Freitag, 5. Juni 2015

Wunderbar entspannt

Man soll es nicht glauben, aber auch in Tel Aviv, der Stadt, die niemals schlaeft, wie man sagt, kann man sich entspannen. 
Ich jedenfalls bin sehr entspannt zurueck nach Jerusalem gekehrt. 
Ich hatte zwei schoene Tage und habe vollstaendig abschalten koennen von Dingen, die mich beschaeftigen. 
Worueber ich sehr erfreut war, war die Tatsache, dass die Website der "kostenlosen Parkplaetze in Tel Aviv" mich nicht im Stich liess und ich einen kostenlosen Parkplatz von gestern nachmittag bis heute nachmittag hatte. (hier ist der link) 
Man bekommt sowohl die Parkplaetze angegeben, wo noch freie Plaetze sind, als auch wieviel freie Plaetze es noch gibt. 
Ich hatte den Parkplatz in der Rav Kook-Str. ausgesucht, der unweit von meinem Hostel lag. Ein schoener kleiner Parkplatz, auf dem sogar gestern nachmittag noch Plaetze frei waren. 

Auf diese Weise habe ich mindestens ca. 50 Shekel gespart, wenn nicht mehr, und konnte ohne Zeitdruck und die Parkgebuehren im Kopf schlendern. 
Das Sky-Hostel kann man wirklich nur empfehlen fuer 1 bis 2 Naechte. Es ist super einfach und alt. Aber sauber. 
Und was man sagen muss, das Personal ist super freundlich und nett. 
Ich habe 250 Shekel bezahlt plus 5 Shekel zusaetzlich fuer ein Mini-fruehstueck im Momos(gleich nebenan, die beiden Hostels gehoeren zueinander). 
Heute morgen habe ich mir das Hostel Little Tel Aviv angeschaut in der Jehuda haLevi-Street, das duerfte wesentlich besser sein, weil ganz neu. Im April haben sie eroeffnet. (aber auch teurer)

Ich habe festgestellt, dass ich Tel Aviv ueberhaupt nicht kenne. Wirklich gar nicht. Ich kenne den Strand, die Felsen, auf denen ich sitze, und aufs Meer schaue, wenn ich dort bin. Ich kenne die Dizengoff-street und den Platz, die Marina und den neuen Hafen im Norden. Und den Weg von der Tachant haRakevet bis zum Strand, den Shuk haCarmel, Ben Yehuda und die Hayarkon, sowie Jaffo. Aber sonst?
Heute und gestern hatte ich Zeit einfach durch die Gegend zu schlendern, auch mal mit den Menschen zu reden, die wirklich unglaublich entspannt und offenherzig sind. Die Bedienung aus dem kleinen Strassencafe auf der Rothschild war so begeistert von ihrer Arbeit, dass ich sie im Innern wirklich beneidete. Danke, Kim, fuer deinen Offenheit und deine positive Ausstrahlung. 
Die Stadtteile Kerem HaTeimanim und Neve Zedek kannte ich auch nur vom "Streifen" bisher. So richtig mittendrin war ich noch nie. Kerem haTeimanim habe ich durch den Parkplatz naeher begutachten koennen. Ein wirklich nettes idyllisches Viertel mit wunderschoenen Haeusern und Vorgaerten. Und ruhig, man soll es nicht glauben. 
Auf dem Shuk haKarmel war ich natuerlich auch, das gehoert immer dazu. Das riesige Angebot an Fruechten und Gemuese (ich spreche mal nicht ueber Fleisch und Fisch.. das sollen andere uebernehmen) laesst mir das Herz aufgehen. 
Gestern abend dann war ich noch im Nanutchka. Das vegane Restaurant war mal ein richtig gut gehendes Fleisch-restaurant, bis die Besitzerin vegan wurde und es zu einem - auch gut gehenden - veganen Restaurant umwandelte. Kaum war ein Platz zu bekommen, man muss vorbestellen, in der Regel. 
Man muss sagen, dass die vegane "Szene" in Tel Aviv sehr gross ist, es gibt ca. 18 vegane und vegetarische Restaurants in der Stadt. Wir belegen mit Tel Aviv auch Platz 1 der vegan-freundlichsten Staedte der Welt. 

Helligkeit, Positivitaet, Offenheit, Lachen der Seele und Durchatmen, Meer und Sonne und freundliche Gesichter, all das und mehr verbinde ich mit Tel Aviv. 

Heute morgen dann, nach einem kleinen Fruehstueck habe ich das Little Tel Aviv aufgesucht, das Hostel in der Jehuda haLevi Street und mich dann zum 2. Fruehstueck in ein Parkcafe an der Rothschild gesetzt. Menschen, die Zeitung lesen, Croissants essen und den Tag langsam angehen lassen. Und Kim, die strahlende Bedienung aus Cholon, die "Menschen liebt", wie sie sagt. 

Anschliessend ausgecheckt und meine Habseligkeiten ins Auto gebracht, weiter durch das Viertel Kerem haTeimanim und nach Jaffo, der alten Hafenstadt, die ihren eigenen Liebreiz hat, wozu auch der Hafen und die kleinen Gassen mit den vielen Galerien gehoeren. 
Freitags gibt es am kleinen Hafen einen Markt und Auffuehrungen. 
In den Parks am Meer sitzen arabische Familien, die grillen, Kinder die spielen und Verliebte. Auf den Felsen schauen die Menschen aufs Meer, das fuer alle einen hohe Anziehungskraft besitzt. Schwule Paerchen, Mutter und Kind, Familien und Touristen, ein Imbiss auf den Felsen gehoert zum Morgen (uebrigens auch zum Abend mit dem schoenen Sonnenuntergang ueber dem Meer). 
Auch ich habe mich mit einer kleinen Portion Oliven, die ich auf dem Shuk haKarmel erstanden habe und einer Packung Kraecker auf den Felsen niedergelassen. Das Meer beruhigt, und bringt Gleichmaessigkeit in den Pulsschlag, erdet die Gedanken. 

Nach vollen 1 1/2 Tagen am Meer bin ich tiefen entspannt in Jerusalem angekommen und habe noch Zeit genug, den Shabbat vorzubereiten. 
Allen Lesern Shabbat shalom und ein gutes Wochenende, schoenen Sonntag!

1 Kommentar:

Flamingo hat gesagt…

Ich dachte New-York hat den Namen die Stadt die niemals schläft.