Dienstag, 30. Juni 2015

Spannungen am Kalandia-Checkpoint nahe Ramallah

Heute nachmittag um ca. 18h rennt ein Palaestinenser auf die Sicherheitskraefte am Fahrzeugkontrollpunkt zu und schreit "Allah huAkbar!". Der Sicherheitsbeamte schiesst in die Luft, will ihn stoppen. Als dieser weiter auf den Checkpoint zurennt, wird er angeschossen und ist verletzt. 

Davor war bereits am Kalandia-checkpoint ein Mann als verdaechtig gestoppt worden und wurde leicht verletzt. 
Die Spannung liegt in der Luft und haelt an.
Lieber G-tt lass nicht noch etwas passieren.

Traurige Nachrichten - ein neues Terroropfer vom Anschlag gestern nacht

Leider ist Malachi Moshe Rozenfeld ben Sarah, der schwer verletzt wurde beim gestrigen Terroranschlag in Binjamin, seinen Verletzungen erlegen. Er war nur 25 Jahre alt.
Die Aerzte haben seinen Tod im Shaarej Zedek-Hospital bescheinigt.
Baruch Dayan Emet.
יהי זכרו ברוך


Zachi haLevi mit Tamali Maak

Eine scheinbar neue Version von Zachi haLevi (aus der Serie Fauda), des alten Songs von Amr Diab. Hoerenswert! Wird zurzeit jeden Tag im Radio gespielt. Tamali maak (immer mit dir)
(Eventuell kennen einige von euch die Originalversion von Amr Diab. Ich war 1996 in Aegypten, und habe sie dort zum ersten Mal gehoert. HIER ist sie) 
Im TV lief vor kurzem eine Serie mit Namen "Fauda" (hebr. fuer Chaos). Zachi haLevi war dort wohl einer der Hauptdarsteller, Raz. Vorher bereits hatte er im Kinofilm "Bethlechem" mitgemacht und in "The Voice" einer Musikshow teilgenommen. Wow! er singt wirklich unglaublich gut arabisch. Geboren ist Zachi in Petach Tikwa.
Omri Gil hat in Facebook uebersetzt. 
I am always with you. Tamaly maak. And even when your far away from me, We law hata ba eed any, Your love is in my heart. Fe alby hawak. I am always with you. Tamaly maak. You're always on my mind and in my heart. Tamaly fe baly we fe alby I never forget you. Wala bansak. I always miss you, Tamaly waheshny, Even if I am with you. Low hata akoon waiak.

Aufruf : Bitte betet fuer die Genesung von ...

Es wird dazu aufgerufen, fuer vollstaendige und baldige Genesung von Malachi Moshe Rozenfeld zu beten, der gestern abend beim Anschlag auf das Auto in dem er sass schwer verletzt wurde und im Shaarej Zedek Hospital behandelt wird.

5. Anschlag innerhalb von 10 Tagen 45 km von Jerusalem - Auto mit 4 jungen Leuten wird beschossen

Gestern abend: 
Ein Auto mit 4 jungen Leuten in den 20ern, die von einem Basketballspiel zurueckkehrten wird aus einem vorbeifahrenden Auto heraus beschossen.(Gegend um Binjamin) Einer der jungen Leute wird schwer, die anderen mittelschwer verletzt. 
Das Auto wird beschossen als die jungen Leute Nahe Shilo/Shwut Rachel passieren. (Shilo liegt in der noerdlichen sogen. Westbank  Gebiet Efraim),  und gilt als erster Platz, wo die Bnej Israel sich niedergelassen haben, nachdem sie aus Aegypten ausgezogen waren und in Israel ankamen. Auch soll hier das Mishkan (die Bundeslade, das Stiftszelt )gestanden haben, (HIER eine interessante Seite)
Shilo war noch vor Jerualem religioeses Zentrum der Juden und auf DIESEN Seiten gibt es Interessantes und Historisches nachzulesen, auf englisch.
Auch HIER gibt es etwas nachzulesen ueber archaeologische Funde in Shilo, die die religioese Ansicht bestaetigen.

Jeden Tag ein bis zwei Anschlaege. Eine Woche voller Gewalt und Terror. Wie soll das weitergehen?

Montag, 29. Juni 2015

Tempelberg - unruhig

Die Polizei sucht nach einem Mann, der Besucher auf dem Tempelberg mit Steinen beworfen hat.

Palaestinenserin wollte gern "einen Soldaten toeten"

So sagte die Attentaeterin im Verhoer. 
Sie hatte am Uebergang zum Rachelgrab am Checkpoint in Bethlehem auf eine 20-jaehrige Sodatin mehrmals  mit einem Messer eingestochen. Diese liegt in kritischem Zustand im Hadassah-hospital, Ein Kerem. 
Die  Palaestinenserin zueckte bei der Kontrolle am Uebergang das Messer und verletzte die Soldatin unter anderem am Hals schwer.
Wieder mal eine "Einzeltat", ein Einzeltaeter, Einzeltaeterin genau gesagt. Was sollen wir dagegen unternehmen?

Hiermit moechte ich den Song-vorschlag von Anonym posten, ein schoenes Lied das ich immer schon gern hoerte. (Danke, Anonym)
"Es passiert, waehrend du auf dem Weg bist.. nichts ist bekannt, nicht das Jahr, nicht die Woche... man muss sich bewegen, bewegen...

Sonntag, 28. Juni 2015

Mal angenommen...

Mal angenommen, ich haette ploetzlich ein Jobangebot, das unmoeglich waere, abzuschlagen, aber es waere ausgerechnet in Hod HaSharon, im sogenannten Zentrum (Mercaz) Israels, nahe Tel Aviv, Herzliya, Raanana, wo koennte ich mir vorstellen zu wohnen?
Auf meiner Prioritaetenliste wuerde an oberster Stelle Tel Aviv stehen, obwohl das Wohnen dort sehr teuer waere. Aber es gibt dort eine Filiale der Yakar-gemeinde und das wuerde enorm ziehen. 
Was noch ziehen wuerde waere das Meer. Wenn schon nicht Jerusalem, dann auf jeden Fall Meer, wuerde ich dann denken. 
An zweiter Stelle wuerde Herzliya stehen, obwohl ich nicht wuesste, ob dort das Leben noch teurer ist als in Tel Aviv. Meer gibt es dort jedenfalls auch. Aber die Stadt ist um Laengen ruhiger als das pulsierende Tel Aviv, vielleicht sogar ein wenig langweilig?
Und mal angenommen ich faende nichts, weder in Tel Aviv noch in Herzliya, was meinem Geldbeutel gerecht wuerde, dann, ja nur dann wuerde ich wohl mein Glueck noch einmal in Raanana versuchen, denn dort ist es nicht fremd fuer mich. (Ich habe dort fuer eine kurze Zeit von zwei Monaten nach meiner Rueckkehr nach Israel 2012 gelebt und gearbeitet)
Aber nur mal so angenommen...

