Donnerstag, 21. April 2016

Pessach Sameach und wahre Freiheit

Liebe Freunde, Pessach, das Fest der Freiheit, Fest des Fruehlings naehert sich, steht schon vor der Tuer. Und fuer mich gibt es viel nachzudenken, ueber das, was echte Freiheit bedeutet. In den letzten Monaten habe ich unendlich viel gelernt, vor allem ueber das Leben, ueber Gesundheit, ueber Freunde und ueber neue Freunde,  die mich wirklich verstehen koennen. Mit ihrer Hilfe bin ich vorwaerts gekommen, gewachsen, erwachsen geworden, habe mich aus der Panik befreien koennen und mich langsam beruhigt. Warum ich? Habe ich mich gefragt. Und warum dieser Schlag? Ein Schlag, der mich von der Gesellschaft trennt. Er schliesst mich weitgehend von der Gesellschaft aus und bringt mich naeher zu Menschen, die sensibel und besonders, empfindsam und wunderbar sind. Ich bin nicht allein damit. Und dafuer danke ich euch. Fuer jede Hilfe und Unterstuetzung bin ich dankbar. Und ich danke, dass mich dieser "Schlag" ereilt hat. Er hat mich letzten Endes vor schlimmerem Schaden bewahrt und von einer Sucht befreit. Ich bin von einer Abhaengigkeit in die wirkliche Freiheit gelangt. So kann ich die Dinge inzwischen sehen, die mir widerfahren sind. Der Auszug aus Aegypten, von der Sklaverei des Handys. Nun bin ich wirklich und wahrhaftig frei. Es ist alles nicht leicht fuer mich, und doch lerne ich damit umzugehen, befinde mich mitten in einer Rehabilitation des Koerpers und der Seele. Ich bin auf dem Weg in ein gesunderes bewussteres Leben, pures Leben. Von der Sklaverei in die Freiheit. Und gemeinsam mit anderen Betroffenen werden wir vielleicht das eine oder andere Kind "retten" koennen, bewahren koennen, den einen oder anderen Menschen aufruetteln, wer uns anhoeren will, ist willkommen. Denn wir haben eine Aufgabe, eine wichtige Botschaft in unserer Zeit. Fuer die, die offen sind, zu hoeren.  Ich spuere, dass das Leben klarer wird, echter. Ohne Firlefanz. Ich danke den Menschen aus unserer FB-Gruppe, die mich so angenehm empfangen haben. Danke fuer jedes klare deutliche Wort, das gesprochen wurde, ohne Umschweife. Denn ich wollte nicht hoeren anfangs. nicht lernen. Und doch, ist es nicht so, dass wir manchmal nur durch scharfe Kritik wachsen und vorwaerts kommen koennen? Danke fuer die letzten Monate, die gefuellt waren mit Ansporn, Ermutigung und Liebe, die durch jede Reaktion auf meine Posts spuerbar war, mit jedem noch so kleinen Tipp. 

In dieses Pessach gehe ich als andere Frau. Ich bin nicht mehr dieselbe. Und ich werde am Sederabend am Tisch sicher an euch denken, meine Freunde, und wissen, dass nur ihr mich wahrhaftig verstehen koennt. In unserer Lage braucht man Menschen, die das Gleiche fuehlen, die die Situation kennen. Sonst kann man leicht verrueckt werden. 

Es gibt in dieser wirklich schwierigen Lage in der wir uns befinden etwas zutiefst Positives. Unsere Empfindlichkeit rettet uns vor groesserem Schaden, vielleicht im letzten Augenblick. In den letzten Monaten brachte ich es noch nicht so recht ueber die Lippen, aber heute kann ich es aus vollem Herzen sagen: Ich danke dem Schoepfer, fuer das was mir widerfahren ist und glaube, inzwischen die Bedeutung und den Sinn zu kennen. Wie Rabbin Nachman sagt, ist wirklich ALLES zum Guten. 

"Und selbst im Verborgenen, das sich im Verborgenen befindet.. auch da ist G-tt, " selbst wenn wir ihn nicht immer sofort spueren koennen, und fast schon glauben, er habe uns verlassen. 

Pessach Sameach, meine Freunde. 


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Noa,

ich freue mich sehr, wieder von Dir zu lesen. Deine Berichterstattung über Israel fehlt- Es tut mir leid, zu hören, was du alles durchmachen mußtest/mußt. Und danke dir auch für die offenen Worte über ein Thema, über das es kaum was zu lesen gibt.
Ich bin selber (noch) nicht von EHS betroffen, aber auch ich finde das Thema Handy (Sucht, Kommunikation nur noch darüber, 1000 facebook-freunde und kaum reale...) sehr wichtig und merke auch, wie ich zwar zustimmende Kommentare zu meiner Kritik erhalte, aber in meinem Alter (Mitte 30) kaum Leute finde, die dann auch danach Leben, was sie kritisieren.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft und Frieden auf deinem Weg und freue mich immer wieder von dir zu lesen.
Viele Grüße, Susanne

NOA hat gesagt…

susanne, danke dir fuer die Worte. Ja, EHS wird totgeschwiegen. aber ganz ganz langsam gibt es mehr und mehr Artikel und Fernseh-dokus... bei uns hier. Wie es bei euch ist weiss ich nicht. und ja, du hast recht, auch hier ist es so, dass fast jeder einem beipflichtet, die wenigsten aber sich fragen: Halt mal. Wenn sie das so spuert.. und es schmerzt sogar... so dass sie kaum vor di tuer geht... was geht dann bei uns allen abf? wie koennen wir uns schuetzen?.. die wenigsten fragen mich dann, wie sie etwas ändern können. Manche machen kleine ändeurngen.. lassen sich nicht mehr durchs handy wecken, kaufen sich normale Wecker... oder schaffen ihr WIFI ab. gehenn zur normalen LAN verbindung über. usw.. aber wirklich wenige. ich bin krank in ihren augen... und man fragt ab und zu ob wieder alles o.k. ist. Dass ich im Grunde ganz normal bin, und die Umwel krank.. sieht kaum einer so.