Donnerstag, 6. August 2015

Blogpause

Leider gibt es gerade eine Art Blogpause, wie ihr gemerkt haben duerftet. Ich bin immer noch mit Wohnungssuche beschaeftigt, habe aber eine Nachmieterin. 
Weiss noch gar nicht, wie ich den Umzug bewerkstelligen soll, aber es wird sich finden. 
Es ist nicht einfach Jerusalem zu verlassen und ich hoffe sehr, alles wird gut und ich habe die richtige Entscheidung getroffen. 
Es ist gerade extrem heiss, bei uns bis zu 40 Grad (heute eine kleine Pause von der Hitzewelle, aber morgen geht es bis Anfang der Woche weiter). In der Jordanebene wurden 52 Grad gemessen. (in Worten: zweiundfuenfzig!)
Meine letzten Hausbesuche sind faellig und ich mache einiges mit dem Auto, obwohl es eine Minusrechnung ist, denn ich bekomme kein Spritgeld/km-Geld. 
Naja, das hat ja bald ein Ende. Und ich kann zurzeit gerade nicht das Bergauf und Bergab in Jerusalem zu Fuss schaffen. 
(Man wird eben auch aelter)
Am 24. August ist mein letzter Arbeitstag und auch meine Malka werde ich dann verlassen muessen. Zurzeit mache ich noch ein paar Nachtwachen bei einer sehr schwierigen Dame, an Schlaf ist nicht zu denken, es ist ziemlich schrecklich, nur ich brauche einfach das Geld jetzt vor dem Umzug. noch 3 mal habe ich mich verpflichtet, heute abend ist die naechste Nacht. Da ich morgen nicht zur Arbeit muss, und nur nach Raanana zur Wohnungsbesichtigung fahre, ist es o.k. 
Alles aufregend - und dann noch das, was um uns herum passiert und mich natuerlich auch nicht unbeteiligt laesst. Ein ultraorthodoxer sticht auf Menschen bei der Gay-parade ein, eines seiner Opfer, ein 16 jaehriges Maedchen, erliegt spaeter ihren Verletzungen.
Shira Banki ist tot.
יהי זכרה ברוך
Der Taeter hatte fuer exakt dieselbe Tat vor 10 Jahren im Gefaengnis gesessen und war erst vor ein paar Wochen aus der Haft entlassen. 
Es ist entsetzlich, wie Menschen im Namen der Tora ein Messer zuecken koennen und noch glauben, das sei G-ttes Wille. 
Auf das und alle schrecklichen Dinge, die noch passieren in diesen Tagen, kann ich jetzt gar nicht eingehen, dazu fehlt mir Kraft und Energie und freie Zeit. 
Ich hoffe, bald wieder berichten zu koennen, dann evtl. aus Raanana oder Hod Hasharon.
Bis bald. 
Und schickt ein kleines Gebet fuer mich zum Himmel, dass ich alles schaffe und bald in Ruhe eine neue Arbeit beginnen kann. 
Shabbat shalom schon einmal.

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