Herzliya


Mittwoch, 24. Juni 2015

IDF reagiert auf den Raketenangriff - Angriff auf Abschussrampen

In der Nacht reagierte IDF auf den Raketenangriff gestern abend um 22h.
Es wurden Abschussrampen bombardiert.
Der IS hat die Verantwortung uebernommen fuer den Raketenangriff am gestrigen abend.

Dienstag, 23. Juni 2015

Rabbi Nachman-Unterricht und meine Gedanken fliegen

Der Unterricht ueber die Geschichten des Rabbi Nachmann befaehigt mich persoenlich nicht, euch in geordneter Form wiederzugeben, was wir gehoert und gelernt haben. Ich kann es aufnehmen und sogar verstehen, aber nicht in Worte fassen.
Heute hat mich der Unterricht inspiriert zu eigenen Gedanken ueber das, was ich in den vergangenen Jahren hier erlebt habe. 
Und ploetzlich musste ich darueber nachdenken, dass ich in den wenigen Jahren hier die tiefsten, schlimmsten aber auch positivsten Erlebnisse, sowohl an Koerper als auch an der Seele erlebt habe. 
Erlebnisse, die erschuettern und die Seele gleichzeitig in die tiefsten Tiefen und die hoechsten Hoehen katapultieren. 
Und all das mit einer ganz hauchduennen Haut ueber der Seele, empfaenglich fuer alles. Es ist das Erleben des eigenen Ichs, des wahren Selbst. 
Gleichzeitig durch das Bild des Rabbi Nachmann ueber einen Ort, der ueber jeglichen Orten liegt, jenseits von allem, wo alle Platz haben, musste ich an meine Gefuehle denken, wenn ich mich an die Kotel begebe und durch die Altstadt gehe.
Nicht selten habe ich dann eine Ahnung von dem, wie es sein koennte. Ein Ort wie Jerusalem, an dem jegliche Schoepfung Platz hat, ohne Einschraenkung und Begrenzung, ein Ort an dem ich am letzten Shabbat vor der Kotel gebetet habe und ploetzlich der Muezzin rief und die Glocken laeuteten koennte der Ort jenseits von allen oertlichen Begrenzungen sein, spirituelle und physisch materielle. 

Alarm im Umkreis Gaza, Ashkelon Yad Mordechai, Netiv haAssara Carmia - Zewa Adom

Vor gut 10 min. gab es Alarm im Umkreis Gaza, die Menschen in Ashkelon, Netiv haAssara, Yad Mordechai und Carmia  liefen in die Schutzraeume.
Anschliessend wurde von der Explosion einer Rakete aus dem Gazastreifen in der Naehe Yad Mordechai  berichtet.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit stecken wieder Salafisten dahinter, wie bei den letzten Malen.

Montag, 22. Juni 2015

Gewaltsame Zusammenstoesse in der Stadt

Seit dem Messerangriff gestern am Damaskustor auf einen Grenzsoldaten, gibt es zunehmend gewaltsame Zusammenstoesse in der Stadt. 
Unter anderem wurden Steine auf Sicherheitskraefte geworfen, in der Naehe des Damaskustors und Molotowcocktails. Molotowcocktails wurden auch auf dem Oelberg geworfen.

Ich muss mich an eine Freundin aus Deutschland wenden, die auf facebook zu Beginn des Ramadan schrieb "Dann ist wenigstens weniger Energie fuer Terrorangriffe da."
Ich wollte es nicht so deutlich sagen, aber es ist in der Tat genau umgekehrt. 
Beim Ramadan liegen die Nerven blank, sind die Aggressionen hoeher als sonst im Jahr. 
Ich habe es selbst bei einem mir bekannten Araber gesehen (israelischer Araber, der in der Jerusalemer Altstadt wohnt). Es war gegen Ende des Ramadan, und ich wurde damals von ihm vom Flughafen abgeholt, um gegenueber des Damaskustore, im Paulushaus (beliebtes Guesthouse fuer Deutsche und auch Platz fuer Volontaere) mein Volontariat zu machen. Wir naeherten uns der Stadt, letzter Tag Ramadan, Araber reiten vor dem Damaskustor auf Pferden auf und ab, schreien etwas, was ich nicht verstehe. Die Stimmung scheint aufgeheizt, sieht aus wie ausser Kontrolle, Tumulte. 
Mein Fahrer bekommt ein hasserfuelltes Gesicht, das ich vorher nie sah. Er erzaehlt mir von "den Juden", wie schrecklich sie sind, wie sehr man unter ihnen leidet als Araber. Er erzaehlt nicht, er schreit fast. Und ich werde immer kleiner auf dem Beifahrersitz, bin froh als wir ankommen und ich aussteigen kann. 

An einem anderen Tag hatte er mir erzaehlt, warum er leicht hinkt, wie er in der Altstadt von einer Bombe getroffen wurde, die in einem Brot deponiert war und direkt neben ihm explodierte, als er vorbeiging. 
Er geht nach Westjerusalem zu einem juedischen Arzt zur Behandlung. 

Der Zustand des Soldaten scheint sich langsam zu bessern

Wie wir heute morgen mit grosser Erleichterung hoeren, scheint sich der Zustand des Soldaten, Raz ben Carmela, der gestern am Damaskustor niedergestochen wurde, ganz langsam zu bessern. 

Betont werden muss, dass es seit Beginn des Monat Ramadan grosse Erleichterungen in Sachen "Beweglichkeit" gibt fuer die arabische Bevoelkerung. Es ist leichter, nach Jerusalem zu gelangen, und das ist auch nach zwei Anschlaegen NICHT geaendert worden, ganz entgegen unserer Vermutungen. 

Inzwischen spricht der Freund des ermordeten Dani Ganun, der dem Anschlag am Freitag zum Opfer fiel. Er ist noch im Krankenhaus, erholt sich langsam, aber hat den Tod seines Freundes natuerlich nicht verdaut. 
Er erzaehlt: "Der Taeter naeherte sich uns, als wir von der Quelle kamen, hielt uns an mit einem laechelnden Gesicht, wollte etwas fragen. Dani hielt an, ich sass neben ihm. Der Mann fragte, ob dort Wasser sei, und wir bejahten. Er wechselte noch ein paar freundliche Worte mit uns und wir fuhren. Dann winkt er uns erneut zu, wir moegen noch einmal halten. Dani hielt, der Mann naehert sich, laechelt, und als er neben dem Auto steht, schiesst er auf uns, mehrere Male, Dani wird in Brust und Hals getroffen, ich nur leicht verletzt. Dani sagt noch etwas und faellt dann bewusstlos in sich zusammen"

Sonntag, 21. Juni 2015

Bitte betet fuer ..

Bitte betet fuer Raz ben Carmela, den Soldaten der Grenzkontrolle, der heute am Damaskustor niedergestochen wurde und schwer verletzt ist. 
Der Taeter ist ebenfalls verletzt, denn Raz konnte sich noch wehren und schoss, als er angegriffen wurde. 
Die Chamas lobte die Tat!

