Sonntag, 23. August 2015

Eine Bleibe

Ich habe wohl eine Bleibe, in Raanana. Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber der Vermieter hat ihn uns (meiner Freundin und mir) zur Durchsicht schon mitgegeben und es sieht so aus, als ob er mich als Mieterin haben moechte. )
Ein bisschen skeptisch bin ich dennoch. 
Und das hat einen besonders "bloeden" Grund. 
Ich habe eine Ueberempfindlichkeit gegen Mobilfunkantennen, und in einem Haus mit solch einer Antenne auf dem Dach kann ich weder arbeiten, noch wohnen. 
Das Haus, in dem die Wohnung sich befindet hat - offensichtlich jedenfalls - keine solche Antenne. Aber in der Naehe im Zentrum Raananas sind sehr viele, man kann sagen, auf jedem 2. Haus ist eine solche zu finden. 
Heute nacht habe ich bei meiner Freundin Shifra uebernachtet und sie hat auf dem Nachbargebaeude des Altenheimes, wo sie wohnt, eine Riesenmobilfunkantenne, sie ist etwa 50 m von ihrer Terrasse entfernt, aber ich spuere sie, wenn ich bei ihr bin. Mal mehr, mal weniger. 
Es ist eine Art Kopfdruck und wenn ich mich wieder entferne, und z.B. aus einem Gebiet mit vielen Antennen herausfahre, spuere ich wie der Kopf frei wird. 
Wohne ich aber in so einem Haus, oder muss dort mehrere Stunden arbeiten, dann summiert sich der Kopfschmerz, es kommen Uebelkeit und Konzentrationsstoerungen hinzu. (regelrechte Denk-aussetzer). 

Heute nacht also war ich bei Shifra, bin also schon mit Kopfschmerz zur besagten Strasse gefahren in der die Wohnung sich befindet, und wurde den Kopfschmerz erst wieder los als ich gen Jerusalem nach Hause fuhr. 
Nun kann ich es nicht richtig einordnen, woher der Druck kommt, von Shifras Nachbar-antennen in der Nacht, oder aus der Gegend um die Wohnung herum. 
Ich bin dieses Problem ziemlich leid, denn dadurch sind mir sogar schon Jobs durch die Lappen gegangen. Die gleiche Firma naemlich, in der ich jetzt anfange, hat auch in Jerusalem eine Filiale, und als ich dort zum Vorstellungsgespraech war, etwa vor einem Jahr, kam ich mit Kopfschmerzen aus dem Gebaeude. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass eine Antenne auf dem Dach war, weil ich nicht staendig darauf achte, aber klar war, dass ich diesen Job leider nicht annehmen kann. 
Auch einige Wohnungen gab es bereits, die mir von vornherein "versperrt" waren. 

Ich weiss, es hoert sich vielleicht strange fuer euch an und manche denken auch : die spinnt. 
Aber bereits in Deutschland hatte ich dieses Problem, und kenne eine Gruppen von Menschen, die gemeinsam mit einer Aerztin gegen das flaechendeckende Aufstellen von diesen Antennen kaempft. 
In einigen Gebieten in Deutschland ist sogar die Krebsrate (Leukaemie) bei Kindern in die Hoehe gegangen, dort wo besonders viele Antennen stehen und immer neue errichtet werden. 
Sie kaempft gegen Windmuehlen, denn natuerlich stellt keiner den Zusammenhang zwischen der Strahlung und der erhoehten Krebsrate her. 

Aber es gibt eben einige Menschen, - nicht viele wohl  - die diese Ueberempfindlichkeit haben und subjektiv starke Beschwerden haben in der Naehe dieser Mobilfunkmasten. 
Leider gehoere ich dazu, obwohl mir eine Aerztin sagte: Sei doch froh! Strahlung, die von Mobilfunkmasten ausgeht schadet immer, du merkst es wenigstens, aber auch den Menschen die nichts spueren entsteht Schaden. Wie gross der ist, ist noch nicht erforscht, bzw. hat niemand ein Interesse daran, dazu zu forschen es koennten zu grosse Einbussen entstehen. Daher sind auch die zugelassenen Hoechstwerte recht hoch und werden so gut wie niemals erreicht.

