Donnerstag, 20. August 2015

Update - nicht sehr erfreulich

Wieder eine Woche vergangen und gefuehlte 100 Wohnungen angeschaut. 
Die Mieten in Raanana - aber jetzt auch schon in Kfar Saba und Hod HaSharon, sind enorm hoch, im Grunde wie in Jerusalem. 
Eine ein bis zwei-Zimmer Wohnung, die auch nur einigermassen in Schuss, ordentlich und sauber ist, bekommt man nicht unter einer Miete von 750 EUR umgerechnet. 
Und dabei sind noch keine Stromkosten und Arnona (die Steuer die hier der Mieter zu tragen hat) eingerechnet.
Ich habe Wohnungen gesehen, die im Keller lagen, sich Halb-keller nennen oder solche im Hinterhof, fast ohne Fenster, duster und abschreckend. 
Ich moechte nicht auf Einzelheiten eingehen, denn sonst hoere ich gar nicht auf zu schreiben. 
Kurz und gut - ich habe immer noch keine Wohnung, und muss am naechsten Dienstag meine neue Stelle in Hod HaSharon antreten. 
Gern haette ich meinen Kopf frei dafuer, und wuerde mich auf die neue Arbeit voll und ganz konzentrieren koennen. 
Morgen heisst es nochmal - Wohnungen auf dem Programm. Wieder 80 km fahren, den Wohnungsbesichtigungsmarathon durchziehen und 80 km zurueck. Das volle Stress-Programm, und das seit Wochen, alles bei einer vollen Stelle, ohne Urlaubstage, (denn ich moechte die restlichen 5 U-tage ausbezahlt bekommen, da der Umzug doch viel Geld kosten wird) und noch dazu viermal in der Woche der Zweitjob bei der alten Dame. 
Dann eine kleine Zwischeneinlage: 
Ein Hornissennest unter meinem Fenster von aussen an der Hauswand. Die Stadt angerufen, nicht zustaendig, da privates Gebaeude. Den Vermieter angerufen, der genehmigt, dass ich einen Kammerjaeger anrufe. (ich weiss, in Deutschland sind Hornissen unter Naturschutz, hier bin ich bei den Tierschutz- und Naturschutzorganisationen auf Granit gestossen, niemand ist zustaendig, man kuemmert sich vorwiegend um Katzen und Hunde) 
Der Kammerjaeger kam, und da das Nest sich in etwa 6 m Hoehe am Haus befand, beschloss der Kammerjaeger, aus meinem Fenster heraus zu spruehen. 
Meine Befuerchtungen wurden wahr, nach dem ersten Spruehstoss kamen alle Hornissen ins Haus und in meine Wohnung (naja... nicht alle, aber schon ein paar bedrohliche Exemplare) 
Ich fand noch am naechsten Morgen eine Leiche in der Wohnungsecke. 
Als ob ich im Moment nicht genug am Hals haette. 

Am Ende des Monats - also in ein paar Tagen - muss ich aus der Wohnung, denn ich habe G-tt sei dank eine Nachmieterin gefunden. 
Bisher weiss ich nicht wohin. 
Das heisst, ich bereite mich auf den WORST CASE vor. 
Dieser waere, dass ich keine Wohnung finde bis Ende des Monats. 

Der Worst case sieht so aus, dass meine Freundin Shifra, die in Raanana wohnt in einem Altenheim mich in ihre kleine Wohneinheit aufnehmen wird, das tut sie schon in den letzten Tagen verstaerkt, damit ich nicht am selben Tag nach Jerusalem zurueckfahren muss. Eine enorme Erleichterung!
Wohin mit den Moebeln, war die einzige noch bleibende Sorge. 
Auch das scheint geklaert. Ein guter Freund von mir hat einen Speicherraum, was hier recht selten ist, fast niemand hat einen Keller und auch kaum Speicherplatz. 
Meine wenigen Moebel scheinen bei Shaaltiel Platz zu finden. 
Eine Schlafcouch, ein Esstisch mit 4 Stuehlen, 2 Buecherregale aus Rattan, eine Holzkiste und ein Fernsehuntertisch mit TV, sowie eine Waschmaschine. 
Mehr habe ich nicht. 
Kuehlschraenke sind oft in den Wohnungen vorhanden und Kleiderschraenke ebenfalls. 
Ich kann nicht sagen, dass ich voellig ruhig bin, denn ich wuensche mir nichts sehnlicher, als dass die Suche endlich ein Ende hat. 
Vielleicht ja morgen?

Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Das wünsche ich dir sehr, liebe Noa, dass es morgen klappt!
Brigitte

Anonym hat gesagt…

Schabbat schalom, möge er ein Ruhepunkt für dich und eine Quelle der Kraft für die nächste Woche sein.