Messeranschlag auf Soldaten der Grenzpolizei

Wie soeben gemeldet wird gab es einen erneuten Anschlag in Jerusalem, am Damaskustor. Ein Polizist wurde niedergestochen. Sein Zustand ist kritisch.
Der Polizist konnte sich wehren und auf den Taeter schiessen. Auch dieser wird behandelt.

Freitag, 19. Juni 2015

Kurz vor Shabbat - einer der Opfer des Anschlages ist seinen Verletzungen erlegen - Baruch Dayan Emet

Der junge Mann kam anscheinend bereits ohne Lebenszeichen im Tel haShomer krankenhaus an.Traurig.
23 Jahre war der junge Mann alt.Update: Sein Name war Dani Gonen.
ברוך דיין אמת
יהי זכרו ברוך

Shabbat shalom

Ich wuensche uns allen Shabbat shalom, vor allem Frieden und Ruhe im Land. Nur noch gute Nachrichten bitte.

Anschlag auf ein Auto im Bereich West-Binjamin (Dolev)

Kurz vor Shabbat
Wie soeben berichtet wird, wurde ein Auto beschossen, das im Bereich Benjamin fuhr. Es gibt zwei Verletzte, einer sehr schwer verletzt (er wurde wiederbelebt) der zweite leicht bis mittelschwer.
Beide Verletzte sind etwa Mitte 20. 
Hintergruende noch unklar, die zwei Verletzten sind jetzt auf dem Weg ins Tel haShomer-Krankenhaus.
Wieder mal Schock!
Der - oder die - Taeter sind fluechtig und laufen noch frei herum. Es ist nicht klar, ob es ein Einzeltaeter oder mehrere sind.
Das Bestreben der Sicherheitskraefte ist, noch vor Einbruch der Dunkelheit die Taeter zu finden. 
Bisher bekamen die Anwohner des Bereichs keine besonderen Anweisungen.

Update: der Taeter hielt das Auto seiner Opfer anscheinend an und bat um Hilfe. Anschliessend schoss er aus unmittelbarer Naehe. 

Donnerstag, 18. Juni 2015

Brandstiftung in Kirche in Tabgha - erschuetternd!

Heute morgen kam die Nachricht, dass in der Nacht in der Kirche in Tabgha, der Brotvermehrungskirche, ein Brand gelegt wurde. An der Wand stand ein Satz gegen Goetzen, aus einem juedischen Gebet.
Ich muss sagen, ich habe sehr gehofft, dass es keine Juden waren, aber vielleicht ja doch.
Es wurden 16 Jeshiwastudenten verhaftet die jedoch wieder auf freien Fuss gesetzt wurden.
Diese dummen Idioten, wer es auch immer war, kann man nur sagen, wissen gar nicht, was fuer einen grossen Schaden sie uns allen damit zufuegen. 
Wie schon in Facebook von vielen betont, moechte auch ich mich hiermit entschieden distanzieren von solchen Taten. Es ist zwar selbstverstaendlich fuer mich, ohne das ausdruecklich zu erklaeren, aber es muss auch ausgesprochen werden. 
Und wie viele andere sage auch ich - schockiert und erschuettert - dass solche gemeine und schreckliche Taten nichts, aber absolut nichts mit dem Judentum zu tun haben.
Unsere Multi-kulti-gesellschaft existiert, und klappt sogar die meiste Zeit des Jahres, und sollte das auch weiterhin. Es ist die Buntheit, die ganz Israel ausmacht. 
Am See im Norden kenne ich nur friedliche Menschen, sowohl viele christliche Araber als auch Christen, wie Juden und Moslems, es passt so gar nicht zu dieser Gegend, dass so etwas passiert. 
Ich bin schockiert und traurig.

Sind doch alle Wege der Tora Frieden (וכל נתיבותיה שלום.... ) und sollten wir immer an Aharon haCohen denken, der den Frieden liebte und "ihm  (sogar) nachlief" (אוהב שלום ורודף שלום).
Bevor ihr die Goetzen anderer Kulturen und Religionen zerstoert, raeumt lieber zuerst in eurem Inneren auf, macht in euch selbst Frieden und mit euren Bruedern auch. Wir haben noch eine Menge an uns zu arbeiten und zu tun. 
Andere Religionen verachten und ihre G-tteshaeuser zerstoeren und in Brand stecken gehoert nicht dazu. 
Hier in Israel soll es allen Religionen weiterhin moeglich sein, in Frieden und in Toleranz nebeneinander zu leben.

Aber es ist letzten Endes noch nicht geklaert, ob es ueberhaupt Brandstiftung war, und ob die an die Wand gespruehte Schrift etwas damit zu tun hat, noch, wer es wirklich war.
Daher hoffe ich immer noch, dass es sich letzten Endes herausstellt, dass solch eine Tat nichts mit Juden als Taetern zu tun hat. 

Dienstag, 16. Juni 2015

Keren Jachad - eine sinnvolle gute Sache!

Spenden, eine wichtige Sache, aber wem? Und wieviel? Und wo?
Keren Jachad ist eine relativ neue Initiative, die auf gegenseitiger Buergschaft basiert und einer grossen Mitgliedergemeinde. 
13.627 Mitglieder haben sich bereits gefunden. 

Der Zweck: falls Vater oder Mutter ein Unglueck passiert, stehen die Witwe (der Witwer) und die Kinder nicht selten hilflos da, evtl. ist der Hauptverdiener nun nicht mehr da, und auch der hinterbliebene Elternteil kann nicht arbeiten gehen, muss sich um die Kinder kuemmern. Es fehlt an allem, psychologische Unterstuetzung, finanzielle Mittel fuer eine Ausbildung usw usw. 
Meist versuchen dann die Freunde, Verwandte oder die Gemeinde, Gelder zu sammeln, aber nicht selten werden hohe Summen benoetigt, um ueberhaupt sinnvoll helfen zu koennen. (Gar nicht zu sprechen von dem unangenehmen Gefuehl der zu unterstuetzenden Familie)

Hier ist Keren Jachad (Gemeinschaft-fond) eine neue Herangehensweise. 
Man schreibt sich als Mitglied ein und zahlt EINMALIG 36 Shekel (das sind ca. 9 EUR). 
Es gibt KEINE REGELMAESSIGEN Zahlungen, solange kein Unglueck in der Gemeinde der Keren-Jachad-Mitglieder passiert. 
Sollte jemandem aus der grossen Gemeinde etwas passieren (Vater oder Mutter stirbt, was G-tt verhueten moege), so zahlt jede Familie max. 10 Shekel fuer jedes hinterbliebene unverheiratete Kind unter 30 Jahren.
(plus hoechstens 4 Shekel fuer psychologische Begleitung und Betreuung der Familie)

Diese Soforthilfe bringt durch die hohe Mitgliederzahl eine Summe von 50.000 Shekel fuer jedes Kind! 
Gleichzeitig trifft sich ein Vertreter des Fonds mit der Familie, um einen Finanzplan fuer die Zukunft aufzustellen.