So hoffe ich nun sehr, dass meine Beschwerden heute morgen noch von der Nacht kamen, und nicht von der Umgebung, denn ich weiss nicht was ich machen soll, wenn sich erweist, dass ich dort nicht wohnen kann. Dann geht die Suche von vorn los, ich muss dem Vermieter etwas erklaeren, was ziemlich absurd klingt und darum kaempfen, aus dem Vertrag zu kommen ohne Schwierigkeiten. 

Kann nicht einfach mal alles einfach sein?
Und - was mich noch interessieren wuerde, kennt jemand von meinen Lesern dieses Problem am eigenen Leib?

Freundin Shifra ausgerechnet war das gar nicht fremd, denn sie kennt ein Ehepaar, das sich wegen der Ueberempfindlichkeit des  Ehemannes scheiden liess. Zu gross waren die Einschraenkungen. 
Der Mann lief in Raanana staendig irgendwelche Umwege, um nicht in unmittelbarer Naehe der Achuza-Street zu sein, wo besonders viele dieser Dinger auf den Daechern stehen. Es beeintraechtigte - wie bei mir - die Wohnungswahl, die Jobwahl, und eben auch die gemeinsamen Spaziergaenge. Schliesslich liess sich die Frau scheiden, weil sie es nicht mehr aushielt. 

Und damit ihr nicht denkt, ich bin jetzt voellig aus dem Ruder gelaufen, HIER ein Artikel zum Thema.
Und auch HIER. 

1 Kommentar:

Kalimohan hat gesagt…

Wer Dir das nicht glaubt, ist einerseits ruecksichtslos und hat, mit Verlaub, keine Ahnung. Vermutlich entwickelt sich hier eine aehnliche Situation wie mit Zigaretten und Rauchen. Electromagnetic Pollution wird leider noch zunehmen, da immer mehr Geraete wireless mit dem Internet verbunden werden. Die meisten Menschen verstehen das vermutlich nicht, da sie selbst nicht betroffen sind und die bereits sehr grosse Lobby ihr uebriges mit Propaganda und selbst bezahlten Gutachten tut. Zudem gibt es logischerweise noch keine Langzeitstudien.

Ich habe das Glueck nicht so extrem darunter zu leiden, aber ich schalte Funksender in meiner Naehe wenn moeglich aus und wuerde eine Wohnung mit Antenne in unmittelbarer Umgebung meiden. Was hilft mir denn eine vermeintlich gute Lage oder eine guenstige Miete, wenn es mir dann dauernd schlecht geht?

Inzwischen kenne ich ein Hotel, wo des Nachts WiFi ausgeschaltet wird und eines, wo die Raeume abgeschirmt sind und man garantiert WiFi frei sein kann. (Cellphone GSM laesst sich wegen der Fenster und Kosten nicht blocken.) Leider geht ansonsten der Trend in die andere Richtung und ich hatte es schon mal, dass ein eigener WiFi Access Point versteckt an der Matratze (!) befestigt war.

Hier einige relevante Artikel zum Thema:
http://www.spiritofchange.org/Summer-2015/All-I-Really-Need-to-Know-About-EMF-I-Learned-After-My-Wife-Got-Sick
http://www.spiritofchange.org/Winter-2014-1/Fighting-An-Invisible-Enemy-In-Our-High-Tech-World
http://www.spiritofchange.org/whats-new/Heavy-Cell-Phone-Use-Can-Quadruple-Your-Risk-of-Deadly-Brain-Cancer

Du kannst auch mal pruefen, ob Fostac Chips vielleicht etwas fuer Dich sind:
http://www.fostac.ch