuensche euch dennoch ein frohes Purim-fest und Shabbat Shalom.

Update:
es gibt 7 Verletzte, davon 2 mit Schock.
Der Taeter ist, nachdem er mehrere Menschen ueberfahren hatte, ausgestiegen und wollte auf andere Menschen  mit seinem Messer einstechen, bevor er angeschossen und somit gestoppt wurde.