Eine Zahlung (Spende) im Todesfalle uebersteigt nie 60 Shekel in einem Monat (ca. 15 EUR). Und falls es - was G-tt verhueten moege - einen weiteren Todesfall gibt in ein und demselben Monat, wird die Zahlung erst im kommenden Monat abgebucht. 

Ich habe mich bei Keren Jachad angemeldet, aber nur als Spender. Auch das ist moeglich und es gibt einem wirklich das Gefuehl, sinnvoll zu spenden, nicht wahllos. Gleichzeitig ist man sicher, dass das Geld auch da ankommt, wo es dringend benoetigt wird.
Bisher wurde ich 3 mal informiert, per sms, dass ein Todesfall eingetreten ist, und dass man von meiner Kreditkarte die Summe von 60 Shekel abbucht.
 
Ihr koennt euch auch als (spendende) Mitglieder einschreiben, mit eurer Kreditkarte und so wirklich sinnvoll ein gutes Werk tun. 
Falls jemand Interesse hat, vom Ausland aus diese Gemeinde zu unterstuetzen, wuerde ich mich nochmal genau erkundigen, wie es gehen kann. (Generell hat man mir schon signalisiert, dass es gehen koennte)

Auf den Seiten von Keren Jachad (HIER) empfehlen bekannte Rabbiner aus Israel, sich dieser guten Sache anzuschliessen, unter anderem 
Rav Shmuel Eliahu (Rabbiner aus Zfat)
Rav Shlomo Aviner (leitender Rabbiner der Jeshiwa "Ateret Cohanim" in Jerusalem)
Rav David Stav (Rabbiner der Stadt Shoham)
Rav Aharon Lichtenstein (ז"ץ) frueherer Leiter der Jeshiwa Har Etzion
Rav Nachum Neria (Rabbiner der Jeshiwa "Tora miZion", Jerusalem)
Rav Jakob Shapira (leitender Rabbiner der Jeshiwa "Mercaz haRav")
Rav Shlomo Riskin (Rabbiner von Efrat)
und viele andere...
Wer hebraeisch versteht, kann sich den kurzen Film auf youtube anschauen, der das System noch einmal erklaert.. 

Aufforderung an die Bevoelkerung vom Zivilschutz - steht was an??

Pikud haOref (der Zivilschutz) veroeffentlicht heute per Facebook eine Aufforderung an die Bevoelkerung, eine "Notfall-ausruestung fuer die Familie vorzubereiten, und an einem Platz zu deponieren, der schnell erreichbar ist. 
Wasser und Nahrung, Ausruestung fuer das Baby, Ersatzbrille, Erste-Hilfe-Kasten, Taschenlampe und Transistorradio, Medikamente und wichtige Dokumente. 
Hmm.. dementsprechend sind die Leserkommentare ziemlich besorgt. 
Von "Was geht vor sich??" Bis zu "Steht ein Krieg vor der Haustuer?" Oder "Beaengstigend!" bis zu denen, die anscheinend wissen, dass etwas "bevorsteht". 
Diese behaupten dann, dass wir im Grunde schon Monate, wenn nicht das gesamte letzte Jahr in irgendeiner Weise darauf vorbereitet wurden,dass ein Krieg bevorsteht, der von Norden kommt und auch im Sueden tut sich was. 
Pikud haOref weist an, am besten solle man die Sachen schon im Sicherheitsraum der Wohnung (des Hauses) deponieren. 
Tja.. wie viele, die daraufhin kommentieren, hat meine Wohnung keinen Sicherheitsraum, und auch keinen Bunker im Gebaeude. 
Meine Dokumente hatte ich schon vor einiger Zeit in einer Tuete zusammen gepackt, da ja auch vor einem Erdbeben immer mal wieder gewarnt wird (und dass man auch hierfuer eine Art Notfalltasche packen soll). Nur was nuetzt das alles, wenn man ausserhalb des Hauses davon erwischt wird?
Jedenfalls hoert sich das alles nicht sehr beruhigend an.

Freitag, 12. Juni 2015

Shabbat Shalom!


Yahrzeit von Rav Mordechai Eliahu (זצוק"ל)

Heute abend beginnt die Yahrzeit (der Todestag) von Rav Mordechai Eliahu. 5 Jahre ist es her, seitdem er in "seine Welt" gegangen ist (wie es im Judentum ausgdrueckt wird) oder aber "er sich entfernt hat" (הסתלק)
Eine grosse Gedenkveranstaltung fand zu seinem Gedenken heute abend statt auf dem Har HaMenuchot, wo er begraben liegt.
Da ich mit Grossveranstaltungen meist so meine Probleme habe, da sie mir zu anstrengend sind, und es schwer ist, mittendrin zu gehen, wegen der Menge, war ich heute mittag schon dort, und habe an seinem Grab gebetet.
Aber bereits am Mittag waren viele Menschen dort, um zu beten. 
Nun ist es nicht so, dass man zu einem bekannten Rabbi oder einem Kabbalisten betet, denn im Judentum ist es verboten, einen Menschen anzubeten, zu ihm zu beten.
Man pilgert zu Graebern grosser Rabbiner, damit durch ihre Verdienste evtl. die eigenen Gebete erhoert werden moegen. Obwohl ich Rav Mordechai Eliahu nicht persoenlich kannte,was i
ich sehr bedaure, habe ich eine sehr eigene Beziehung zu ihm. 
Ich habe meine Geschichte schon ein paarmal hier in diesem Blog erzaehlt, und wer sie kennt, kann die folgenden Worte ueberschlagen. 
Als ich 2010 Im Shaarej Zedek-Hospital am Herzen operiert wurde, lag ich auf der Intensivstation. Irgendwann kam eine Schwester zu mir und sagte zu mir: "Weisst du eigentlich in welchem Bett du liegst?" Ich sah sie fragend an. "Nun, vor ein paar Tagen ist der Rav Mordechai Eliahu hier in diesem Bett gestorben. Danach bist du die erste, die in diesem Bett liegt." Ich erschrak und sagte: "Oh, je..". Die Schwester beruhigte mich. "Nein, nein, das ist ein gutes Zeichen. Es ist eine "S´chut", ein grosser Verdienst (Ehre) in diesem Bett zu liegen.Der Rav war ein ganz grosser Gelehrter und Kabbalist. Er mochte alle Menschen und hat bis zum Schluss hier auf der Intensivstation Menschen empfangen, die eine Bracha erbaten. (einen Segen). Und noch etwas..." sie sah mich laechelnd an. "Er hat viele Frauen empfangen, die Kummer hatten, z.B. weil sie kein Glueck in ihrem Leben hatten, oder keine Kinder bekamen... der Rav hat ihnen dann einen neuen Namen verliehen, um das Schicksal zu aendern.. abzuwenden. Oft gab er ihnen den Namen Noa. Und er gab immer folgende Erklaerung. Noa, das sind die Anfangsbuchstaben von ניסים ונפלאות עשה השם (Wunder und Wundertaten tat G-tt, der Herr) 

