Freitag, 22. Mai 2015

Eine Bitte an die Menschen

Mensch, lass deinen Mitmensch ein eigener Mensch sein. Lass ihm seine Entscheidungen und seine Plaene, auch wenn du selbst sie nicht verstehst. 
Lass den Mitmenschen anders sein als du, denn das macht ihn aus, das Anderssein. Die Vielfaeltigkeit ist es, die uns Menschen so bunt macht, nicht das Gleichsein. 
Versuch nicht, ihn, den Anderen, gleichzumachen, um jeden Preis. Uebe keinen Druck aus und entscheide nicht fuer Andere. Vertraue darauf, dass der Andere weiss und fuehlt, was fuer ihn gut ist, nicht du. 
Lass dem Anderen die Freiheit, Freiheit auch "nein" zu sagen. Denn ein "nein" ist nicht gegen dich, sondern fuer das Wohl des Anderen. 
Deine Grenzen sind nicht seine Grenzen und deine Kraft ist nicht seine. 
Dein Empfinden ist nicht sein Empfinden deine Haut ist nicht wie seine. 
Du musst es nicht verstehen, oder nachfuehlen, denn das kannst du nicht. Du bist ja nicht Er. Du musst es nur akzeptieren, ohne Draengeln, ohne Druck auszuueben und ohne Fragen nach Rechtfertigung. 
Denn es gibt keine Rechtfertigung, die du verstehen koenntest, du bist ja nicht Er. Also versuch es erst gar nicht zu verstehen. Akzeptiere es. Lass es so stehen. Fuer den anderen. Nicht gegen dich. 
Sei weiter im Kontakt und sei nicht beleidigt. Denn es gibt keinen Grund dafuer.
Versuche du, deine Grenzen zu fuehlen und zu achten, und ueberrenne sie nicht aus falscher Angst vor Verlust oder gar aus Pflichtgefuehl. 
Deine Pflicht ist, auf dich zu achten und die Signale deiner Seele und deines Koerpers nicht zu ueberhoeren, denn wenn du sie missachtest, werden sie staerker und lauter, bis du endlich hinhoerst 
Denk daran, dass du in deinem Leben - auf deiner Lebensbuehne - der wichtigste Mensch bist. Geh gut mit dir um und wahre deine Grenzen. 
Der Andere muss nicht verstehen, nur zu deinem Wohl akzeptieren, ohne Druck, ohne Forderungen. 
Und du musst nicht ueber deine Kraefte gehen, nur hoeren und fuehlen und das Boot so gut es geht steuern, so dass es nicht untergeht im stuermischen Meer des Lebens. 
Chag Sameach

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