Dienstag, 16. Juni 2015

Keren Jachad - eine sinnvolle gute Sache!

Spenden, eine wichtige Sache, aber wem? Und wieviel? Und wo?
Keren Jachad ist eine relativ neue Initiative, die auf gegenseitiger Buergschaft basiert und einer grossen Mitgliedergemeinde. 
13.627 Mitglieder haben sich bereits gefunden. 

Der Zweck: falls Vater oder Mutter ein Unglueck passiert, stehen die Witwe (der Witwer) und die Kinder nicht selten hilflos da, evtl. ist der Hauptverdiener nun nicht mehr da, und auch der hinterbliebene Elternteil kann nicht arbeiten gehen, muss sich um die Kinder kuemmern. Es fehlt an allem, psychologische Unterstuetzung, finanzielle Mittel fuer eine Ausbildung usw usw. 
Meist versuchen dann die Freunde, Verwandte oder die Gemeinde, Gelder zu sammeln, aber nicht selten werden hohe Summen benoetigt, um ueberhaupt sinnvoll helfen zu koennen. (Gar nicht zu sprechen von dem unangenehmen Gefuehl der zu unterstuetzenden Familie)

Hier ist Keren Jachad (Gemeinschaft-fond) eine neue Herangehensweise. 
Man schreibt sich als Mitglied ein und zahlt EINMALIG 36 Shekel (das sind ca. 9 EUR). 
Es gibt KEINE REGELMAESSIGEN Zahlungen, solange kein Unglueck in der Gemeinde der Keren-Jachad-Mitglieder passiert. 
Sollte jemandem aus der grossen Gemeinde etwas passieren (Vater oder Mutter stirbt, was G-tt verhueten moege), so zahlt jede Familie max. 10 Shekel fuer jedes hinterbliebene unverheiratete Kind unter 30 Jahren.
(plus hoechstens 4 Shekel fuer psychologische Begleitung und Betreuung der Familie)

Diese Soforthilfe bringt durch die hohe Mitgliederzahl eine Summe von 50.000 Shekel fuer jedes Kind! 
Gleichzeitig trifft sich ein Vertreter des Fonds mit der Familie, um einen Finanzplan fuer die Zukunft aufzustellen.

Eine Zahlung (Spende) im Todesfalle uebersteigt nie 60 Shekel in einem Monat (ca. 15 EUR). Und falls es - was G-tt verhueten moege - einen weiteren Todesfall gibt in ein und demselben Monat, wird die Zahlung erst im kommenden Monat abgebucht. 

Ich habe mich bei Keren Jachad angemeldet, aber nur als Spender. Auch das ist moeglich und es gibt einem wirklich das Gefuehl, sinnvoll zu spenden, nicht wahllos. Gleichzeitig ist man sicher, dass das Geld auch da ankommt, wo es dringend benoetigt wird.
Bisher wurde ich 3 mal informiert, per sms, dass ein Todesfall eingetreten ist, und dass man von meiner Kreditkarte die Summe von 60 Shekel abbucht.
 
Ihr koennt euch auch als (spendende) Mitglieder einschreiben, mit eurer Kreditkarte und so wirklich sinnvoll ein gutes Werk tun. 
Falls jemand Interesse hat, vom Ausland aus diese Gemeinde zu unterstuetzen, wuerde ich mich nochmal genau erkundigen, wie es gehen kann. (Generell hat man mir schon signalisiert, dass es gehen koennte)

Auf den Seiten von Keren Jachad (HIER) empfehlen bekannte Rabbiner aus Israel, sich dieser guten Sache anzuschliessen, unter anderem 
Rav Shmuel Eliahu (Rabbiner aus Zfat)
Rav Shlomo Aviner (leitender Rabbiner der Jeshiwa "Ateret Cohanim" in Jerusalem)
Rav David Stav (Rabbiner der Stadt Shoham)
Rav Aharon Lichtenstein (ז"ץ) frueherer Leiter der Jeshiwa Har Etzion
Rav Nachum Neria (Rabbiner der Jeshiwa "Tora miZion", Jerusalem)
Rav Jakob Shapira (leitender Rabbiner der Jeshiwa "Mercaz haRav")
Rav Shlomo Riskin (Rabbiner von Efrat)
und viele andere...
Wer hebraeisch versteht, kann sich den kurzen Film auf youtube anschauen, der das System noch einmal erklaert.. 

Kommentare:

Fritzi hat gesagt…

und soeben (leider) wieder eine sms erhalten, dass ein vater von 6 kindern weg ist.
baruch dayan emet

NOA hat gesagt…

ja, ich auch. Baruch Dayan Emet