Seit diesem Tag habe ich eine innere Beziehung zu Rav Mordechai Eliahu. Er ist in dem Bett von dieser Welt gegangen, worin ich gesund wurde. 
Und hin und wieder wende auch ich mich mit einer Bitte an ihn, fahre zum Grab und hoffe, durch seine Verdienste werden auch meine Gebete erhoert.
יהי זכרו ברוך

Dienstag, 9. Juni 2015

Daaesh (IS) in Gaza droht, weiterhin auf Israel zu schiessen

Chamas, unser Freund. 
Nein, jetzt mal Spass beiseite. 
Daaesh, der Name fuer den IS hier, droht weiterhin in Filmen, die er veroeffentlicht, Israel zu beschiessen. Und Chamas kennt anscheinend die Drahtzieher, versucht, sie zu verhaften. 
(Nochmal zur Erinnerung: Chamas hat bereits einige Terroristen des IS  verhaftet, IS will diese freipressen und beschuldigt Chamas, mit Israel an einem Strang zu ziehen.. (hahaa). Daher die verquere Logik: man will Israel beschiessen, in der Hoffnung, dass Israel reagieren wird und zurueckschiesst - auf Stellungen der Chamas. So koennen sie dann Chamas schaden)
Tja, ihr denkt, ihr kennt schon alles, oder? Nein, es gibt doch immer wieder neue verquere unlogische Logik. 
Chamas wird weiterhin versuchen, soviele Drahtzieher des IS wie moeglich zu verhaften, um den Beschuss Israels zu verhindern. 

Nun - Chamas, ploetzlich an unserer Seite? 
Nein, keine Illusionen! Wir erfahren, dass die Chamas einfach zurzeit nicht vorbereitet ist, einen neuen Krieg mit Israel zu fuehren, es gibt naemlich Lieferschwierigkeiten. Das ist alles. 
Mal sehen, wann die naechsten Raketen in unsere Richtung fliegen. (Chas veShalom!) 
 

Bitte betet fuer Zirel Sara

Ich habe eine Patientin, recht jung, Mitte 60, deren Zustand sich in den letzten Monat schlagartig verschlechtert hat. Sie hat Krebs und es gibt so gut wie keine Hoffnung mehr. Nach einem Aufenthalt im Hospiz hat sie mit der Familie entschieden, zuhause sterben zu wollen. 
Gestern habe ich sie besucht. Die Metapelet (Hauspflegerin) leistet Unglaubliches. Hochachtung. Es ist schwer, sie so zu sehen. Eine gute Frau, die immer nur positiv dachte. 
Wir hatten viele Gespraeche, ueber Am Israel, ueber meinen Giur, ueber das grosse Geschenk, hier in Eretz Israel zu sein. 
Sie sagte einmal zu mir: "Wenn G-tt das will, wird es in einem Fingerschnipp so sein...."
G-tt, bitte lass sie nicht so lange leiden. Sie hat es nicht verdient. 
Bitte schickt ein Tehilim (Psalm) oder ein kleines Gebet in euren Worten zum Himmel fuer
צירל שרה בת בוניה ברנדל בערל
Zirel Sara bat Bonia Brendel Berel. 
Danke.

אנא קל נא רפא נא לה

Montag, 8. Juni 2015

Super Cofix - doch nicht so billig?

Eine Analyse zeigt uns heute, dass die Kette Super Cofix von Avi Catz doch nicht in allem so billig ist, wie sie vorgibt. 
Es wurden alle Produkte mit ihren kleinen Verpackungen hochgerechnet und siehe da - in vielem sind "Echad" (eine Kette ohne Markenprodukte) oder Victory oder aber Rami Levi billiger als Super Cofix. 
Z.B. wird man an der Nase herumgefuehrt wenn es um Gemuese geht (Paprika, Auberginen, ), das abgepackt ist in kleinen Packungen ca. 300-400g zu 5 Shekel. 
Oder aber Olivenoel, kleine Flaschen, hochgerechnet auf 1 l fuer 30 Shekel was nicht super billig ist. 
Bei Gefrierfleisch sind die Ergebnisse sogar wesentlich hoeher im Preis ausgefallen als bei "Echad" oder Viktory. 
(mich stoert dabei lediglich das Gemuese, den Fleisch esse ich eh nicht und auch die Milchprodukte, wie Milky kaufe ich nicht) 
Avi Catz wurde mit den Ergebnissen konfrontiert - wir werden sehen, ob und wie er darauf reagiert. 

Wwwaaaassss???????

Also, wenn ich das jetzt gerade alles richtig verstanden habe, in den Nachrichten, dann hat Obama eine weitere Grenze der Unverschaemtheit und Ignoranz ueberschritten. 
Es wurde von einem 12 jaehrigen Jungen, Buerger der USA berichtet, der - so hat Obama entschieden  - in seinem Pass als Geburtsland NICHT Israel angeben darf, weil er in Jerusalem geboren ist
Jerusalem ist NICHT Israel.
(Das infolge des Streites, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, was bisher nicht geschehen ist)
In seinem Pass steht jetzt bei Geburtsland: Jerusalem. 
Und nicht Israel.
Der Kongress scheint nichts zu sagen zu haben, denn - so wurde berichtet - allein der Praesident entscheidet, welches Herkunftsland der Buerger in seinen Pass eintragen "darf". 
Ich muss sagen, dass ist eine krasse Hausnummer, wenn ich das mal so flapsig sagen darf.
Ich wuerde mir wuenschen, ich haette das alles VOLLKOMMEN falsch verstanden. 

Two Faiths One Prayer - ein Zeichen setzen?

Was sagt ihr dazu? Am 3. Mai hat sich eine Gruppe von Moslems und Juden in Los Angeles zum gemeinsamen Gebet getroffen, an 5 verschiedenen Orten. Sie wollen ein Zeichen setzen, dass es moeglich ist, dass man "nebeneinander existieren" kann, sich gegenseitig respektieren kann. Es war kein "gemeinsames" Gebet, sondern ein Gebet das neben dem anderen stehen durfte. (side by side) Hoffnung in dieser duesteren Zeit? Oder nur eine kleine Illusion? 
Ich jedenfalls finde es sehr positiv, selbst wenn es keine grossen Kreise zieht.

Sonntag, 7. Juni 2015

Pervers? Geschmacklos?

Zurzeit findet das Finale des Palaestinensischen Pokals in Gaza statt. Fussball. 
Wer spielt?
Die Mannschaft: "Entfuehrer von Hadar Goldin" gegen die Mannschaft "Entfuehrer von Oron Shaul". 
 Wie findet Ihr das? Geschmacklos? Oder gibt es ein anderes Wort dafuer?

