Montag, 21. September 2015

Yom Kippur steht vor der Tuer

Morgen abend ist Yom Kippur. Wir werden einen ganzen langen heissen Tag fasten, nichts essen und nichts trinken. Nur beten, in der Synagoge oder zuhause und in uns gehen, Cheshbon Nefesh, die Bilanz der Seele. Was haben wir nicht richtig gemacht? Was haetten wir evtl. nicht tun sollen? Wen haben wir verletzt? Wem Unrecht getan? 
Ich kann keine grossen Worte finden, mein Kopf ist leer. Die letzten Wochen waren schwierig und ich hatte nur einen Trost, an dem ich mich festhielt - das Meer. 
Das Meer ist in meiner Naehe, ich muss nur eine Viertelstunde fahren, 8 km. Dann bin ich an meinem "Hausstrand" am Strand Sidna Ali, nach der Moshee, die dort in der Naehe steht. 
Heute war ich wieder dort, wie so oft nach der Arbeit, um den Kopf frei zu pusten, abzuschalten und einen langen Gang in Richtung Marina, Herzliya zu gehen, barfuss, im Sand, auf den Steinen, im Wasser. Anschliessend packe ich mein Campingstuehlchen aus und sitze dort, die Fuesse werden von den Wellen umspuelt, ich warte auf den Sonnenuntergang. 
Die schoensten Stunden sind frueh am Morgen oder am spaeten Nachmittag. 
Ich hole mir dort, am Wasser Kraft, Befreiung und Trost und G-tt ist nahe in der Natur. Auch ohne Gebet oder Worte. 
Ich bin dankbar und wuensche allen Zom Kal, ein leichtes Fasten, (bei 37 Grad wird es uebermorgen recht schwierig werden). 
GMAR CHATIMA TOVA. 
Moege euch G-tt ins Buch des Lebens einschreiben ...

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