Ich stelle mir gerade vor, in Israel wuerde ein Spiel stattfinden zwischen der Mannschaft "Soldaten der Operation Starker Fels." und der Mannschaft "Soldaten der Operation "gegossenes Blei". 
Wie schnell wuerde wohl solch eine Meldung ueber die Perversionen der Israelis in die Weltmedien gelangen?
Man kann im Grunde gar nicht so viel ko...., wie einem schlecht ist.

Haussitting - evtl Job MIT Spass

Meine fruehere Chefin, Prof. M. aus dem Hadassah-hospital wohnt gleich bei mir um die Ecke und hat mich gefragt, ob ich auf ihre Wohnung aufpassen kann, wenn sie weg sind irgendwann mal fuer eine Woche. Ich schaue mir morgen abend die Wohnung an.
Es koennte sogar ganz nett werden, denn Chani hat eine grosse Terrasse, wo man schoen sitzen kann abends, (gut eingerieben mit Mueckenschutz natuerlich..:-)
Ich denke, ich werde zusagen.

Samstag, 6. Juni 2015

Supercofix in Tel Aviv

Eine Super-Idee, Avi Catz, ich ziehe den Hut! Ganz im Gegensatz zu allen Politikern, die nur reden, hat er die Initiative ergriffen und diesen ersten Supermarkt der Kette Coffix (wo der Cafe und alles Gebaeck 5 Shekel kosten) aus dem Boden gestampft und somit wird vielen Menschen, die sich wenig leisten koennen, wirklich geholfen.
Ich war bei meinem Aufenthalt in Tel Aviv neugierig und besuchte die Filiale, die erste in Israel. Damnaechst soll eine Filiale in der Ibn Gavirol eroeffnen.
Wie unten zu sehen, gibt es auch Angebote wie 2 fuer 5 Shekel, oder 3 fuer 5.
Dabei kann man auch mischen, d.h. alle rot gekennzeichneten Produkte 2 fuer 5 und alle gelb gekennzeichneten Produkte 3 fuer 5, alle blauen, sogar 5 fuer 5. Es darf gemischt werden.
Kleinere Packungen, super fuer Alleinstehende und alte Menschen, die sowieso kaum die Riesenpackungen aufbrauchen, die hier familienfreundlich verkauft werden. Ich hoffe bald auf eine Filiale in Jerusalem.



Beschuss aus Gaza

IS-nahe Salafisten wollen sich mit Chamas anlegen, da Chamas eine Menge Leute der Salafisten eingesperrt hat. Diese sollen frei gelassen werden, wenn nicht, beschiesst man Israel weiter, in der Hoffnung, dass Israel zurueck schiesst auf Chamas. Verrueckt und irgendwie pervers, oder?
Die Chamas steht also nicht hinter diesem Beschuss. Die Frage ist nur, was tun?
Das Ergebnis ist fuer uns dasselbe. Wir werden beschossen - vom Gazastreifen aus. Und dort regiert die Chamas. Basta.
 Update: Eine Rakete soll im Raum Ashkelon explodiert worden sein. 

Alarm um 21:40 in Ashkelon, Chevel haChish

Bisher ist nichts ueber Schaeden oder Verletzte berichtet.
Aber bei allen Anwohnern des Suedens - und ueberhaupt im Land - waechst die Angst, dass der Sommer so wie der letzte ein Sommer des Krieges werden koennte. Genauso fing alles auch im letzten Jahr an.

Freitag, 5. Juni 2015

Shabbat shalom


Wunderbar entspannt

Man soll es nicht glauben, aber auch in Tel Aviv, der Stadt, die niemals schlaeft, wie man sagt, kann man sich entspannen. 
Ich jedenfalls bin sehr entspannt zurueck nach Jerusalem gekehrt. 
Ich hatte zwei schoene Tage und habe vollstaendig abschalten koennen von Dingen, die mich beschaeftigen. 
Worueber ich sehr erfreut war, war die Tatsache, dass die Website der "kostenlosen Parkplaetze in Tel Aviv" mich nicht im Stich liess und ich einen kostenlosen Parkplatz von gestern nachmittag bis heute nachmittag hatte. (hier ist der link) 
Man bekommt sowohl die Parkplaetze angegeben, wo noch freie Plaetze sind, als auch wieviel freie Plaetze es noch gibt. 
Ich hatte den Parkplatz in der Rav Kook-Str. ausgesucht, der unweit von meinem Hostel lag. Ein schoener kleiner Parkplatz, auf dem sogar gestern nachmittag noch Plaetze frei waren. 

Auf diese Weise habe ich mindestens ca. 50 Shekel gespart, wenn nicht mehr, und konnte ohne Zeitdruck und die Parkgebuehren im Kopf schlendern. 
Das Sky-Hostel kann man wirklich nur empfehlen fuer 1 bis 2 Naechte. Es ist super einfach und alt. Aber sauber. 
Und was man sagen muss, das Personal ist super freundlich und nett. 
Ich habe 250 Shekel bezahlt plus 5 Shekel zusaetzlich fuer ein Mini-fruehstueck im Momos(gleich nebenan, die beiden Hostels gehoeren zueinander). 
Heute morgen habe ich mir das Hostel Little Tel Aviv angeschaut in der Jehuda haLevi-Street, das duerfte wesentlich besser sein, weil ganz neu. Im April haben sie eroeffnet. (aber auch teurer)

Ich habe festgestellt, dass ich Tel Aviv ueberhaupt nicht kenne. Wirklich gar nicht. Ich kenne den Strand, die Felsen, auf denen ich sitze, und aufs Meer schaue, wenn ich dort bin. Ich kenne die Dizengoff-street und den Platz, die Marina und den neuen Hafen im Norden. Und den Weg von der Tachant haRakevet bis zum Strand, den Shuk haCarmel, Ben Yehuda und die Hayarkon, sowie Jaffo. Aber sonst?
Heute und gestern hatte ich Zeit einfach durch die Gegend zu schlendern, auch mal mit den Menschen zu reden, die wirklich unglaublich entspannt und offenherzig sind. Die Bedienung aus dem kleinen Strassencafe auf der Rothschild war so begeistert von ihrer Arbeit, dass ich sie im Innern wirklich beneidete. Danke, Kim, fuer deinen Offenheit und deine positive Ausstrahlung. 
Die Stadtteile Kerem HaTeimanim und Neve Zedek kannte ich auch nur vom "Streifen" bisher. So richtig mittendrin war ich noch nie. Kerem haTeimanim habe ich durch den Parkplatz naeher begutachten koennen. Ein wirklich nettes idyllisches Viertel mit wunderschoenen Haeusern und Vorgaerten. Und ruhig, man soll es nicht glauben. 
Auf dem Shuk haKarmel war ich natuerlich auch, das gehoert immer dazu. Das riesige Angebot an Fruechten und Gemuese (ich spreche mal nicht ueber Fleisch und Fisch.. das sollen andere uebernehmen) laesst mir das Herz aufgehen. 
Gestern abend dann war ich noch im Nanutchka. Das vegane Restaurant war mal ein richtig gut gehendes Fleisch-restaurant, bis die Besitzerin vegan wurde und es zu einem - auch gut gehenden - veganen Restaurant umwandelte. Kaum war ein Platz zu bekommen, man muss vorbestellen, in der Regel. 
Man muss sagen, dass die vegane "Szene" in Tel Aviv sehr gross ist, es gibt ca. 18 vegane und vegetarische Restaurants in der Stadt. Wir belegen mit Tel Aviv auch Platz 1 der vegan-freundlichsten Staedte der Welt. 

Helligkeit, Positivitaet, Offenheit, Lachen der Seele und Durchatmen, Meer und Sonne und freundliche Gesichter, all das und mehr verbinde ich mit Tel Aviv. 

Heute morgen dann, nach einem kleinen Fruehstueck habe ich das Little Tel Aviv aufgesucht, das Hostel in der Jehuda haLevi Street und mich dann zum 2. Fruehstueck in ein Parkcafe an der Rothschild gesetzt. Menschen, die Zeitung lesen, Croissants essen und den Tag langsam angehen lassen. Und Kim, die strahlende Bedienung aus Cholon, die "Menschen liebt", wie sie sagt. 

Anschliessend ausgecheckt und meine Habseligkeiten ins Auto gebracht, weiter durch das Viertel Kerem haTeimanim und nach Jaffo, der alten Hafenstadt, die ihren eigenen Liebreiz hat, wozu auch der Hafen und die kleinen Gassen mit den vielen Galerien gehoeren. 
Freitags gibt es am kleinen Hafen einen Markt und Auffuehrungen. 
In den Parks am Meer sitzen arabische Familien, die grillen, Kinder die spielen und Verliebte. Auf den Felsen schauen die Menschen aufs Meer, das fuer alle einen hohe Anziehungskraft besitzt. Schwule Paerchen, Mutter und Kind, Familien und Touristen, ein Imbiss auf den Felsen gehoert zum Morgen (uebrigens auch zum Abend mit dem schoenen Sonnenuntergang ueber dem Meer). 
Auch ich habe mich mit einer kleinen Portion Oliven, die ich auf dem Shuk haKarmel erstanden habe und einer Packung Kraecker auf den Felsen niedergelassen. Das Meer beruhigt, und bringt Gleichmaessigkeit in den Pulsschlag, erdet die Gedanken. 

Nach vollen 1 1/2 Tagen am Meer bin ich tiefen entspannt in Jerusalem angekommen und habe noch Zeit genug, den Shabbat vorzubereiten. 
Allen Lesern Shabbat shalom und ein gutes Wochenende, schoenen Sonntag!

Kerem haTeimanim - Tel Aviv





















































Die bunten Gesichter von Tel Aviv








































































































































Jaffo, die alte Schoene








































































































Donnerstag, 4. Juni 2015

Nach der Arbeit Tel Aviv

Ich werde heute direkt nach der Arbeit nach Tel Aviv fahren, und dort bis morgen in einem Hostelzimmer bleiben, was ich schon reserviert habe.
Ich freue mich unglaublich auf das Meer und das "Abschalten" vom Alltag, vor allem von der Arbeit.
Das "Sky-hostel" ist eine Alternative zu teuren Hotelzimmern und hat auch EZ und DZ. Ich werde berichten. Vor Jahren war ich mal in einem anderen Hostel, im Hayarkon 48. Zunaechst in einem 5-Bettzimmer mit Fremden, nach einer Nacht aber dann im EZ. Das war voellig o.k.

Am 03.06.2015 um 22:55 Alarm in Netivot, Ashkelon - 2 Raketen auf Israel aus dem Gazastreifen

Da war ich schon eingeschlafen, und hatte den Alarm auf meiner App nicht mitbekommen, als ich von einem Freund aus Deutschland die Nachricht bekam, dass Raketen auf Israel geschossen wurden. 
Ich schaute nach und - tatsaechlich, der Alarm war um 22:55 angesprungen. 
Die Raketen haben keinen Schaden angerichtet, sind auf freiem Feld explodiert, aber wieder mussten die Menschen im Sueden in ihre Schutzraeume rennen (15 sek. Zeit im Umkreis von Gaza) und mussten sich fuerchten. 
Nun also schon das zweite Mal in einer Woche, und der Sommer naht. 
Hier wird schon gesagt: "Sommerzeit - Kriegszeit!" und die Befuerchtungen werden groesser, dass es in den Ferien der Kinder wieder einen Krieg geben koennte. Bitte nicht!
Die Verantwortung hat uebrigens eine Salafistengruppe uebernommen, die sich mit ISIS identifiziert und Chamas herausfordern will. 
Naja... Chamas herrscht ueber den Gazastreifen, so dass auch sie zur Verantwortung gezogen werden. 

IDF griff als Reaktion daher heute nacht 3 Stellungen der Chamas an. 

Uebrigens ging es in einer gross angelegten landesweiten Uebung vor 2 Tagen um ein Szenario, in dem Israel von 3 verschiedenen Fronten aus angegriffen wird. Libanon, Syrien, Gaza. 
Schoene Aussichten, falls sich das Szenario verwirklicht. So ganz utopisch ist das gar nicht.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Frustkrise - und "Freierim"

Ich fuehel mich wie ein i-robot. 
Gerade eben vor zwei Tagen die letzten Berichte der Hausbesuche eingegeben, einiges noch im Buero erledigt, was liegen geblieben war, da liegt schon die neue Liste fuer Hausbesuche im Juni in meinem Fach. 
111 Besuche. Uff!
Alles von vorn, das Rennen gegen die Zeit (weil jeder Patient bis zu einem bestimmten Datum besucht werden muss) beginnt von vorn. Ein Hamssterrad. 
Ich war krank in diesem Monat, d.h. ich bekam eine Arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung fuer 3 Tage. Jedoch bin ich nach einem Tag wieder zur Arbeit gegangen, denn ich wollte nicht auf das Geld verzichten. (Zur Erinnerung: in Israel bekommt man die ersten 3 Tage Krankheit keine volle Lohnfortzahlung, egal wieviele Krankheitstage einem zustehen. Man sammelt diese Tage an im Laufe der Zeit. Aber die ersten 3 muss der AG nicht zahlen. Gaengige Praxis ist, 1. Krankheitstag wird GAR NICHT bezahlt, der 2. und 3. nur zu 50 % und erst ab dem 4. Tag volle Lohnfortzahlung. 
Also bin ich bereits nach einem Tag wieder zur Arbeit gegangen. 
Als ich gestern meinen Arbeitsnachweis abgab, riet mir die Chefin (grosszuegigerweise) den einen Krankheitstag auf Kosten meiner Urlaubstage zu nehmen. 
Das ist aber auch krumm, denn ich habe nur 10 U-tage im Jahr. 5 habe ich bereits genommen als meine Tochter hier war, und die anderen 5 wollte ich fuer die 2. Tochter aufsparen. 
Nun habe ich nur noch Anspruch auf 4, bis zum April 2016.

All das frustet mich im Moment total. Auch dass ich das Auto immer oefter benutze, fuer Hausbesuche, weil es einfach viel einfacher ist und schneller geht, ich dafuer aber keinen Shekel Spritgeld bekomme, aergert mich ungemein. Ich weiss zurzeit nicht, wohin der Weg fuehrt, ich weiss nur, dass Veraenderung ansteht. Aber ich drehe mich im Kreis...
Es ist, wie ich feststelle im Internet, einfacher im Zentrum Arbeit zu finden, um Tel Aviv herum. Diese Moeglichkeit sollte man im Auge behalten. Hoehere Gehaelter, aber leider auch hoehere Mieten und Lebenshaltungskosten.

Wisst ihr was ein "Freier" hier in Israel ist? (פראייר)
Nein, nicht das, was man in Deutschland darunter versteht. 
Ein Freier (Mehrzahl Freierim) ist jemand, der ausgenutzt wird, vom Naechsten, von Bekannten, und vor allem vom Arbeitgeber, vom Staat. 
Der Ausdruck ist weit verbreitet und niemand moechte "Freier" sein. 
Die meisten fuehlen sich aber als solche, vor allem die sogenannte Mittelschicht. 
Hohe Mietpreise, stets nur Mietvertraege ueber ein Jahr, hohe Lebenshaltungskosten  bei laecherlichen Gehaeltern, wenige Urlaubstage im Jahr, hohe Wohnungspreise.. unterm Strich: alle Freier!
Und die groessten Freier des Staates sind Sozialarbeiter und Lehrer. 

Dienstag, 2. Juni 2015

Coffizz - Coffix und Co

Seit einiger Zeit gibt es viele Filialen von Coffizz, und Coffix u.ä., die alle Cafe fuer 5 Shekel anbieten. Zusaetzliche Produkte wie Bagels, Sandwhiches, Kuchen, Foccacchia usw. werden ebenfalls fuer 5 Shekel angeboten. 
Der Cafe mit Sojamilch ist NICHT teurer als der Cafe mit Kuhmilch und insgesamt ist alles sehr verbraucherfreundlich. 

Nun hat von Coffix die erste Supermarktfiliale im Tel Aviver Sueden geoeffnet, mit durchschlagendem Erfolg. Alle Produkte des Supermarktes kosten (hoechstens!) 5 Shekel! Super!!!
Super Coffix heisst er, und befindet sich in der Herzl-str. im Stadtteil Florentin.
Manche Snacks, Riegel, die anderswo fuer weniger als 5 Shekel angeboten werden, wurden zu Dreierpackungen zusammengefasst und dann fuer 5 Shekel angeboten. 
Andere Produkte werden in kleineren Verpackungen verkauft und so wird es ermoeglicht, sie ebenfalls fuer 5 Shekel anzubieten. 
Das Motto: "kauft keine Grosspackungen mehr und schmeisst nichts weg! Lieber kleine Mengen, fuer 5 Shekel, der Geldbeutel wird es euch danken!"

Ich find´s toll und freue mich schon, wenn die erste Filiale dieses Supermarktes auch hier in Jerusalem aufmacht. 
Hoffentlich bald!
(hier ein LINK zu den Produkten von Super Coffix)

Durchatmen

So, der Monat ist herum. Die Berichte der Hausbesuche sind alle im Computer eingegeben, die Berichte der Erstbesuche sind ebenfalls geschrieben und die zusaetzlichen Hausbesuche, die mir die Chefin gegen zusaetzliches Geld aufgedrueckt hatte, habe ich auch geschafft. (Nie wieder kann ich nur sagen, alles Geld der Welt kann diesen Stress nicht wert sein... auch noch abends innerhalb von 2 Wochen 30 zusaetzliche HB zu machen..)
Morgen erst gibt es neue Listen und das Spielchen geht von vorn los fuer den Monat Juni. Also heisst es durchatmen. 
Heute nachmittag rief die Chefin an. Ob ich nochmal Interesse an zusaetzlichen Besuchen habe, denn die Firma der GastarbeiterInnen hat noch keine eigene Sozialarbeiterin gefunden. Selbstverstaendlich wieder gegen Geld. 
NEIN, NEIN, NAAAHEIIIN! 
Fuer kein Geld der Welt mehr. 

Zecken

Gestern abend beim Zaehne putzen. Ich schaue in den Spiegel und sehe ploetzlich links unterhalb meines Nackens etwas, was ich als "Zecke" identifiziere. (Zwei Erlebnisse derselben Art habe ich vor Jahren in Deutschland bereits erlebt..)
Sofort dachte ich an meinen Ausflug nach Ein Kerem, am Tag zuvor und es war nur logisch, dass ich mir diesen ungebetenen Gast von dort mitgebracht hatte. Schliesslich hatte ich in aller Ruhe unter einem Baum gesessen, und bin in hohem Gras spazieren gegangen. 
Wenn ich etwas absolut nicht kann, ist es, mit etwas, das lebt und in meiner Haut steckt schlafen zu gehen. Ausserdem gibt es ja die Warnungen vor evtl. Uebertragung von Hirnhautentzuendung (Meningitis) oder Borreliose durch Zecken, weshalb man sie moeglich schnell entfernen soll. 
Diese Zecke aber muesste schon mehr als 30 Std in meinem Koerper stecken. Schauderhaft!
Es war schon 23 Uhr aber ich rannte zu meiner Freundin die eine Strasse weiter wohnt, bewaffnet mit einer Pinzette. Allein konnte ich sie nicht entfernen, auch mit Spiegel nicht. 
Meine Freundin war trotz Hund nicht so sehr geuebt und wollte die Zecke mit der Pinzette "zerquetschen". Das "verbot" ich ihr, denn so quetscht man unter Umstaenden Viren und sonst noch andere Keime direkt ins Blut. 
Wie widerlich so eine Zecke ist. Sie saugt sich immer voller mit Blut, bis sie schliesslich wie ein Blutsack am Menschen (oder am Tier) haengt. 

Nach einem missglueckten Versuch, bei dem sie zwar den Koerper, nicht jedoch alle Beine herauszog, war dann auch das letzte Stueck Bein entfernt. 
Heute liess ich mir direkt einen Termin bei meiner Aerztin geben, die sofort ihren Virologen-kollegen im Hadassah hospital per mail konsultierte. 
Er schloss die Moeglichkeit einer Uebertragung von Meningitis aus, denn Israel zaehlt nicht zu den Gebieten wie etwa Sueddeutschland. 
Auch vor Borreliose hat er keine grosse Sorge, aber es scheint einen anderen Virus zu geben, welchen die Zecken uebertragen. Daher wurde ich nun aufgefordert, jeden Tag ueber zwei Wochen Fieber zu messen. 
Na, Mahlzeit. 
Ich hoffe, das geht gut und der ungebetene Gast hat mir nichts "mitgebracht"!